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Österreichische
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OTTO ESSLINGER IN MANNHEIM (BADEN).
Selbstverkäufer.
Die vorliegende Erfindung besteht in der derartigen Verbindung eines Selbstverkäufers (Warenautomaten) mit einer Sprechmaschine (einem Phonograph oder Grammophon) oder einem Schnellseher (Stroboskop oder Mutoskop), dass die Sprechmaschine oder der Schnellseher durch die Bewegung der Ausgabevorrichtung des Selbstverkäufers ausgelöst wird ; sie bezweckt, die Kauflust des Publikums zu heben. Solche Selbstverkäufer mit Sprechmaschine oder Scllnellseher sollen hauptsächlich in Gastwirtschaften u. dgl. aufgestellt werden ; sie können zur Ausgabe von beliebigen Waren (Schokolade, Zigarren u. dgl.) oder von Gutscheinen nach Art der Eisenbahnfahrkarten eingerichtet sein.
In der Zeichnung find zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Selbstverkäufer mit Grammophon und Fig. 2 den oberen Teil eines Selbstverkäufers mit Mutoskop (der untere Teil ist genau wie bei Fig. 1 eingerichtet). a (Fig. 1) ist der Ausgabeschieber des Selbstverkäufers ; derselbe wird in bekannter Weise durch das Gewichtstriebwerk b, c, d mittels des Exzenters c, der Gabel f und der Stange g in hin und her gehende Bewegung gesetzt, nachdem durch Einwurf einer Münze die Sperrvorrichtung des Triebwerks ausgelöst worden ist, d. h. die Klinke h in die
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Die Münzenführungsrinne und die Auslösevorrichtung, deren Konstruktion irgendeine der bekannten sein kann, sind nicht dargestellt. Bei der Vorwärtsbewegung befördert der Schieber a ein Stück der in dem Schacht l aufgestapelten Waren heraus. Ungefähr in der Mitte der Vorwärtsbewegung stösst der an der Stange 9 sitzende Stift m an den Winkelhebel n, so dass dieser bei der Weiterbewegung in die punktiert gezeichnete Lage gebracht wird ; hiebei zieht er mittels der Stange o den Stift p aus einem Loch des Zahnrades q und zon auf p befestigten Arm r aus einem Ausschnitt der Scheibe s heraus, entgegen der Wirkung der den Stift p umgebenden Schraubenfeder t.
Infolgedessen wird die Achse u des Grammophontellers v durch ein nicht dargestelltes, mit dem Zahnrad q' in Eingriff stehendes Federtriebwerk in Drehung gesetzt, so dass man bei Erhalt der Ware gleichzeitig ein Musikstück, einen Vortrag oder dgl. zu hören bekommt.
Die Tätigkeit des Grammophons dauert so lange, his der Ausschnitt der mit der Achse u durch ein Schneckenund Zahnradgetriebe verbundenen Schale s dem Arm r, der unterdessen auf dem Umfange der Scheibe gleitet, und das Loch des Rades q dem Stift p wieder gegenüber kommen, so dass die Feder t den Arm r in den Ausschnitt und den Stift p in das Loch hineindrücken kann ; einer Umdrehung der Scheibe s entsprechen aber vermöge der Übersetzung zwischen ihr und der Achse It mehrere Umdrehungen der letzteren ; d. h. eine längere Spielzeit des Grammophons.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist an Stelle des Grammophons ein Mutoskop angeordnet. Die Bildertrommel < c wiru von der Achse M durch ein Schneckenund Zahnradgetriebe in Drehung gesetzt ; auf ihrer Achse ist die Scheibe s befestigt. Sonst ist die Einrichtung wie bei Fig. l ; auch die Wirkungsweise ist die oben beschriebene. Bei Erhalt der Ware bekommt man gleichzeitig durch das Okular lebende Bilder zu Gesicht.
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Die Erfindung ist auch bei sogenannten Halbautomaten anwendbar, d. h. bei solchen Seihst Verkäufern, deren Ausgabevorrichtung nach ihrer Auslösung durch den Münzeinwurf von Hand bewegt werden muss.