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Auslösende Expansionsschiebersteuerung für Kraftmaschinen mit Rohrschiebern als
Abschlussorgane.
Vorliegende Erfindung geht von den bekannten Expansionsschiebersteuerungen aus. hui denen auf jeder Zylinderseite nur je ein Schieber für den Dampfein- und austritt vorgesehen ist, der von einem Steuerorgan bei der Füllung soweit mitgenommen wird, bis ihn der Mitnehmer freigibt, worauf er in seine Mittelstellung (Abschluss) selbsttätig zurück- kehrt (vorgl. die deutsche Patentschrift Nr. 23637).
Die Vorzüge der bekannten Expansions-muschelschiebersteuerung mit den Vorteilen der bekannten auslösenden Ventilsteuerungen und mit denen zu verbinden, welche der bereits ausgeführte Ersatz der Ventile durch entlastete Rohrschieher gewährt, ist der Zweck vorliegender Erfindung.
Derselbe wird dadurch erfüllt, dass an jedem Zylinderende nur ein vom Dampfdruck vö) Hg entlasteter Rohrschieber, welcher sowohl den Dampfeintritt als anch den Dampfaustritt steuert, unter dem Einflüsse zweier einander entgegenwirkender
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seiner Trägheit, noch über die Mittelstellung hinausbewegt, da der hinter dem Federkolben angeordnete Luftpuffer zwar diesen, aber nicht den mit ihm nur lose gekuppelten Schieber aufhalten kann. Dadurch wird es erst ermöglicht, an jedem Zylinderende einen einzigen fallenden und entlasteten Rohrschieber mit demselben Erfolge, wie es bei liegenden Muschet- schiebern auftritt, für den Dampfeinlass sowohl wie für den Auslass zu verwenden.
Ein
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grenzung auftreffenden Teile verschiebbar verbunden wäre, um ihn bei Beendigung des Koll) enhu es in die Abdampfstellung weiterbewegen zu können. Die den Schieber in der Mit. telstellung auffangende zweite Feder ermöglicht es aber, den auf sie auftreffenden Bund der Schieberstange mit letzterer starr zu verbinden und dadurch wird wieder erreicht, dass uhlan fallende, entlastete Rohrschieber für auslösende Expansionsschiebersteuerungen und
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einer zentrischen und einer ansteigenden Daumenkurve für das andere Zylinderende in dem Sinne ausgenutzt werden,
dass auf der Dampfeinströmseite die erforderliche Voreröffnung konstant bleibt und sich alle Füllungen von 0 bis 700/0 je nach der Einstellung des den Mitnehmer auslösenden Hindernisses erreichen lassen, weil die Antriebsmechanismen des einen Schiebers zu denen des anderen, wie bei der Ventilsteuerung, ungehindert entsprechend verstellt werden können.
Schliesslich werden auch durch die Benutzung nur eines Abschlussorganes an jedem Zylinderende die Einströmkanäle und damit die schädlichen Räume vermindert.
Eine Ausführungsform vorliegender Erfindung zeigt Fig 1 der Zeichnung, an einem Querschnitt durch den Dampfzylinder, während Fig. 2 eine Einzelheit in Seitenansicht darstellt.
Die von der Hauptwelle in bekannter Weise durch gleich grosse Zahnräder angetriebene Steuerwelle e ist parallel zur Zylinderachse neben dem Zylinder gelagert. Mit ihr ist an jedem Zylinderende eine zu der anderen um 180 versetzte Daumenscheibe f gekuppelt. Bei dem gekennzeichneten Ausführungsbeispiel ist jede dieser Daumenscheiben mit einer Kurve für den Dampfeintritt und einer Kurve y für den Dampfaustritt versehen und über jede Daumenscheibe greift eine mit Gleitrollen versehene Doppelgabel p (vergl. Fig. 2). In dieser Gabel ist oben die Gleitrolle r unter die Gleitrolle ru derart gelagert, dass r auf der Kurve x, rl hingegen auf der Kurve y gleitet.
Der die Stützklinke s tragende Mitnehmerhebel l besteht aus zwei parallel nebeneinander liegenden Flachstangen, zwischen denen der Bund 11 der Schieberstange 0 hindurchgeht. Der letztere ist oben und unten mit je einer vorspringenden Stufe versehen. Gegen die obere tl stützt sich beim Heben der Schieberstange o die Schneide sl der Stützklinke s, gegen die untere 1J2 die Nase s2 der Stiitzklinke bei der Abwärtsbewegung des Schiebers d.
Der Regulator verdreht die Welle M, auf welcher der Hebel k befestigt ist, und bringt durch die Verbindung mit der Lenkstange < 'den Hebel tr und die an diesem Hebe) befestigte Stellschraube t beim Aufwärtsgang des Hebels l mit dem Arm t der Stüt/- klinke s in Berührung, wodurch diese Klinke von der oberen Stufe M'des Bundes n al ; - gehoben wird. In demselben Augenblick fällt der Schieber d sowohl unter dem Druck des durch die Feder m belasteten Kolbens q als auch unter der Wirkung seines Eigengewichtes frei herab und wird von der zweiten Feder c in der durch Fig. 1 dargestellten Mittellage (in der SchiusssteUung) aufgefangen.
Ein Vibrieren des Schiebers in dieser Lage wird da- durch vermieden, dass die äussere Feder m, welche sich mit ihrem oberen Ende gegen den
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dass die mit einem Ende auf diesen Kolben, mit dem anderen auf die Scheibe z df'r Schieborstange druckende Feder c den Stangenabsatz o'an die Unterseite des Kolbens'/ angedrückt hält.
Wird die Steuerung für den oder die Niederdruckzylinder einer zwei-oder drei- zylindrigen Vorbunddampfmaschine verwendet, so kann die Schraube b auch an einen festen Arm angeordnet sein, um durch Höher-oder Tieferschrauben derselben die Füllung beliebig einstellen zu können.