DE8950C - Neuerungen an einfach wirkenden WOOLFschen Dampfmotoren mit vollkommener Expansion - Google Patents

Neuerungen an einfach wirkenden WOOLFschen Dampfmotoren mit vollkommener Expansion

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DE8950C
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E. DE MORSIER in Bologna
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Description

1879.
Klasse 14.
EDOARDO,de MORSIER in BOLOGNA (Italien). Neuerungen an einfach wirkenden Wo öl f sehen Dampfmotoren mit vollkommener Expansion.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1879 ab.
Die Neuerungen betreifen die Construction des doppelten Kolbenschiebers sowie eine Expansionsvorrichtung.
In der Zeichnung sind die Neuerungen an einer einfach wirkenden WooIf'sehen Dampfmaschine durch Fig. 1 dargestellt. Fig. 2 zeigt in gröfserem Mafsstabe den Kolbenschieber und dessen Gehäuse im Schnitt; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch den Kanal a a, Fig. 2, Fig. 4 ein Schnitt durch den oberen Theil des Kolbengehäuses, die Expansionsscheiben in der Oberansicht zeigend, Fig. 5 eine Oberansicht des Mechanismus für die Veränderung des Füllungsgrades; Fig 6 zeigt die Daumenhülse, der Expansionsvorrichtung.
Die beiden Kolben des Vertheilungsschiebers sind auf derselben Stange befestigt und gleiten in einer Hülse e, Fig. 1, 2 und 3, welche mit ihrer kegelförmigen Oberfläche dampfdicht in eine zwischen den Dampfcylindern befindliche Ausbohrung eingesetzt ist. Die Wandung der Hülse e ist in drei verschiedenen Höhen gitterartig durchbrochen, Fig. 3. Die erste Reihe der Oeffnungen steht mit dem Dampfkanal a des kleinen Cylinders, die,zweite mit dem Kanal b des grofsen Cylinders . und die dritte mit dem, Austrittskanal k in Verbindung.
Einen dauernd dämpfdichten Abschlufs des Kolbenschiebers erreicht man entweder (bei nicht gelidertem Kolben) durch das tiefere Eintreiben der konischen Hülse e in ihre Bohrung, wodurch der innere Durchmesser verkleinert wird, oder durch die Anwendung einer besonderen Kolbenliderung, die in Fig. 2 dargestellt ist. Unter die ,aus einzelnen Theilen bestehenden Metallringe i Z1 ist ein Gummiring/ eingelegt. Durch eine kleine Bohrung wird der Dampf unter diese Ringe geleitet. Der Druck, welchen die Ringe gegen die innere Wandung der Hülse e ausüben, hängt ab von dem inneren Durchmesser des Kautschukringes/, und da man denselben so klein als' noch ausführbar annehmen kann, so ist man auch im Stande, die Reibung in entsprechender Weise zu vermindern. Um. einer beständigen Abdichtung dieser Kolben in der Hülse e sicher zu sein, ist es gut, den die Einströmung des Dampfes regulirenden Kolben wenigstens mit zwei Kolbenringen zu versehen, Fig. 2, wovon der mit Z1 bezeichnete nicht viel höher als die Ueberdeckung ist. Der Kolben für die Ausströmung braucht nur mit einem aus zwei Theilen bestehenden Kolbenringe 4 versehen zu sein. Die Zahl der Kolbenringe, sowie die der einen Ring darstellenden Segmente, ist beliebig.
Um im kleinen Cylinder einen gröfseren Expansionsgrad zu erhalten, als der Ueberdeckung des Kolbenschiebers entspricht, ist unterhalb des Dampfeinströmungsrohres y eine mit Oeffnungen versehene Scheibe C3, Fig. 2,
4 und 5 angeordnet. Am einfachsten befestigt man dieselbe auf dem oberen Rand der Hülse e durch die Ansätze des Deckels d. Auf dieser festen Scheibe C3 liegt concentrisch eine ähnliche, doch drehbare Scheibe (T4. Bei jeder Scheibe ist die Weite der Oeffnungen kleiner als die der Stege der anderen Scheibe, damit die Oeffnungen von denselben vollständig überdeckt werden. Die Scheibe V4 sitzt auf dem unteren Ende der in dem Deckel des Schiebergehäuses durch eine Stopfbüchse abgedichteten Spindel u, welche an ihrem oberen Ende den Winkelhebel S1, Fig. 1, 2 und 5, trägt. Eine Feder w, Fig. 5, sucht den einen Arm dieses Hebels beständig gegen den Hemmstift ν zu drücken, welcher so angeordnet ist, dafs, wenn der Hebel den Stift berührt, die Scheibe cA den Dampf vollständig abschliefst. .Der andere Arm des Hebels S1 wird durch die Feder w beständig gegen das Arm-Ende eines oscillirehden Hebels s, Fig.. 1 und 6, gedrückt, der im passenden Augenblick den Winkelhebel ^1 um den für das Oeffnen der Dampfeintrittsöffnungen erforderlichen Winkel dreht. Dieser zweiarmige Hebel erhält seine Oscillation in folgender Weise. Durch die konischen Räder N, Fig. i, wird der Regulator direct von der Hauptwelle aus in Umdrehung versetzt. Die Spindel desselben trägt an ihrem oberen Ende ein Stirnrad, welches mit einem auf der kurzen verticalen Welle 0 befestigten Getriebe n, Fig. Ί und 5, in Eingriff steht. Die Durchmesser dieser Räder sind so zu wählen, dafs die Welle ο die gleiche Anzahl Umdrehungen wie die Hauptwelle der Maschine macht. Auf dem oberen Ende der Welle 0 befindet sich eine Daumenhülse q, Fig. 1,
5 und 6, welche sich leicht auf und ab verschieben läfst, während sie durch Feder und Nuth mitgenommen wird. Selbstverständlich könnte für die Maschine ein besonderer Re-
gulator. construirt und die Daumenhülse auf die Verlängerung., der Regulatorspindel aufgesetzt , werden. .Dadurch würden die Stirnräder in Wegfällikonamen-; die konischen Räder müfsten dann von gleicher Gröfse sein. Die Daumenhülse q steht, durch den Hebel V, Fig. ι und 5, .die Gelenkstange T1 und den Hebel r.2 mit der Hülse I des Regulators derart in Verbindung, dafs sie : an der Bewegung derselben theilnimmt, .:Der Heb.flrt ist:.mit einem Oelkatarakt rs, Fig. 1, verbunden. Durch die Verlängerung··, eines seiner Gabelenden giebt er auf einer Scala r4 ' den Expansionsgrad an. Die Daumenhülse q, Fig. ι und 6, ist so construirt, dafs der Anfang des Daumens auf der Mantelfläche durch. eine senkrechte, abgeschrägte, dagegen das Ende, desselben durch eine schraubenförmige schärf zurückspringende Kante begrenzt ist. ,Daraus folgt, dafs, je tiefer die Daumenhülse, d. h. je ,.höher der Regulator steht, um so früher die Zuströmung des Dampfes abgeschnitten wird und umgekehrt. Die Hülse g ist in Beziehung auf ,die ,Kolbenstellung des kleinen Dampfcylinders ; derart auf die Welle 0 aufgesteckt, dafs die. Scheibe; f4 schon geöffnet hat,- ehe. der kleine JDampfkolben seine abwärtsgehende Bewegung anfängt. ■
. Um die Ingangsetzung der Maschine zu erleichtern, bringt der Erfinder ein Ventil x, Fig. 3, an,; durch: welches man Dampf direct in den Kanal α und folglich in den grofsety Cylinder bei derjenigen Stellung einströmen: lassen kann, bei welcher letzterer gewöhnlich nur den aus dem kleinen Cylinder entweichenden Dampf erhalten würde.
Der ganze, Apparat Her Darnpfvertheilung liegt in der= Eigene, der beiden Cylinderaxen. Der Kolbenschieber wird durch ein gewöhnliches Excenter g, Fig. 1, bewegt. \v (Y,

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der vorsteHeiide; einfach 'wirkende ;'$Vpolf'sehe Dampfmotor mit Vollkommener Exj^nsion. und an demselben: ■:Z-'.'Yv .'.YY ". '■■ ■'Ά ' ■'"■"■".Y ..',..
    a) Das oben beschriebene und durch die Zeichnung dargestellte, aus einem besonderen Stück hergestellte Schiebergehäuse,, welches auf seiner, äufseren Mantelfläche,konisch abgedreht und in eine. zwischen den beiden Cylindern befindliche Ausbohrung öjiigetrieben ist. ... ■ .■'■' , . ··*..- ; , γ ' '"'''Y ',''*■
    b) Die oben beschriebene und durch die Zeichnung dargestellte, in Fig.- 3,ersichtliche,Anordnung der - Dampf-Eiri- Und Ausströmungsöffnungen iri der Wandung des Schiebergehäuses. . ■;·■■. ' Y :l ,,
    c) Die besondere Anordnung der Liderurigsringe für Kolbenschieber, im wesentlichen wie oben beschrieben und dargestellt. r:;r
    d) Die oben beschriebene und dargestellte Expansionsvorrichtung, welche aus zwei, aufeinanderliegenden Scheiben besteht, wovon die ^ine fest, die andere beweglich: ist.
    e) Der oben beschriebene und durch die Zeichnung dargestellte besondere Mechanismus zHr "Üebertragung der Wirkung des Regulators auf die bewegliche Expansionsplatte.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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