AT204433B - Druckluftbremseinrichtung für Anhängewagen - Google Patents
Druckluftbremseinrichtung für AnhängewagenInfo
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Description
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Druckluftbremseinrichtung für Anhängewagen
EMI1.1
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leitung 8 angeschlossen. Der bzw. die Bremszylinder 9 erhalten Druckluft und ziehen die Anhängerbremse an. Zum Lösen der Anhängerbremse wird vom Zugwagen her wieder Druckluft in die Steuerleitung 2 geschickt, so dass die Steuerglieder des Ventils 4 sich umstellen und die Bremszylinder wieder mit der Aussenluft verbunden werden. Bei gelöster Bremse werden Druckverluste im Vorratsbehälter 7 vom Zugwagen her über die Steuerleitung 2 und ein im Steuerventil 4 vorgesehenes Rückschlagventil wieder ausgeglichen. Gegebenenfalls kann auch der Stulp des Steuerkolbens 5 als Rückschlagventil wirken.
Zusätzlich zur beschriebenen Einleitungs-Bremseinrichtung ist im Anhänger ein Mehrdruckventil 11 vorgesehen, dessen Gehäuse in eine Aussenluftkammer 12, eine Drucksteigerungskammer 13, eine Druckwechselkammer 14 und eine Vorratsdruckkammer 15, 15'unterteilt ist. In diesen Kammern sind Steuerkolben oder nach Art von Steuerkolben ausgebildete Steuermembranen 16,17 und 18 beweglich. Zwischen dem eine grosse Fläche aufweisenden Steuerglied 16 und der Aussenluftkammer 12 ist eine bewegliche Wand 19 angeordnet, die sich nach einem gewissen Hub des Steuerglieds16 an einer Schulter 20 des Ventilgehäuses abstützt. Mehrdruckventile dieser Art sind in den österr. Patentschriften Nr. 182326 und Nr. 194736 im einzelnen beschrieben.
An die Drucksteigerungskammer 13 des Ventils 11 ist eine Leitung 21 angeschlossen, die in einem Kupplungskopf 22 endet, während von den Vorratsdruckkammern 15, 15'des Ventils 11 eine Leitung 23 mit Kupplungskopf 24 ausgeht. Bei Verwendung des Anhängers in Verbindung mit einem Zugwagen, der eine Zweileitungs-Bremseinrichtung besitzt, ist der Kupplungskopf22 mit der Bremsdruckleitung des Zugwagens, der Kupplungskopf 24 mit der Vorratsdruckleitung dieses Fahrzeugs zu verbinden.
Von der Druckwechselkammer 14 des Mehrdruckventils 11 führt eine Leitung 25 zur Steuerleitung 2.
Die Verbindung der Leitungen 25, 2 ist hergestellt durch ein Mehrwegeventil 26. Das Mehrwegeventil hat eine zylindrische Bohrung 27, die an den Enden durch als Ventilsitze ausgebildete Stirnwände 28 und 29 abgeschlossen ist. Ausserdem ist in der Mitte des Ventilgehäuses noch ein Anschlussstutzen 30 vorgesehen.
An die Stirnwand 29 ist der zum Kupplungskopf führende Teil und an den Stutzen 30 der zum Ventil 4 führende Teil der Steuerleitung 2 angeschlossen. An der Stirnwand 28 mündet die Leitung 25. In der Bohrung 27 des Mehrwegeventils ist ein an beiden Stirnseiten mit Dichtungen versehener Kolben 31 verschiebbar, der in der einen Endstellung den Ventilsitz 29, in der andern Endstellung den Ventilsitz 28 absperrt. Von der Leitung 23 führt eine Verbindung zum Vorratsbehälter 7 des Anhängers. Diese Verbindung besteht aus zwei Rohrleitungsstücken 32,33 mit dazwischengefügtem Hilfsventil 34.
Dieses Hilfsventil ist durch eine Querwand 35 in zwei Kammern unterteilt, von denen eine 36 nach oben durch eine in das Gehäuse eingespannte Biegehaut 37 abgesperrt ist, während von der andern mit dem Leitungsteil 33 verbun - denen Kammer 38 eine enge Bohrung 39 gegen die Biegehaut 37 führt. Die Biegehaut wird durch eine von aussen einstellbare Feder 40 gegen einen Sitz am Kanal 39 gedrückt. Die Biegehaut 37 steht mit ihrer ganzen Ringzone stets unter dem Druck, der in der mit dem Leitungsteil 32 verbundenen Kammer 36 herrscht.
Die beschriebene Einrichtung wirkt wie folgt :
Wenn der Anhängewagen 1 an einen Zugwagen mit Einleitungsbremse angehängt wird, ist der Kupplungskopf 3 der Steuerleitung2 mit d'em entsprechenden Kupplungskopf der Einleitungsbremse des Zugwagens zu verbinden. Dadurch erhält die Steuerleitung 2 vom Zugwagen her Druck, der zunächst bewirkt, dass der Kolben 31 des Mehrwegeventils auf den Sitz 28 geht und die Verbindung zum rechts des Ventils 26 liegenden Steuerleitungsteil 2 öffnet ; es strömt also Druckluft auch zum Steuerventil 4 und über die Leitung 8 zum Anhänger-Vorratsbehälter 7. Dadurch wird die Einleitungsbremse betriebsbereit und sie wirkt in der schon früher beschriebenen, im übrigen bekannten Weise. Der Vorratsdruck herrscht auch in dem Leitungsteil 33.
Er kann aber von dort aus nicht weitergelangen, weil die Biegehaut 37, die auf einen Betriebsdruck von etwa 6-6, 5 atü und einen Abschaltdruck von etwa 4-4, 3 atü eingestellt ist. durch die kleine Flächenbelastung aus dem Kanal 39 nicht angehoben werden kann. Die Kammern des Mehrdruckventils 11 und die von diesem Ventil ausgehenden Leitungen sind drucklos und bleiben drucklos, solange im Einleitungs-Bremssystem gefahren wird.
Soll der Anhänger 1 zusammen mit einem Zugwagen mit Zweileitungs-Bremssystem gefahren werden, so werden die Kupplungsköpfe 22 und 24 mit dem Zugwagen verbunden, während der Kupplung kopf 3 frei bleibt. Die Leitung 21 wird Bremsdruckleitung und erfährt beim Bremsen vom Zugwagen aus eine Drucksteigerung. Die Leitung 23 wird Vorratsdruckleitung, in der vom Zugwagen her ein Betriebsdruck von 6 bis 6, 5 atü hergestellt wird. Dieser Druck herrscht auch in den Ventilkammern 15, 15'des Mehrdruckventils 11, in der Kammer 36 des Hilfsventils 34 und bei angehobener Biegehaut 37 in der Leitung 33 und dem Vorratsbehälter 7. Ein Abströmen von Druckluft über das Anhänger-Steuerventil 4 ist durch dessen Rückschlagventil und den auf seinem Sitz gehaltenen Steuerventilteller verhindert.
Ein beim
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Bremsen vom Zugwagen her in der Bremsdrucldeitung 21 hervorgerufener Druckanstieg bewegt schon bei geringer Drucksteigerung das Absperrglied des Mehrdruckventils 11, weil er auf die grossflächige Biegehaut 16 wirkt. Das Ventil 11 stellt infolgedessen um, unterbricht die Verbindung der Druckwechselkammer 14 mit der Vorratsdruckkammer 15, 15' und verbindet die Kammer 14 mit der Aussenluftkammer 12, infolgedessen ermässigt sich der Druck in der Leitung 25, wobei aber der Kolben 31 infolge seiner nach oben wirkenden Druckbelastung am Sitz 29 bleibt. Damit ermässigt sich aber auch der Druck in denr rechten Teil der Steuerleitung 2 und die Einkammer-Bremseinrichtung des Anhängers mit den Zylindern 9 wirkt in der gleichen Weise, wie wenn sie unmittelbar durch die Leitung 2 über den Kupplungskopf 3 im Bremssinn gesteuert würde.
Zum Lösen der Bremsen gibt der Fahrer im Zugwagen den Bremshebel frei, so dass über das Zugwagen-Bremsventil aus der Bremsdruckleitung 21 Druck abgelassen wird und das Mehrdruckventil 11 mit seiner Steuermembran 16 in umgekehrter Richtung wie vorhin beschrieben arbeitet.
Wenn der Anhänger abreisst, wird die Vorratsleitung 23 drucklos, das Hilfsventil 34 schliesst und es wird ausserdem über das Mehrdruckventil 11, ohne dass dieses sich umzustellen braucht, die Leitung 25 mit dem angeschlossenen Steuerleitungsteil 2 drucklos, so dass die Einkammerbremse des Anhängers über das Steuerventil 4 in der üblichen Weise anspricht. In der gleichen Weise sichert das Ventil 34 gegen Druckverluste, wenn im Leitungssystem des Anhängers selbst oder in den Kupplungsschläuchen Undichtigkeiten auftreten, die vom Zugwagen her innerhalb der Spanne zwischen Betriebsdruck und Abschaltdruck des Hilfsventils nicht ausgeglichen werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Druckluftbremseinrichtung für Anhängewagen, die hinter Zugwagen mit Zweileitungs-Bremseinrichtungen oder hinter Zugwagen miL Einlenungs-Bremseinrichtungen gefahren werden sollen, dadurch gekennzeichnet, dass im Anhänger ausser einer vollständigen über eine Steuerleitung (2) vom Zugwagen her im Bremssinn durch Druckminderung und im Lösesinn durch Drucksteigerung steuerbaren EinleitungsBremseinrichtung bekannter Bauart ein Mehrdruckventil (11)mit mindestens zwei in voneinander getrennten Kammern beweglichen Steuergliedern (Membranen 16, 18) vorgesehen ist, von denen das eine (16) vom Druck aus einer mit der Bremsdruckleitung der ZugwagenZwei1eitungsbremse kuppelbaren ersten Hilfsleitung (21) und das andere (18)
vom Druck aus einer mit der Vorratsleitung dieser Bremse kuppelbaren zweiten Hilfsleitung (23) beaufschlagt wird und ein mit beiden Steuergliedern verbundenes Stellglied über eine dritte Hilfsleitung (25) in dem gegen den vom Zugwagen kommenden Leitungsteil absperrbaren, zum Einleitungssteuerventil (4,6) führenden Stück der Steuerleitung (2) bei einer in der ersten Hilfsleitung (21) herbeigeführten Drucksteigerung eine Druckminderung und bei einer in jener ersten Hilfsleitung (21) herbeigeführten Druckminderung eine Drucksteigerung aus der zweiten Hilfsleitung (23) eintreten lässt.
Claims (1)
- 2. Druckluftbremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerglied (16) des, Mehrdruckventils (11) bei kleiner Druckbeaufschlagung aus der zum Anschluss der Anhängerbremse an die Bremsdruckleitung der Zweileitungszugwagenbremse dienenden Hilfsleitung (21) mit grosser Fläche, bei grösserer Druckbeaufschlagung aber nur noch mit kleinerer Fläche kraftübertragend wirkt.3. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsstelle zwischen der Steuerleitung (2) der Einleitungs-Anhängerbremse und der Anschlussleitung (25) für das Mehrdruckventil (11) ein Mehrwegeventil eingeschaltet ist, das entweder den Durchgang durch die Steuerleitung (2) unter Abschluss der Leitung zum Mehrdruckventil (11) oder die Verbindung zwischen dem Mehr- EMI3.14. Bremseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet dass das Mehrwegeventil (26) sich selbsttätig nach den Druckänderungen einstellt, die je nachdem, ob die Einleitungs- oder die Zweileitungsbremseinrichtung in Betrieb steht in der Steuerleitung (2) oder in der Anschlussleitung (25) des Mehrdruckventils (11) hervorgerufen werden.5. Bremseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Mehrwegeventils eine in Ventilsitzen an den Stirnwänden endende zylindrische Bohrung (27) aufweist, in der ein nach Art eines Kolbens wirksamer Absperrkörper (31) mit zwei einander gegenüberliegenden Dichtflächen beweglich ist, und dass von den Ventilsitzen der eine (28) an die Anschlussleitung (25) des Mehrdruckventils (11), der andere (29) andeu Steuerleitungsteil (2) mit Kupplungskopf (3) angeschlossen ist, während an einer zwischen den Endstellungen des Äbsperrglieds (31) liegenden Querbohrung ein Anschlussstut - zen (30) für den zum Einleitungssteuerventil (46) führenden Teil der Steuerleitung (2) vorgesehen ist. <Desc/Clms Page number 4>6. Bremseinrichtung für Anhänger, die aus einer Einleitungs-Bremseinrichtung und damit zusammenarbeitenden Anschlussteilen für ein Zweileitungs-Bremssystem besteht, nach Anspruch 1, dadurch gzkenn- zeichnet, dass in eine für den Anschluss an ein Zugwagen-Zweileitungs-Bremssystem vorgesehene und zum Vorratsbehälter (7) beider Bremssysteme des Anhängers führende Vorratsdruckleitung (23, 32, 33) ein bei einem bestimmten, vom Kupplungskopf (24) dieser Leitung herkommenden Leitungsdruck in Richtung auf den Vorratsbehälter (7) öffnendes Hilfsventil (34) eingeschaltet ist.7. Bremseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsventil (34) in einen zwischen dem Mehrdruckventil (11) und dem Vorratsbehälter (7) liegenden Teil (32, 33) der Vorratsdruckleitung (23) eingeschaltet ist.8. Bremseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7 dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsventil (34) ein von einer einstellbaren Schliessfeder belastetes Steuerglied (37) besitzt, da : mit einer grossen Fläche unter dem vom Zugwagen über den Kupplungskopf (24) kommenden Druck und nur mit einer kleinen Flä- che unter dem Druck des ihm nachgeschalteten Anhängervorratsbehälters (7) c'. ,
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE204433X | 1953-07-14 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT204433B true AT204433B (de) | 1959-07-25 |
Family
ID=5781832
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT390554A AT204433B (de) | 1953-07-14 | 1954-07-10 | Druckluftbremseinrichtung für Anhängewagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT204433B (de) |
-
1954
- 1954-07-10 AT AT390554A patent/AT204433B/de active
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