AT166932B - Verfahren zur Herstellung eines Putz- und Poliermittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Putz- und Poliermittels

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AT166932B
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  Verfahren zur Herstellung eines   Putz-und Poliermittels   
Die bisher bekanntgewordenen flüssigen Putzund Poliermittel mit einer wässrigen Phase als Dispersionsnüttel für den mineralischen Anteil leiden alle unter dem Übelstande, dass nach kurzer Zeit die schwereren Bestandteile (z. B. Schlämmkreide, Kieselgur, Bolus, Quarz, Bimsstein usw.) zu Boden sinken. 



   Man hat mit wenig Erfolg versucht, diesen Nachteil durch Angleichung der Dichte der beiden Phasen und durch Kornverfeinerung der mineralischen Anteile zu beheben. Weiters hat man vorgeschlagen, die Viskosität der inneren Phase zu erhöhen. Aber alle diese Ausführungsformen sind mehr oder weniger nutzlos geblieben, verursachten Kosten oder verschlechterten die Putzwirkung. Über diese Schwierigkeiten berichtet z. B. die Seifensieder-Zeitung 1932, S. 34, und
1939, S. 592. 



   Es ist ferner bekannt, dass ein Absetzen der suspendierten Teilchen durch Schutzkolloide erschwert wird. Als solche Schutzkolloide dienen beispielsweise Alkali-und Ammoniumseifen der verschiedensten Fettsäuren, Tyloseschleim und Betonit. Erfahrungsgemäss ergeben jedoch auch diese Mittel kein homogen bleibendes Produkt und müssen vor dem Gebrauch geschüttelt werden. 



   Die schweiz. Patentschrift Nr. 163014 beschreibt als Emulgiermittel von Wachs in Wasser und Benzin eine Na-Seife der Harzsäuren des
Kolophoniums. 



   Die brit. Patentschrift Nr. 18891 A. D. 1894 beschreibt Reinigungsmittel mit Ammoniumseifen von Ölen, Fetten,   Fettsäuren.   Harzen oder deren Mischungen im Verein mit geeigneten
Polierpulvern. Nach dieser Patentschrift werden die genannten Ammoniumseifen durch Umsetzung von Ammoniumsalzen (z. B. Ammoniumsulfat) mit Alkalihydroxyd oder Alkalikarbonat und
Fettsäuren enthaltenden Materialien hergestellt. 



   Bei dieser Umsetzung bildet sich neben der ge- wünschten Ammoniumseife aus dem Ammonium- salz das entsprechende Alkalisalz (z. B. Natrium- oder Kaliumsulfat) und verbleibt als Verun- reinigung in dem erzielten Reinigungsmittel zurück. 



   Die amerik. Patentschrift Nr. 2, 085, 152 be- schreibt ein Verfahren zur Herstellung von Alkali- oder Ammoniumabietaten durch Umsetzung von äquivalenten Mengen an Alkalihydroxyden, Alkali- karbonaten oder Ammoniak, allein oder im Gemisch, mit in organischen Lösungsmitteln gelösten Harzen oder Abietinsäure. 



   Sowohl eine durch wasserlösliche Salze verunreinigte   Ammoniumharzsäureseife   als auch eine reine, neutrale Ammoniumharzsäureseife sind zur Herstellung eines nicht sedimentierenden Putz-oder Poliermittels ungeeignet, da schon nach kurzer Zeit Entmischung eintritt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man stabile Suspensionen von Lösungen der Harzsäureseifen mit Putz-und Polierpulvern dann erhält, wenn man fremde Elektrolyte fernhält und zur Verseifung des Harzes oder der Abietinsäure 20 bis 100 Gew.-% der Harz-bzw. Abietinsäuremenge an Ammoniak verwendet. Nach der Theorie sind dagegen nur   5-632g   Ammoniak zur Verseifung von   100     Abietinsäure   nötig. Für Kolophonium liegen die theoretischen Äquivalente an Ammoniak je nach der Verseifungszahl noch entsprechend niedriger ; z. B. benötigen 100 handelsübliches
Kolophonium mit der Säurezahl 165-7 und der Verseifungszahl   170. 4 : 5. 17 g Ammoniak.   



   Durch den richtig gewählten Überschuss an Ammoniak kann man   Harzsäureammoniumseifen   erhalten, deren Beschaffenheit an Eiweiss-oder Paragummilösung erinnert. Diese kolloiden
Lösungen sind gegen Elektrolyte hochempfindlich ; es genügen Spuren von ihnen, um aus der fadenziehenden, das Absetzen der festen Teilchen verhindernden äusseren Phase eine normal viskose
Lösung der Ammoniumseife zu bilden oder sogar ein Stocken des Hydrolsols hervorzurufen. Die
Suspension bricht ebenfalls und wird dadurch unbrauchbar, wenn der Ammoniakgehalt die oben angegebenen Grenzen über-oder unter- schreitet. Auch pflanzliche oder tierische oder mineralische Fette oder fettartige Verun- reinigungen zerstören das kolloiddisperse Gefüge. 



   Beispiel :
10   Gew.-Teile   Neuburger Kiesclkreide,
10 Gew.-Teile Bimssteinpulver und 5   Gew.-Teile  
Quarzpulver werden innig gemischt. Unabhängig davon wird eine wässrige Lösung von abietin- saurem Ammonium durch Lösung von 2 Gew.-
Teilen Abietinsäure in 68 Gew.-Teile, fast kochend heissem, verdünntem Salmiakgeist (1 gewichtsprozentig, Dichte bei 15 C :   0996,   

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 d. i. das Sechsfache der Theorie) hergestellt. Nach dem Abkühlen der ammoniakalischen Lösung wird das oben beschriebene Pulvergemenge unter   Rühren   eingetragen. Nach guter Homogenisierung fügt man noch 4 Gew.-Teile 96volumsprozentigen denaturierten Spiritus zu und erhält eine sahnige, beständige Emulsion. 



   Die entsprechenden Na-und K-Salze der Harzsäuren und der Abietinsäure sind für den geschilderten Verwendungszweck nicht geeignet, da ihre analoge Herstellung keine ebensolchen kolloidalen Lösungen mit Waben-oder Mycelstruktur ergibt. PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines Putz-und Poliermittels unter Verwendung von Ammoniumharzseife als Schutzkolloid und der üblichen wasserunlöslichen Polierpulver, dadurch gekennzeichnet, dass Kolophonium im Gemisch mit den üblichen Polierpulvern mit 20-100 Gew.-% gasförmigem oder in wässriger Lösung befindlichem Ammoniak heiss oder kalt verseift wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Kolophonium Abietinsäure verwendet wird.
AT166932D 1947-07-10 1947-07-10 Verfahren zur Herstellung eines Putz- und Poliermittels AT166932B (de)

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