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Verstellbarer Klappstuhl
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Fig. 9-15 und 19 verschiedene Ausführungs- former einzelner Stuhlteile, Fig. 16 eine Seiten- ansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemässen verstellbaren Klappstuhles und die Fig. 17 und 18 schematische Veranschau- lichungen zweier Stufen während des Zusammen- klappen des in Fig. 16 dargestellten Stuhles.
Das in den Fig. 1 und 4 dargestellte, zusammen- klappbare Traggestell 20 eines erfindungsgemässen verstellbaren Klappstuhles weist auf jeder Seite des Stuhles einen hinteren Ständer 22 und einen vorderen Ständer 26 auf. Die hinteren Ständer sind durch ein Versteifungselement 24, die vorderen Ständer durch ein Versteifungselement28 fest miteinander verbunden. Jeder vordere
Ständer 26 besitzt an seinem oberen Ende ein Paar Verlängerungen 30, die eine Gabel bilden und in einem Winkel zur Längsachse des vorderen
Ständers 26 gebogen und an der Stelle 32 am hinteren, Ständer 22 angelenkt sind. Das obere Ende des vorderen Ständers 26 ist zu einer
Schulter 34 zwischen den Verlängerungen oder Armen 30 geformt und bildet in der Spreizlage des Gestelles einen Anschlag für den hinteren Ständer 22.
Dieses Haltemittel 34 erfordert keine besondere Handhabe zur Entsperrung, wenn der Stuhl zusammengeklappt werden soll.
Der aus Rohrmaterial bestehende Rahmen 36 der Rückenlehne trägt auf jeder Seite des Stuhles an seinem unteren Ende einen Ansatz 38. Der Sitz 44 besitzt zwei Seitenrahmen aus rohrförmigem Material, die durch einen Bügel 46 und eine als Handgriff benützbare Querstange 48 miteinander verbunden sind. Das hintere Ende des Sitzes 44 ist an der Stelle 52 gemeinsam mit den Ansätzen 38 der Rückenlehne 36 an den hinteren Ständern 22 angelenkt.
Der U-förmige Rahmen aus rohrförmigem Material einer Fussstütze 54 ist an der Stelle 56 am vorderen Ende des Sitzes 44 angelenkt und weist auf jeder Seite des Stuhles eine abgeflachte Verlängerung 60 auf, die einen vorderen Verbindungslenker zur Steuerung der Fussstützenbewegung bildet.
Auf jeder Seite des Stuhles ist ein allgemein mit 62 bezeichneter oberer Verbindungslenker angeordnet, dessen vorderes Ende nach unten gebogen und an der Stelle 64 am oberen Ende des vorderen Verbindungslenkers 60 angelenkt ist,
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welch oberer Verbindungslenker 62 aus einem hohlen rohrförmigen Material besteht. Eine oben auf dem oberen Verbindungslenker ruhende und eine Armlehne bildende Holzstange 66 ist mittels
Schrauben 70 an Tragelemente 68 (Fig. 2) des oberen Verbindungslenkers 62 befestigt, dessen unterer Teil einen Längsschlitz 72 aufweist.
Ein durchbohrter Ring 74 ist in das hintere Ende, ein mit einer Gewindebohrung versehener Ring oder Anschlag 78 ist nahe am vorderen Ende des Längsschlitzes 72 des oberen Verbindungs- lenkers 62 eingesetzt und durch irgendwelche geeignete, nicht dargestellte Mittel daran befestigt.
Eine durch die Bohrung des Ringes 74 gehende
Führungsstange 82 ist in die Gewindebohrung des Ringes 78 eingeschraubt und befindet sich somit innerhalb des hohlen Teiles des oberen
Verbindungslenkers und wird durch dessen
Wandung verborgen. Ein an der Stelle 88 an der Rückenlehne 36 angelenktes Verbindungs- gleitelement 84 steht mittels einer Bohrung 86 (Fig. 3) mit der Führungsstange 82 in Gleit- verbindung und ist grösstenteils im Schlitz 72 des oberen Verbindungslenkers verborgen.
Die Rückenlehne 36, der Sitz 44 und das Paar
Verbindungslenker 60, 62 bilden auf jeder Seite des Stuhles ein vierseitiges, um den Gelenk- punkt 52 schwingbares Lenkersystem. Wenn der Stuhl aufgestellt ist, werden die Bewegungen seiner Elemente durch ein Steuerungsgleit- element 90, das mit seiner Bohrung 92 (Fig. 2) in gleitbarem Eingriff mit der Führungsstange 82 steht und beiderseits des Stuhles angeordnet ist, gesteuert. Der Hauptteil dieses Steuerungsgleit- elementes 90 ist durch die Wandung des oberen
Verbindungslenkers 62 verborgen. Der durch den
Schlitz 72 herausragende Teil weist eine
Bohrung 94 auf, die auf einem an einer abgeflachten, nach oben ragenden Verlängerung 98 des hinteren Ständers 22 angebrachten Zapfen 96 od. dgl. schwingbar gelagert ist.
Wenn der Stuhl aufgestellt ist, befindet sich auf jeder Seite des Stuhles das Verbindungsgleit- element 84 in Eingriff mit dem Anschlag 74, wie es aus Fig. 1 ersichtlich ist. Lehnt die im
Stuhle ruhende Person das Gewicht ihres Körpers gegen die Rückenlehne 36, so schwingt diese um den Zapfen 52 und zieht gleichzeitig die mit ihr durch das Verbindungsgleitelement 84, Ring 74, oberen Verbindungslenker 62 und Ring 78 wirksam verbundene Führungsstange 82 durch die Bohrung des Steuerungsgleitelementes 90.
Dieses Steuerungsgleitelement 90 schwingt um den Zapfen 96 und steuert gleichzeitig die Bewegungen der Elemente des vierseitigen Lenkersystems, so dass diese Elemente in die in Fig. 4 dargestellte äusserste zurückgeneigte Lage gebracht werden können, welche durch das Auftreffen des Anschlages 78 auf das Steuerungsgleitelement 90 begrenzt ist. Gleichzeitig verschwenkt der starr mit der Fussstütze 54 verbundene vordere Verbindungslenker 60 die Fussstütze 54 um ihren Gelenkpunkt 56 von der in Fig. l dargestellten, in die in Fig. 4 dargestellte, im wesentlichen horizontale Lage. Die beweglichen Elemente des
Stuhles können von der im Stuhl ruhenden Person leicht durch einen kleinen Druck der Füsse auf die Fussstütze 54 von der in Fig. 4 dargestellten äussersten zurückgeneigten Lage in die in Fig. 1 dargestellte Sitzlage zurückgebracht werden.
Die
Sitzlage wird durch den Anschlag des Bügels 46 an eine zwischen den vorderen Ständern 26 angebrachte Winkeleisenstange 100 begrenzt. Der Bügel 46 ist gekrümmt und berührt die Winkeleisenstange 100 im wesentlichen in der Mitte des Stuhles, so dass Kleidungsstücke der im Stuhle ruhenden Person nicht zwischen die die Sitzlage begrenzenden Elemente eingeklemmt werden können. Das Verbindungsgleitelement 84 bleibt während der Bewegung der beweglichen Elemente des Stuhles von der Sitzlage in eine zurückgeneigte Lage und umgekehrt mit dem Anschlag 74 in Eingriff.
Die oben beschriebene verborgene Anordnung der Führungsstange 82 und der Hauptteile der Verbindungsgleitelemente 84 und Steuerungsgleitelemente 90 gibt dem Stuhl ein ansehnliches Äusseres.
Um die beweglichen Elemente des Stuhles in irgendeiner gewünschten bequemen Lage zu halten, hat gemäss den Fig. 1 und 2 eines der Steuerungsgleitelemente 90 die Gestalt einer Klemmschelle. Der durch die Bohrungen 94 der Enden 102 der Klemmschelle 90 gehende Zapfen 96 weist einen Kopf 104 auf, der sich gegen die Verlängerung 98 des hinteren Ständers 22 anlegt und ist durch einen vierkantigen Teil 106, der in eine entsprechende viereckige Öffnung der Verlängerung 98 eingreift, gegen Verdrehung gesichert.
Eine den Zapfen 96 umgebende Hülse 108 ist zwischen dem einen Ende 102 der Klemmschelle 90 und einem auf das mit Gewinde versehene Ende des Zapfens 96 aufgeschraubten Sperrknopf 110 angeordnet, dessen Bohrung 111 mit dem zylindrischen Teil 113 einer Schraube 115 in Eingriff steht, die ihrerseits in den Zapfen 96 eingeschraubt ist. Nach dem Lösen des Sperr- knopfes 110, dessen Weg durch die Schulter 119 und den Schraubenkopf 117 begrenzt wird, kann die Klemmschelle 90 gegenüber der Führungsstange 82 frei bewegt werden, um die beweglichen Elemente des Stuhles von einer Lage in eine andere zu bringen.
Wird der Sperrknopf 110 festgezogen, so presst sich die Hülse 108 gegen das Ende 102 der Klemmschelle 90, wodurch diese auf der Führungsstange 82 festgeklemmt wird und die beweglichen Elemente des Stuhles in ihrer Lage gehalten werden.
Gemäss den Fig. 1 und 2 steht ein am Sitz 44 angebrachter Betätigungszapfen 112 von dem Sitz vor und kann vorübergehend mit dem vorderen Ständer 26 in Eingriff kommen. Er ist zweckmässig mit einer mittels der Schraube 116 befestigten Rolle 114 versehen (Fig. 2).
Zum Zusammenklappen des Stuhles werden die folgenden Arbeitsgänge durchgeführt : Die Sperrvorrichtung 110 wird gelöst und die beweglichen Elemente des Stuhles werden in die in
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Fig. 1 dargestellte Sitzlage gebracht. Alsdann wird der Stuhl mit den Händen am oberen Ende der Rückenlehne und an dem durch eine Öffnung im Polster erreichbaren Handgriff 48 erfasst, um das untere Ende des mit dem Boden in Berührung bleibenden hinteren Ständers 22 geschwenkt und in die in Fig. 5 dargestellte Lage angehoben, wobei der vordere Ständer 26 durch sein eigenes Gewicht verschwenkt wird und mit dem Betätigungszapfen 112 in Berührung kommt, während das Verbindungsgleitelement 84 mit dem Anschlag 74 in Eingriff bleibt.
Wird der Stuhl weiter angehoben, so beginnt die Rückenlehne 36 um den Zapfen 52 zu schwingen und das Verbindungsgleitelement 84 sich vom Anschlag 74 zu lösen und längs der Führungsstange 82 zu gleiten, wie es aus Fig. 6 ersichtlich ist. Wenn der Stuhl noch weiter angehoben wird, beginnt der Sitz 44 um den Zapfen 52 zu schwingen, wodurch der Betätigungszapfen 112 an dem vorderen Ständer 26 entlang gleitet und ein weiteres Schwingen des letzteren unter dem Einfluss seines Eigengewichtes um den Zapfen 32 gestattet, bis die Elemente des Stuhles die in Fig. 7 dargestellte zusammengeklappte Lage erreichen. Es ist ohneweiteres verständlich, dass keine besondere Handhabe notwendig ist, um die hinteren und vorderen Ständer 22 und 26 des Traggestelles in die zusammengeklappte Lage zu bringen.
Um den zusammengeklappten Stuhl aufzustellen, wird er am oberen Ende der Rückenlehne und am Handgriff 48 erfasst, wie in Fig. 7 dargestellt, das untere Ende des hinteren Ständers 22 auf den Boden gestellt und der Sitz 44 um den Zapfen 52 abwärts geschwenkt. Während dieser Schwenkbewegung des Sitzes 44 berührt der Betätigungszapfen 112 den vorderen Ständer 26 und bringt denselben in die in Fig. 6 dargestellte gespreizte Lage. Dann wird der ganze Stuhl um das untere Ende des hinteren Ständers 22 geneigt, bis der vordere Ständer 26 auf den Boden auftrifft, wie es in Fig. 8 mit vollausgezogenen Linien dargestellt ist. Ferner wird die Rückenlehne 36 um den Zapfen 52 geschwenkt, wodurch das Verbindungsgleitelement 84 mit dem Anschlag 74 in Eingriff kommt.
Nunmehr verursacht das Eigengewicht des Stuhles oder ein kleiner Druck gegen die Rückenlehne 36 ein Entlanggleiten des unteren Endes des hinteren Ständers 22 auf dem Boden, wobei gleichzeitig der vordere Ständer 26 um sein unteres, mit dem Boden in Berührung stehendes Ende geschwenkt wird, so dass die hinteren und vorderen Ständer des Stuhles selbsttätig in die in Fig. 8 mit strichpunktierten Linien dargestellte Spreizlage gebracht werden, welche durch die mit dem hinteren Ständer 22 in Eingriff kommende Schulter 34 des vorderen Ständers 26 begrenzt wird und der in Fig. 1 dargestellten Spreizlage entspricht. Es ist ohneweiteres verständlich, dass das Zusammenklappen und Aufstellen des Stuhles keine andere Handhabe erfordert, als das Ergreifen des Stuhles an den beiden weiter oben angegebenen Punkten.
Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen der einzelnen Teile zu. So kann der geschlitzte Teil des oberen Verbindungslenkers 62 durch die eine Armlehne bildende Holzstange 66 als tragender Teil ersetzt werden, die mit dem bogenförmigen Teil des Lenkers verbunden ist und an ihren Enden die beiden, die Führungsstange 82 tragenden Begrenzungselemente 74 und 78 aufweist, wobei die Führungsteile allerdings nicht verborgen sind.
Fig. 9 veranschaulicht eine andere Ausführungsform des oberen Teiles des hinteren Ständers 22 b und vorderen Ständers 26 b, bei der der vordere Ständer 26 b mit einer einzigen Verlängerung 30 b durch einen Längsschlitz 130 des hinteren Ständers 22 greift und bei 32 b an diesem angelenkt ist. Das abgeflachte und diesen Arm 30 b bildende Ende des vorderen Ständers 26 b besitzt eine Schulter 34 b, welche auf den hinteren Ständer 22 b auftrifft, wenn die hinteren und vorderen Ständer sich in der Spreizlage befinden. Ferner ist das obere Ende des hinteren Ständers 22 b gerade und hat keine nach oben ragende Verlängerung, die in einem Winkel zur Längsachse des hinteren Ständers steht.
Dagegen ist aber der von dem Schlitz 72 des oberen Verbindungslenkers 62 vorstehende Teil des bei 96 angelenkten Steuerungsgleitelementes 90 b grösser als der entsprechende Teil des in Fig. 1 und 4 dargestellten Steuerungsgleitelementes 90.
Gemäss Fig. 9 ist ein Zapfen oder Anschlag 132 in eine Bohrung der Führungsstange 82 eingesetzt, um mit der hinteren Kante des Steuerungsgleit- elementes t/b in Reruhrung zu kommen, wenn sich die beweglichen Teile des Stuhles in der Sitzlage befinden, die auf diese Weise begrenzt wird. Ein solcher Anschlag 132 kann in dem Stuhl angeordnet werden, wenn dessen Abmessungen derart sind, dass während des Zusammenklappens des Stuhles das auf der gleichen Führungsstange 82 wie das Steuerungsgleitelement 90 b gleitbar angebrachte Verbindungsgleitelement 84 in seiner äussersten rechten Lage links vom Anschlag 132 bleibt. Selbstverständlich können die in Fig. 1 dargestellten Begrenzungmittel 46, 100 weggelassen werden, wenn der Anschlag 132 im Stuhl angeordnet ist.
Hat der Stuhl solche Abmessungen, dass während des Zusammenklappens das Verbindungsgleitele- ment 84 eine Lage erreicht, die weiter rechts liegt als die hintere Kante des Anschlages 132, so kann die in den Fig. 10-12 veranschaulichte Ausführungsform des oberen Verbindungslenkers verwendet werden. Gemäss den Fig. 10-12 besteht der obere Verbindungslenker 62 c aus einem im wesentlichen die Gestalt eines umgekehrten U besitzenden Teil 134 und einem durch Schrauben 136 damit verbundenen vor deren Teil 120 c.
Im Teil 134 sind für das Verbindung-und Steuergleitelement 84 c und 90 getrennt voneinander je eine Führungsstange 148 und 160 verdeckt angeordnet, die durch Anschläge bildende Begrenzungselemente 74 c, 142 bzw.
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gleitelement, auch in der Lage 84 c'des Verbindungsgleitelementes vermieden.
Fig. 13 veranschaulicht eine andere Ausführungsform eines Verbindungsgleitelementes 84 d, das zwei mit Bohrungen versehene Arme 150 d aufweist. Diese Bohrungen stehen in Gleitverbindung mit der Führungsstange 82 d des oberen Verbindungslenkers 62 d. Ferner besitzt dieses Element 84 d eine Bohrung 152 d, welche den, das Element 84 d mit der in Fig. 13 nicht dargestellten Rückenlehne verbindenden Zapfen aufnimmt. Weiterhin besitzt das Element 84 d ein Gehäuse 162, dessen Längsbohrung 164 durch eine Schraube 166 verschlossen ist.
Am offenen Ende des Gehäuses 162 ist eine Kugel 168 angeordnet, die unter der Wirkung einer Feder 170 steht und bestrebt ist, in eine an der Führungsstange 82 d vorgesehene Ringnut 172 einzugreifen, wodurch sie bei aufgestelltem Stuhl die Rückenlehne in ihrer Lage gegenüber dem oberen Verbindungslenker festhält. Beim Zusammenklappen des Stuhles kann die verhältnismässig schwache Feder 170 leicht überwunden werden, wenn die Rückenlehne und das mit ihr verbundene Verbindungsgleitelement 84 d im Sinne der Fig. 13 nach rechts bewegt werden.
Fig. 14 veranschaulicht einen oberen Verbindungslenker 62 und ein Steuerungsgleit-
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befindet, die an einem Ende mittels Schrauben 182 am Lenker 62 befestigt ist und am anderen Ende einen durch den Schlitz 176 in die Bahn, der an dem Steuerungsgleitelement 90 angebrachten Nase 174, ragenden Anschlag 184 trägt. Fig. 14 zeigt die Teile des Stuhles in der Sitzlage, welche der in Fig. 1 dargestellten Sitzlage entspricht.
Die Teile 174, 184, 180 bilden einen federbelasteten Schnappanschlag, der eine selbsttätige Bewegung der beweglichen Teile des Stuhles unter der Wirkung des Gewichtes der Rückenlehne von der in Fig. l dargestellten Sitzlage in die in Fig. 4 dargestellte zurückgeneigte Lage verhindert, wenn der Benutzer des Stuhles aufsteht und vergisst die Teile des Stuhles mittels des oben beschriebenen Sperrknopfes 110 in der Sitzlage zu halten. Selbstverständlich kann die Wirkung der verhältnismässig schwachen Feder 180 des Schnappanschlages leicht überwunden werden, wenn die im Stuhle ruhende Person das Gewicht ihres Körpers gegen die Rückenlehne wirken lässt, um die Teile des Stuhles aus der in Fig. l dargestellten Sitzlage zu bringen.
Fig. 14 zeigt ferner Mittel zur Begrenzung der
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gleitelementes 90 angebrachten Nase 186 und einem am oberen Verbindungslenker 62 gebildeten Anschlag 188, die zusammenarbeiten. Wenn die Stuhlteile sich in der Sitzlage befinden, trifft die Nase 186 auf diesen Anschlag 188 auf.
Fig. 15 veranschaulicht eine mit der Führungsstange 82 des oberen Verbindungslenkers 62 e zusammenarbeitende, mittels einer Schraube 192 an der Rückenlehne 36 befestigten Rolle 190, die an Stelle der in anderen Figuren dargestellten Gleitelemente, mit Ausnahme eines mit einer oben beschriebenen Sperrvorrichtung 110 versehenen Gleitelementes, benutzt werden kann.
Wenn der Stuhl belastet ist, wird die Führungsstange 82 gegen die Rille der Rolle 190 gepresst, so dass die Rolle während der Bewegungen der beweglichen Elemente des Stuhles an der Führungsstange 82 entlangrollen kann. Die die Führungsstange 82 umfassende Führung 194 verhindert eine unerwünschte Loslösung des Verbindungselementes von der Führungsstange 82, wenn beispielsweise der Stuhl durch Erfassen des oberen Verbindungslenkers angehoben wird.
Der in Fig. 16 dargestellte verstellbare Klappstuhl entspricht im wesentlichen dem in den Fig. 1 und 4 dargestellten, doch bestehen der vordere Verbindungslenker 60 f und die Fussstütze 54 f aus nicht starr miteinander verbundenen Teilen. Beide sind an der Stelle 56 am vorderen Ende des Sitzes 44 angelenkt. Der vordere Verbindungslenker 60 f weist eine Steuerungsfläche in der Gestalt eines Anschlages 196 auf, gegen die die Fussstütze 54 f mittels einer Feder 198 gedrückt wird. Bei Lageänderungen der beweglichen Elemente 36, 44, 60 f, 62 des Stuhles werden die . Bewegungen der Fussstütze 54f durch den vorderen Verbindungslenker 60f mittels des Anschlages 196 gesteuert.
Gegebenenfalls kann jedoch die Fussstütze 54f von diesem entfernt und beispielsweise in die in Fig. 16 mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage 54f'gebracht werden, in der sie mittels einer Anhebestange 200 gehalten werden kann, die in der an einem am Sitz 44 angebrachten Ansatz 203 angeordneten Haltevorrichtung 202 verschiebbar und einstellbar angebracht ist. Die Anhebestange 200 kann mittels eines Sperrknopfes 204 in ihrer jeweils eingestellten Lage gehalten werden. Die Arbeitsweise und Bauart der Haltevorrichtung 202, 204 entspricht im wesentlichen der weiter oben an Hand der Fig. 2 dargestellten Sperrvorrichtung 90, 110.
Fig. 17 veranschaulicht eine Zwischenlage, Fig. 18 die Endlage der verschiedenen Teile des in Fig. 16 dargestellten Stuhles während des Zusammenklappens, das im wesentlichen in der gleichen Weise durchgeführt werden kann, wie weiter oben an Hand der Fig. 5-8 im Zusammenhange mit dem in Fig. l und 4 dargestellten Stuhl beschrieben worden ist. Während des Zusammenklappens des Stuhles werden seine Teile von der in Fig. 17 dargestellten in die in Fig. 18 mit voll ausgezogenen Linien dargestellte Lage gebracht, wobei jedoch die an der Anhebestange 200 anliegende Fussstütze 54 ! in einem
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Winkel zu dem vorderen Verbindungslenker 60/ absteht.
Alsdann kann die Fussstütze 54f mit der Hand erfasst und gegen den Druck der Feder 198, Fig. 18, in die mit gestrichelten Linien dargestellte Lage 54/"gebracht werden, worauf der zusammengeklappte Stuhl mit der Fussstütze gegen eine Wand gestellt werden kann, wenn die Fussstütze nicht durch irgendwelche an einem geeigneten Teil des Stuhles angebrachte Haltemittel festgehalten wird.
Unter Umständen können die Abmessungen des Stuhles bedingen, dass sich das Element 78 f (s. Fig. 16) in einem solchen Abstande von dem Steuerungsgleitelement 90 befindet, dass es nicht als Anschlag zur Begrenzung der äussersten zurückgeneigten Lage der beweglichen Teile des Stuhles benutzt werden kann. In einem solchen Falle kann beispielsweise ein Anschlag 206 am hinteren Ständer 22 angebracht sein, auf den die Rückenlehne in ihrer äussersten zurückgeneigten
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Bei der in Fig. 19 dargestellten Ausführungsform ist das verschiebbar auf der Führungsstange 82 des oberen Verbindungslenkers 62 angeordnete Steuerungsgleitelement 90 an der Stelle 96 am abgeflachten Ende 210 des vorderen Ständers 26 angelenkt. Der hintere Ständer 22 g ist an seiner unteren Seite mit einem Schlitz 212 versehen, in den ein am vorderen Ständer 26g angebrachter Ansatz 214 tritt und an der Stelle 32 am hinteren Ständer 22 angelenkt ist. Das
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legt.
Im Vorstehenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben worden, doch kann die Erfindung auch an mannigfaltigen anderen Arten von Klappstühlen vorgesehen werden, ebenso wie verschiedene Änderungen oder Weglassungen in der Form, Proportion oder Anordnung von Teilen vorgenommen, ferner die weiter oben beschriebenen Elemente durch andere gleichwertige Elemente ersetzt werden können, ohne dass man von dem Wesen und Umfange der in den beigefügten Ansprüchen gekennzeichneten Erfindung abgeht.
Beispielsweise brauchen die Rückenlehne und der Sitz nicht unbedingt gleichachsig an den hinteren Ständern des zusammenklappbaren Traggestelles angelenkt zu sein, wie es in den Zeichnungen dargestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verstellbarer Klappstuhl, bei dem die Rückenlehne und der Sitz schwenkbar an einem Gestell angebracht und durch ein mehrgliedriges Lenkersystem miteinander und mit dem Gestell verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass
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das oberhalb der Sitzfläche an der Rückenlehne angelenkt ist, beim Aufstellen und Zusammen- klappen des Stuhles am Lenker gleitet und in aufgeklappter Stellung des Stuhles am Lenker festsitzt.