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Einrichtung an Geräten zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Tonzeichen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Geräten zur Aufzeichnung von Tonzeichen u. dgl. mit einem Aufzeichnungsorgan und einer längs diesem beweglichen Tonspur.
Bei den bekannten Geräten zur Aufzeichnung von Tonzeichen, beispielsweise sogenannten Dictaphonen, Telephonographen, oder auch bei Einrichtungen, die anders geartete Impulsreihen auf Tonträgern aufnehmen, besteht der grosse Nachteil, dass, wenn zwischen den einzelnen Aufzeichnungen grössere Zeiträume verstreichen, erhebliche Teile des Tonträgers unbenützt ablaufen. Dies hat einmal zur Folge, dass zur
Aufzeichnung bestimmter Längen von Impuls- reihen der Tonträger unverhältnismässig lang ausgebildet werden muss, während anderseits bei der Wiedergabe diese selbstverständlich auch mit den bei der Aufnahme herrschenden Zwischen- räumen erfolgt.
Zur Beseitigung dieser Nachteile macht die
Erfindung von einer bei Telephonographen bekannten Massnahme Gebrauch, die darin besteht, durch ein erstes, von den ankommenden Tonzeichen betätigtes, elektrisches Schaltmittel ein zweites, mit zeitlicher Verzögerung arbeitendes
Schaltmittel zu steuern. Diese Massnahme dient bei einer bekannten Ausführung eines Telephonographen dazu, um die selbsttätige Abschaltung desselben zu bewirken, wenn während einer gewissen Zeit keine Tonzeichen ankommen.
Erfindungsgemäss bewirkt das genannte zweite Schaltmittel am Ende einer vorbestimmten Zeit, während der keine Tonzeichen empfangen wurden, die Rückversetzung von Aufzeichnungsorgan und Tonspur in diejenige gegenseitige Stellung, in der sich diese Teile zu Beginn der genannten Zeit befunden haben.
Dabei ist es zweckmässig, für das erste, von den ankommenden Impulsen betätigte Schaltmittel ein Gleichstromrelais zu verwenden, dem die ankommenden Tonzeichen nach Gleichrichtung derselben zugeführt werden. Für das genannte zweite Schaltmittel eignet sich z. B. ein Nockenschaltwerk, dessen Nockenscheiben von einem Motor über eine Kupplung angetrieben werden, wobei diese Kupplung eingeschaltet wird, sobald das Gleichstromrelais erregt ist. Zweckmässig wird die Einrichtung so getroffen, dass die Nocken- scheiben ausser der Rückversetzung von Auf- zeichnungsorgan und Tonspur in die genannte
Stellung auch die Abschaltung des rufenden
Teilnehmers und die Stillsetzung des Motors bewirken.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels- weise Ausführungsform einer Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Es sei angenommen, dass der Teilnehmer T 39 an ein Impulsaufzeichnungsgerät angeschlossen ist und dass in bekannter Weise ein Rufstrom das Relais R 2 erregt. Stromkreis 1 : Teil- nehmer T 39, Kontakt 17, Kondensator KO 31,
Relais R 2, Kontakt 18, Teilnehmer T 39.
Durch das Erregen von Relais R 2 wird Relais H 1 erregt, Stromkreis 2 : Batterie, plus, Kontakt 22, Kontakt 21, Relais H 1, Batterie minus.
Relais H 1 hält sich über Stromkreis 3 : Batterie plus, Nockenkontakt 28, Kontakt 20, Relais H 1, Haltewicklung, Batterie minus.
Durch das Ansprechen von Relais H 1 wird Relais F 3 erregt, das mit seinem Kontakt 25 das Netzrelais N 4 erregt. Dadurch wird nun der Motor M 15 an das Netz angeschaltet und in bekannter Weise ein nicht näher dargestelltes Getriebe betätigt.
Relais F 3 wird erregt im Stromkreis 4 : Batterie plus, Kontakt 16, Relais F 3, Batterie minus.
Relais F 3 wird gehalten im Stromkreis 5 : Batterie plus, Nockenkontakt 29, Kontakt 24, Relais F 3, Haltewicklung, Batterie minus.
Das Netzrelais N 4 wird erregt im Stromkreis 6 : Batterie plus, Kontakt 25, Netzrelais N 4, Batterie minus.
Der Motor läuft an, Stromkreis 7 : Netz, Kontakt 26, Motor M 15, Netz.
Durch das Erregen von Relais H 1 wird die Vorwärtskupplung VK 6 den Tonträger mit dem vorwärtslaufenden Getriebe kuppeln. Die Drahttrommel DT 36 wird in der Pfeilrichtung vorwärts getrieben. Der Draht SD 38 wird von der Drahttrommel DT 37 auf die Drahttrommel DT 36 aufgespult. Die Vorwärtskupplung wird erregt im Stromkreis 8 : Batterie plus, Kontakt 19, Vorwärtskupplung VK 6, Batterie minus.
Der Teilnehmer T 39 kann nun in bekannter Weise eine Aufzeichnung bzw. eine Meldung
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auf das Impulsaufzeichnungsgerät abgeben ;
Stromkreis 9 : Teilnehmer T 39, Kontakt 17, Übertrager U 32, Verstärker V 33, prechkopf
SPK 35 und zurück Verstärker V 33, Übertrager U 32, Kontakt 18, Teilnehmer T 39.
Parallel zum Übertrager U 32 wird über den
Impulsverstärker JV 34 das Sprechkontroll- relais K 5 erregt, d. h. das abfallverzögerte
Relais K 5 wird während den Sprachimpulsen des
Teilnehmers T 39 erregt bleiben. Legt nun der Teilnehmer T 39 nach beendeter Aufzeichnung den Hörer auf die Gabel, d. h. es werden vom Teilnehmer keine weiteren Sprachimpulse abgegeben, so wird das Sprechkontrollrelais K 5 stromlos.
Durch das Abfallen von Relais K 5 wird der Kontakt 27 geschlossen und damit die Zeitwerkkupplung ZK 8 eingeschaltet. Stromkreis 10 : Batterie plus, Kontakt 23, Kontakt 27, Zeitwerkkupplung ZK 8, Batterie minus.
Durch das Erregen der Zeitwerkkupplung ZK 8 werden die Nockenscheiben NKS 9, NKS 10 und NKS 11 in der Pfeilrichtung mittels eines Getriebes angetrieben. Der Tonträger (Drahttrommel DT 36) läuft weiter. Es sei angenommen, dass beispielsweise nach 10 Sekunden der Nocken NK 12 den Kontakt 28 trennt ; dadurch wird der Haltestromkreis 3 von Relais H 1 unterbrochen, ferner wird die Vorwärtskupplung VK 6 stromlos (Stromkreis 8), die Drahttrommel DT 36 bleibt stehen und damit der Draht SD 38.
Der Teilnehmer T 39 wird ebenfalls vom Sprechkopf SPK 35 bzw. Verstärker V 33 und JV 34 abgeschaltet (Stromkreis 9).
Wird der Kontakt 30 durch die Nocken 14 geschlossen, so wird dadurch die Rückwärtskupplung RK 7 mit dem Getriebe gekuppelt.
Die Drahttrommel DT 37 wird in der der Pfeilrichtung entgegengesetzten Richtung zurückgespult, beispielsweise 10 Sekunden. Die Rückwärtskupplung RK 7 wird erregt. Stromkreis 11 : Batterie plus, Rückwärtskupplung RK 7, Batterie minus.
Wird der Kontakt 30 geöffnet, so wird Stromkreis 11 wieder unterbrochen.
Schliesslich wird der Nocken NK 13 den Kontakt 29 öffnen, womit der Haltestromkreis von Relais F 3 unterbrochen wird. Dadurch werden auch die Stromkreise 5,6, 7 stromlos und das Impulsaufzeichnungsgerät ist bereit für weitere Aufzeichnungen.
Mit der gezeigten Einrichtung kann erreicht werden, dass der Tonträger nicht unbenützt weiterläuft, sondern auf seiner gesamten Länge zur Aufzeichnung nacheinander aufgezeichneter Impulszeichen bzw. Meldungen ausgenützt wird, wodurch auch eine pausenlose Wiedergabe der Aufzeichnung möglich wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Geräten zur Aufzeichnung von Tonzeichen u. dgl. mit einem Aufzeichnungsorgan und einer längs diesem beweglichen Tonspur, in welcher ein erstes, von den ankommenden Tonzeichen betätigtes elektrisches Schaltmittel und ein von diesem gesteuertes, mit zeitlicher Verzögerung arbeitendes zweites Schaltmittel, beispielsweise ein Nockenschaltwerk, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schaltmittel am Ende einer vorbestimmten Zeit, während der keine Tonzeichen empfangen worden sind, die Rückversetzung von Aufzeichnungsorgan und Tonspur in diejenige gegenseitige Stellung bewirkt, in der sich diese Teile zu Beginn der genannten Zeit befunden haben.