DE400566C - Maschine zum Stanzen von Leder und aehnlichen Stoffen - Google Patents

Maschine zum Stanzen von Leder und aehnlichen Stoffen

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DE400566C
DE400566C DESCH65749D DESC065749D DE400566C DE 400566 C DE400566 C DE 400566C DE SCH65749 D DESCH65749 D DE SCH65749D DE SC065749 D DESC065749 D DE SC065749D DE 400566 C DE400566 C DE 400566C
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DE
Germany
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spring
machine
plunger
housing
ram
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Expired
Application number
DESCH65749D
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English (en)
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Schoen & Co
SCHUHMASCHINENFABRIK
Original Assignee
Schoen & Co
SCHUHMASCHINENFABRIK
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/28Arrangements for preventing distortion of, or damage to, presses or parts thereof

Description

  • Maschine zum Stanzen von Leder und ähnlichen Stoffen. Bei Maschinen zum Ausstanzen von Leder, Gummi u. dgl. ist es bekannt, den Preßstempel zweiteilig auszubilden. Er besteht aus einem von dem Arbeiter durch Fußtritt oder Handhebel zu bedienenden sogenannten Druckfuß, der nach dem Aufsetzen des Messers zuerst niederbewegt wird, und einem schwengbaren und motorisch bewegten Stößel, der, sobald der Druckfuß niederbewegt ist, über diesen geschwenkt wird, mit ihm in Eingriff kommt und ihn durch das Leder hindurchdrückt. Bei solchen Maschinen ist es bekannt, den Stößel nach Beendigung des Arbeitshubes durch Federn von dem Druckfuß zu entfernen. Diese Federn werden bei der Niederbewegung des Druckfußes durch Hand- oder Fußbewegung von dem Arbeiter gespannt. Die Feder kann infolgedessen nur verhältnismäßig schwach sein, so daß leicht Störungen eintreten können. Man hat schon vorgeschlagen, an Stelle der Federn feste An-Schläge zu verwenden, die aber wiederum den Nachteil haben, daß sie langsamer wirken und der Zeitraum zum Vorschieben des Werkstückes für den nächsten Arbeitshub zu kurz wird. Man kann letztere Nachteile zwar durch gesteuerte Ansch'äge vermeiden; diese machen aber wiederum die Maschine unnötig verwickelt. Man hat auch bereits vorgeschlagen, das Spannen der Ausrückfeder durch eine besondere, von der Antriebswelle angetriebene Kurvenscheibe vornehmen zu lassen, wobei die Spannung jedoch während des Arbeitshubes vorgenommen und dadurch der Kraftbedarf der Maschine vergrößert wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, unter Beibehaltung der Feder für den Ausrückvorgang, die bisher vorhandenen Nachteile der federnden Ausrückung zu beseitigen. Die Feder ist zu diesem Zweck so angeordnet, daß sie erst während des Rückwärtshubes des Stößels durch den Antrieb der Maschine mechanisch gespannt wird, so daß sie zur Wirkung kommen kann, sobald Druckfuß und Stößel voneinander frei werden. Hierdurch findet eine gleichmäßigere Verteilung der beanspruchten Antriebsenergie über den Hub statt, denn das Spannen der Feder erfolgt erst beim Rückwärtshub, wenn also keine Kraft mehr für die eigentliche Arbeit gebraucht: wird. Der weitere Vorteil ist alsdann, daß' eine besonders starke Feder angewendet werden kann, bei der ein Versagen ausgeschlossen erscheint.
  • Die Zeichnung zeigt eine Ausführung der Erfindung in einer schematischen Ansicht von vorn, und zwar zeigen die Abb. i bis 3 verschiedene Stellungen während des Stanzhubes.
  • Die Stanze ist im allgemeinen in an sich. bekannter Weise ausgeführt. Auf dem in der Zeichnung nicht dargestellten, in der Höhe einstellbaren Stanztisch wird zunächst eine Holzunterlage gelegt, auf die dann das zu bearbeitende Leder o. dgl. kommt. Auf das Leder setzt ein Arbeiter von Hand das Stanzmesser auf. Der Druckstempel besteht aus dem Druckfuß ? und dem Stößel 3. Letzterer sitzt auf der Exzenterwelle .l und wird durch diese auf und ab bewegt. Der Druckfuß führt sich im Gestell 5 der Maschine. Er ist mit einer Aussparung 6 versehen und besitzt eine Anlagefläche 7 für den Druckfuß. An dem Gestell ist ferner um einen Zapfen fi schwenkbar ein Federgehäuse 9 angeordnet. Dieses Gehäuse besitzt einen Arm io, welcher mittels eines Schlitzes über einen Stift i i an den Druckfuß 3 faßt. In dem Gehäuse ist eine Feder 12 gelagert. Diese Feder legt sich mit der Rückseite gegen die Gehäusewand und ist um den Schaft eines Kolbens 13 gelegt und stützt sich mit dem vorderen Ende gegen dessen Kopf. Der Kopf des Kolbens 13 ist.in dem Federgehäuse 9 geführt, und auf das Ende des fi.us dem Gehäuse herausragenden Kolbenschaftes sind Muttern 1 4. aufgesetzt, durch die die Feder mehr oder weniger vorgespannt werden kann.
  • N@'ällrend des Leerganges der Maschine, der in Abb. i dargestellt ist, nimmt der Stößel 3 die in dieser Abbildung gezeichnete Lage ein. Er bewegt sich aus der ausgezogen gezeichneten Stellung während des Umlaufes der Exzenterwelle in die am unteren Ende des Stößels gestrichelt angedeutete Lage und wieder zurück. Er läuft demnach in der Aussparung 6 und läßt den Druckfuß unbeeinflußt. Bei seiner Auf- und Abwärtsbewegung nimmt der Stift i i das Federgehäuse 9 mit und schwingt es um den Zapfen S. Die Endlagen sind wiederum ausgezogen und gestrichelt in Abb. i dargestellt. Der Kopf des Bolzens 1,3 kommt hierbei mit dem Stößel 3 nicht in Eingriff. Soll der Arbeitshub beginnen, so wird in bekannter Weise durch Niedertreten eines Fußhebels oder Bewegung eines Handhebels o. dgl. der Druckfuß niedergesenkt, bis er sich auf das auf dem Lederstück befindliche Messer aufsetzt. Es kommt hierbei die Aufsatzfläche 7 so tief zu liegen, daß der Stößel 3 unter Wirkung einer Feder oder auch infolge der Reibung, wenn er sich in seiner höchsten Lage befindet, über diese Fläche fassen kann. Diese Stellung ist in AN-b. 2 in ausgezogenen Linien gezeigt. Hierbei kommen Bolzen 13 und Stößel 3 noch nicht miteinander in Eingriff bzw. der Bolzen b steht auch bei der höchsten Lage des Stößels nicht so weit vor, daß er die Schwenkung des Stößels 3 nach links in die gezeichnete Lage hindert. Nunmehr beginnt der Abwärtshub und der eigentliche Arbeitshub des Stößels. Er drückt den Druckfuß durch das Leder hindurch in die in Abb. 2 gestrichelt gezeichnete Lage, wobei er auch selbst die gestrichelt gezeichnete Lage einnimmt. Da sich das Exzenter in der Pfeilrichtung in Abb. 2 bewegt, bewegt sich während des Abwärtshebes der Stößel 3 an seiner oberen Seite etwas nach rechts, und da sich gleichzeitig auch das Federgehäuse 9 nach links bewegt, bleiben Kolben 13 und Stößel 3 auch bei diesem Arbeitshub außer Eingriff.
  • Nach erfolgtem Arbeitshub bewegt sich der Stößel wieder nach, aufwärts. Hierbei geht der obere Teil des Stößels 3 mit Rücksicht auf die angegebene Drehrichtung nach links. Gleichzeitig wird das Federgehäuse infolge der Aufwärtsbewegung des Stößels so geschwenkt, daß der Kolben 13 sich nach rechts gegen den Stößel zu bewegt. Kolben und Stößel kommen deshalb bald miteinander in' Eingriff. Es erfolgt aber noch keine Ausrückung, da die Stanzunterlage aus Holz sehr stark nachgibt und nach Aufhören des Stanzdruckes in dem ersten Teil der Rückwärtsbewegung des Stößels der elastische Gegendruck der Unterlage .noch ein so starker ist, daß durch die Reibung zwischen Stößel und Druckfuß ein festes Zusammenhaften dieser beiden Teile erfolgt. Infolgedessen wird während des ersten Teiles der Aufwärtsbewegung, von dem Zeitpunkte an, in dem Stößel und Bolzen 13 in Eingriff kommen, ein Zusammenpressen der Feder stattfinden. Sobald jetzt der elastische Gegendruck aufgehört hat und der Stößel frei, wird, wirkt die Feder auf ihn ein und bewirkt seine plötzliche Auslösung.
  • Das Fortschieben des Stößels von dem Druckfuß geschieht lediglich durch die Wirkung der Feder. Hierdurch entsteht der Vorteil, daß der erste Teil des Rückwärtshubes der Stanze, also gerade ein Zeitpunkt, in dem die Stanze keine Arbeit zu leisten hat, dazu ausgenutzt werden-kann, um eine sehr starke Ausrückfeder zu spannen und sobald Stößel und Druckfuß sich voneinander lösen, eine rasche Ausrückung erfolgen kann. Wollte man die Ausrückung durch einen mechanisch gesteuerten Hebel bewirken, also etwa die dargestellte Einrichtung ohne Einschaltung einer Feder verwenden, so müßte man diesen Anschlag so steuern, daß die Ausrückbewegung erst in dem Augenblick einsetzt, in dem bei der dargestellten Ausführung die Feder bereits voll wirksam ist und die Ausrückung vornimmt. Die Ausrückung würde also bei einer mechanischen Steuerung erheblich später beendet sein als bei der Einrichtung-1 gemäß der Erfindung.
  • Man kann die Stanze natürlich nach Belieben auch mit an sich bekannten Einrichtungen zum Feststellen des Stößels nach erfolgtem Stanzhub versehen, auch das Federgehäuse und die Art seiner Bewegung beliebig anders ausführen. Das Wesen der Erfindung liegt in der Art der Spannung der Feder während des ersten Teiles des Rückwärtshubes der Stanze.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Stanzen von Leder und ähnlichen Stoffen mit einem aus einem Druckfuß und einem über letzteren schwenkbaren, motorisch bewegten Stößel bestehenden Druckstempel, bei welchem das Entkuppeln von Druckfuß und Stößel durch eine durch den Antrieb der Maschine gespannte Feder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Entkuppeln dienende Feder (i 2) erst nach Beendigung des Arbeitsganges beim Beginn des Rückwärtshubes des Stößels (3) gespannt wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückfeder (i2) einerseits mittelbar oder unmittelbar gegen den Stößel (3) wirkt und andererseits durch eine Spannvorrichtung beeinflußt wird, welche beim Aufwärtsgehen des Stößels (3) nach Beendigung des Arbeitshubes zum Zwecke der Spannung der Feder gegen diese bewegt wird.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückfeder (12) in einem schwenkbar am Maschinengestell angebrachten Gehäuse (9) gelagert und das Gehäuse (9) mit dem Stößel (3) so verbunden ist, daß letzterer bei seiner Auf- und Abwärtsbewegung das Gehäuse um seinen Zapfen (i i) schwingt, andererseits in seiner Querbewegung nicht behindert wird. ¢. Maschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (i2) unter Zwischenschaltung eines Druckbolzens (i3) auf den Stößel (3) einwirkt und zwischen Bolzen (i3) und Federgehäuse (9) so eingespannt ist, daß sie durch mehr oder weniger weites Hineinziehen des Bolzens in das Gehäuse durch Muttern 1q.) o. dgl. mehr oder weniger vorgespannt wird.
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