DE561495C - Emulgierungsgemische - Google Patents

Emulgierungsgemische

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DE561495C
DE561495C DEB137986D DEB0137986D DE561495C DE 561495 C DE561495 C DE 561495C DE B137986 D DEB137986 D DE B137986D DE B0137986 D DEB0137986 D DE B0137986D DE 561495 C DE561495 C DE 561495C
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sulfuric acid
water
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emulsification
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Expired
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DEB137986D
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Dr Heinrich Bertsch
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H Th Boehme A G
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H Th Boehme A G
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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Emulgierungsgemische Es ist bekannt, daß man Öle und Fette und ähnliche wasserunlösliche Körper in wässerige Emulsion bringen kann durch Vermittlung von Seifenlösungen bzw. durch Vermittlung von Türkischrotölen oder auch, indem man die Körper mit oberflächenaktiven aromatischen Sulfonsäuren, wie Propylnaphthalinsulfonsäure, mischt. Die so hergestellten Emulsionen zeigen nun aber eine recht geringe Stabilität. Sei es, daß, sie verhältnismäßig stark elektrolytempfindlich sind, z. B. bei Verwendung von Seifenlösungen als Emulgierungsmittel, sei es, daß sie infolge ihrer geringen Viskosität nicht in der Lage sind, die dispergierten Teilchen genügend in der Flüssigkeit zerteilt zu erhalten. Man hat dem ersteren Übelstand dadurch abzuhelfen versucht, daß man elektrolytunempfindliche Dispersionsmittel, wie sich solche in den aromatischen Sulfonsäuren darboten, verwendete. Dem zweiten Übelstand der geringeren Viskosität versuchte man zu begegnen, indem man Eiweißprodukte oder Leimstoffe vom Typus der Gelatine zu den Emulsionen zusetzte und sie auf diese Weise stabiler gestaltete. Man ist schließlich so weit gegangen, getrocknete und gemahlene Eiweißkörper u. dgl. mit dem gemahlenen Natriumsalz einer aromatischen Sulfonsäure zu vermischen, und hat solche und ähnliche Mischungen als Emulgierungsmittel in den Handel gebracht. Diese Emulgiermittel haben nun den einen Nachteil, daß sie speziell bei der Verwendung zum Emulgieren von Öl für textilistische Zwecke als oft unerwünschte Komponente, eine aromatische Sulfonsäu re in das System hineinbringen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich als Emulgierungsmittel für diese Zwecke eine bestimmte Klasse von Abkömmlingen der bekannten Fettschwefelsäureester, welche durch Einwirkung von Sulfonierungsmitteln auf Fette und Öle oder deren Säuren entstehen, ganz ausgezeichnet ,eignet. Es sind dies jene Abkömmlinge der sulfonierten Fettsäuren, in welchen der Schwefelsäurerest oder. die Carboxylgruppe des Fettsäurerestes oder beide Gruppen mit Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylgruppen verbunden sind.
  • Beispielsweise haben die von Ricinolsäure abgeleiteten Verbindungen folgende Formeln: Ricinolsäure: CH3(CH2)5CHOH CH2CH =CH(CH2)7COOH, Ricinolschwefelsäureester CH3(CH2)5CHSO4HCH.CH =CH(CH2)7COOH, Monosubstituierter Ricinolschwefelsäureester: CH3(CH2)5CHS'O4RCH2CH =CH(CH2)7COOH, Disubstituierter Ricinolschwefelsäureester: CH3(CH2)5CHSO4RCH2CH =CH(CH2)7COOR. R = Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylreste. Für die praktische Herstellung haben sich drei Wege als gangbar erwiesen: i. Die nach den bekannten Methoden hergestellten Fettschwefelsäureester werden mit den gewöhnlichen Alkoholen verestert; 2. es wird zunächst aus der konzentrierten Schwefelsäure und dem Alkohol der Schwesäureester hergestellt und in diesen unter .entsprechenden Bedingungen die Fettsäure eingetragen; 3. als besonders einfach und wirtschaftlich hat es sich erwiesen, die Anlagerung der Schwefelsäure und ihre Veresterung in einer Operation durchzuführen. Man arbeitet in diesem Falle so, daß die Fettsäure in dem entsprechenden Alkohol gelöst wird und nunmehr die Schwefelsäure eingetragen wird. Die so erhaltenen Produkte sind nach dem Wäschen und Neutralisieren in Wasser annähernd klar löslich.
  • Die entsprechenden Ester der sulfonierten Fettsäuren mit hochmolekularen aliphatischen oder mit aromatischen Alkoholresten sind z. T. schwerer löslich, erweisen sich aber z. B. im Gemisch mit Lösungsvermittlern ebenfalls als gute Emulgatoren, die im Gemisch mit Schutzkolloiden, wie Eiweißkörper, Leim, Abbauprodukte solcher, alkylierte Cellulosen oder sonstige Polysacharide, Präparate darstellen, die wasserunlösliche Stoffe in überaus feine und haltbare Dispersionen überzuführen vermögen.
  • Mischt man z. B. 3o Teile einer durch Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylreste veresterten, sulfonierten Fettsäure mit 14o Teilen Leimgallerte, i ooo Teilen Mineralöle und Zoo Teilen Wasser z. B. in einer Schlagmühle oder einem. Homogenisätor, so stellt das Endprodukt eine sehr feine gleichmäßige und haltbare Mineralölemulsion in Wasser dar. Beispiel 1 In ioo Teilen Wasser löst man i,6 Teile Dimethylcellulose, fügt i Teil Natriumsalz des sauren Ricinol-n-amylestersch"vefelsäureesters zu und läßt dann in die Lösung 25 Teile Olein unter ständigem Rühren einlaufen. Es entsteht eine sehr beständige Emulsion, die bei der Verwendung als Spinnschmelze eine besonders rasche und gleichmäßige Befeuchtung und Fettung der Fasern bewirkt.
  • Beispiel 2 3o Teile Ricinolsäure-n-butylestersch- efelsäureester werden mit i 4o Teilen Leimgallerte, bestehend aus 30 g Hautleim, 9 g Essigsäure; i o i g Wasser, welche ;Mischung i Stunde auf dem Wasserbade verkocht wurde, dann i oöo Teilen Mineralöl und Zoo Teilen Wasser, zunächst mit der Hand verrührt und auf der Maschine homogenisiert. 5 g der so erhaltenen Stammemulsion werden in 1 1 Wasser gelöst. Die Lösung dient zum Avivieren anilinschwarz gefärbter Baumwollware.
  • Beispiel 3 i kg Stärke wird mit io 1 Wasser und io g Diastafor aufgeschlossen. Dann setzt man 40 1 Wasser zu und rührt 250 g Ricinolsäureisopropylestersch-#vefelsäureester, 25 g Talg, 25 g Japanwachs und 75 g Glycerin ein. Die Masse dient als Schlichte für Garne. - Beispiel q.
  • i Teil der nach Beispiele erhaltenen Stammemulsion wird mit 9 Teilen Wasser verdünnt. Man erhält eine dünnflüssige Emulsion, die sich als Bohröl eignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Als Emulgatoren für. Behandlungsflüssigkeiten der Textil-, Leder- und Metallindustrie - verwendbare Gemische, bestehend aus organischen Kolloidstoffen einerseits und Abkömmlingen der bekannten, beim Sulfonieren von Fetten und ölen oder deren Säuren entstehenden Fettschwefelsäureester andererseits, dadurch gekennzeichnet, dä.ß der. Schwefelsäurerest oder die Garboxylgruppe der Fett-_ schwefelsäureester oder beide Gruppen mit einwertigen Alkoholen verestert sind.
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