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Elektromagnetisches Schütz od. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist ein elektromagnetisches Schütz od. dgl. mit einem Gehäuse, dessen Teile mittels durchgehender Bolzen aneinander befestigt sind. Gegenüber bekannten Ausführungen von Schützen, deren Gehäuseteile in gleicher Weise aneinander befestigt sind, weist das erfindunggemässe Schütz den Vorteil einer einfachen und zweckmässigen Bauweise auf, die auch eine rasche Zusammenstellung bzw. Zerlegung des Schützes erlaubt. Gemäss dem Merkmal der Erfindung sind die Bolzen beiderseits des Ankers angeordnet und als Führung des Ankers ausgebildet.
Es ist üblich, die lamellierten Eisenteile des Elektromagneten von Schützen mittels Schrauben,
Stiften oder ähnlichen Befestigungsmitteln im Gehäuse zu befestigen. Diese erwähnten Befesti- gungsmittel sind zumeist so angeordnet, dass sie die Eisenteile an Stellen grosser Kraftliniendichte durchdringen. Um die Isolierung zwischen den
Lamellen aufrecht zu erhalten, ist es notwendig, auch diese Befestigungsmittel gegenüber den La- mellen zu isolieren. Eine solche Isolierung winkt sich an Stellen grosser Knaftliniendichte insofeme ungünstig aus, als sie den magnetischen Wider- stand des betreffenden Eisenteiles wesentlich er- höht.
Eine Beeinträdhtigung des magnetischen
Flusses lässt sich beim erfindungsgemässen Schütz verhindern, wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Anker mit längs der Bolzen ver- schiebbaren Führungsteilen versehen ist, die mit- tels profilierter Leisten in keilförmig profilierten
Nuten des Ankers mit einem Kunstharz einge- klebt sind. Da diese Keilnuten am Rande der
Eisenteile angebracht sind, behindern die in sie eingreifenden Führungsstücke den magnetischen
Fluss praktisch gar nicht.
An sich ist die Verwendung von Keilnuten an
Blechpaketen bekannt,-z. B. bei elektrischen Ma- schinen zur Befestigung von Polblechen am Ge- häuse der Maschine. In diesem Fall ist jedoch eine besonders feste Verbindung erforderlich, weshalb die Keilnutverbindung kraftschlüssig ausgeführt wird, wobei aber an dieser Stelle auf eine Isolation zwischen den einzelnen Blechen des Paketes ver- zichtet werden muss. Dies hat aber den Nachteil, dass an dieser Stelle die Wirbelströme sehr gross werden.
Auch bei elektromagnetischen Schützen ist die Verwendung von Keilnuten in den Eisenteilen durch die USA-Patentschriften Nr. 2, 649, 521 und Nr. 2, 692, 314 bekannt, doch ist bei Schützen die Beanspruchung der Keilnutverbindung wesentlich geringer als bei Maschinen, so dass eine Verklebung in der Keilnut den Anforderungen genügt und dabei nicht nur eine hinreichende Festigkeit der Verbindung, sondern zusätzlich auch eine Isolierung zwischen den Lamellen einerseits und den Befestigungs-'bzw. Führungsteilen anderseits gewährleistet.
Ein Schütz mit den Merkmalen der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Mit 1 und 2 sind Oberteil und Unterteil seines Gehäuses bezeichnet, die durch die beiden Bolzen 3 und 3'zusammengehalten sind. Die Bolzen 3 und 3'sind im Un- terteil 2 des Gehäuses verankert und an ihren oberen Enden mit Gewinden versehen, auf die
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beweglichen Anker 7.
Der feststehende Eisenteil 6 sowie der Anker ? sind beiderseits mit Keilnuten versehen. In die Keilnuten des Eisenteiles 6 sind zwei formschlüssig eingreifende Befestigungsleisten 8, 8'eingeschoben, die zugleich in Nuten des Gehäuseunterteiles 2 eingreifen und dadurch den Eisenteil 6 mit dem Gehäuseunterteil 2 verbinden. In die Keilnuten des Ankers 7 sind Führungsteile 9, 9'form' schlüssig eingesetzt. Die Führungsteile 9, 9'sine mit vertikalen Bohrungen versehen und auf die Bolzen 3, 3'verschiebbar aufgesetzt.
Der Anker 7 wird in seiner Ruhestellung von den Federn 10, 10'nach oben gedrückt und haalt dabei die Brücke 11 mit den in der Zeichnung nicht dargestellten Kontaktteilen in ihrer oberen Lage fest. Bei Beaufschlagung des Elektromagneten wird der Anker 7 nach unten in die dargestellte Lage gezogen und dabei auch die Kontaktbrücke 11 von den Federn 13, 13'nach unten ge. drückt.
Die Befestigungsteile 8, 8'sowie die Führungs teile 9,9' sind zufolge ihrer Keilnutvetbindunger mit den Eisenteilen 6 bzw. 7 fest'Verankert, ohm den magnetischen Widerstand dieser Teile wesent lich zu beeinträchtigen. Hiedurch kann de]
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Querschnitt dieser Teile geringer gehalten werden, als bei solchen Elektromagneten, deren Eisenteile durchhindurchführendeBefestigungsmittelfestge- halten sind.
Eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Lamellen der Eisenteile wird zweckmässig da- durch vermieden, dass diese mit einem Giessharz miteinander verklebt werden, wobei das Giessharz auch eine Isolierung gegenüber den Befestigungsteilen 8, 8'bzw. den Führungsteilen 9, 9'gewähr- leistet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetisches Schütz od. dgl. mit einem Gehäuse, dessen Teile mittels durchgehender Bolzen aneinander befestigt sind, dadurch gelcennzeichnet, dass die Bolzen (3, 3') beiderseits des An kers (7) angeordnet und als Führung des Ankers ausgebildet sind.