AT166904B - Verfahren zur Herstellung neuer Quecksilberverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Quecksilberverbindungen

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AT166904B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Quecksilberverbindungen 
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Herstellung neuer Quecksilberverbindungen der Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 Reste und A ein Anion. Es ist z. B. R ein Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder ein heterocyclischer Rest, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Äthoxyäthyl, Methylcyclohexyl, Phenyl oder Pyridyl, R, ein Alkylen, Aralkylen oder Arylen wie Äthylen, Propylen,   Phenylenmethylen   oder Phenylen, R2, R3 und R4 Alkyl, wie Methyl, Äthyl oder Propyl, oder Aryl, wie Phenyl.   R2 kann   auch mit   R1   oder    ;,   zusammen mit N einen Ring, so z. B. mit R, einen Pyridin-oder mit   R3   einen Piperidin-oder Morpholinring, bilden.   A   ist z.

   B. der Rest einer Alkylschwefelsäure, Alkyl-, Aralkyl-oder Arylsulfonsäure oder ein Halogenatom, wie Chlor oder Brom. Besonders erwähnt seien z. B. : Äthylmercurithioäthyl-trimethyl-ammonium-methosulfat,   Äthylmercurithioäthyl-trimethyl-am-   monium-chlorid,-bromid oder-jodid, Äthylmercurithioäthyl-diäthyl-methyl-ammonium-methosulfat, Propylmercurithioäthyl-trimethyl-ammonium-methosulfat, Dodecylmercurithioäthyltrimethyl-ammonium-methosulfat, Propylmercu-   rithioäthyl-diäthyl-methyl-ammonium-methosul-   fat,   Äthyimercurithioäthyl-trimethyl-ammonium-     p-toluolsulfonat, Äthylmercurithioäthyl-piperidinium-methyl-methosulfat, Äthylmercurithioäthyl-   dimethyl-äthyl-ammonium-äthosulfat, Phenylmer-   curithioäthyl-trimethyl-ammonium-methosulfat,

    
Pyridylmercurithioäthyl-trimethyl-ammonium- methosulfat, Äthylmercurithiophenyl-trimethyl-   ammonium-methosulfat   und 2-(Äthylmcrcurithio)-
N-methyl-pyridinium-methosulfat. 



   Diese neuen Quecksilberverbindungen lassen sich dadurch gewinnen, dass man Mercurithio-   amme   der Formel 
 EMI1.3 
 worin R,   R1,   R2 und   Rg   die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, quatemisiert oder dass man organische Quecksilberhydroxyde oder-salze mit entsprechenden quaternären Thioammoniumsalzen umsetzt. Die Herstellung der Mercurithioamine ist in der österr. Patentschrift Nr. 164792 beschrieben. 



   Als quaternisierende Mittel dienen z. B. 



  Dialkylsulfate, wie Dimethylsulfat oder Diäthyl- 
 EMI1.4 
 - jodid. Die Umsetzungen erfolgen vorteilhaft in Anwesenheit von Lösungsmitteln wie Alkohol. 



  Sofern die als'Ausgangsstoffe verwendeten Mercurithioamine, wie z. B. die Alkylmercurithioalkylamine, nicht bekannt sind, lassen sie sich durch Umsetzung von Alkylquecksilberhydroxyden oder-salzen mit Thioaminen, wie Thioalkylaminen, z. B. mit Aminoalkylmercaptanen oder   Di-aminoalkyl-di-sulfiden,   gewinnen. Diese Darstellung wird vorzugsweise in Alkohol in Gegenwart von Alkalien durchgeführt. Die als Ausgangsstoffe verwendeten quaternären Thioammoniumsalze werden durch Behandlung von Thioaminen mit den erwähnten quaternisiercnden Mitteln erhalten. 



   Die Durchführbarkeit des vorliegenden Verfahrens ist unerwartet. So ist es   überraschend,   dass bei der Einwirkung von quaternisierenden Mitteln die   Mercurithioamine   nicht gespalten werden. So war nach G. Sachs (Annalen der Chemie, Bd.   433,   S. 160   [1923])   bekannt, dass bei der Umsetzung von Phenylmercurithioäthan mit Äthyljodid oder Benzyljodid eine Spaltung des Moleküls eintritt. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren gewonncne   Mercurithioammoniumsalze   sind in Wasser sehr gut löslich. Sie weisen ausgezeichnete des- infizierende Eigenschaften auf und sollen daher als Desinfektionsmittel Verwendung finden. So zeigt z. B. das   Äthylmercurithioäthyl-trimcthyl-   ammonium-methosulfat gegenüber bact. coli und ps. pyocyaneus wesentlich bessere Desinfektionswerte wie als Desinfektionsmittel bekannte quaternäre
Ammoniumsalze oder Quecksilberverbindungen. 



   Beispiel I : 15 Teile des Äthylmercurithio- äthyl-dimethylamins werden in 40   Vol.-Teilen   

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 abs. Alkohol aufgenommen, mit   4-4 Vol.-Teilen   Dimethylsulfat versetzt und der Alkohol nach der erfolgten Reaktion auf dem Wasserbade abdestilliert. Der Rückstand wird mit Äther behandelt. Es hinterbleibt das in Äther unlösliche Äthylmercurithioäthyl-trimethylammonium-methosulfat. Es können davon wässrige Lösungen von beliebiger Konzentration hergestellt werden. 



   Verwendet man statt des Äthylmercurithio- äthyl-dimethylamins   Dodecyl-mercurithioäthyl-   dimethylamin, so erhält man in analoger Weise das   Dodecylmercurithioäthyl-trimethyl-ammo-   nium-methosulfat. 



   Beispiel 2 : Setzt man eine Lösung von   I   Teil   Äthylmercurithio-äthyl-dimethylamin   in 10   Vol.-Teilen   Alkohol mit 1 Teil Methylchlorid im Bombenrohr bei 110 bis   120'während   5 Stunden um, so erhält man 0-6 Teile des in Äther unlöslichen, wasserlöslichen Äthylmercurithioäthyl-trimethyl-ammoniumchlorids, das nach dem Umkristallisieren aus Methanol-Essigester bei 218'schmilzt. 



   Entsprechend erhält man mit p-Toluolsulfonsäuremethylester das Äthylmercurithioäthyl-   trimethyl-ammonium-p-toluolsulfonat.   



   Beispiel 3 : 7 Teile Dimethylaminoäthylmercaptan-hydrochlorid werden in 70   Vol.-   Teilen Alkohol gelöst und mit 1 Äquivalent
10 n-Natronlauge versetzt. Man filtriert und gibt 5   Vol.-Teile   Dimethylsulfat zu. Nach dem
Abdampfen des Alkohols und Extraktion mit Äther hinterbleiben 10 Teile Mercaptoäthyl- trimethyl-ammonium-methosulfat. 



   2-3 Teile dieses   Methosulfates. wcrden   in
50   Vol.-Teilen   Alkohol gelöst und mit dem aus
3-1 Teilen eines Gemisches des Äthylquecksilber- chlorids und-bromids nach Beispiel 1 erhaltenen Äthylquecksilberhydroxyds durch einstündiges
Kochen am   Rückfluss   umgesetzt. Man filtriert kalt, dampft das Filtrat zur Trockne, nimmt den
Rückstand in Wasser auf, filtriert und erhält so das in Beispiel   l   beschriebene Äthylmercurithio- 
 EMI2.1 
 
Teilen Dimethylsulfat zum n-Propylmercurithio-   äthyl-trimethyl-ammonium-methosul tat umsetzen.   



   Beispiel 6 : 5 Teile Phenylmercurithioäthyl- dimethylamin werden in 5 Teilen Alkohol mit   1 35 VoI.-Teilen   Dimethylsulfat auf dem Wasser- bade umgesetzt. Nach dem Abdestillieren des
Alkohols hinterbleibt das gut in Wasser lösliche   Phenylmerccr'thioäthyl-dimethyl-ammoniummethosulfat.   



   Beispiel 7 : 3-8 Teile p-Äthylmercurithio- dimethylanilin werden in wenig Alkohol gelöst und mit   1     Vol.-Teil   Dimethylsulfat versetzt. Man destilliert den Alkohol auf dem Wasserbade ab und   erhält   so das gut in Wasser lösliche   Athylmercurithiophenyl-trimethyl-ammonium-   methosulfat. Es schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Methylalkohol-Essigester bei 125 . 



   Beispiel 8 :   6-8 Teile.-Äthylmercurithio-   pyridin werden in gleichen Teilen Alkohol gelöst, mit 2   Vol.-Teilen   Dimethylsulfat versetzt und kurze Zeit auf dem Wasserbade   erwärn.   Nach dem Abdestillieren des Alkohols im Vakuum hinterbleibt das in Wasser gut lösliche   2- (Äthyl-   mercurithio)-N-methyl-pyridinium-methosulfat. 



   Beispiel 9 : 5 Teile Äthylmercurithioäthyldimethylamin werden in 50 Teilen Aceton gelöst und während einer halben Smnde Methylbromid bei Zimmertemperatur eingeleitet. Nach einigen Stunden filtriert man von den ausgeschiedenen Kristallen, behandelt mit Wasser und dampft die wässrige Lösung ein. Man erhält so das in Wasser gut lösliche Äthyl-   mercurithio-äthyl-trimethyl-ammoniumbromid,   das nach dem Umkristallisieren aus MethanolEssigester bei   185-1870 schmilzt.   



   Setzt man analog mit 2-5 Teilen Methyljodid um, so erhält man das in Wasser mässig lösliche   Äthylmercurithioäthyl-trimethyl-ammoniumjodid   vom Schmelzpunkt   128-130'.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung neuer Quecksilberverbindungen (insbesondere als baktericide, fungicide und insekticide Mittel) der Formel 
 EMI2.2 
 worin R,   RH R2, R3   und   R4   organische Reste und A ein Anion bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Mercurithioamine der Formel 
 EMI2.3 
 worin R, Ru R2 und R3 die gleiche Bedeutung wie oben besitzen, in üblicher Weise quaternisiert oder dass man in üblicher Weise organische Quecksilberhydroxyde oder-salze mit entsprechenden quaternären Thioammoniumsalzen umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkylmercurithioalkylamine quaternisiert oder dass man Alkylquecksilberhydroxyde oder-salze mit quaternären Thioalkylammoniumsalzen umsetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkylmercurithioarylamine quaternisiert oder dass man Alkylquecksilberhydroxyde oder-salze mit quaternären Thioarylammoniumsalzen umsetzt.
AT166904D 1945-06-04 1946-12-18 Verfahren zur Herstellung neuer Quecksilberverbindungen AT166904B (de)

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