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Einrichtung zur mechanischen Laufauswechslung von Maschinenwaffen
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Weitere Erfindungsmerkmale sind dadurch gekennzeichnet, dass zur Verriegelung des Laufes am Waffengehäuse eine Fallklappe vorgesehen ist, welche den unterhalb des Gehäuses ragenden Riegelhebelarm abstützt, und überdies noch darin, dass der Formanschluss zwischen Riegelhebel und Stützachse aus einem in einer schrägen Nut geführten Bolzen oder Gleitstein besteht, so dass bei einer Schwenkung des Riegelhebels die Stützachse axial verschoben wird, wobei an einem Ende der Stützachse eine Feder vorgesehen ist, welche die Stützachse in die Ausgangslage zurückbringt. Durch diese Konstruktion ist eine rasche, leichte, gefahrlose und sichere Bedienung gewährleistet.
Die erfindungsgemässe Einrichtung besitzt eine Stützachse 1, die nur in der Längsrichtung vor und zurück begrenzt verschiebbar ist. Sie ist an der Unterseite des Gehäuses 8 so angebracht, dass das Auswerfen der ausgeschossenen Patronenhülsen nicht behindert wird. Sie steckt mit ihrem rückwärtigen Teil in einem mit einer Führungsnut 22 versehenen Mantelrohr 7 und hat einen in die Führung- nut 22 eingreifenden Führungskeil 17. Die Stützachse 1 hat am Vorderende zwei zusammenklappbare Beine 2. Zwei Stützräder 3a und b sind auf der Stützachse 1 drehbar befestigt und tragen z. B. bei Maschinenge- wehren drei Läufe 5a, b, c. Die Läufe 5 sind unter einem Abstand von 1200 an den Stützrädern 3 lösbar befestigt.
Die schwalben- schwanzartig geformten Führungsleisten 11 an der Unterseite der Läufe 5 (in der Zeichnung nur am oberen Lauf dargestellt), greifen in passende Ausnehmungen der Stützräder 3 ein.
Die Sperrklappe 12 fixiert die eingeschobenen Läufe 5.
Das rückwärtige Ende der Läufe 5 ist zy- lindrisch verstärkt und hat beiderseits hori- zontal abstehende Riegelbacken 6. Die zylindrische Verstärkung des Laufendes hat zwei 'horizontale Führungszapfen 14 und dazu passende Fü'hrungsrillen im Gehäuse 8. Beim Schiessen hält der Riegelhebel 4 wie in der Zeichnung dargestellt, den Lauf 5 mit Hilfe der Riegelbacken 6 mit dem Gehäuse 8 fest verbunden. Die an der Unterseite des Gehäuses 8 mit einem 90 gradigen Scharnier befestigte Fallklappe 16 greift beim Verriegeln des Laufes 5 in die Fallklappenrille 18 ein und fixiert dadurch den Riegelhebel 4 vollends.
Die Fallklappenrille 18 lässt die Sperre nur nach rück- wärts lösen.
Der Riegel hebel 4 ist bis über das rückwärtige Ende des Mantelrohres 7 zweiarmig und vereinigt sich am rückwärtigen Ende zu einem breiten Teil. Vorne hat er eine einschraubbare Querverbindung 23. Um durch die Bewegungen des Riegelhebel 4 gleichzeitig auch d1i-e Stützachse 1 beim Verriegeln nach rückwärts und beim Entriegeln nach vorne zu schieben, hat die Stützachse 1 eine Verstärkung, welche beiderseits senkrechte Flächen aufweist. Diese sind von rückwärts unten nach vorne oben unter einem Winkel von
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450 mit je einem Schlitz 20 versehen, in welche zylindrische, am Riegelhebel 4 angebrachte Bolzen (Gleitsteine) 21 eingreifen.
Zum Entriegeln wird die Fallklappe 16 nach oben und rückwärts gedreht. Das Vorschieben der Stützachse 1 wird überdies durch eine am Boden des Mantelrohres 7 angebrachte Feder 15 bewirkt. Bei der Entriegelung wird der im Gehäuse 8 gewesene Lauf 5 durch die Vorwärtsbewegung der Stütz achse 1 ebenfalls nach vorne geschoben, so dass nun mit der rechten Hand das rückwärtige Stützrad 3 gegen den Sinn des Uhrzeigers gedreht und der nächste Lauf 5 zur Verriegelung mit dem Gehäuse 8 herangezogen werden kann. Das vordere Stützrad 3 vollführt zwangsweise gleichzeitig mit dem rückwärtigen die Drehung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur mechanischen Laufauswechslung von Maschinenwaffen mit auf einer Haltevorrichtung gelagerten Läufen, welche parallel zur Laufachse drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, wobei sich jeweils einer der Läufe koaxial zum Gehäuse der Maschinenwaffe befindet, dadurch gekennzeich- net, dass an der Unterseite des Gehäuses (8) eine Stützachse (1) vorgesehen ist, welche axial verschiebbar gelagert ist und mit einem Riegelhebel (4) in formschlüssiger Verbindung steht, wodurch beim Schwenken des Riegel- hebels (4) um eine ortsfeste Drehachse (10), die Stützachse (1) vor bzw.
zurück verschiebbar ist, so dass der jeweils sich in der Gehäuseachse der Waffe befindliche Lauf (5) in an sich bekannter Weise in das Waffen- gehäuse eingebracht bzw. gelöst werden kann.