AT86925B - Verfahren zum Imprägnieren von Holz und anderen porösen Körpern. - Google Patents

Verfahren zum Imprägnieren von Holz und anderen porösen Körpern.

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  Verfahren zum Imprägnieren von Holz und anderen porösen Körpern. 



   Die Imprägnierung von Holz und anderen porösen Körpern zwecks Konservierung und dgl. mittels Ölen, z. B. Teerölen, erfolgte bisher entweder nach dem Vollimprägnierungsverfahren, indem nach vorherigem Evakuieren die Imprägnierflüssigkeit unter Druck eingeführt wurde, bis die Hohlräume vollkommen ausgefüllt waren oder nach den sogenannten
Sparverfahren, indem eine möglichst geringe Menge von   Imprägnierflüssigkeit   eingeführt und diese in dem zu imprägnierenden Körper möglichst gleichmässig verteilt wurde. Die Sparverfahren wurden beispielsweise derart ausgeführt, dass man gespannte Gase oder Dämpfe in den zu imprägnierenden Körper einführte und hierauf eine Imprägnierung vornahm, wobei durch Aufhebung des Druckes der Gase oder Dämpfe der Überschuss der eingeführten Flüssigkeit aus dem Holz entfernt wurde.

   Man verteilte auch eine bestimmte Menge des eingeführten Imprägniermittels durch nachträglich eingeführte Gase o. dgl. 



  Während die Sparverfahren den Vorteil haben, mit nur geringen Mengen von Flüssigkeit eine genügende Imprägnierung und damit einen hinreichenden Schutz gegen zerstörende Organismen herbeizuführen, bestehen die Nachteile einmal in der Anwendung einer besonderen    Apparatur ; zum   anderen darin, dass bei dem vollkommensten dieser Sparverfahren, nämlich dem Rüpingverfahren, der gleichmässigen Verteilung des Öles im Holz durch die zunächst in dieselbe eingeführte Druckluft ein Hindernis erwächst, das bei dem Vollimprägnierungsverfahren nicht besteht. Um das Ziel der Sparverfahren, eine Imprägnierung mit geringen Mengen des Tränkstoffes herbeizuführen, zu erreichen, hat man auch versucht, Emulsionen von Ölen o. dgl. in   d   Holz einzuführen.

   (Vgl. deutsche Patentschriften Nr.   117263,     II7565, I39441   und I5I020). Hierbei hat sich aber gezeigt, dass die mit verschiedenen Emulgiermitteln erhaltenen Emulsionen zu wenig beständig sind, so dass während der Imprägnierung bereits eine teilweise Trennung des Öles von der emulgierenden Flüssigkeit stattfand und infolgedessen das Ziel der Emulsionstränkung bei gleichzeitiger Ersparnis an Öl eine vollständig gleichmässige Verteilung zu erzielen, nicht erreicht werden konnte. 



  Es zeigte sich weiter, dass die in den Emulsionen enthaltenen Öltröpfchen nicht klein genug waren, um auf den im Holzkörper vorhandenen Verbindungswegen von Zelle zu Zelle in das   Holzinnere   einzudringen. Diese Schwierigkeit zeigte sich bereits bei Weichhölzern, wie Kiefer, namentlich aber bei der Imprägnierung der schwer durchtränkbaren   Harthölzer,   wie z.   B.   der Buche. Die Ölteilchen wurden in besonders starkem Masse bei den Harthölzern, in   den äusseren   Holzschichten zurückgehalten, so dass in die inneren Holzschichten lediglich oder vorwiegend Wasser gelangte.

   Ein weiterer Übelstand bestand darin, dass die für die Imprägnierung insbesondere verwendeten Steinkohlenteeröle vor der Emulgierung entsäuert, d. h. von den in ihnen enthaltenen phenolartigen Stoffen durch Behandeln mit Natronlauge befreit werden mussten, um die Herstellung der Emulsionen überhaupt zu ermöglichen oder dieselben einigermassen haltbar zu machen. Die Entsäuerung verteuerte die Imprägnierung und verminderte wegen der Entfernung der desinfizierenden Phenole die konservierende Wirkung. 



   Es hat sich gezeigt, dass im Gegensatz zu den vorstehend aufgeführten älteren Emulsionstränkungsverfahren eine Imprägnierung von Holz und anderen porösen Körpern   mit Emulsionen von Ölen, namentlich Teerölen in Wasser oder wässrigen Lösungen anorganischer oder organischer Verbindungen mit Vorteil durchzuführen ist, wenn die Emul-   

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 gierung nicht einfach durch Verteilung des unlöslichen Öles in Wasser oder anderen Flüssigkeiten stattfindet, sondern wenn man vor der Imprägnierung die Emulsionen homogenisiert. 



  Unter Homogenisieren versteht man ein Zerreiben von an und für sich nicht mischbaren Flüssigkeiten unter hohem atmosphärischem Druck, die infolge dieser Behandlung so zerrieben werden, dass eine Scheidung infolge ihres spezifischen Gewichtes nicht mehr möglich ist. 



  Die Ausführung der Homogenisierung erfolgt (z. B. Fleischmann,"Lehrbuch der Milchwirtschaft",   4.   Aufl., Leipzig I908, S. 23, Abs. 3) derart, dass man eine Mischung bzw, Emulsion des Öles mit der   Verdünnungsflüssigkeit   gegebenenfalls in der Wärme unter hohem Druck   z.   B. durch sehr feine Kanäle und gegeneinander federnde Metallplatten presst. Die Ausführung der Homogenisierung ist in der Milchwirtschaft bereits bekannt. Es gelingt, die öligen Anteile der Emulsion weitgehend zu verteilen, z. B. derartig, dass die einzelnen Tröpfchen nicht mehr als   o'z   bis   0*3 MM   Durchmesser haben. Derartige Emulsionen sind ausserordentlich beständig.

   Infolge der Kleinheit der einzelnen   Öltröpfchen   gelingt es, dieselben in allen überhaupt durchtränkbaren Holzteilen gleichmässig zu verteilen. 



   Man kann Mischungen von Teeröl oder Mineralöl mit Wasser verwenden oder an Stelle des Wassers die Emulgierung fördernde Lösungen oder Mischungen, z. B. Seifenlösungen, Lösungen von Salzen der sulfonierten Fettsäure oder der Benzolsulfosäure u. dgl. benutzen. Als Zusätze zu den Emulsionen sind auch Stoffe zu verwenden, welche bereits für sich eine konservierende oder feuerschützende Wirkung haben, z. B. Chlorzink, Nitrophenole, Ammonverbindungen o. dgl. 



   Es ist   nicht notwendig, dass   die   ver wendeten   Teeröle entsäuert sind, vielmehr können auch unentsäuerte Teeröle benutzt werden. Man kann auch zu den Teerölen absichtlich Phenole oder Phenolmischungen, z. B. Karbolsäure, Naphtol oder andere in ihnen lösliche Verbindungen, wie Naphthylamin, zusetzen. Ebenso kann man in den Teerölen organische oder anorganische Stoffe lösen. 



   Die gewünschte   Ölkonzentration kann   durch nachträgliches Hinzumischen einer entsprechenden Menge Wasser bzw. wasserartiger Lösungen zu den homogenisierten Mischungen erzielt werden. Durch diese Art der Herstellung der   Imprägnierflüssigkeit   ist die Möglichkeit gegeben : auch beliebig kleine Ölmengen gleichmässig in den zu imprägnierenden Stoffen zu verteilen, was unter gewissen Verhältnissen von Vorteil sein kann, z.   B.   da, wo geringere Ölmengen als   nach Rüping"zur   völligen Durchtränkung des zu imprägnierenden Körpers benötigt werden, genügen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. 



   Um die Trennung bzw. Ausscheidung des Öles aus den für die Homogenisierung vorgesehenen Emulsionen möglichst zu vermeiden, kann man die Öle auf ungefähr das gleiche spezifische Gewicht wie die zu verwendende wässrige Flüssigkeit einstellen oder die wässrige Flüssigkeit auf das spezifische Gewicht der Öle bringen. Beispielsweise kann man Teeröl und   Petroleumrückstände wie   Masut miteinander mischen und in dieser Weise eine Mischung von dem ungefähren spezifischen Gewicht i erhalten. Die Teeröle haben ein etwas grösseres spezifisches Gewicht als Wasser, ungefähr   i-o6,   während das spezifische Gewicht der Petroleumrückstände kleiner als i, ungefähr   0'92   ist. 



   Man hat bereits aus in der Kälte festen und in der Wärme geschmolzenen Stoffen mit Hilfe der Emulgierzentrifugen hergestellte Emulsionen zur Tränkung von Faserstoffen   verwendet : Diese   Emulsionen konnten nur in der Wärme angewendet werden, weil bei gewöhnlicher Temperatur ein Erstarren der festen Stoffe eintrat, Infolgedessen waren die Emulsionen nicht für die Imprägnierung von Holz und ähnlichen porösen Stoffen anzuwenden, weil im Holze eine Erstarrung eingetreten wäre. Die durch Emulgierzentrifugen oder dgl. erhaltenen Emulsionen enthalten ausserdem die Stoffe nicht genügend fein verteilt, um eine praktisch unbegrenzte Haltbarkeit der Emulsionen zu erreichen und ein Auseinandergehen bei der Berührung mit der Holzmasse zu vermeiden. Das vorliegende Verfahren geht von einer in irgendeiner bekannten Weise hergestellten Emulsion aus.

   Beispielsweise kann man die Emulsion auch mit Hilfe einer Emulgierzentrifuge herstellen. Selbst wenn die Emulsion erst im Laufe des Verfahrens erhalten wird, liegt immer eine gebildete Emulsion vor, die der Homogenisierung unterworfen werden   muss.   Die in irgendeiner bekannten Weise erhaltene Emulsion muss dann aber einer Homogenisierung unterworfen werden. Hierdurch wird erzielt, dass die Emulsionen in die zahlreichen feinen Kanäle, wie sie Holz u. dgL bieten, eingeführt werden können, ohne dass durch Reibung der Wände o. dgl, ein   AU8-   einandergehen der Emulsionen eintritt.

Claims (1)

  1. PATNT-ANSPRUCH : Verfahren zum Imprägnieren von Holz oder anderen porösen Körpern unter Verwendung von Emulsionen, dadurch gekennzeichnet, dass die in bekannter Weise hergestellten Emulsionen, z. B. von Teeröl oder Mineralöl in Wasser oder wässrigen Lösungen, gegebenenfalls unter Zusatz organischer oder anorganischer, die Emulgierung fördernder oder konservierender Verbindungen vor dem Imprägnieren homogenisiert werden.
AT86925D 1918-01-09 1919-02-18 Verfahren zum Imprägnieren von Holz und anderen porösen Körpern. AT86925B (de)

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