<Desc/Clms Page number 1>
Förderanlage für flaches Sendegut
In Förderanlagen, insbesondere Hochkantförderanlagen, bei denen elektrisch gesteuerte Einrichtungen das Sendegut an vorausbestimmten Stellen zum Ausschleusen aus dem Förderkanal veranlassen, wurde die Beobachtung gemacht,
EMI1.1
Fördervorganges mitunter recht erheblich von dem Platz auf dem Förderband entfernten, auf den sie bei der Aufgabe des Gutes gelegt wurden.
Diese als Schlupf zum Fördermittel bekannte
Tatsache hat ihre Ursache vor allem in einer
Wechselwirkung zwischen der Beschaffenheit des Sendegutes und den gebräuchlichen Füh-
EMI1.2
Entsteht durch'eineabträgliche Form des Sendsgutes, beispielsweise überhohe Durchkrümmung gerollter Papiere, ein- , gerissE ! ne oder angefaltete Kanten, ein besonders hoher Schlupf, so ist die Ausführung elektrisch gesteuerter Vorgänge in einer Hochkantförderan- lage üblicher Bauart erheblich erschwert.
Um diesen übelstand zu beseitigen, sind Anla- gen bekanntgeworden, bei denen das Sendegut zwischen zwei umlaufenden Förderbändern ein- geklemmt gefördert wird. So ist z. B. eine An- lage derart ausgebildet, dass endlose, einander umgebende Bänder über in der Verteilstelle und in den einzelnen Betriebsstellen vorgesehene Wal- zen laufen, wobei für jede Betriebsstelle ein
Transportband verwendet ist, welches bis zur zu- geordneten Betriebsstelle reicht, so dass es zusam- men mit dem nächst äusseren Band einen zwi- schon die beiden Bänder eingeführten Gegen- stand nach der betreffenden Betriebsstelle zu führen vermag, wo der Gegenstand am Ende des zu der Betriebsstelle führenden Bandes oder infolge Erweiterung des Zwischenraumes zwischen den Bändern abgeworfen wird. Dieser Anlage fehlt jedoch die Lösung der Aufgabe, das.
Sendegut an beliebigen Stellen auszustossen. Ausserdem ist der Aufwand an Förderbändern, Rollen und anderem Material bei der Verwendung mehrerer Empfangsstellen sehr gross.
Es ist ferner bekannt, dass mindestens eines von mehreren umlaufenden Förderbändern entlang des Förderweges aufgeteilt ist oder dass beide derart versetzt zueinander angeordnet silnd, dass jeweils das Fördertrum eines Förderbandes der einen Reihe von den Fördertrums der andern
Reihe überlappt wird und dass an den Stossstel len zweier Förderbänder einer Reihe Empfangs stellen für das Sendegut vorgesehen sind.
Die bekannten Anordnungen arbeiten derart dass an den Stossstellen besondere Vorrichtunge) zur Änderung der Richtung des Fördergutes vor gesehen sind. Diese Vorrichtungen bestehen au Gleitfingern oder Gleitblschen, auf welche da Fördergut gebracht wird oder besonderen ge. trennten Bandvorrichtungen.
Bei allen Anordnungen mit Gleitblechen kam das Gut nur dadurch bewegt werden, dass e während der Förderung eine ausreichende kineti sche Energie aufgenommen hat, die es befähigt sich über das Gleitblech zu bewegen. In vielen Fällen ist jedoch diese kinetische Energie nicht
EMI1.3
mit mehreren Förderbändern zur Belieferung der einzelnen Empfangsstellen nicht geeignet Ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Förderan- lage für flaches Sendegut, das zwischen zwei umlaufenden Förderbändern eingeklemmt gefördert und an beliebig vorbestimmten Empfangsstellen ausgestossen wird, wobei mindestens eines der parallel laufenden Förderbänder in einzelne in Förderrichtung aneinandergereihter endloser Teilbänder aufgeteilt ist, deren Stossstellen die Empfangsstellen sind bzw.
an denen das Sendegut das För- derband verlassen kann.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass an den-Empfan, gsstellen das Fördertrum eines Förderbandes der einen Reihe in den Zwischenraum einer Stossstelle zweier ülber versetzt hiezu angeordnete Rollen laufenden Förderban- des der andern Reihe zwecks Ausstossens des Sendegutes einlenkbar ist.
Der Vorteil der Erfindung gegenüber dem Bekannten liegt darin, dass das Einlenken der För- derbänder zum Zweck des Ausstossens des Förder, gutes erfolgt und dass die einzelnen Förderbänder der beiden Förderbandreihen über zueinander versetzt angeordnete Rollen geführt sind.
Die Erfindung wird verständlicher an Hand des in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführung- beispieles. Sie zeigen eine erfindungsgemässe Förderanlage in der Seiten-und Draufsicht.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
er-vorgesehen, u. zw. derart, dass jeweils das Fördergut eines Förderbandes'der einen Reihe von den Fördertrums der andern Reihe überlappt wird. Die Umlaufrichtungen der einzelnen För- derbänder sind durch Pfeile angedeutet. Auf der linken Seite befindet sich eins zentrale Verteilerstelle, von der aus die Förderanlage mit Sendegut beschickt wird. Ein Brief, beispielsweise, wird von den Förderbändern 2 und 3 eingeklemmt gefördert.
Da das Fördertrum des Förderbandes 2 nur einen Teil des Förderbandes 3 überlappt, wird hinter der Stossstelle das Sendegut zwischen die Förderbänder 4 und 3 eingeklemmt weiter- gefördert, bis es schliesslich beispielsweise von den Förderbändern 12 und 13 mitgenommen wird. Von einem Motor 1 werden zunächst die beiden Bänder 2 und 3 angetrieben, die ihrerseits über ihre Umlenkrollen 4, 5 ; 6, 7 ; 8, 9 durch Gurte, Riemen od. dgl. die Antriebskraft des Motors auf sämtliche hochkantstehenden Bänder übertragen.
An den Stossstellen zweier Förderbänder einer Reihe sind Empfangsstsllen für das Sendegut vorgesehen. Die Abgabe an die Empfangsstellen wird dabei derart vorgenommen, dass das Fördertrum des Förderbandes der andern Reihe in den Zwischenraum einer Stossstelle mittels einer Rolle 10 eingelenkt wird. Auf. diese Weise erhält das. durch dean Pfeil 11 angedeutete Sendegut die Ausstossrichtung.
Das Einlenken des Förderbandes in einen Zwi- schenmum kann dabei mechanisch oder elektro-
EMI2.2
vorgeschlagen worden, so dass weitere Einzelheiten hiezu nicht mehr zu erklären sind.
Für die Bänder 12 und 13 sind schwenkbare gefederte Lenkrollen 15 vorgesehen. Diese sind auf einem, zweiseitigen Hebel 16 befestigt, der um einen Drehpunkt 17 schwenkt, wobei eine Zugfeder 18 die Rolle gegen das Förderband drückt. Es wird dadurch eine Nachgiebigkeit erzielt, wodurch das Fördern starker Sendungen ermöglicht und gleichzeitig ein Längenausgleich für die Bänder erreicht wird.
Nicht ausgeschleuste Sendungen werden am
EMI2.3
19 entladen.
Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt breite Förderbänder zu verwenden bzw. das zu fördernde Gut nur zwischen den Trums zu halten. Bei schmäleren Wänden kann das Gut auch zusätzlich auf einem Boden einer langgestrecken Wanne schleifen.