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IN WIEN
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Seifenspender mit Münzeinwurf, bei dem der Drücker für die Betätigung des Portionengebers und ein Kolben für die Ausgabe des Flüssigkeitsquantums achsparallel und hintereinander so angeordnet sind, dass die einfallende Münze, die in Rastschlitzen beider zu stehen kommt, die Kupplung zwischen dem Drücker für die Portionsausgabe und dem Kolben für die letztere herstellt und nach dem Verschieben beider in ihren eigenen Achsen zum Abfallen gelangt.
Dieser Apparat kann selbstverständlich auch zur Ausgabe anderer Flüssigkeiten, wie flüssiger Pomade od. dgl. verwendet werden.
Es sind ferner Vorkehrungen getroffen, dass eine nicht richtige Münze oder eine nicht entsprechende Metallscheibe entweder bereits vor dem Einwurf abgewiesen wird, oder nach dem Einwurf von der Kupplung ausgeschlossen wird.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, u. zw. stellt
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2in vergrössertem Massstab und zum Teil verkürzt im Schnitt eine Draufsicht auf die Kuppelstelle durch die
Münze und den Ausgabekolben im Schnitt, während die Fig. 4 eine Vergrösserung einer Draufsicht zu der Fig. 2 in einer Einzelheit und im Schnitt zeigt.
Das Gehäuse 1 ist oben ein viereckiger, hohler Kasten, der sich seitlich bei 2 nach unten verjüngt und vorne bei 3 schräg nach hinten und unten abgeschlossen ist. Durch ein Scharnier 4 ist an dem Gehäuse 1 oben ein ausschwenkbarer Deckel 5 vorgesehen, der mit seinem äusseren Rand mit dem Aussenrand des Gehäuses 1 abschliesst. Im Innern ist durch den nach unten doppelt geneigten Boden 7 ein Behälter 6 gebildet, in den die Flüssigkeit, welche portionenweise ausgegeben werden soll, eingefüllt ist. Die Rückwand 5a ist am Deckel 5 befestigt.
Der trichterförmige Teil 8 des Bodens 7 schliesst an ein Ventil 9 an, das mit einer Kugel 10 versehen ist, die in der Zeichnung der Fig. 3 in Offenstellung dargestellt ist, so dass der Innenraum 11 des Gehäuses 12 für den Ausgabekolben 14 mit Flüssigkeit gefüllt ist. Bei 15 ist eine Stellschraube für die Endstellung des Kolbens 14 vorgesehen, die zur Einstellung der Portionen dient und gegen die der Kolben anstösst, wenn er seine hinterste Stellung erreicht hat. Aus dem Gehäuse 12 für den Ausgabekolben 14 führt eine Rohrleitung 16 zu einem im Gehäuseteil 3 eingeschweissten oder sonst in geeigneter Weise eingesetzten Rohrstück 17 mit Ventil 18, das durch eine Feder 19 in der geschlossenen Normalstellung gehalten wird und sich nur öffnet, wenn die Flüssigkeit unter dem Druck des Kolbens 14 ausgepresst wird.
Bei Seifenausgabe wird unter das Mundstück 17a die Hand gehalten.
Hinter der Vorderwand des Gehäuses 1 ist ein Blechwinkel 20 bei 21 angeschweisst. In der Vorderwand des Gehäuses 1 ist eine Öffnung 22 vorgesehen, in der der Drücker 23 geführt ist, der in einer Öffnung 24 des Winkels 20 seine zweite Führung erhält, so dass der Drücker sich nur parallel zu seiner Achse bewegen kann. Er steht unter dem Einfluss einer Feder 25, die sich einerseits an der Hinterwand des Winkelstück- kes 20 abstützt und anderseits an einem Zapfen 27, der im Drücker vorgesehen ist Der Teil 23a des Drückers ist vierkantig ausgeführt und stützt sich gegen die Rückseite der Wand des Gehäuses 1 ab womit die Grundstellung des Drückers fixiert ist, die unter dem Einfluss der Feder 25 nach Fig. 4 gehalten wird.
Der Drücker 23 weist hinter der Wand des Winkelstücks 20 einen Schlitz 30 auf, und die Wand 20a des genannten Blechstücke ist mit einem Schraubenbolzen 31 mit Kopf 32 versehen. Die im Sinne des Pfeiles 33 durch die Rinne 34 einfallende Münze M, die in den Schlitz 35 eingeworfen wurde, legt sich einer-
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seits gegen die Stirnfläche 36 des Schlitzes 30 und anderseits auf den Kopf 32 auf, so dass nunmehr die achsparallel nebeneinander und hintereinander angeordneten zu kuppelnden Organe, u. zw. der Drücker 23 und der Kolben 14 miteinander in der Achsrichtung im Sinne des Pfeiles 40 auf Mitnahme gekuppelt sind.
Wird der Drücker nunmehr in dem obigen Sinne verschoben (entgegen dem Druck der Feder 25), so wird der Kolben 14 mitgenommen und die Flüssigkeit im Raume 11 unter Schliessen des Ventiles 9 durch die
Kugel 10 und Öffnen des Ventiles 18 entgegen dem Druck der Feder 19 bei dem Mundstück 17a. ausgegeben.
Lässt man den Drücker los, so fällt die Münze M in den unteren Raum 6a des Behälters oder Gehäuses 1 ab, weil der Kolben zwischen dem scheibenförmigen Ansatz 42 und einem durch eine Schraube 43 an dem Ende des
Drückers 23 vorgesehenen Scheibchen 44 ein Spiel 39 aufweist, das genügt, dass bei diesem Rückgang des Drük- kers der Kolben 14 zuerst eine ganz kurze Zeitstehen bleibtund der Drücker erstnachAbfallenderMünzeM durch die lose Kupplung zwischen Ansatz 42 und Scheibe 44 den Kolben 14 in die Ausgangslage mitnimmt.
Die Hinterwand 5a des Gehäuses, die mit dem Deckel 5 verbunden ist, kann an einer Wand entnahme- gesichert befestigt werden, wobei nach Öffnen eines Schlosses (nicht dargestellt) das Gehäuse zwecks Fül- lung des Raumes 6 mit Flüssigkeit, z. B. flüssiger Seife und Entnahme der eingefallenen Münzen aus dem
Raume 6a ausgeschwenkt werden kann.
Es sei noch besonders erwähnt, dass in den Behälter 6 der oben offen, ist, wenn das Gehäuse ausge- schwenkt ist, auch andere Flüssigkeiten, an Stelle von Seife, eingefüllt werden können, die Reinigungsoder Schönheitspflegesätzen dienen können.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Seifen- ode dgl. -spender mit Münzeinwurf, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse mit
Vorratsbehälter ein Drücker (23) und ein Kolben (14) in einem Gehäuse (11) achsparallel und hintereinander sowie nebeneinander geführt sind, wobei im Bereiche der Enden derselben eine Mtinzkupplung vorgesehen ist, die das gemeinsame Verschieben beider nach Münzeinwurf gewährleistet.