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Österreichische
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SIEMENS & 1-IALSKE AKTIENGESELLSCHAFT IN WIEN.
Weichenstellvorrichtung.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Einrichtung zum Umstellen von Weichen durch Solenoide oder Elektromotoren, und zwar gehört dieselbe zu jener Gattung von Umstellvorrichtungen, bei welchen in bekannter Weise der Strom für die zum Umstellen dienende Antriebsvorrichtung (Elektromotor, Solenoid) von Hand eingeschaltet wird. Das Wesen der Erfindung besteht in der eigentümlichen Ausbildung des zum Speisen der Solonoide bezw. Elektromotoren dienenden Schalters, der einerseits VOll Hand und andererseits von der Weichenzunge gesteuert wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die schematisch allgemeine Anordnung der Umstellvorrichtung,
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abgenommenem vorderen Lager.
In einiger Entfernung von der Spitze der Weichenzunge, beispiesweise 3 m, befindet sich ein Stellhebel 1, welcher zwei Lagen besitzt. Don Stellungen dieses Hebeis entsprechen zwei Stellungen des Schalthebels 2, der auf der Welle 3 einer Schaltvorrichtung 4 sitzt.
Die Bewegungen des Hebels 1 werden durch ein Gestänge 5, 5 auf den Schalthebel 2 übertragen. Auf der Welle 3 sitzen lose die Schalttrommeln 6 und 7, welche die Strom-
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Auslösen der Sperrklinken 12 bezw. 13 dienenden Knaggen 21 bezw. 22 trägt. ist mit der Weichenzunge derart gekuppelt, dass sie beim Umstellen der Weichenzunge durch letztere jedesmal in ihre andere Endlage gebracht wird.
Die Wirkungsweise ist folgende : Heabsichtigt der Wagenführer die Weiche umzu-
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die Weichenzunge um. Die Schalttrommel 7 ist bei der Drehung des Hebels ; ? stehen geblieben, da das Sperrad 15 unter der Sperrklinke 13 weggleitet. Das Umstellen der Weichenzunge bewirkt die Drehung der Welle 20 (Fig. 2), wobei die Knagge 21 gegen die Sperrklinke 12 stösst und letztere auslöst. Die Rückstellfeder 18 führt'die Schalt- tronmet 6 in die ursprüngliche Lage zurück, in welcher das Solenoid 11 wieder ausgeschaltet ist.
Wird der Stellhebel 1 in die andere Lage zurückgelegt, so wird auch der Stellhebei. in leicht ersichtlicher Weise durch das Gestänge 5, ) in seine andere Endlage
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in ihre Einschaltatellung gelangt und das Stromscblul3stück 9 desselben hat, den Stromkreis des Solenoides 10 geschlossen. Das Solenoid 10 ist erregt, zieht seinen Anker ein und die Weichenzunge wird umgelegt. Bei dem Umlegen ist auch die Welle 20 gedreht worden,
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Sohalttrommel 7 in ihre Nullage zurück, in welcher der Stromkreis des Solenoides 10 unterbrochen, letzteres also wieder stromlos ist. Das gleiche Spiel kann sich natürlich beliebig oft wiederholen.
Da es auch vorkommt, dass die Weiche nach der Spitze befahren wird, so empfiehlt es sich, sie hiebei durch dieselben Solenoide selbsttätig umzustellen, falls sie nicht richtig stehen sollte. Es geschieht dies bei dem Gegenstande vorliegender Erfindung dadurch, dass lose auf die Welle 3 noch eine weitere Schalttrommel 26 (Fig. 4) gesetzt wird, welche mit der Welle 20 zwangläufig-gekuppelt i t, durch letztere verstellt wird und die Strom- schlussstücke 28 und 29 besitzt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind drei gegeneinander versetzte Stromschlussfinger 30, 31 und 32 angebracht, von denen 30 mit der Stromzuführung,
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zu 33 und 34 gehörigen Kontakte 35 und 36 sind mit den Solenoiden 11 bezw. 10 verbunden.
Gelangt beispielsweise der Wagen aus dem Gleise a zu den Schienenkontakten 33, 35, so werden die Kontakte 33 und 35 beim Vorbeifahren verbunden. Steht nun die Weiche für diese Fahrt falsch und nimmt die Schalttrommel 26 die Lage Fig. 4 ein, so fliesst beim Vorbeifahren Strom von der Stromzuführung über 30, 28, 29 und 32 nach 33,35 in das Solenoid 11, die Weiche wird in die richtige Lage umgestellt und der Strom für das Solenoid 11 beim Umlegen der Weichenzunge wieder ausgeschaltet ; gleichzeitig wird die Schatttromme) 26 durch die Welle 20 verstellt. Kommt nun ein Wagen aus dem Gleis b (Schienenkontakte 34'und 36) angefahren, so werden die Kontakte 34 und 36 verbunden
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zurückgestellt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Umstellen von Weichen durch Solenoide oder Elektromotoren, gekennzeichnet durch eine Schaltvorrichtung mit lose auf derselben Welle sitzenden Schalttrommeln, die Sperrklinken tragen, welche in fest auf der Welle sitzende und in verschiedener Richtung gezahnte Sperräder eingreifen, wobei je nach der Drehrichtung der von Hand bewegten Welle die eine oder die andere Schalttrommel entgegen der Wirkung einer entsprechenden Rückstellfeder in die Einschaltstellung gebracht und der Strom für das eine oder das andere Solenoid eingeschaltet wird nnd die Weichenzunge nach dem jedesmaligen Umlegen die zugehörige Sperrklinke auslöst, so dass die eingeschaltete Schalttrommel durch die zugehörige Rückstellfeder in die Nullage zurückgeführt wird.