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Mit Geschmackstoff versehenes Trinkrührehen und Vorrichtung zu seiner Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf ein mit Geschmackstoff versehenes Trinkröhrchen, bestehend aus einem rohrförmigen Körper und einer Einlage aus faserigem Material, die den Geschmackstoff an ihrer Aussenseite und in ihren Zwischenräumen festhält, sowie auf eine Vorrichtung zu dessen Herstellung. Es handelt sich dabei um eine solche Einlage bzw. einen solchen Einschub, der rasch eingebracht und genügend, vorzugsweise durch Reibung, innerhalb des Röhrchens festgehalten werden kann.
Das erfindungsgemässe Röhrchen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage als flacher Streifen ausgebildet ist, dessen Breite dem Innendurchmesser des Röhrchens entspricht und dessen Kanten an der Innenfläche des rohrförmigen Körpers anliegen und den Streifen durch Reibung im Röhrchen halten, wobei der Streifen eine wesentlich kleinere Stärke als der Durchmesser des rohrförmigen Körpers aufweist, so dass Zwischenräume zwischen den ebenen Oberflächen de. Streifens und den Wandungen des rohrförmigen Körpers zum ungehinderten Durchgang der Flüssigkeit frei bleiben, und wobei der kürzer als der rohrförmige Körper ausgebildete Streifen in diesem an einem Ende gelagert und ein Endteil des Streifens gegen Absorption wässeriger Flüssigkeiten durch einen Überzug aus einem wasserunlöslichen Stoff versiegelt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführung ist der rohrförmige Körper zwischen seinen beiden Endteilen in an sich bekannter Weise mit Wellungen ausgebildet, die einen Rohrteil höherer Biegsamkeit bilden und sich nach innen erstrecken, und dass der Streifen zwischen diesem gewellten Bereich und dem Ende des rohrförmigen Körpers angeordnet ist, durch das er eingeführt ist, wobei die Wellungen die Einschubbewegung des Streifens begrenzen.
Die Lage des Einschubes im Röhrchen soll in unerwünschter Weise nicht veränderbar sein ; ferner ist dieser Einschub von günstigerer Bauweise, Ausgestaltung und Form, so, dass derselbe vorübergehend in das Trinkröhrchen eingeführt werden oder darin permanent verbleiben kann, wobei er dort für den normalen Gebrauch genügend festgehalten ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine die Walzen für die Formung und Förderung des Einlagestoffes enthaltende kontinuierliche Fördervorrichtung eines Blattes aus Einlagestoff von einer Vorratsrolle od. dgl. sowie durch eine quer zur Vorschubrichtung des Stoffbandes wirksame Schneideinrichtung zum Abschneiden von Stoffstücken entsprechender Breite und eine trichterartige Einrichtung nächst dem Messer, die eine Dosiereinrichtung zur Einzelabgabe der Röhrchen vom Trichter in eine Stellung gegenüber der Schneidvorrichtung aufweist, wobei die Fördervorrichtung, die Schneideinrichtung und die Dosiereinrichtung synchronisiert arbeiten und Finger in Verbindung mit einer Antriebsvorrichtung vorgesehen sind, von der die Finger nach oben abstehen und in der Längsrichtung der Schneideinrichtung beweglich sind,
um die Einlage einzeln in die entsprechenden Röhrchen einzuführen, wobei die Schneideinrichtung eine Führung für die Längsverschiebung der Einlagen sowie einen Schlitz aufweist, der den Aussenenden der Finger angepasst ist, so dass diese bei ihrer Bewegung entlang des Schlitzes die Enden der abgeschnittenen Streifen fassen und in die zugeordneten Röhrchen einschieben.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung im Verein mit den Zeichnungen : Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung der erfindungsgemässen Trinkröhrchen oder-halme ; Fig. 2 eine Vorderansicht von der rechten Seite der Fig. 1 aus gesehen ; Fig. 3 eine Draufsicht, zum Teil im Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, wobei Teile weggelassen sind ; Fig. 4 ein Hori-
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der Fig. 3 ; Fig. 6 eine Einzelheit in grösserem Massstabe im Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5 ; Fig. 7 ein weiterer Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 3 ; Fig. 8 ein Schnitt durch eine Einzelheit der Fig. 7 in grösserem Massstabe ; Fig. 9 eine schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemässen Röhrchens samt Einlage ;
Fig. 10 ein Schnitt durch eine Einzelheit nach der Linie 10-10 der Fig. 3 ; Fig. 11 ein Teilschnitt nach
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der Linie 11-11 der Fig. 10 ; Fig. 12 ein Teilschnitt nach der Linie 12-12 der Fig. 2 ; Fig. 13 ein Schnitt nach der Linie 13-13 der Fig. 4 ; Fig. 14 ein Schnitt nach der Linie 14-14 der Fig. 13 ; Fig. 15 ein Schnitt in grösserem Massstabe nach der Linie 15-15 der Fig. 3 ; Fig. 16 eine Stirnansicht einer zweiten Ausführungsform einer Einlage samt Röhrchen nach der Erfindung ; Fig. 17 eine ähnliche, dritte Ausgestaltung ; Fig. 18 eine vierte Ausgestaltung und Fig. 19 ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines Röhrchens samt Einlage nach der Erfindung.
Mit 30 (Fig. 9) ist ein Trinkröhrchen oder ein Trinkhalm aus irgendeiner Masse, sei es aus plastischem Kunststoff, Papier, Fiber, Pappe oder sonstigem nachgiebigem oder elastischem Material bezeichnet ; bei einigen Ausführungsformen des Gebildes aus Röhrchen und Einlage kann ersteres selbst aus Glas oder sonstigem, nicht nachgiebigem Baustoff bestehen (Fig. 16 bis 19). Unter nachgiebig bzw. elastisch wird hier eine solche Nachgiebigkeit oder Elastizität der Wandung des Röhrchens verstanden, dass eine Einlage 31 während der Herstellung rasch eingeführt werden kann und diese Wandung in dem Sinne nachgiebig ist, dass sie in eine nicht deformierte Stellung zurückkehrt und sohin die Seitenränder des Einschubes 31 berührt und durch Reibung festhält.
Bei jenen Beispielen (Fig. 16-18 oder auch 19), wo eine Nachgiebigkeit bzw. eine Elastizität des Einschubes dessen rasche Einführung in das Röhrchen sowie dessen Festhaltung darin hauptsächlich dadurch ermöglicht, dass die Seitenränder gewisser Teile des Einschubes durch Reibung gehalten werden, kann das Röhrchen, was aber nicht sein muss, selbst nachgiebig oder elastisch sein.
Die Einlage oder der Einschub 31 hat beispielsweise in der in Fig. 9 veranschaulichten Form im Wesen parallele Seitenkanten 32, ein Innenende 33 und ein Aussenende 34. Das Innenende kann, wie in Fig. 9 veranschaulicht, eckig oder konisch zulaufend bzw. abgerundet sein, wie dies bei 33 in Fig. 19 dargestellt ist.
Ist ein Einschub mit einem solchen zulaufenden Endteil 33 ausgebildet, kann bei ausreichend elastischer oder nachgiebiger Wandung des Röhrchens 30 der Einschub in das Ende 35 des Röhrchens eingepresst werden und dessen Körper so deformieren, dass der Einschub darin durch Reibung festgehalten ist. Ist der Körper des Röhrchens in bezug auf die Elastizität des Einschubes in Seitenrichtung unelastisch, dann wird sich der Einschub selbst krümmen, wie dies beispielsweise in Fig. 18 dargestellt ist, oder V-Form oder sonstige geradlinige oder kurvenartige Wellungen annehmen, wie solche in den Fig. 16 und 17 veranschaulicht sind. Man kann also einen Einschub in das Röhrchen einbringen und dort durch die Elastizität der Röhrchenwandung, durch die Elastizität des Einschubes in Seitenrichtung bzw. durch beide Eigenschaften festhalten lassen.
Weiters kann man das Röhrchen an der gewünschten Stelle mit Wellungen, beispielsweise bei 36 (Fig. 19), ausbilden, um dadurch eine Elastizität des Röhrchens zu schaffen und gewünschtenfalls den Einschub daran zu hindern, in das Röhrchen über ein vorbestimmtes Mass hinaus einzudringen. Dieses Mass wird durch die Berührung des Einschubes mit den Wellungen 36 am Innenende 33 begrenzt. Bei manchen Verwendungsarten des gegenständlichen Röhrchens ist es erwünscht, den Einschub aus dem Röhrchen um ein bestimmtes Mass vorragen zu lassen, damit er für das Herausziehen in jenen Fällen leicht angefasst werden kann, wo ein und dasselbe Röhrchen im Verein mit auswechselbaren Einlagen 31, gleichgültig ob mit den gleichen oder mit verschiedenen Geschmackstoffen, benützt werden soll.
Bevorzugtes Material für den Einschub 31 ist reine, gezupfte Baumwolle oder Baumwollsamenabfall (Charpie) ; vorzugsweise wird dieses Material in Gestalt eines Blattes, ähnlich einem Löschblatt gepresst und mit irgendeinem Geschmackstoff imprägniert, der zu dem Getränk passt, das durch das Röhrchen gesaugt werden soll. Die folgende Formel für Schokoladegeschmackstoff wird vorteilhaft benützt :
Zu 95, 51 Wasser werden 16, 2 kg NahrungsFarbstoff zugesetzt, der aus 6, 30 kg Rot Nr. 2, 6, 30 kg Gelb Nr. 5, 4, 5 kg Gelb Nr. 6, 0, 9 kg Blau Nr. 1 besteht (diese Numerierungen beziehen sich auf jene im Federal Food Drug and Cosmetic Act, U. S. A. ).
Zu obiger Mischung werden 75, 61 eines Geschmackextraktes zugefügt, der Schokoladegeschmack nachahmt und aus 400/0 konzentrierten Kakaobohnenauszug, 40/o konzentrierten Gemüseauszügen, 7. 40/o Vanillin und sonstigen synthetischen Aldehyden,
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dung der ganzen Mischung zur Imprägnierung wird das Einschubmaterial bei ungefähr 50 C oder weniger im Luftstrom getrocknet.
Ein Abschluss des Endes 34 des Einschubes 31 mit einer Substanz, die in der mit Geschmack zu versehenden Lösung unlöslich ist, verhindert, dass letztere auf die Fasern des Einschubes beim Gebrauch des Röhrchens so einwirkt, dass der Einschub in unerwünschfem Masse quellen und das Röhrchen verstopfen würde ; daher wird vor oder während der Imprägnierung des Einschubes mit geschmackverleihendem Stoff das Aussenende des Einschubes in Paraffin oder sonstige Masse getaucht bzw. sonstwie imprägniert. Es kann auch eine feste Kappe aus gelochtem pla-
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stischem Stoff oder Paraffin verwendet werden, was jedoch weniger vorteilhaft ist.
Ist der Einschub in Verbindung mit dem Röhrchen als untrennbarer'Bestandteil desselben zu verkaufen, ist es notwendig, die Einführung der geschmackgjebenden Einschübe mit grosser Geschwindigkeit bewerkstelligen zu können, damit für wirtschaftliche Auswertung ein Verkaufspreis erstellbar ist, der die genannten Erzeugnisse in weitem Masse vertreiben lässt.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung wird dieses Ergebnis leicht erzielt. Ihre Aufgabe ist es, die mit Geschmackstoffen versehenen Einlagen dem Röhrchen 30 zuzuführen und sie ins Innere derselben zu schaffen. Sie weist einen Rahmen 50 (Fig. 1), zweckmässig auf Rollen 51, auf. Weitere Einzelheiten der Bauweise werden zusammen mit ihrer Wirkungsweise erläutert.
Ein Langstreifen 52 eines Materials, das aus 10011/0 Baumwollabfällen besteht, wird in die Maschine von einer (nicht dargestellten) Walze samt Träger ununterbrochen eingeführt. Baumwollabfälle werden deshalb gewählt, weil sie gut
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auch zwischen ihren Fasern zurückhalten.
Um den Streifen 52 in das Röhrchen leicht einführen zu können, werden seine Seitenränder 53 und 54 (Fig. 3) vorzugsweise eingerollt oder verstärkt. Dies wird dadurch bewerkstelligt, dass er durch Einrichtungen 55, die aus zwei einander gegenüberliegenden Walzen M bzw. 57 bestehen, hindurchgeschickt wird. Die Walzen 56,57 sind auf federnden Armen 58 gelagert.
Die oberen Walzen 56 sind beispielsweise nach innen, die unteren Walzen nach aussen zu zulaufend oder kegelförmig. Durch eine Einstellung, etwa durch Schrauben 59, können die zusammengehörigen Walzen 56 und 57 in jeden beliebigen, gewünschten Abstand voneinander gebracht werden, so dass sie die Ränder 53 und 54 des Streifens 52 fassen und denselben die gewünschte Festigung verleihen.
Auf einer im Rahmen gelagerten Welle 61 sind Förderwalzen 60 aufgekeilt (Fig. 12,15) und werden durch einen Kupplungsmechanismus 62 betätigt, welcher seinerseits von einem Arm 63 angetrieben wird, der an einen Lenker 64 schwingbar angeschlossen ist ; dieser Lenker 64 besitzt eine Exzenterverbindung 65 mit einer Antriebswelle 66, welche normalerweise etwa durch einen Motor 67 (Fig. 2 und 4) über einen Riemen 68 und einen Geschwindigkeitsregler 69 angetrieben wird ; vorzugsweise ist die Verbindung mit der Welle 66 über eine weitere Antriebswelle 71 lösbar, die mit ihr etwa mit Hilfe des Kegelradgetriebes 72 in Antriebsverbindung steht.
Bei jeder Umdrehung der Welle 66 erhalten die Förderwalzen 60 intermittierend eine Teildrehung, so dass durch ihren Reibungskontakt mit dem Streifen 52 in Zusammenarbeit mit losen Förderwalzen 73 der Streifen 52 jeweils eine vorbestimmte Länge in die Maschine ein- geführt wird.
Für den Fall eines Klemmens des Streifens 52 oder eines Austausches stehen die lose um- laufenden Förderwalzen 73 unter Belastung durch eine Schraubenfeder 74 (Fig. 15). Ein
Bügel 75, der normal die Feder 74 an eine Welle
76 der lose umlaufenden Förderwalzen unter
Druck anhält, ist mittels eines Handgriffes 77 (Fig. 2) und zugehöriger, in einem Hilfsrahmen
79 gelagerter Steuerstange 78 freigebbar. Bei
Drehung des Handgriffes 77 entgegen dem Uhr- zeigersinn wird der Druck des Rahmens auf die
Walzen 73 aufgehoben, wodurch der Streifen ze aus seiner normalen Klemmung zwischen den
Förderwalzen 60 und 73 und damit auch ausser
Antrieb gebracht wird. Die Grösse der Bewegung bei jeder intermittierenden Betätigung der ange- triebenen Förderwalze 60 ist durch Verstellung des Lenkers 64 einstellbar, da dieser eine
Schraubverbindung aufweist (Fig. 12).
Bei Einführung des Streifens 52 in die Ma- schine mit Hilfe des vorgenannten Walzen- systems wird er intermittierend mittels eines
Messers 80 abgeschnitten, dessen Funktion mit jener der Förderwalzen 60 in zeitliche Überein- stimmung gebracht ist. Das Messer 80 ist auf einem Arm 81 angeordnet (Fig. 5), der schwenk- bar auf einer Welle 82 sitzt, die ihrerseits in vom Rahmen 50 getragenen Lagern 83 liegt.
Dieser Arm 81 ist, vorzugsweise lösbar, an einem Arm 84 angelenkt, der mit einer Exzenter- steuerung 85 auf der Welle 71 verbunden und dadurch betätigbar ist. Die lösbare Verbindung der Arme 81 und 84 ist durch eine Klinke 86 bewerkstelligt, die bei 87 am Arm 81 angelenkt ist und abhebbar einen Bolzen 89 anfasst, der am Arm 81 sitzt und eine gelenkige Verbindung mit dem Arm 84 herstellt. Bei Ausheben der
Klinke 8Q kann der Arm 84 vom Arm 81 ge- trennt werden.
Der Abwärtshub des Messers 80 schneidet eine Einlage oder einen Einschub 31 in Gestalt eines schmalen Streifens vom Vorratsstreifen 52 ab, der in der Länge der Breite des Vorrats- streifens 52 entspricht.
Gleichzeitig werden von einem Trichter 91 (Fig. 7) Röhrchen einer Füllstation zugeführt ; dieser Trichter geht in einen schmalen Kanal 92 über, durch den die Röhrchen 30 in ent- sprechende Aufnehmerschlitze oder Nuten 93 eines Förderrades 94 abfallen, dessen Drehung durch ein Malteserkreuz 95 (Fig. l, 2) zeitlich geregelt wird, das auf eine Welle 96 wirkt und durch ein Kettenrad mit Kette 97 von der Welle
66 aus angetrieben wird. Ein zusätzlicher
Kettenantrieb 98 betätigt innerhalb des Trichters
91 einen Rüttler, damit die Röhrchen vom
Trichter ständig in den Kanal 92 absinken.
-Dieser Rüttler erhält seinen Antrieb durch eine
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Welle und Getriebe 100, die ihrerseits vdn den Antrieben 98 von der Welle 66 aus bewegt werden.
Die vom Malteserkreuz 95 hervorgebrachte intermittierende Bewegung schafft die in den entsprechenden Schlitzen 93 befindlichen Röhrchen 30 in die Verlängerung der Einschübe 31, wie sich dies insbesondere aus Fig. 3 klar ergibt.
Soferne das mit Nuten versehene Rad 94 im Uhrzeigersinn umläuft (Fig. 7 und 8), werden die betreffenden Röhrchen intermittierend gestoppt, so dass sie einzeln in einem vorzugsweise etwas verflachten Zustand (siehe Fig. 7, 101) in jene Stellung kommen, die in der Verlängerung der Einlage liegt. Eines der Röhrchen 30 liegt also in der Verlängerung der Einlage 31 und ist zu deren Einschub bereit. Die Zu- sammendrückung oder Verflachung des Körpers des Röhrchens vor Aufnahme der Einlage 31 wird durch die Tiefe der betreffenden Nuten oder Schlitze 93 des Förderrades 94 und durch die Höhe der Nutsohle oberhalb des Bettes 102 oder sonstiger Fläche festgelegt, die für das Zusammenpressen des Röhrchens in Zusammenarbeit mit dem Zuführungsrad 94 am Rahmen vorgesehen ist.
Nach Absenken des Messers und Abtrennen eines Einschubes 31 verbleibt ersteres vorzugsweise in Tieflage und schafft dadurch einen geschlossenen Raum für das lose und gleitfähige Zurückhalten der Einlage. Das Messerblatt 80 ist vorzugsweise mit einem Ausschnitt oder Schlitz 103 (Fig. 10) in seinem Rand 104 für im folgenden beschriebene Einschuborgane ausgestattet, wie dies aus den Fig. 10 und 11 hervorgeht.
Um die Einlage 31 in ihrer Längsrichtung rasch von der Stellung unter dem Messer in das teilweise verflachte Röhrchen 30 einzuführen, sind Finger 105 (Fig. 11) vorgesehen, die aus einem L-förmigen Glied mit lotrechtem Schenkel 106 und waagrechtem Schenkel 107 bestehen.
Jeder Finger ist auf einem Stift 108 eines Armes 109 schwenkbar, der an einem Glied 110 einer Kette 111 befestigt ist. Wie am besten aus den Fig. 1, 2 und 4 ersichtlich, wird diese Kette 111 von einem Zahnrad 113 auf der Welle 71 angetrieben und läuft über lose drehbare Zahnräder 114, 115, 116, von welchen die Zahnräder 114, 115 in einer Horizontalen liegen, damit die Kette 111 bei 117 einen horizontalen Bahnteil in Parallellage zum Streifen 31 und unterhalb des Messers 80 aufweist.
Wie in Fig. 11 dargestellt, wandern die Finger samt Kette nach rechts derart, dass das gekerbte Ende 120 am oberen Schenkelende 106 sich innerhalb des Schlitzes 103 des Messers frei bewegt und mit der Einlage 31 an deren Aussenende 34 in Kontakt kommt, um selbe in den teilweise verflachten Röhrchenkörper 30 einzu-
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gekerbte Verlängerung 121Oberende des Schenkels 106 wird mit einer Unterschneidung'122 gebildet und ermöglicht die Einschiebung der Einlage 31 in das Röhrchen und, falls gewünscht, auch über das Ende 35 desselben hinweg nach innen.
Das Mass des Einschiebens ist Sache der Einstellung der Vorrichtung ; der Schenkel 107 weist nämlich einen Nocken 123 auf, der über die Oberseite einer Schiene 124 aus Nylon oder ähnlichem elastischen Material hinweggleitet, die am Rahmen 50 befestigt ist und sich über einen erheblichen Teil des horizontalen Bahnteiles 117 der Kette 111 erstreckt. Auf diese Weise wird der Schenkel 106 in einer für den Einschub der Einlage geeigneten Stellung, nämlich vertikal gehalten. Hat jedoch die Kette 111 den'Finger 105 im Sinne der Fig. 11 ausreichend nach rechts verschoben, fällt der Nocken 123 vom Ende 126 der Schiene 124 ab und in diesem Zeitpunkt und in dieser Stellung trifft der Schenkel 106 auf einen Anschlag, etwa auf eine Scheibe 127 aus Nylon auf.
Durch dieses Auftreffen wird der Schenkel 106 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt und ausser Kontakt mit der Einlage 31 gebracht. Es bestimmt daher die Lage der Anschlagscheibe 127 der Schiene 124 und insbesondere deren Ende 126 gegenüber, sowie die Stellung des Röhrchens 30, insbesondere seines Endes 35, das Ausmass des Einschubes der Einlage in das Röhrchen.
Die gegabelte Verlängerung 121 des Schenkels 106 ermöglicht, wie klar ersichtlich, die Einführung der Einlage in den Röhrchenkörper über dessen Ende 35 hinweg nach innen. Ein Anschlag 130 am Arm 109 des betreffenden Fingers begrenzt im Verein mit einer Schulter 131 desselben das Ausmass der Fingerdrehung im Uhrzeigersinn, und ferner begrenzt in analoger Weise eine Schulter 132 am Finger das Ausmass der Drehung des Fingers entgegen dem Uhr- zeigersinn.
Wie aus Fig. 10 ersichtlich, ist nächst dem Messer 80 und unterhalb der Einlage 31 im Rahmen ein Schlitz 135 vorgesehen. Dieser Schlitz ist bei 136 abgeschrägt und der Finger 105 (der sich im Sinne der Fig. 3 nach links bewegt) kann in diesen Schlitz 135 bei seiner Bewegung eintreten, wenn er die Einlage in Längsrichtung in den Röhrchenkörper 30 einzuschieben hat. Der Schlitz 135 steht zum Zwecke des Aufnehmens des oberen Endes 120 des Fingers 105 mit dem Schlitz 103 im Messer 80 in Verbindung und ist diesem angepasst. Diese Einrichtung ermöglicht es, dass der Finger 105 etwas über die Einlage 31 hinaus vorragen kann, um das Einstossen zu erleichtern.
Fig. 10 zeigt, dass der Schenkel 106 des Fingers 105 nach aufwärts in den Schlitz 135 und in die Nut 103 an der Unterseite des Messers 80 hineinragt, um die Einlage 31 einzupressen. Der Zwischenraum zwischen Schlitz 135 und Schen- tel 106 des Fingers beträgt vorzugsweise etwa
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0, 05 mm. Da die Toleranzen gering sind und die lineare Geschwindigkeit der Kette 111 bei normalem Betrieb ungefähr 69-90 mtnün beträgt, ist es notwendig, den Betrieb und die Bewegung des Fingers 105 und insbesondere des Schenkels 6 im Schlitz 135 genau zu gestalten und beizubehalten. Zu diesem Zweck ist, wie vorhin erwähnt, eine Schiene 124 vorgesehen.
Diese Schiene wird bei Herstellung aus Stahl wenig nachgiebig sein. Es hat sich daher als sehr zweckmässig erwiesen, die Schiene aus Nylon herzustellen, um den ärgsten Stoss beim Auftreffen der Schenkel 107 zu dämpfen ; jedoch wird eine Stahlzone dort vorgesehen, wo der Schenkel 107 gleitet. Zur weiteren Stabilisierung des Fingers ist eine Walze 138, vorzugsweise aus Nylon, am Arm 109 angebracht und auf den Stift 108 aufgepasst, um den der Finger 105 schwenkbar ist.
Manchmal wird eine Einlage 31 klemmen, gewöhnlich bei Unvollkommenheit des Materials im Streifen 52 oder infolge Ungleichförmigkeiten oder Mängel-darin. Für diesen Fall muss Vorkehrung getroffen sein, die Maschine augenblicklich abzustellen.
Erreicht wird dies durch einen Mechanismus, der beim Rahmen 50 einen Schalter 140 (Fig. 1, 13, 14) und einen ihn betätigenden Stift 141 auf einer am Zahnrad 113 sitzenden Nabe 142 enthält. Das Zahnrad 113 ist durch eine Kupplung mit der Nabe 142 verbun-
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dem unter Belastung einer Schraubenfeder 145 stehenden Stift 141 und einem Bund 146 zur Wirkung gebracht, der einen Teil des Stiftes 141 bildet (Fig. 13). Die Feder stützt sich mit einem Ende an einem Gewindepfropfen 147 ab, in dem der Stift 141 verschiebbar gelagert ist. Das Zahnrad 113 ist bei 148 ausgenommen und das abgerundete Ende 149 des Stiftes 141 wird durch die Feder 145 normal in die Ausnehmung 148 eingedrückt.
Da das Zahnrad 113 die Kette 111 über die Welle 71 antreibt, wird die Antriebskraft über die Nabe 142 übertragen und infolge des Eingriffes des Stiftendes 141 in die Ausnehmung 148 wird die Kraft dem Zahnrad 113 übermittelt. Es ist ersichtlich, dass bei Verlangsamung oder Stillstand des Zahnrades 113 aus irgendeinem Grunde, etwa infolge Klemmens einer Einlage 31 bei deren Vorschub in das Röhrchen 30, der Stift 141 aus der Ausnehmung 148 austritt und in die Stellung gelangt, in der das Ende 150 die in Fig. 13 strichliert dargestellte Lage einnimmt, in welcher es den Schalter 140 betätigt. Da der Schalter vermittels eines Stromkreises in Serie mit dem Stromkreis des Motors 67 liegt, wird der Strom zum Motor 67 unterbrochen und die Maschine sofort zum Stillstand gebracht.
Bemerkt soll hiebei werden, dass das Klemmen der Einlage augenblicklich die Drehung des Zahnrades 113 abstoppt, sogar vor der Abstellung des Motors und sohin tatsächlich unabhängig davon, ob der Motor schliesslich angehalten wird oder nicht. Es wird hiedurch einer ernstlichen Beschädigung der Teile der Maschine, sowie der Einlage und der Röhrchen hintangehalten. Auf der Welle 66 (Fig. 4) ist zur händischen Betätigung der Maschine ein Handrad 152 aufgekeilt, um deren richtige Funktion vor dem Anlassen des Motors 67 zu erproben.
Es hat sich erwiesen, dass mit der erfindunggemässen Vorrichtung die handelsüblichen Röhrchen von ungefähr 250 mm Länge mit einer Leistung von etwa 69 bis 90 m per Minute (d. i. zirka 280-360 Stück per Minute), mit Einlagen versehen werden können, wenn Material wie beispielsweise Röhrchen 30 aus Wachspapier und Bahnen 52 aus Baumwollsamenabfällen zur Verfügung stehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mit Geschmackstoff versehenes Trinkröhrchen, bestehend aus einem rohrförmigen Körper und einer Einlage aus faserigem Material, die den Geschmackstoff an ihrer Aussenseite und in ihren Zwischenräumen festhält, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (31) als flacher Streifen ausgebildet ist, dessen Breite dem Innendurchmesser des Röhrchens (30) entspricht und dessen Kanten (32) an der Innenfläche des rohrförmigen Körpers (30) anliegen und den Streifen (31) durch Reibung im Röhrchen (30) halten, wobei der Streifen (31) eine wesentlich kleinere Stärke als der Durchmesser des rohrförmigen Körpers (30) aufweist, so dass Zwischenräume zwischen den ebenen Oberflächen des Streifens (31) und den Wandungen'des rohrförmigen Körpers (30) zum ungehinderten Durchgang der Flüssigkeit frei bleiben,
und wobei der kürzer als der rohrförmige Körper (30) ausgebildete Streifen (31) in diesem an einem Ende (35) gelagert und ein Endteil (34) des Streifens (31) gegen Absorption wässeriger Flüssigkeiten durch einen Überzug aus einem wasserunlöslichen Stoff versiegelt ist (Fig. 8,9).