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Schneidplatte für ein Trockenrasiergerät
Es sind bereits Schneidplatten für ein Trocken- rasiergerät bekannt, welche eine Anzahl je mit einer Lauffläche für ein hin-und hergehendes
Schneidorgan und mit schlitzförmigen, vorzugs- weise parallelen Rasieröffnungen versehene
Bahnen besitzen, welche in derselben Ebene liegen, so dass sämtliche Bahnen gleichzeitig an die
Haut angelegt werden können. Hier wird die
Rasiergeschwindigkeit wesentlich gesteigert, da sämtliche Rasieröffnungen gleichzeitig benutzt werden (siehe z. B. die französischen Patent- schriften Nr. 784482 und 847668).
Bei diesen Ausführungen sind die schlitzförmigen Öffnungen in sämtlichen Bahnen gegen- seitig in gleicher Richtung vorgesehen. Da es bekannt ist, dass die günstigsten Ergebnisse beim Rasieren erzielt werden, wenn die Schneidplatte in derselben Richtung wie die Schlitze über die Haut bewegt wird, weisen die obenerwähnten bekannten Schneidplatten eine starke Richtungsabhängigkeit auf, so dass der Benutzer des Gerätes zwecks Erhaltung der günstigsten Ergebnisse immer gezwungen ist, während des Rasiervorganges der Vorzugsrichtung seine Aufmerksamkeit zu widmen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteil wenigstens teilweise zu beseitigen und trotzdem die bekannten Vorteile von Ausführungen mit Schneidplatten, welche mit einem hin-und hergehenden Schneidorgan zusammenwirken, auszunutzen.
Zu diesem Zweck ist eine Schneidplatte für ein Trockenrasiergerät, welches eine Anzahl je mit einer Lauffläche für ein hin-und hergehendes Schneidorgan und mit schlitzförmigen, vorzugsweise parallelen Rasieröffnungen versehene Bahnen aufweist, welche in derselben Ebene liegen, nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass diese Bahnen in wenigstens zwei verschiedenen Richtungen derart angebracht sind, dass die Winkel zwischen den Mittellinien der Bahnen gleich oder nahezu gleich sind.
Folglich werden vorzugsweise auch die von den Mittellinien der Schlitze eingeschlossenen Winkel in verschiedenen Bahnen gleich oder nahezu gleich sein. Da die Bahnen auf diese Weise eine regelmässige Figur bilden können, kann man bei Verwendung von nur in zwei verschiedenen Richtungen sich erstreckenden Bahnen bereits von zwei Vorzugsrichtungen sprechen. Werden dagegen mehr als zwei verschiedene Richtungen gewählt, so erhöht sich dementsprechend auch die Zahl der Vorzugsrichtungen, so dass die Richtungsabhängigkeit in immer stärkerem Masse vermindert wird.
Obzwar eine Schneidplatte dieser Art schwieri- ger und daher scheinbar teurer in der Herstellung ist, ist dies nicht der Fall, wenn ein zu diesem
Zweck vorzüglich geeignetes Verfahren der gal- vanoplastischen Herstellung gewählt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen sind schematisch eine Anzahl Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemässen Schneidplatte dargestellt.
In Fig. l besteht die in Draufsicht dargestellte
Schneidplatte aus zwei Bahnen 1 und 2, welche ein Kreuz bilden. Die Winkel zwischen den Mittellinien 3 und 4 sind hier 90 o. Die Bewegungsrichtung der nicht dargestellten Schneidorgane, welche auf einer eingeschliffenen Lauffläche an der Unterseite jeder der Bahnen laufen, ist durch die Doppelpfeile 5 und 6 angedeutet.
Die in den Bahnen vorhandenen schlitzförmigen Rasieröffnungen 7 sind in diesem Falle senkrecht zu den Mittellinien der Bahnen angeordnet, können gegebenenfalls aber auch einen kleineren Winkel mit ihnen einschliessen.
In den Fig. 2 und 3 sind vier Bahnen in einem Viereck vorgesehen. Die Bewegungsrichtungen der vier Schneidorgane sind wieder durch die Doppelpfeile angedeutet. Deren Wirkungsweise und der technische Effekt der geringeren Richtungsabhängigkeit werden ohne weiteres einleuchten.
Dieselbe Bemerkung gilt hinsichtlich der Ausführungsbeispiele nach den Fig. 4,5 und 6.
In Fig. 7 ist in Draufsicht eine Schneidplatte mit sechs radial angeordneten Bahnen 8 bis 13 dargestellt. Die Richtungsunabhängigkeit geht hier bereits sehr deutlich hervor.
In den Fig. 8 und 9 ist ein Querschnitt durch die ganze Schneidplatte bzw. durch die Bahn 11 dargestellt. Die miteinander in Flucht liegenden Bahnen weisen gemeinsame Schneidorgane 14, 15 und 16 auf, die je mittels des exzentrisch auf der
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Schneidplatte für ein Trockenrasiergerät, welche eine Anzahl je mit einer Lauffläche für ein hin-und hergehendes Schneidorgan und mit schlitzförmigen, vorzugsweise parallelen Rasier- öffnungen (7) versehene Bahnen (1, 2) aufweist, welche in derselben Ebene liegen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Bahnen in wenigstens zwei verschiedenen Richtungen derart angeordnet sind, dass die Winkel zwischen den Mittellinien (3, 4) der Bahnen gleich oder nahezu gleich sind.