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Hydraulischer Verschluss von Filterpressen
Die Erfindung bezieht sich auf Rahmenfilter- pressen und betrifft den Verschluss einer derartigen
Presse, der die feste Aneinanderspannung der
Filterplatten und Filterrahmen bezweckt, wobei
Anpressdrücke von 30 bis 50 t erforderlich sind.
Dieser Druck wird bei den meisten, heute in
Verwendung stehenden Pressen der Betriebs- sicherheit halber von Hand aus bewirkt, es stehen aber auch hydraulische Druckeinrichtungen in Verwendung.
Die händisch betätigten Pressenverschlüsse haben den Vorteil grösserer Betriebssicherheit, auf welche es in Zuckerfabriken während des kontinuierlichen
Betriebes in der Kampagne besonders ankommt.
Einen grossen Nachteil weist jedoch die händische
Betätigung insoferne auf, als dieselbe nur mit besonderem Kraft-und Zeitaufwand durch- geführt werden kann, so dass schon das Gebot der
Schonung der Menschenkraft auf Abhilfe drängt.
Es werden daher auch hydraulisch betätigte Pressenverschlüsse verwendet, wodurch die
Bedienung der Presse zwar sehr vereinfacht ist und schnell erfolgen kann, anderseits aber dadurch bei einer möglichen Störung an der hydraulischen Einrichtung (Dichtungsfehler, Versagen der Druck- pumpe u. dgl. ) ein längerer Stillstand der be- treffenden Presse meistens unvermeidbar ist, da keine Möglichkeit geschaffen ist, durch wenige Handgriffe und händischen Antrieb umzustellen.
Aus diesem Grunde konnten sich auch die hydraulischen Verschlüsse trotz ihrer Vorteile nicht allgemein durchsetzen.
Um einerseits die Betriebssicherheit der händischen, und anderseits die leichte Bedienbarkeit der hydraulischen Verschlüsse miteinander zu vereinigen, wird erfindungsgemäss ein hydraulisch betätigter Verschluss geschaffen, dessen Wesen darin besteht, dass, sinngleich wie bei den üblichen mechanischen Verschlüssen, Pressspindelmutter und Querhaupt des Presserahmens miteinander durch zwei Bolzen verbunden sind, die gleichzeitig durch Augen im Querhaupt und in Pratzen des Presszylinders hindurchgehen.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt die bisher übliche Verbindung der Pressspindelmutter mit dem Querhaupt des Presserahmens bei händischer Anpressung, Fig. 2 die Seitenansicht und Fig. 3 die Draufsicht auf eine beispielsweise Einrichtung gemäss der Erfindung mit hydraulischer Anpressung.
In Fig. 1 sind 1 die Filterrahmen, 2 die Zugglieder des Presserahmens, 3 das Querhaupt desselben und 4 die Druckplatte. Die Mutter 5 der Pressspindel besitzt seitliche Ausleger 6 mit Augen 7 zum Einstecken von Bolzen 8, die in die Augen 7 und in korrespondierende Augen des Querhauptes 3 einsteckbar sind. Die Press- spindel 9 besitzt eine Hebelnabe 10, in deren
Löcher der Presshebel 11 eingesteckt werden kann. Nach Herausziehen des einen Bolzens kann die Presse um den anderen Bolzen in die strichpunktierte Stellung geschwenkt oder nach
Lösung des zweiten Bolzens ausgebaut werden.
Bei der hydraulischen Einrichtung nach den
Fig. 2 und 3 sind an den Presszylinder 13 kräftige
Pratzen 14 befestigt, die an den freien Enden
Augen 7 besitzen, die mit den Augen 8 des Querhauptes. ? korrespondieren. Der Presszylinder kann daher lediglich durch Ausziehen der Bolzen 8 ausgebaut und durch die händische Presseinrich- tung nach Fig. 1 ersetzt werden.
Die Pratzen sind so gestellt, dass sie von der
Reaktionskraft gegen den Pressedruck nicht so sehr auf Biegung, sondern in wesentlichem Masse auf
Zug beansprucht werden.
Auf dem Kolben des'Presszylinders . ? ist ein
Gewinde aufgeschnitten, auf dem eine Mutter 12 sitzt, die gegen den Presszylinder angestellt werden kann, um bei Aufhören des hydraulischen Druckes den Pressdruck auf mechanischem Wege zu erzeugen.
Die Einrichtung hat noch den weiteren Vorteil, dass sie den nachträglichen Umbau mechanischer Pressen in hydraulische leicht und ohne Betriebsstörung ermöglicht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulischer Verschluss von Filterpressen, dadurch gekennzeichnet, dass, sinngleich wie bei den üblichen von Hand aus betätigten Verschlüssen, Pressspindelmutter (5) und Querhaupt (3) des Pressenrahmens miteinander durch zwei Bolzen (8) verbunden sind, die gleichzeitig durch Augen (7) im Querhaupt und Pratzen (14) des Presszylinders hindurchgehen.
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