AT166331B - Verfahren zur Stabilisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen

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Iwan Dipl Ing Dr Techn Morghen
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Creditanstalt Bankver
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Stabilisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen 
Bei halogenhaltigen organischen Verbindungen, wie chlorierten höhermolekularen Kohlenwasserstoffen oder durch Sulfochlorierung gewonnenen Produkten, wie Weichmachern usw., macht sich das Halogen dadurch störend bemerkbar, dass ein Teil desselben als   Halogenwasserstoffsäure   leicht wieder abgespalten wird, wodurch ungesättigte Verbindungen entstehen, die eine störende    fart   vertiefung hervorrufen und zu unerwünschten Reaktionen, wie Sauerstoffanlagerung, Polymerisation usw., Anlass geben. Die abgespaltene Halogenwasserstoffsäure wirkt ausserdem unmittelbar schädigend auf Gewebe usw. und erschwert die Verarbeitung der halogenhaltigen Produkte bei höheren Temperaturen durch   Korrovion von Maschinenteilcn, Geruchbelästi-   gung usw. 



   Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Sulfochloriden aus chlorierten Kohlenwasserstoffen bekanntgeworden, gemäss welchem diese Stoffe zwecks Vermeidung einer weiteren Halogenierung unter Bestrahlung mit kurzwelligem Licht bei Temperaturen von etwa   200 mit   Schwefeldioxyd und Halogen behandelt werden. 



  Hiebei sollen gegebenenfalls die Kohlenwasserstoffe vor ihrer Chlorierung einer Vorreinigung, z. B. durch Hydrierung, unterworfen werden. 



  Ferner hat man bereits auch vorgeschlagen, das leicht abspaltbare Chlor durch Behandlung   der halûgenhaltigen   Stoffe mit alkalischen Mitteln allein oder in Gegenwart von überhitztem Dampf zu entfemen. Dabei bilden sich jedoch leicht oxydierbare ungesättigte Stoffe, die wiederum mit Inhibitoren zu stabilisieren versucht wurden. 



   Diese Behandlung mit Alkali ist in Gegenwart anderer leicht verseifbarer Gruppen nicht ohne weiteres durchführbar. Auch Raffination der Ausgangsstoffe führt in vielen Fällen nicht zu dem gewünschten Erfolg. Weiter wurde die eintretende Versäuerung der Produkte durch
Zusatz von basischen Stoffen zu kompensieren versucht. Dies führt jedoch zur Herabsetzung der Wasserfestigkeit der Produkte. 



   Die vorliegende Erfindung hat nun ein Verfahren zur Beseitigung dieser unerwünschten Begleiterscheinungen zum Gegenstand, welches darin besteht, dass der Anteil des Halogens, welcher bei der Verarbeitung oder Verwendung dieser
Stoffe leicht abgespalten wird, durch Wasserstoff ersetzt wird. Dies wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens dadurch erreicht, dass die zu stabilisierenden chlorhaltigen Stoffe mit Wasserstoff in Gegenwart an sich bekannter Katalysatoren und gegebenenfalls unter Zusatz üblicher säurebindender Mittel behandelt werden, wobei die Hydrierung nur soweit getrieben wird, als es die an die Stabilität des Produktes zu stellenden Anforderungen verlangen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat sich u. a. als besonders geeignet für die Stabilisierung mittelbarer oder unmittelbarer Produkte der Sulfochlorierung von Kohlenwasserstoffen, wie   Sulfbsäureester     (Weichmacher),-salze,   chlorierte Kohlenwasserstoffe usw. erwiesen. 



   Ausführungsbeispiele :   l.   Ein über sulfochloriertes Mineralöl hergestellter Ester mit einer Verscifungszahl von 94-5   5 (mg KOH/g)   und einem Gehalt an verseifbarem Chlor entsprechend   12-0 wg KOH/g wurde   bei   125"   und und atü Wasserstoffdruck eine Stunde in einem Schüttelautoklaven unter Zusatz eines Kieselgur-Nickelkatalysators und Magnesiumoxyd mit Wasserstoff behandelt. Nach der Hydrierung betrug die Verseifungszahl   88, 5 (mg     KOH/g),   während das verseifbare Chlor auf 6 mg KOH absank. 



   Der ursprüngliche Ester war von gelber Farbe, nahm   jedoch-fünf   Minuten auf 175   5'C erhitzt-   unter starker Chlorwasserstoffabspaltung eine fast schwarze Färbung an. Behandelte man den Ester mit Wasserstoff, wie beispielsweise oben angegeben, so tritt eine leichte Farbaufhellung ein. Erhitzt man diesen so stabilisierten Ester fünf Minuten auf 175  C, so tritt nur eine geringfügige Farbvertiefung ein, wobei nur mehr ganz minimale Mengen Chlorwasserstoff abgespalten werden. 
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 bis das verseifbare Chlor auf   1'10 n absank.   Das so erhaltene Öl wurde 15 Minuten auf   200   C   erhitzt und zeigte dabei weder Chlorwasserstoffabspaltung noch eine Farbänderung, während das nicht hydrierte Öl unter gleichen Bedingungen unter Chlorwasserstoffabspaltung eine tiefdunkle Farbe annahm.

   (Das ursprüngliche Öl war gelb.)
3. Eine chlorierte   Mineralölfraktion   mit etwa   8% Chlorgehalt   wird eine Stunde mit Aluminiumamalgam, Alkohol und Wasser bis zur heftigen 

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 Wasserstoffentwicklung   erwärmt.   Die Wärmestabilität, insbesondere gegen Farbänderung des so behandelten Produktes ist, derdes unbehandelten überlegen. 



   PATENTANSPRÜCHE :   !.   Verfahren zur Stabilisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen, wie sie bei der Chlorierung oder Sulfochlorierung organischer Stoffe erhalten werden, insbesondere der funktionellen Umsetzungsprodukte der sulfochlorierten Stoffe mit sauerstoff-, schwefel-und stickstoffhaltigen organischen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass der z. B. bei einer Verarbeitung oder Verwendung dieser Stoffe sich abspaltende Halogenanteil durch Wasserstoff ersetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die halogenhaltigen organischen Stoffe des Anspruches 1 mit Wasserstoff in Gegenwart geeigneter an sich bekannter Katalysatoren und gegebenenfalls unter Zusatz von säurebindenden Mitteln behandelt werden.
AT166331D 1949-02-10 1949-02-10 Verfahren zur Stabilisierung halogenhaltiger organischer Verbindungen AT166331B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925647C (de) * 1952-02-24 1955-03-28 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Beseitigung der Fluoreszenz und des Chlorgehaltes von Kohlenwasserstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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