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PATENTSCHRIFT 16716.
THEOPHIL PRZEMYSLAV FELICIAN WLADISLAWOWIZ SVIONTETZKI IN KIEW (RUSSLAND).
Selbsttätige Flü8sigkeitswage.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine selbsttätige ; mit Zähler ausgestattete Balkonwage für Flüssigkeiten u. dgl., mit zwei abwechselnd zur Wirkung kommenden Füllschalen, welche Wage sich von den bekannten Wagen dieser Art durch die eigenartige Zusammensetzung und zweckmässige Anordnung des beweglichen Ausgloichungsgewichtes, sowie auch dadurch unterscheidet, dass in Verbindung mit Puffervorrichtungen zur Dämpfung
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Endstellungen auch eine Fangvorrichtung angewandt wird, welche das Laufgewicht immer genau in der vorher bestimmten Endstellung festlegt.
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heiderseitig geschlossenen, parallel zur Balkenachse angeordneten Rohre derart untergebracht ist, dass es sich frei von einem Ende desselben bis zum anderen bewegen kann.
Dieses
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nehmendem Neigungswinkel des Rohres nach dessen Mitte bin verbreitet, so dass die einmal eingeleitete Bewegung des Wagebalkens von der einen Endstellung in die andere ohne
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vor sich geht.
Eine solche selbsttätige Flüssigkeitswage ist in der beigegebenen Zeichnung zur
Darstellung gebracht, u. zw. zeigt :
Fig. 1 die Vorderansicht der Wage bei nach rechts geneigtem Wagebalken,
Fig. 2 ist eine Stirnansicht der Fig. 1,
Fig. 3 zeigt die Wage von oben gesehen bei horizontaler Lage des Wagebalkens, Fig. 4 veranschaulicht das Laufgewicht im Schnitt.
Fig. 5 und G sind zwei Ansichten des Laufgewichtes.
Fig. 7 stellt den Ilebelmechanismus der Wage dar, welcher das Festlegen resp.
Freigeben des Laufgewichtes bewerkstelligt und den Flüssigkeitsverteilungs-Mechanismus (Speisevorrichtung) sowie den Zähler betätigt.
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j hängen dieser Gefässe geschieht in üblicher Weise mittelst eventuell verstellbarer Lager an den oberen Enden der Tragarme p p', p'' p'''. Die zentralen Bodenöffnungen der
Füllschalen worden durch Kegelventile E, E'abgeschlossen, welche selbsttätig von ihren
Sitzen durch die einstellbaren Ausschläge o resp. o'abgehoben werden, sobald die ent- sprechend Füllschale sich senkt.
Der Weg der letzteren resp. der Ausschlag des Wage- -) balkens wird durch Stützbolzen (Fig. 3) beschränkt, welche zu je zwei symmetrisch neben
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en nMcMagon o, o'eventuoll auch voratellbar, angeordnet sind, Die Regulierung der ilöhenlage der Anschläge und Stützbolzen kann z. D. mittelst auf denselben verschraubbaren buttera geschehen.
An den inneren Seiten der Balken A, A' sind gerade Schienen i, i' angebracht, auf
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Wagebalkens zum anderen rollen kann. Ein Rohr q, welches längs der Mittellinie des Wagebalkens A, A'und parallel zu den Schienen ".'angeordnet ist, geht frei durch Öffnungen des kastenartigen Rumpfes des Wagens resp. Laufgewichtes F hindurch, ist an den geschlossenen Enden starr mit den Versteifungsbolzen 1. und h'verbunden und enthält ein gewisses Quantum einer leicht beweglichen und dabei möglichst schweren Substanz, z. B.
Quecksilber. Die innerhalb des erwähnten kastenartigen Rumpfes angeordnete, das Rohr q umgehende Spiralfeder Y (Fig. 4) ist bestrebt, beide frei auf demselben Rohre sitzenden, geflanschten Muffen r und r'an die Seitenwände s und s des Rumpfes zu drücken und dient als Stossdämpfer (Puffer) beim Ankommen des Laufgewichtes F in den Endstellungen. Auf beiden mit Gewinde versehenen Enden des Rohres q sind verstellbare Arschläge t und t, bestehend aus je einer Mutter mit Gegenmutter angeordnet, auf welche die entsprechende Muffe r resp. t''trifft, bevor das Laufgewicht F die nötige Endstellung erreicht hat.
Zur Festlegung des Laufgewichtes in den Endstellungen dienen ferner die Greifer U und C', welche in den am Wagen F schwingend gelagerten Hülsen w und Mo'verstellbar befestigt sind und an den vorderen Enden entsprechend abgerundete Nasen resp. Haken 11 und u'
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greifen. Wenn das Laufgewicht F z.
B. dem rechten Wagebalkenende (Fig. 1) zurollt, so trifft die Muffe r auf den Anschlag t, die ohnehin gespannte Feder Y wird durch den Anprall noch mehr, u. zw. so stark zusammengedrückt (Fig. 4), dass die Nase des Greifers lJ', hinter der Stange v herabfallend, den durch die Elastizität der deformierten Feder Y bedingten Rückgang des Laufgewichtes beschränkt, so dass letzteres in einer genau bestimmten Stellung auf dem Wagebalken festgelegt wird (Fig. 1). Das Freigeben des Laufgewichtes geschieht zu einem bestimmten Moment durch Drehung der Stange v resp. v', wobei der Greifer U resp. U'durch die Nase x resp. x' (Fig. 4) der entsprechenden Stange genügend gehoben wird.
Das Drehen der Stangen !'und v'wird mittelst der Hebelarme a resp. a'bewerkstelligt, welche mit den am Balken A drehbar angeordneten doppelarmigen Hebeln b resp. b'gelenkig verbunden sind, welch letztere durch die um fixe Punkte des Ständers B schwingenden Zugstangen d resp. d'um ihre Achsen 3 resp. 8 (siehe Fig. 7) gedreht werden, sobald der Wagebalken in Bewegung kommt. Die inneren freien Enden der Hebel bund b'sind mitte1st Stangen c resp. c'mit den Enden des auf der Achse 1 (Fig. 1, 2,3 resp. 19) (Fig. 7) festsitzenden Hebels e verbunden, dessen dritter Arm e'in einen Schlitz 13 des einfachen, um einen fixen Punkt schwingenden Hebels f greift, welcher mittelst Zugstange 9 den Zähler Z betätigt.
Die Achse 19 (Fig. 7) hat das eine Lager in dem vorderen Ständer B der Wage und das andere in dem Quer- stück n (Fig. 2), welches die mit dem hinteren Ständer B'verschraubten Arme m und m' vereinigt. Auf dieser Achse ist hinter dem Ständer B ein offener Behälter G befestigt, in welchen die abzuwägende Flüssigkeit durch das Zulaufrohr P gelangt, um längs des mit dem Behälter ein Ganzes bildenden Rohres G'und über einen der zwei Überläufe y resp. y'desselben in eines der Gefässe D resp. D'zu fliessen.
Die beschriebene selbsttätige Balkenwage für Flüssigkeiten arbeitet folgenderweise :
Bei der in Fig. 1 gezeichneten Stellung des Wagebalkens fliesst die schon abgewogene
Flüssigkeit aus dem Behälter D'. Gleichzeitig gelangt frische Flüssigkeit in den hochge- zogenen Behälter D, da ja die Speise- resp. Zuleitungsvorrichtung G G', y y' infolge Wirkung des Hebelwerkes (Fig. 7) nach links geneigt ist.
Sobald die sich im Behälter D allmählich ansammelnde Flüssigkeit ein bestimmtes Gewicht erreicht hat, kommt der Wagebalken in
Bewegung, dessen rechtes Ende wird gehoben, wobei das Quecksilber oder dgl. im Rohre q aus dem rechten Endteile nach der Mitte hin hiesst. Als direkte Folge tritt eine Beschleunigung der eingeleiteten Bewegung des Wagebalkens ein, welche die Verbreitung des Quecksilber- quantums im Rohr q beschleunigt, so dass die wagerechte Lage des Wagebalkens schnell erreicht und überschritten wird, denn die zweite Hälfte der Schwingung vollzieht sich sofort und noch viel schneller, weil das in Bewegung gebrachte Quecksilber schnell dem linken Ende des Rohres q zufliesst und mit dem Gewicht des vollen Behälters in gleichem
Sinne wirkt.
In dem Moment, wo der Wagebalken die wagerechte Gleichgewichtslage erreicht hat, ist die Nase 'des Greifers U'von dem Fäustchen x'der in Drehung ver- setzten Stange v'schon soweit gehoben, dass das Laufgewicht F ungehindert seinen Weg nach dem linken Wagebalkenende beginnen ka11, n. Diese Bewegung wird durch die Reaktion der gespannten Feder Y sofort eingeleitet und geht dann zunehmend mit beständig anwachsender Schnelligkeit vor sich. In der linken Endstellung durch den Greifer C.
M fest-
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gelegt, hält das Gewicht F, q den Behälter D1 solange hoch, bis das Gewicht der sich in letzterem ansammelnden Flüssigkeit (die Speisevorrichtung G, G'1/, 11'ist jetzt nach rechts geneigt) so gross geworden, dass es das Gewicht des inzwischen geleerten Behälters D und des Ausgleichnungsgewichtes F, q überwindend, eine Schwingung des Wagebalkens nach rechts einzuleiten imstande ist, worauf sich dann die oben geschilderten Vorgänge wiederholen und das Laufgewicht schnell die frühere Endstellung (rechts) auf dem Wage-
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um eine'Nummer vergrössert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Flüssigkeitswage mit einem Laufgewichte, zwei abwechselnd zur Wirkung kommenden Füllschalen und einem parallel zur Längsachse des Wagebalkens angeordneten und teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllten Rohre (g), dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (q) frei durch das Laufgewicht (F) hindurchgeht und verstellbare Anschläge (t t') für das Laufgewicht trägt, welche Anschläge den Stoss einer mit dem Laufgewichte bewegten Puffervorrichtung (Y, r r') auffangen, deren beständig gespannte, gegen verschiebbare Anschlaghülson (r rg drückende Feder (Y) diesen Stoss schwächt.