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Kranhubwerk, insbesondere für Krane in Giesserei-, Hüttenwerksbetrieben od. dgl.
Bei Giesskranen werden an das Hubwerk spezielle Forderungen bezüglich Sicherheit und Störungsfreiheit gestellt, da einerseits beim Transport von flüssigem, glühendem Schmelzgut für die Sicherheit der mit diesen Einrichtungen arbeitenden Personen gegen Unfälle zu sorgen ist und anderseits eine Störung von längerer Dauer das auf dem Kran hängende flüssige Gut zum Erstarren bringt, wodurch es unbrauchbar und samt der Pfanne wertlos wird, so dass sehr hohe Verluste eintreten.
Um die Betriebssicherheit von solchen Kranen zu erhöhen, wurden bereits Hubwerke gebaut, bei welchen zwei Antriebsmotore über Getriebe zwei Seiltrommeln für zwei Hubseile antreiben, wobei die Getriebe so nebeneinander angeordnet sind, dass, falls ein Motor ausfällt, die Getriebe zusammenschaltbar sind, damit mit einem Motor behelfsweise der Betrieb fortgesetzt werden kann. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass bei einer Störung im Getriebe oder nach diesem in der Seiltrommel der Betrieb des Kranes stillegt.
Weiters ist bei diesen Kranen allgemein bekannt, zwischen den Seilvorhängen der beiden Seiltrommeln eine weitere Laufkatze mit einem Hilfshubwerk anzuordnen, das z. B. das Kippen der auf der Krantraverse hängenden Giesspfanne zum Entleeren ihres Inhaltes bewirkt. Für einen dieser Krane wurde vorgeschlagen, die parallel zueinander liegenden Seiltrommeln durch grosse Zahnräder zu kuppeln. Diese Giesserei- und Hüttenwerkskrane weisen sehr grosse Tragkraft auf, u. zw. bis 500 t. Da die Tragkraft des Hilfshubwerkes mehr als ein Viertel der Krantragkraft beträgt, so ist auch die Hilfslaufkatze sehr kräftig zu bauen ; dadurch werden ihre Dimensionen entsprechend gross, so dass auch der Abstand der beiden Seilvorhänge voneinander ganz-beträchtlich wird.
Die weitere Folge für die Ausführung des Hubwerkes ist, dass dadurch die Achsabstände der Seiltrommeln sehr gross werden, was riesige und schwere Zahnräder zum Kuppeln der Seiltrommeln bedingt. Für diese Zahnräder ergeben sich bei Kranen mit verhältnismässig noch geringer Tragkraft Durchmesser von über zwei Meter.
Um diese Riesenzahnräder zu vermeiden und bei einer Störung in einem Getriebe den Kranbetrieb ohne wesentlichen Zeitverlust fortführen zu können, sind erfindungsgemäss bei an sich bekannter gleichachsiger Anordnung der beiden Seiltrommeln dieselben mit einer Welle verbunden und zwischen jedem Getriebe und Seiltrommel eine ein-und ausschaltbare Kupplung in den Kraftfluss eingebaut. Durch diese Anordnung ist in wesentlich einfacherer Weise der Kraftfluss der beiden Antriebsmotoren über die Seiltrommeln geschlossen und der Abstand der Seiltrommeln durch eine einfache Welle beliebiger Länge überbrückbar.
Durch die Anordnung einer getriebemässigen Verbindung zwischen den Seiltrommeln ist es möglich, bei einer Betriebsstörung im Motor oder Getriebe durch Lösen der Kupplung die gestörte Seiltrommel über die Verbindungswelle und die andere Seiltrommel von störungsfreie Motor und Getriebe behelfsmässig anzutreiben, so dass beide Seiltrommeln betriebsfähig bleiben. Die erfindungsgemässe Anordnung des geschlossenen Kraftflusses der beiden Antriebsmotoren über Getriebe und Seiltrommeln bei Giessereiund Hüttenwerkskranen schafft gegenüber den bisher bekannten Kranen eine einfachere, leichtere und auch billigere Ausbildung des Kranhubwerkes.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch. dargestellt. Die Fig. l veranschaulicht ein erfindungsgemässes Hubwerk in Vorderansicht, die Fig. 2 in Seitenansicht und die Fig. 3 in Draufsicht. Die Fig. 4 zeigt in Draufsicht schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel.
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Gemäss den Fig. 1-3 sind mit 1 und 2 die Antriebsmotore, mit 3 und 4 die bsidem gesandelten Blockgetriebe, mit 5 und 6 die Seiltrommeln bezeichnet, die auf dem gsmsicsamsn Hubwerksrahmsn 7 befestigt bzw. gelagert sind. Zwischen den Motoren 1 bzw. 2 und den Blochgetrieben 3 bzw. 4 ist je eine elastische Kupplung 8 geschaltet, die ein leichteres Anfahren ermöglicht.
Erfindungsgemäss sind die Wellen der beiden Seiltrommeln 5,6 durch eine Zwischenwelle 1 miteinander verbunden und durch die Lager zwam Katzenrahmen 7 gelagert. Zechen den Seiltrommeln 5 bzw. 6 und den Getriebeblöcken 3 bzw. 4 ist je eine Kupplung 15, 16 eingebaut, die ein- und ausschaltbar ausgebildet ist.
Zwischen den Seiltrommeln 5 bzw. 6 und der Zwischenwelle 11 sind js eine Kupplung, z. B. Zahnoder Klauenkupplung 12 bzw. 13 zwecks eines Ausgleiches von Ungenauigkeitea der Achsrichtung infolge von Montagefehler angeordnet.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist vom Motor 1 über die Kupplung P, das Getrieb 3, die Seiltrommel 5, die Zwischenwelle 11, die Seiltrommel 6 und den Getriebeblock 4 der KraftS. uss sum Mator 2 geschlossen.
Tritt eine Störung in einem Motor oder in einem Getriebeblock ein, so kann durch Lösen der Kupplung 15 bzw. 16 der Antrieb beider Seiltrommeln über den störungsfreien Motor und Geiiebsblock erfolgen, so dass der Betrieb behelfsmässig gesichert ist.
Durch den Einbau der Kupplungen 8, 12, 13, 15,16 wird der Vorteil erreicht, dass beim Eintreten einer Störung in einem Teil des Hubwerkes durch Lösen der entsprechenden Kupplungen derselbe schnell ausgetauscht werden kann, ohne eine Demontage des ganzen Hubwerkes durchführen zu müssen. Die Anordnung der Getriebeantriebswelle - Trommelwelle - Zwischenwelle - trommelwelle - Getriebeantriebswelle in einer Achse ermöglicht durch das Zwischenschalten der vier Kupplungen 12, 13, 15,16 eine wesentlich leichtere Montage, da z. B. bei Verwendung von Zahn-, Klauen- od. dgl. Kupplungen diese geringe Differenzen in einer Achsrichtung gestatten, ohne den Wirkungsgrad des Hubwerkes zu verschlechtern.
Von jeder Trommel laufen zwei Seile 21, 22 bzw. 23, 24 ab, die über-au der Hubtraverse 25 gelagerten Rollen 26 und am Katzenrahmen gelagerten Rollen 27 zur Hubwerkstravsrss 25 führen. Die Enden der Seile 21,22 bzw. 23, 24 einer Seiltrommel'sind je an einem Ausgleichshebel 28 bzw. 29 beidseits seines Schwenkpunktes 30 befestigt. Beide Ausgleichshebel 28,29 sind auf der Hubtraverse 25 schwenkbar gelagert, die die Haken 31 zum Halten der nicht dargestellten Giesspfanne trägt., Wie die
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bewegung der Ausgleichshebel 28 bzw. ? 9 nach beiden Schwenkrichtungen begrenzen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 sind die gleichen Teile mit. den gleichen Bszugszeichen ver-
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beispiel nach Fig. 4 stellt ein einfacheres Hubwerk dar, bei welchem das Blockgetriebe unterteilt ist, so dass jeder Seiltrommel 5,6 ein offenes Trommelvorgelege 41,42 zugeordnet ist. Die Funktion und Wirkungsweise ist die gleiche wie beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 - 3, jedoch mit dem Unterschied, dass beim Auftreten einer Störung im Motor oder Getriebe die Befestigungsschrauben des Getriebeblockes 3 bzw. 4 gelöst werden und der Getriebeblock so weit verschoben wird, bis das. Ritzel 41 mit dem Zahnrad 42 nicht mehr kämmt, so dass über den jeweils andern Motor und Getriebe beide Seiltrommeln 5,6 betriebsfähig bleiben. Die Kupplung in diesem Fall besteht aus den beiden trennbaren Zahnrädern 41,42.