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Brenner für Ölfeuerungen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Brenner für Ölfeuerungen, bei welchem der flüssige Brennstoff mittels Dampf, vorzugsweise Wasserdampf zerstäubt wird, wobei der Brennerkopf mit getrennten Zuleitungen für den Brennstoff sowie den Zerstäubungsdampf versehen ist und die Regelung des Ölzuflusses durch ein Nadelventil erfolgt. Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht nun darin, dass der Ventilsitz in einem, vorzugsweise als Hohlspindel ausgebildeten, drehbaren Körper angeordnet ist, der nach Art eines Drehschiebers den Dampfeintritt überwacht.
Dadurch ergibt sich trotz gedrängter Bauart des Brenners eine einwandfreie und genaue Einstellung der jeweils erwünschten Brennstoff-und Dampfmenge, wozu noch der Vorteil einer verhältnismässig einfachen Herstellung sowie einer bequemen Zusammensetzbarkeit und Zerlegbarkeit insbesondere für Reinigung und Reparatur kommt. Ausserdem bietet diese Ausgestaltung in einfacher Weise die Möglichkeit, gemäss weiterer Merkmale der Erfindung zwischen der in der Hohlspindel verschraubbaren Nadel- stangc und der Hohlspindel bzw. zwischen dieser und dem feststehenden Brennergehäuse, z.
B. durch einstellbare Anschläge gebildete Mittel vorzusehen, welche für bestimmte Eröffnungen der Ölzufuhr, vorzugsweise für Gross-und Klein-
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und damit jeweils die Verbrennung mit bestem Wirkungsgrad sicherstellen.
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tührungsbdspiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Brenner und Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie lI-lI der Fig. 1.
In der Zeichnung ist mit 1 der Brennerkörper (Brennerkopf) bezeichnet, der z. B. am Ende eines Flammrohres 2 unter Vermittlung einer mit regelbaren Durchbrechungen versehenen Haltescheibe 4 einstellbar befestigt ist.
Aus einem nicht dargestellten, vorzugsweise vom Brenner selbst geheizten Dampfkessel strömt der Zerstäubungsdampf zum Anschluss 19 am Brennerkörper 1. Der flüssige Brennstoff (Öl) wird dem Brenner über den Anschluss. 23 zugeführt.
Die Verbindung zwischen dem Anschluss 19 der Brennstoffleitung und der zur Zerstäuber-
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Nadelstange 34 bei 35 mit einem im Brennerkörper 1 gelagerten, vorzugsweise als Hohlspindel 36 ausgebildeten Drehkörper verschraubt ist. Am hinteren Ende der Nadelstange 34 ist das vorzugsweise topfartig gestaltete Handrad 37 befestigt. Durch Verdrehen des Handrades ist es möglich, unter Vermittlung der Schraube 35, die Nadelstange 34 gegenüber dem Drehkörper 36 axial zu verschieben und so das Ventil 33 mehr oder minder weit zu öffnen.
Nahe dem vorderen, die Brennstoffbohrung 32 aufweisenden Ende des Drehkörpers (Hohlspindel) 36 wirkt derselbe mit der Mündung des Anschlusses 19 der Dampfzuleitung nach Art eines Drehschiebers zusammen, u. zw. derart, dass je nach Verdrehung der Hohlspindel 36 der Durchtritt für den Dampf aus dem Anschluss 19 zum Düsenspalt 40 mehr oder minder freigegeben wird. Zu diesem Zwecke ist die Hohlspindel bei 41 mit einer uber eine bestimmte Strecke des Umfanges verlaufenden Ausnehmung ausgestattet.
Der Brennerkopf ist nun erfindungsgemäss so ausgerüstet, dass sich für zwei bestimmte
Stellungen, u. zw. für die Gross-und die Kleinstellung, das günstigste Mengenverhältnis zwischen
Brennstoff und Zerstäubungsdampf ergibt. Zu diesem Zwecke trägt die Hohlspindel 36 an ihrem hinteren Ende einen Anschlagkörper, z. B. einen Anschlagklemmring 42, der mit zwei Lappen 43, 44 versehen ist, in welchen
Stellschrauben 45 bzw. 46 sitzen, die mit einem feststehenden, vorzugsweise ebenfalls durch eine
Schraube 47 gebildeten Anschlag am Brenner- körper 1 bzw. an der Brille 48 der die Nadelspindel abdichtenden Stopfbüchse 49 zusammen- wirken. Der Lappen 44 ist bei 44 a so weit verlängert, dass er in den Bewegungsbereich der in einem Umfangsschlitz 50 des Handrades 37 verstellbaren und fixierbaren Mitnehmer 51, 52 ragt.
Die eben beschriebenen Anschläge und Mitnehmer ergeben folgende Wirkung :
Wird das Nadelventil durch Drehung des
Handrades 37 (Pfeil p in Fig. 2) aus seiner in der Zeichnung dargestellten Mittellage in seine weiteste Eröffnuugslage (Grossstellung) bewegt, so wird knapp vor Ende der Einstellbewegung der Mitnehmer 51 gegen den Anschlag 44 a stossen und bei der weiteren Drehung des Hand-
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rades, unter Vermittlung des Anschlagkörpers 42, die Hohlspindel mitnehmen, u. zw. so lange, bis die Stellschraube 45 gegen den festen Anschlag 47 stösst. Durch diese Mitbewegung der Hohlspindel 36 wird eine entsprechende Ver- änderung des Dampfquerschnittes herbeigeführt, so dass also bei der durch die Stellschraube 45 festgelegten Grossstellung des Brenners eine bestimmte Zerstäubungsdampfmenge eingestellt ist.
Wird hingegen das Handrad 37, zur Erzielung der Kleinstellung des Brenners, entgegen dem Sinne des Pfeiles p gedreht, so wirkt dann gegen Ende der Verdrehung der Mitnehmer 52 mit dem Anschlag 44 a zusammen, wodurch die Hohlspindel im Sinne einer entsprechenden Verkleinerung des Dampfquerschnittes zurückbewegt'wird. Die endgültige Kleinstellung wird durch die Stellschraube 46 im Zusammenwirken mit dem festen Anschlag 47 bestimmt.
Die Stellschrauben 45, 46 ermöglichen es ausserdem, die Zerstäubungsdampfmenge so zu verändern, dass sich in beiden Stellungen die günstigsten Zerstäubungsverhältnisse ergeben.
Der das Handrad 37 tragende Zwischenkörper 53 ist zur eventuellen Befestigung eines gewichtsbelasteten Hebels ausgestattet (in der Zeichnung nicht dargestellt), welcher unter dem Einfluss einer automatischen Regeleinrichtung steht, so dass sich in Abhängigkeit von der Temperatur der Anlage ein vollkommen selbst- tätiger Betrieb der Feuerung erzielen lässt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brenner für Ölfeuerungen, bei welchem der flüssige Brennstoff mittels Dampf, vorzugs- weise Wasserdampf zerstäubt wird, wobei der
Brennerkopf mit getrennten Zuleitungen für den
Brennstoff und den Zerstäubungsdampf versehen ist, und die Regelung des Ölzuflusses durch ein
Nadelventil erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz für das Nadelventil (33) in einem vorzugsweise als Hohlspindel ausgebildeten im Brennerkopf (1) drehbar gelagerten Körper (36) angeordnet ist, der nach Art eines Drehschiebers den Dampfeintritt überwacht.
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