AT207562B - Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen

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AT207562B AT729758A AT729758A AT207562B AT 207562 B AT207562 B AT 207562B AT 729758 A AT729758 A AT 729758A AT 729758 A AT729758 A AT 729758A AT 207562 B AT207562 B AT 207562B
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  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen 
Bei der Polymerisation von Äthylen oder   äthylenhaitigen   Gasen werden als Kataly- satoren bevorzugt Gemische aus Titan- halogeniden und metallorganischen Verbindungen des Aluminiums verwendet. Geeignete Verbindungen der letztgenannten Art sind sowohl reine Alkylverbindungen als auch Halogenalkylverbindungen des Aluminiums. 



   Eine umfassende Zusammenstellung geeigneter Aluminiumverbindungen findet sich z. B. in der deutschen Auslegeschrift Nr.   1 012460.   



  Aus dieser Schrift lässt sich auch ersehen, dass sowohl die Herstellung der aluminiumorganischen Verbindungen als auch ihre technische Anwendung innerhalb der Katalysatorsysteme nicht frei von Schwierigkeiten ist. 



  Manche Nachteile konnten durch eine neue Arbeitsweise vermieden werden. 



   Es wurde gefunden, dass man zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere Poly- äthylen bei Drucken bis etwa 100 kg/cm2 und Temperaturen bis etwa 1000, in Gegenwart von Katalysatoren, die aus Gemischen von metallorganischen Verbindungen, insbesondere   Aluminiumalkylverbindungen,   und Metallverbindungen der vierten bis sechsten Nebengruppe des periodischen Systems, insbesondere Titanhalogeniden, bestehen, so arbeitet, dass man als metallorganische Verbindungen Dihalogenmonoalkyle des Aluminiums in Mengen von 1 Mol Aluminiumdihalogenalkyl auf 0, 5 Mol bis 2 Mol, vorzugsweise 0, 75 Mol bis 1, 5 Mol an dreiwertigen   Titanverbi : ndungen   und 0 bis 1, 5 Mol, vorzugsweise zwischen 0, 2 bis 1 Mol an vierwertigen   Titanverbin-   dungen verwendet.

   Gegenüber andern bis jetzt häufig verwendeten metallorganischen Verbindungen des Aluminiums besitzen die Dihalogenmonoalkyle besondere Vorteile. Ihre Handhabung ist wesentlich ungefährlicher als z. B. diejenige der Trialkyle. Sie sind ausserdem erheblich unempfindlicher gegenüber Verunreinigungen sowohl im Suspensionsmittel für die Polymerisation als auch im Reaktionsgas, so dass sich der inaktivierende Effekt der Verunreinigungen sehr viel geringer aus- wirkt. Die Anwendung der Dihalogenmonoalkyle hat bei der Polymerisation weiterhin den grossen Vorteil einer sehr gleichmässigen Gasaufnahme während der Reaktion ohne die unerwünschte Umsatzspitze zu Beginn der Reaktion, die besondere Vorsichtsmassnahmen hinsichtlich der Wärmeabführung erfordert.

   Da die Dihalogenmonoalkyle mit Titantetra- chlorid praktisch nicht reagieren, ist es möglich, die   für die   Polymerisation eingestellte Molekülgrösse während der gesamten Um- setzung konstant zu halten. Als letzter Vorteil fällt noch ins Gewicht, dass Katalysatormischungen aus Titanhalogeniden und Dihalogenmonoalkylverbindungen des Aluminiums keiner Formierung bedürfen. 



   Bei der Anwendung der Dihalogenmonoalkyle des Aluminiums ist es zweckmässig, die dreiwertigen Titanverbindungen in solchem Mengenverhältnis mitzuverwenden, dass mindestens 0, 5 Mol bis etwa 2 Mol, vorteilhaft zwischen 0, 75 bis 1, 5 Mol dreiwertige Titanverbindungen auf 1 Mol Aluminiumdihalogenmonoalkyl angewendet wird. In Gegenwart von vierwertigen Titanverbindungen,   x.   B. 



    TiC14   sollten nicht mehr als 1, 5 Mol auf 1 Mol   Aluminiumdihalogenmonoalkyl   vorhanden sein, vorteilhaft ist etwa 0,2 bis 1 Mol pro Mol Aluminiumdihalogenmonoalkyl anzuwenden. In manchen Fällen kann auf die vierwertige Titanverbindung völlig verzichtet werden. 



   Die Konzentration, in der die Aluminiumdihalogenmonoalkylverbindungen für die Polymerisation verwendet werden sollen, liegt zwischen 0, 0001 bis 0, 01 Mol/l Suspensionsflüssigkeit, vorteilhaft zwischen 0, 0005 bis   0, 008 Mol/l Suspensionsflüssigkeit.    



   Bei der erfindungsgemässen Anwendung von Dihalogenmonoalkylen des Aluminiums kann der Zusatz von geringen Mengen Sauerstoff etwa 5 bis 500 pptn, bezogen auf das umgesetzte Gas, vorteilhaft sein, zumeist genügt eine Menge von 10 bis 100 ppm. 



     Beispiel l : 3, 4   g technisches   Aluminiums   triisobutyl wurde mit   3, 33 g Titantetrachlorid   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 (Molverhältnis 1 : 1) in 100 cm3 eines hydrierten, von sauerstoffhaltigen Verbindungen befreiten und sorgfältig getrockneten Schwerbenzins während 10 Minuten reagieren gelassen. Der ausgefallene Niederschlag wurde filtriert und gut ausgewaschen. 



   Von diesem Produkt wurden 0, 59 g in ein Reaktionsgefäss von etwa 3 Liter Inhalt, in dem sich 1800   cm   des bereits oben erwähnten hydrierten und entwässerten Schwerbenzins befanden, gegeben. Weiterhin wurden 0, 33 g   Aluminiumdichlormonoäthyl   und 0, 24 g 
 EMI2.1 
 :trichlorid : Titantetrachlorid betrugen 1 : 1, 5 :   0, 5.   Das Gefäss wurde auf eine Temperatur von   70    erhitzt und danach Äthylen eingeleitet. In Abständen von 15 Minuten wurden geringe Mengen Luft zugefügt. 



   Die Gasaufnahme 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> nach <SEP> der. <SEP> 1. <SEP> Stunde <SEP> betrug <SEP> 88 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 2. <SEP> Stunde <SEP> 178 <SEP> Liter
<tb> nach, <SEP> der <SEP> 3. <SEP> Stunde <SEP> 266 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 4. <SEP> Stunde <SEP> 353 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 5. <SEP> Stunde <SEP> 442 <SEP> Liter
<tb> mach <SEP> der <SEP> 6. <SEP> Stunde <SEP> 528 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 7. <SEP> Stunde <SEP> 611 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 8. <SEP> Stunde <SEP> 688 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 9. <SEP> Stunde <SEP> 763 <SEP> Liter
<tb> 
 
Danach ging die Gasaufnahme sehr schnell zurück, da das gesamte Reaktionsgefäss mit gebildetem Polyäthylen gefüllt und ein Rühren der Masse nicht mehr möglich war. 



   Wurde am Stelle von 1800 cm3 der hydrier-   ten : Schwerbenzinfraktion aùs   der FischerTropsch-Synthese ein durch selektive Polymerisation und anschliessende Hydrierung sowie Entwässerung hergestelltes sogenanntes Tetramerpropylen zwischen etwa 150 und   220 siedend   verwendet, so betrugen die Um-   satzzahlen :

   von Äthylen    
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> nach <SEP> der <SEP> 1, <SEP> Stunde <SEP> 105 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 2. <SEP> Stunde <SEP> 204 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 3. <SEP> Stunde <SEP> 300 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 4. <SEP> Stunde <SEP> 397 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 5. <SEP> Stunde <SEP> 500 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 6. <SEP> Stunde <SEP> 617 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 7. <SEP> Stunde <SEP> 715 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 8. <SEP> Stunde <SEP> 785 <SEP> Liter
<tb> 
 - Auch bei diesem Versuch wurden geringe Mengen Luft   zugefügt.   



   Beispiel 2 : 0, 59 g des bereits oben be-   schriebenen   durch Umsatz von Aluminiumtriisobutyl mit   Tical,   hergestellten Präparates 
 EMI2.4 
 
33 g Aluminiumdichlormonoäthyl, Mol-trichlorid :   1 : 1 ; 5,   wurden in das gleiche   Re#     aktionsgefäss, wie vorstehend beschrieben,   gegeben und nach dem Erhitzen auf   70fit   mit demEinleitenvonÄthylenbegonnen. Titan- tetrachlorid war bei diesem Versuch nicht zugegen. 



   Die Gasaufnahme 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> nach <SEP> der <SEP> 1. <SEP> S'unde <SEP> betrug <SEP> 4 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 2. <SEP> S'unde <SEP> 12 <SEP> L <SEP> : <SEP> ter <SEP> 
<tb> nach <SEP> der <SEP> 3. <SEP> Stunde <SEP> 28 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 4. <SEP> Stunde <SEP> 76 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 5. <SEP> S'unde <SEP> 184 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 6. <SEP> S'unde <SEP> 300 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 7. <SEP> Sunde <SEP> 390 <SEP> Liter
<tb> nach <SEP> der <SEP> 8. <SEP> S'unde <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> Li <SEP> er
<tb> nach <SEP> der <SEP> 9.

   <SEP> Stunde <SEP> 500 <SEP> Liter
<tb> 
 
Wurde bei der Herstellung der braunen dreiwertigen Titanverbindung an Stelle des Aluminiumtriisobutyls die   stöchiometrische  
Menge Aluminiumtriäthyl verwendet, konnten diese Umsatzzahlen sogar noch etwas ver- bessert werden. 



   Bei diesen Versuchen des Beispieles 2 wurde kein Sauerstoff zugegeben. 



     Beispiel 3 : 0, 4   g eines durch Umsatz von Titantetrachlorid mit Aluminiumtri-npropyl (Molverhältnis   l : l)   hergestellten braunen, praktisch aus TiCl3 bestehenden Präparates (s. Beispiel   1)   wurden mit 0, 22 g Aluminiumdichlormonoäthyl und 0, 16 g   TiCl4   versetzt. Als Suspensionsflüssigkeit dienten 1800   cm3   hydriertes und entwässertes technisches Tetramerpropylen, dessen   ppm-Wert   unter 10 lag. Das Molverhältnis Aluminium-   dichlormonoäthyl : Titantrichlorid : Titan-    tetrachlorid betrug 1 : 1, 5 :   0, 5.   



   Die Gasaufnahme nach fünfstündigem Betrieb, wobei alle 15 Minuten 0, 9 cm3 trockene Luft zugefügt wurden, betrug 400 Liter. 



   Bei einem zweiten Versuch wurden 0, 22 g   Aluminiumdichlormonoäthyl, 0, 27   g TiCl3 (wie oben) und 0, 33 g TiCl4 angewendet. Das Mol-   verhältnis   betrug   jetzt l : l : l. Die   Gasaufnahme nach 5 Stunden betrug 240 Liter. 



   Bei Anwendung von 0, 22 g Aluminiumdichlormonoäthyl,   0, 27   g TiCl3 (wie oben)   sowie 0, 16   g TiCl4 (Molverhältnis 1 : 1 : 0, 5) betrug die Gasaufnahme nach 5 Stunden 357 Liter. 



   Wurden schliesslich in einem letzten Versuch 0, 22 g Aluminiumchlormonoäthyl,   0, 135   g   TiCl3   (wie oben) sowie 0, 35 g   TiCl4   (Molverhältnis 1 : 0, 5 : 1) angewendet, so betrug der Umsatz nach 5 Stunden nur 110 Liter. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen, bei Drucken bis etwa 100 Kg/cm2 und Temperaturen bis etwa 1000, in Gegenwart von Katalysatoren, die aus Gemischen von metallorgani- schen Verbindungen, insbesondere Aluminiumalkylverbindungen, und Metallverbindungen der vierten bis sechsten Nebengruppe des peri. <Desc/Clms Page number 3> odischen Systems, insbesondere Titanhalogeniden bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass man als metallorganische Verbindungen Dihalogenmonoalkyle des Aluminiums in Mengen von 1 Mol Aluminiumdihalogenmonoalkyl auif 0, 5 Mol bis 2 Mol, vorzugsweise 0, 75 Mol bis 1, 5 Mol an dreiwertigen Titanverbindungen und 0 bis 1, 5 Mol, vorzugsweise zwischen 0,
    2 Mol bis 1 Mol an vierwertigen Titanver- bindungen verwendet.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die molekulare Konzentration der angewendeten Aluminiumdihalogenmonoalkylverbindungen für die Polymerisation zwischen 0, 0001 bis 0, 01 Mol/l Suspensions- flüssigkeit, vorteilhaft zwischen 0, 0005 bis 0, 008 Mol/l Suspensionsflüssigkeit, beträgt.
AT729758A 1957-11-09 1958-10-20 Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen AT207562B (de)

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