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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-1 851 3. LEOPOLD KASPAR IN GROSZ-SENITZ (MÄHREN).
Maschine zum Schälen und Polieren von Körnerfrüchten.
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genau geregelt werden kann.
Die Zeichnung stellt die neue Maschine in Fig. 1 im lotrechten Schnitte nach der
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trichter 3. dem das Gut ununterbrochen zuläuft, der dasselbe aber nur in einer von vorneherein einstelblaren Menge zeitweise in die Schälmaschine gelangen lässt. Der Ablauf, das heisst das Auswerfen des geschälten Gutes erfolgt durch die Klappe 4 mit anschliessender Gosse, welche nach der für den Schälprozess bestimmten, vorher eingestellten Zeitdauer
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Vpntilutor, indem sie durch die Öffnung 5 Luft aufsaugt und dieselbe durch den Kanal 6 hinausdrückt, wobei der Luftstrom den Staub, die Kleie und abgeschälten Hülsen mitreisst ; ein Sieb 39 verhindert dabei das Mitreissen von Körnern.
Hinsichtlich dieser Teile ist die Maschine den üblichen Schälmaschinen im allgemeinen ähnlich.
Die Steuerung der verschiedenen Ein- und Auslassorgane erfolgt nun mittelst nachstehender Einrichtung : Der Einlasstrichter 3 besitzt zwei, vorzugsweise trichtorartige Böden 7 und 8, deren Durchlassöffnungen durch unter ihnen schwingbar angeordnete drehschieber 9 und 10 ah- geschlossen und freigegeben werden können. In dem als Messraum dienenden Raum 11
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@ aussen verstellbar und zweckdienlich mit einer Skala ausgestattet, welche den der jeweiligen
Klappenstellung entsprechenden Fassungsraum des Trichters anzeigt.
Durch das abwechselnde
Betätigen der Schieber 9 und 10 wird abwechselnd der Trichter 3 gefüllt und entleert und infolge dieser'Einrichtung kann die Maschine unmittelbar aus dem Getreidespeicher (Silo) gespeist werden.
Die Bewegung der Schieber 9 und 10 sowie der Auslassklappe 4 erfolgt von einer seitlichamMaschinengehäuse1parallelzurTrommelwelle13gelagertenSteuerwelle14, welche zeitweise in Umdrehung versetzt wird.
Von der Trommelwelle 13 wird durch Übersetzung eine Wolle 15 bewegt, die einer- seits ihre Bewegung auf ein Schneckenvorgelege 16-17, andererseits auf ein Zahrad 18 ) überträgt. Das mit einem kleinen Trieb 35 verbundene Zahnrad 18 ist in einem zwei-
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armigen Balancierhebel 19 gelagert, der um die Welle 15 schwingt und dessen freies Ende einen unter Federwirkung 20 stehenden Schleifarm 21 trägt, dessen oberes geschärftes Ende in die Gänge einer Schrauben spindel 22 eingroift, die ihren Antrieb vom Schneckenvorgelege 16-17 erhält.
Unter dem Triebling 35 ist ein zweites Zahnrad 2@ gelagert, das auf etwa drei Viertel des Umfanges zentrisch und über den restlichen Teil desselben nach einer ansteigenden Spirale geformt ist. Auf der Welle 14 dieses Unrundrades 23 sitzen drei Kxzcnterscheiben 25, 26 und 27, die mit drei Fühlhebeln 28, 29 und 30 zusammenarbeiten.
Von den freien Enden dieser schwingbaren zweiarllligen Fühlhebel fuhren Zugorgane
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mit dem oberen Einlassschieber 9, der durch eine Zugfeder 34 selbsttätig geöffnet bezw. offen gehalten wird, verbunden ; vom Hebel 29 führt ein Zugorgan 32 zum unteren Einlass- 'schieber 10, der für gewöhnlich dauernd geschlossen gehalten wird, was eventuell durch dieselbe Feder 34 erfolgen kann ; Hebel 30 endlich ist durch ein Zugorgan B3 mit der durch Eigengewicht selbstschliessenden Auslassklappe 4 auf folgende Weise verbunden :
Die
Klappe 4 trägt eine Klinke 40, die sich bei geschlossener Klappe 4 mit einem Zahn 41
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einer Arm mit dem Zugorgan 33 verbunden ist, während der andere mit einem Zapfen 44 gegen die Spreizfeder 42 drücken kann ; ein Stift 45 dient als Begrenzung für das Ausschwingen des Winkelhebels 43 und als Mitnehmer für die Klinke 40, wie dies später beschrieben wird.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung gestaltet sich nun wie folgt : Es ist angenommen, die Maschine sei beschickt und vollführt nun die Scbätarbeit ; bicbei nehmen die Teile der Steuerung die in Fig. 5 gezeichnete gegenseitige Lage ein. So lange das geschärfte Ende des Schleifarmes 21 in die Schraubengänge 22 eingreift, bleibt der Balancier J9 in solcher Lage, dass der Triebling 35 ausser Eingriff des Rades 23 steht, also leer umläuft.
Durch die fortgestzte Drohung der Schrnubenspindol 22 wird aber der Schleifarm 21 unter Anspannung seiner Feder 20 immer mehr verschwenkt, bis er schliesslich am Ende der Schraube 22 ausser Eingriff tritt ; nun verliert der durch das in ihm gelagerte Getriebe 18, 35 einseitig belastete Balancier 19 seine Unterstützung, das einseitig verteilte Gewicht kommt
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dem Unrundrade 23 tritt, welches nun samt seiner Welle 14 gedreht wird.
Hiebei gelangt zunächst die Exzenterscheibe 27 zur Wirkung, welche durch das Zugorgan 33 zunächst auf den Winkelhebe ! 43 einen Zug ausübt und diesen soweit verschwenkt, dass sein Zapfen 44 die Spreizfeder 42 ausser Eingriff der Klinke 40 drückt ; gleichzeitig hat sich der Winkelhebel 43 auf den Stift 45 aufgelegt, so dass bei fortgesetztem Zug am zugorgan die Klinke 40 nach abwärts gezogen und dadurch die Klappe 4 für kurze Zeit öffnet, so dass das geschähe Gut herausgeschleudert wird.
Verlässt die Scheibe 27 nun wieder ihren Hebel 30, so schliesst die Klappe 4 durch Eigengewicht, wobei sie die Klinke 40 hebt ; dabei gibt der Zapfen 44 die Feder 42 wieder
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schieber 9 schliesst. Ist dieser Schieber 9 geschlossen und auch die Auslassklappe 4 wieder zugefallen, so tritt erst die dritte Exzenterscheibe 26 in Tätigkeit, die nun den unteren Schieber 10 öffnet, so dass das im Trichter 3 enthaltene, zugemessene Schälgut in die Maschine
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Schliessen frei und erst, wenn dies erfolgt ist, verlässt auch die Scheibe 25 ihren Fühlhebel 28, so dass nun der obere Schieber 10 sich unter der Wirkung seiner Feder 34 wieder öffnen und der Trichter 3 neuerlich sich füllen kann.
Mittlerweile hat sich aber das Zahnrad 23 so weit verdreht, dass seine spiralförmig ansteigende Umnäche nunmohr mit dem Trieh 35 in Eingriff steht ; die Folge davon ist, dass der Trieb 35 ansteigt, das den Schloifhehel 21 tragende Ende des Balanciers 19 aber gesenkt wird. Gegen Ende dieser Bewegung gleitet der Schleifhebel 21 von der Schraube 22 ab und wird durch seine Feder 20 soweit ausgescbwungen, bis er gegen einen unter der Spindel 22 angeordneten verstellbaren Anschlag 24 anstösst. Mittlerweile verliert aber der Trieb 35 seinen Eingriff mit dem Unrundrad 23, durch dessen Stufe das den Trieb 35 tragende Ende des Balanciers 19 sich wieder etwas senkt, aber nur so weit, bis der Schleifhebel 21 wieder in die Gänge der Schraubenspindel 22 eingreift.
Da somit das Zahnrad 23 ausser
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bis der Srhleifhebel 21 wieder die Spindel 22 verlässt, worauf sich das beschriebene Spiel von neuem wi Otinrho ! L
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Durch Verstellen des Anschlages 24 kann die vom Schleifhebel 21 zu durchlaufende Spindellänge und damit die Dauer des Schälprozesses genauestens eingestellt werden.
Damit nun der Eingriff zwischen Trieb 35 und Unrundrad 23 sofort beim Herab- senken des letzteren gesichert werde, ist nachstehende Einrichtung getroffen :
Der Balancierhebel 19 trägt einen Kupplungshaken 36, der beim Herabsenken des Balanciers unter einer federnden Sperrnase 37 einfällt und dadurch den Balancier kuppelt ; kurz bevor der Trieb 35 an der Spiralfläche des Unrundrades 23 auzusteigen beginnt, wird durch eine an letzterem angeordnete ansteigende Druckflasche 88 die federnde Nase 37 zurückgedrückt und dadurch die Kupplung, die somit während etwa dreiviertel Unrdrehung des Rades 23 eingerückt war, wieder gelöst, so dass nun der Balancier wieder rückbewegt werden kann..
Die Maschine arbeitet somit ohne jedwede Bedienung vollkommen selbsttätig und es braucht nur zu Beginn des Fruchtschälens die Menge der Beschüttung und die Zeitdauer des Schälprozesses durch Einstellen der Klappe J2 und des Anschlages 34 geregelt zu werden.
Die Maschine eignet sich zum Schälen aller Arten von Getreide, Hülsenfrüchte und ähnlichen Samenprodukten (Klee u. dgl.), sowie auch zur Herstellung von Graupen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Schälen und Polieren von Getreide und sonstigen Körnerfrüchte,
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