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Zweiadrige Anordnung zur Überwachung des Zuglaufes sowie der Signalstellungen in Blockabschnitten mittels
Relaisketten und Schrittschalter
Die Erfindung bezieht sich auf eine zweiadrige Anordnung zur Überwachung des Zuglaufes sowie der Signalstellungen in Blockabschnitten mittels Relaisketten und bezweckt im besonderen die Überwachung einer Vielzahl von Stellwerken.
Für die Zwecke der Zuglaufmeldung ist man bereits von einer vieradrigen zu einer zweiadrigen Ausführung der Schaltungsanordnung übergegangen. Die zweiadrige Anordnung ist aber mit stark zeitverzö- gerten Bauelementen belastet. Die Zeitverzögerung ist kapazitiver und induktiver Natur, weshalb die Abtastung einer grösseren Anzahl von Prüfstellen in der Zeiteinheit bisher nicht möglich war.
Bei der zum Stande der Technik gehörigen zweiadrigen Anordnung sind die kapazitiven und induktivenWiderstände in derFernleitung enthalten und die im Stromkreis dieser Femleitung liegenden Schaltelemente, die Relais, arbeiten dadurch verzögert. Die in den Fernleitungen eingebauten induktivenWiderstände dienen als Drosseln für den auf die Leitung gegebenen Wechselstrom, der zur Überwachung dient. Die kapazitiven Widerstände dagegen bewirken die Trennung des Gleichstromes in den einzelnen Prüfgruppen. Die Summierung der Ansprechzeiten aller Prüfstellen ergibt eine relativ grosse Gesamtprüfzeit. Zur Überwachung einer gleich grossen Prüfstellenanzahl in kürzerer Prüfzeit wurden dann mehrere gleichartige Meldeeinrichtungen eingesetzt.
Es musste also notgedrungen mit einem erhöhten technischen Aufwand gearbeitet werden, um eine leistungsfähige Vielfachabtastung in dem betriebsnotwendigen Zeitraum von 15 sec. durchführen zu können.
Es sind auch schon zweiadrige Zuglaufmeldeeinrichtungen vorgeschlagen worden, die in bezug auf Überprüfbarkeit vieler Prüfstellen und auch sicherheitstechnisch vorteilhafter sind, deren technischer Aufwand jedoch noch nicht das maximal Erreichbare darstellt. So sind bei einer dieser vorgeschlagenen Einrichtungen jeder der Prüfstellen bestimmte Frequenzen zugeordnet, anderseits wurden für den gleichen Zweck Frequenzen und Prüfstellenabtastorgane verwendet. Diesen Organenwerden verschiedene Frequen- zen angeordnet, die in der Zentrale mittels Frequenzweiche ausgesiebt werden, um somit bei gleichzeitiger Abtastung mehrerer Prüfstellenabtastorgane ebensoviel Meldungen gleichzeitig zu empfangen.
Eine noch bekanntgewordene zweiadrige Zugmeldeeinrichtung behandelt das Signalubertragungs- wesen. Dabei wird ein dauernd umlaufender Schalter mit bekannten Kontaktreihen benutzt. Als steuerndes Organ dient die Zentrale. Der Umlauf des Schalters geht unabhängig von den zu überwachenden.
Prüfstellen vor sich und benötigt für jede Meldung 3 Schritte. Diese Einrichtung hat jedoch den Nachteil, dass der Aufwand an Relais in den einzelnen Prüfstellen infolge der grossen Schrittzahl relativ gross ist.
Soll dieses System mit geringerem Relaisaufwand beibehalten werden, so ist eine dritte Ader notwendig.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, dass die den jeweiligen Stellwerken zugeordneten Prüf- gruppen je ein Feinrelais aufweisen, welches von der zentralen Überwachungsstelle zum Ansprechen gebracht wird und dass hiedurch eine an sich bekannte Relaiskette abläuft, deren Kontakte zeitlich nacheinander Spannung an einen Überuager legen, dessen Sekundärseite Impulse über das Streckenkabel auf den.
Eingangsübertrager gibt, in dessen Sekundärkreis zwei Feinrelais liegen, wobei ein Kontakt, etnsprechend
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zugeordnete Relais des Prüfrelaisvielfach an Spannung legt, dass nach Betätigung der zug- oder signalabhängige Kontakt mittels Impulsübertragung über den Übertrager. die Leitung und den Eingangsübertrager das zweite Feinrelais umsteuert, dass die Änderung des Kontaktzustandes das dem Schritt zugeordnete Relais des Prüfrelaisvielfach erregt und dass der Kontakt des zweiten Feinrelais bei Öffnen des zug-oder signalabhängigen Kontaktes seine ursprüngliche Stellung einnimmt und das dem Schritt entsprechend angeschaltete Relais des Prüfrelaisvielfachs seine Wirkwicklung kurz schliesst.
Jeder Prüfgruppe ist ein Feinrelais zugeordnet, durch das eine impulsweise Abtastung der einzelnen Prüfstellen der jeweiligen Prüfgruppen eingeleitet wird. Dadurch wird erreicht, dass der Zustand der einzelnen Prüfstellen in der Zentrale im Relaisvielfach wiedergegeben wird, d. h. jeder Prüfstelle ist ein bestimmterSchritt desRelaisschrittschalteis zugeordnet, an dessen Ausgang ein korrespondierendes Relais angeschaltet ist.
Mit einer solchen Anordnung kann die Abtastung der Prüfstellen in zeitlich kürzerer Folge als bisher vor sich gehen, u. zw. so, dass eine Anzahl von Fahrstrassen und Signalen während eines Abtastturnus auf ihren Betriebszustand überwacht wird.
Neben den sich daraus ergebenden offensichtlichen Vereinfachungen (Fortfall von Frequenzgeneratoren und Elementen, mit denen die Abtastorgane frequenzabhängig gemacht werden) wird auch die Anzahl der Kontakte, die sich bisher direkt im Streckenkabel befanden, wesentlich eingeschränkt. Bei der Möglichkeit von Kontaktstörungen ist damit auch die Gefahr einer Fehleranhäufung, d. h. der Summierung mehrerer Einzelfehler, erheblich verringert.
Aufbau und Wirkungsweise der Einrichtung nach der Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung näher erläutert :
Die Zentrale Z besteht aus einem an sich bekannten Schrittschaltwerk RS, dem dazugehörigen Prüf- relaisvielfachPV sowie der Steuer- und Prüfrelaisarlordnung P und S. Die Zentrale Z steht über ein zweiadriges Streckenkabel a - b mit einer Anzahl von Prüfgruppen PG1.., PGn, die ortlich hintereinander
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- bDerFunktionsablauf nimmt bei Kontakt a12 seinen Anfang u. zw. erfolgt die Abtastung der Prüfgruppen über den Kontakt e, der den Leitungsstromkreis a - b schliesst, so dass das Relais T zum Ansprechen
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den nochB...A,B eingeleitet ist.
Die nach vorstehender Beschreibung sich noch weiterhin aufreihende, aber bereits durch Relais D am Anfang wieder unterbrochene Relaiskette gibt nunmehr über ihre im Stromkreis EV angeordneten Kontakte all. b12...an2 bn2 nacheinander Impulse über den Übertrager ÜT auf das Streckenkabel
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fahrstrassenabhängig sein.
Mit Abfall des Relais C wird über die Kontakte c und au der erste Stellimpuls über den Übertrager ÜT auf die Leitung a - b gegeben. Über ET in Zentrale Z wird. mittels Relais S, Wicklung 3/4 dieser Stellimpuls empfangen ; dessen Relaiskontakt s schaltet den Relaisschrittschalter RS auf den ersten Schritt,
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schlossen, so wird ein weiterer Impuls auf die Leitung gegeben und über ET in der Zentrale Z empfangen.
Auf diesen Prüfimpuls spricht hiebei über hs das polarisierte Relais P, Wicklung 1/2 an ; dessen Kontakt p bringt das dem Schritt 1 zugeordnete Relais des Relaisvielfach PV zum Anzug. Das nunmehr folgende Abfallen desRelais B. bewirkt die Freischaltung des Stromkreises EV über den Koniakt a. Dadurchwird
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ein zweiter Stellimpuls übel Û1'auf die Leitung gegeben und überET mittels Relais S 3/4 empfangen. Dieses Relais bewirkt mit seinem Kontakt s die Weiterschaltung dl3s Schrittschalters RS auf den Schritt 2. Durch den
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gabe über ÜT.
Demzufolge spricht das Relais P in der Zentrale Z nicht an, und das dem Schritt 2 zugeordnete Relais des Relaisvielfach PV wird ebenfalls nicht beeinflusst, bzw es wird durch den Wechsel der Polarität über denKontaktpdesentsprechendenPrüfrelais. in diesemFalle das zweite des Prüfrelaisvielfachs PV. zum Abfall gebracht. Der weitere Ablauf der Impulserzeugung und Übertragung geht analog vor sich.
Mit Abfall des letzten Relais B der beschriebenen Prüfgruppe wird das Relais F 1/2 beispielsweise durch Gegenerregung mittels Wicklung F 3/4 abgeworfen. Dadurch wird der Übertrager ÜT dieser Prüfgruppe über die Kontakte f, und f3 abgeschaltet und gleichzeitig diese Spannungsquelle EU an das Relais T der nächstfolgenden Prüfgruppe angeschaltet. Hier läuft die Funktion analog ab. Dadurch wird erreicht, dass die Relais T abfallen, und damit kommt auch das jeweilige Relais D der einzelnen Prüfstellengruppen zum Abfall. Wird danach der Kontakt e wiederum geschlossen, so ist eine erneute Abtastung eingeleitet.
Das letzte Prüfrelais der letzten Prüfgruppe wirkt derart auf den Kontakt e ein, dass dieser nur kurzzeitig die Spannung EU abschaltet, womit erreicht ist, dass die Abtastung aller Prüfgruppen erneut beginnt.