AT20881B - Verfahren zur Konservierung von Holz. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Holz.

Info

Publication number
AT20881B
AT20881B AT20881DA AT20881B AT 20881 B AT20881 B AT 20881B AT 20881D A AT20881D A AT 20881DA AT 20881 B AT20881 B AT 20881B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
wood
liquids
bath
absorption
liquid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Tomaso Guissani
Original Assignee
Tomaso Guissani
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tomaso Guissani filed Critical Tomaso Guissani
Application granted granted Critical
Publication of AT20881B publication Critical patent/AT20881B/de

Links

Landscapes

  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
 EMI1.1 
 



    TOMASO   GUISSANI IN MAILAND. 



   Verfahren zur Konservierung von Holz. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Holzkonservierungsverfahren, welches nach der Art desjenigen von 0 t t (siehe   H e i n z e r l i n g: #Die   Konservierung des Holzes", Halle   a/8     1885,   Seite 118 ff) darauf beruht, dass das Holz zuerst in ein heisses Bad eingebracht wird, wodurch das in dem Holze enthaltene Wasser ausgetrieben wird, worauf man das Holz mit einer kalten Badeflüssigkeit in Berührung bringt, welche den in den Poren enthaltenen Wassordampf kondensiert, so dass in dieselben Imprägnierungsflüssigkeit eintreten kann. 
 EMI1.2 
 und lässt das Holz solange darin verweilen, bis sich aus demselben keine Wasserdämpfe mehr entwickeln ; dann zieht man das heisse Öl ab und leitet in den Behälter, in dem sich das Holz befindet, die kalte Imprägnierungsflüssigkeit ein. 



   Das den Erfindungsgegenstand bildende neue Verfahren unterscheidet sich von dem geschilderten hauptsächlich dadurch, dass das Holz im ersten Stadium einer viel höheren Temperatur ausgesetzt wird, bei welcher in vollkommen sicherer Weise alles Wasser ausgetrieben und das   Eiweiss   der Holzzellen   zerstört   wird. Ferner erfolgt die Abkühlung in viel energischerer Weise und es wird nicht die das kalte, sondern die das heisse Bad bildende Flüssigkeit als   Imprägniorungsnüssigkeit   in das Holz eingetrieben. Bei einer anderen Ausführungsform ist man imstande zwei verschiedene miteinander nicht   mischbare Flüssigkeiten,   aus welchen das kalte Bad besteht, in das Holz einzutreiben.

   Erfahrungsgemäss hat das Holz je nach seiner Beschaffenheit   90   bis 150 Minuten lang in dem auf   1300     C bis 1500 C   erhitzten Bade zu bleiben. Die Abkühlung erfolgt nach Übertragung des Holzes in ein anderes Gefäss, welches die kalte Flüssigkeit enthält. Die Übertragung muss natürlich rasch geschehen, immerhin kann sie bei grossen   Holzstücken-Eisenbahnschwellen,   Telegraphenpfählen u. dgl.-10 bis 20 Sekunden dauern, ohne dass die Absorption beeinträchtigt würde.

   Die von dem Holz   absorbierte FlüssIgkeitsmenge   kann nach Belieben verändert bezw. geregelt werden, indem das Eintauchen des Holzes in das kalte Bad in dem Augenblicke unterbrochen wird, als das Niveau der   Absorptionsfüssigkeit   bis zu einer vorher bestimmten. der   gewünschten Absorptionsmenge   entsprechenden Grenze gefallen ist. 



   Im nachfolgenden sind zwei Durchführungsarten des Verfahrens näher beschrieben. 



     I.   Wird als heisses Bad eine Mischung von grosser Dichte, beispielsweise ein aus Anthracen und Pech bestehendes Gemenge von 18 bis   260     Bö. verwendet,   so wird die   Verdampfung   des im Holz befindlichen Wassers in der   gewünschten   Weise bewirkt. Wenn das Holz aus dem warmen Bad genommen worden ist, so ist es an seiner Oberfläche voll-   ständig mit einer   aus dieser Mischung bestehenden Schichte von einigen Millimetern Dicke bedeckt.

   Während der nachfolgenden Absorptionsperiode im kalten Bade wird diese Schichte zufolge des durch die Kondensation des Wassers in den Poren gebildeten Vakuums in das Holz   eingesaugt   und darin festgehalten, so dass unterhalb der   Holzoberfläche   eine harte und undurchdringliche Schichte geschaffen wird, welche das Holz gegen den schädlichen Einfluss der Atmosphärilien oder anderer mit dem Holze in Berührung kommender Agenzien schützt. 



   II. Wenn in den für das kalte Bad bestimmten Behälter zwei Flüssigkeiten gebracht werden, deren Zusammensetzung und Dichte verschieden ist, beispielsweise eine die Dichte von 2-4  Bé. besitzende Lösung von Zinkchlorid oder anderen Salzen und Teeröl (Kreosot) 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 von einer Dichte von   10-140 Be., so werden sich   wie bekannt die beiden Flüssigkeiten selbst beim Durchrühren des ganzen Behälterinhaltes nicht mischen, sondern die leichtere Flüssigkeit, im vorliegenden Falle die Lösung, schwimmt oben, während das Kreosot unten bleibt. Das aus dem heissen Bad genommene Holz wird nun in das kalte Bad gebracht und zunächst bis auf den Grund des Behälters getaucht, so dass es vom Kreosot umgeben ist, welches in die Poren des Holzes eindringt.

   Das Holz wird solange im kalten Bad gelassen, bis das Niveau desselben sich bis zu dem der gewünschten Absorptionsmengo entsprechenden Teilstrich eines Indikators gesenkt hat. In diesem Augenblicke wird mittels eines bekannten Mechanismus das Holz so hoch gehoben, dass es in die Salzlösung taucht, in welcher es bis zur vollständigen Kondensation, bezw. Absorption verbleibt, wofern nicht eine geringere Absorptionsmenge gewünscht wird, in welchem Falle das Holz früher aus dem Bad. genommen wird. Der Prozess ist nun beendet. Beim Durchgange des Holzes durch die drei verschiedenen Flüssigkeiten (Bäder) ergeben sich folgende Erscheinungen : Während das Holz das Teoröl absorbiert, zieht letzteres das Pech aus dem Grunde leicht mit, weil
Pech im Öl vollständig löslich ist.

   Wenn nun das Holz in die Lösung der Salze gebracht wird, so dringen dieselben, durch die im Holze stattfindende noch nicht beendet Konden- sation des Wassers angesaugt, in das Holz und durchziehen das vorher eingetretene Teeröl, mit weichem sie sich wie beim Durchgange durch ein Filter innig mischen, so dass die beiden Flüssigkeiten nachher nicht mehr gesondert werden können. Das vom Holz aus dem heissen Bade entnommene Pech wird durch diesen Vorgang unter die Oberfläche des Holzes gebracht, wo es eine undurchdringliche Schichte bildet und das Holz gegen Eindringen von
Luft oder Wasser schützt. Man kann also in dem Holze eine vollständige Mischung zweier
Flüssigkeiten erlangen, welche sonst untereinander nicht mischbar sind und obgleich vorher vollständig emulgiert, sich sonst bei ihrem Eindringen in das Holz trennen würden.

   Das vorliegende Verfahren ermöglicht auch eine leichte und sehr genaue Kontrolle nicht allein Über die Qualität der in das Holz einzuführenden Materalien, sondern auch über die be-   zliglichen   Mengen derselben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   0'L Verfahren   zur Konservierung von Holz mit in bekannter Weise aufeinander folgender
Benützung eines heissen und eines kalten Bades, dadurch gekennzeichnet, dass das erste
Bad aus Stoffen besteht, welche beim Erhitzen auf hohe Temperatur erweichen, so dass sie das zu imprägnierende Holz mit einer dicken Schichte überziehen, welche beim Übertragen in das aus einer beliebigen Flüssigkeit gebildete kalte Bad als Schutzhülle dient und bei der im kalten Bade erfolgenden Abkühlung mit in das Holz eingesaugt wird. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des unter 1 angegebenen Holzkonservierungsverfahrens, darin bestehend, dass in das Holz zwei nicht mischbare Flüssigkeiten von verschiedener Dichte in beliebigen Mengenverhältnissen in der Weise eingeführt werden, dass das dem heissen Bade entnommene Holz in einen Behälter getaucht wird, in welchem diese beiden Flüssigkeiten übereinander gelagert sind, derart, dass das Holz in jeder derselben so lange belassen wird, als zur Absorption jeder dieser beiden Flüssigkeiten in gewünschter Menge notwendig ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT20881D 1901-06-07 1901-06-07 Verfahren zur Konservierung von Holz. AT20881B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT20881T 1901-06-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT20881B true AT20881B (de) 1905-08-10

Family

ID=3527484

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT20881D AT20881B (de) 1901-06-07 1901-06-07 Verfahren zur Konservierung von Holz.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT20881B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69327742T2 (de) Holzbehandlungsverfahren
DE2308314A1 (de) Verfahren zur trocknung von holz
DE2417292A1 (de) Verfahren zur behandlung von nahrungsmitteln
DE102004020729B4 (de) Verfahren zum völligen Durchtränken von feuchtem Holz der Kiefer oder Fichte
AT20881B (de) Verfahren zur Konservierung von Holz.
AT142900B (de) Verfahren zur Vertilgung und Fernhaltung von tierischen und pflanzlichen Schädlingen durch Behandlung von Holz mit Lösungen oder Suspensionen.
DE2046395A1 (de) Bindemittel für Öl und organische Lösungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE323648C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holz oder anderen poroesen Koerpern
DE683597C (de) Zur Aufbewahrung und Frischhaltung von Lebensmitteln, wie Brot, Wurst, Kaese u. dgl., dienender Vorratsbehaelter
AT112981B (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holz.
DE615938C (de) UEberzugs- und Impraegniermassen
DE69113144T2 (de) Destilliertes, fraktioniertes und rektifiziertes Steinkohlenteeröl zur ökologischen Holzimprägnierung.
DE539391C (de) Verfahren zur Veredelung von Holz
AT84136B (de) Verfahren zur Bereitung eines Materials, das zur Herstellung einer monolithischen Kunststeinmasse dient.
DE552477C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holzgegenstaenden
AT99212B (de) Verfahren zur Scheidung von natürlichen Erdölemulsionen.
DE605034C (de) Verfahren zum Konservieren von Haifischhaeuten
AT127925B (de) Verfahren zur Zerlegung von Flüssigkeitsgemischen durch Extraktion.
AT90365B (de) Vorrichtung, um Gase oder Dämpfe und Flüssigkeiten miteinander in innige Rerührung zu bringen.
AT86925B (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holz und anderen porösen Körpern.
DE639775C (de) Verfahren zum Extrahieren von pflanzlichen Stoffen
AT76187B (de) Vorrichtung zum Tauchen von Papierrollen und dgl. zwecks Durchfeuchtens derselben.
DE108063C (de)
DE670700C (de) Verfahren zum zonenweisen Traenken von Langholz
AT54599B (de) Verfahren zum Konservieren von Holz.