AT16291B - Verfahren zum Entfernen von Extraktionsmitteln aus extrahiertem Material. - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von Extraktionsmitteln aus extrahiertem Material.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT N 16291.
THEODOR BERLINER m BERLIN.
Verfahren zum Entfernen von Extraktionsmitteln aus extrahiertem Material.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Extraktionmitteln aus extrahiertem Material, darin bestehend, dass man das Extraktionsmittel aus dem damit getränkten Material durch eine Flüssigkeit verdrängt, welche das Extraktionsmittel weder löst, noch chemisch verändert.
Um die Wirkung zu erreichen, ist es notwendig, zum Verdrängen des Extraktionsmittels eine Flüssigkeit zu nehmen, welche zum extrahierten Material eine grössere molekulare Anziehungskraft besitzt als das Extraktionsmittel. Diese Eigenschaft tritt in die Erscheinung durch die mehr oder minder grosse benetzbarkeit eines festen Körpers durch Flüssigkeiten, wie man z. B. beobachtet, dass ein fester Körper nicht von Wasser, wohl aber von Natronlauge benetzt wird.
Die Tendenz der molekularen Anziehungskraft kann erhöht werden durch Zusatz von solchen chemischen Verbindungen zur Verdrängungsflüssigkeit, welche eine chemische Einwirkung auf das extrahierte Material ausüben. Anstatt derartige Verbindungen, wie z. H.
Säure oder Alkali mit Wasser zu vermischen, um das Extraktionsmittel aus dem extrahierten Material durch wässerige Lösungen von Säure oder Alkali zu verdrängen, kann man die Säure und das Alkali auch dem zu extrahierenden Material oder dem Extraktionsmittel beimischen, so dass zur schliessliche@ Verdrängung des Extraktionsmittels aus dem extra- hierten Material nur noch Wasser zugeführt zu werden braucht. Unter Umständen empfiehlt es sich auch, an Stelle von reinem Wasser bezw.
wässerigen Lösungen von Säure oder Alkali Salzlösungen eventuell unter Zusatz von Säure oder Alkali zu verwenden, um grössere Differenzen im spezifischen Gewicht zwischen Extraktionsmittel und Verdrängungsflüssigkeit herbeiführen zu können.
Die Benetzbarkeit eines extrahierten festen Körpers durch eine Verdrängungsflüssig- keit ist vielfacher technischer Verwendung fähig, um das Extraktionsmittel zu entfernen resp. wieder zu gewinnen. Wird z. H. fetthaltiges Leder oder Haut mit Benzin, Benzol oder einem anderen in Wasser unlöslichen Fettextraktionsmittel behandelt und auf diese Weise vom Fett befreit, so kann durch Zufügen von Wasser, welchem Säure oder Alkali zugesetzt ist, das Fettlösungsmittel ausgetrieben werden, indem das Leder oder die Haut das Wasser aufnehmen und darin aufquellen und das unlösliche Fettextraktionsmittel von sich abstossen, so dass letzteres obenauf schwimmt,
wenn es spezifisch leichter als die Verdrängungsnüssig- keit ist, oder untersinkt, wenn das spezifische Gewicht das der Verdrängungsnüssigkeit übersteigt.
Wird z. B. schwefelhaltiger Mergel mit Schwefelkohlenstoff übergossen und nach der
Lösung des Schwefels salzsäurehaltiges Wasser auf das Gestein gegeben, so ist die Benetz- barkeit des salzsäurehaltigen Wassers für den Kalkstein grösser als die Adhäsion des
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zu Boden sinkt.
Leimkesselrückstände, welche zur Entziehung des Fettgehaltes mit Benzin ausgezogen wurden, werden z. B. mit salzsäurohaltigem Wasser behandelt, wodurch sich das an den Rückständen haftende Benzin trennt und obenauf schwimmt.
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Knochen, welche zwecks Entfettung mit Benzin oder anderen Fotttöaungsmittdn behandelt wurden, worden mit salzsäure-oder schwofelsäurohaltigem oder einem ein Alkali enthaltenden Wasser überzogen. Dieses Wasser dringt in alle Poren und Hohlräume, haftet an dem Material infolge der Einwirkung der Säure oder des Alkalis auf den phosphorsauren Kalk der Knochen und treibt das zurückgebliebene Benzin, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff oder andere Fottextraktionsmittel aus, welches je nach seinem spezifischen Gewicht obenauf schwimmt oder untersinkt und hiedurch von dem wässerigen Verdrängungsmittel getrennt werden kann.
Anstatt die extrahierten Knochen mit schwefels1iurchaltigem Wasser oder mit wässeriger Alkalilösung zu behandeln, kann man auch dem Benzin oder Benzol, welches zur Extraktion dienen soll, vorher schweflige Säure in Gasform zuführen und dann die Verdrängung des Fettlösungsmittels durch reines Wasser oder Salzwasser bewirken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Entfernen von Extraktionsmitteln, wie Benzin, Benzol, Schwefelkohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff aus extrahiertem, festem Material, insbesondere aus Knochen, Leimleder, Leimlederrückständen, Ölfrüchten etc., dadurch gekennzeichnet, dass das extrahierte Material mit Wasser in der Art behandelt wird, dass man dem Wasser Zeit gibt, in die Poren des Materials durch Kapillarwirkung einzudringen und dabei das Fettlösungsmittel zu verdrängen, welches, je nach seinem spezifischen Gewicht, im Wasser zu Boden sinkt oder an die Oberfläche steigt, um dann von hier abgezogen zu werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Wasser unter Zusatz von Säure, Alkali oder Salzen erfolgt, um die molekulare Anziehungkraft (Benetzbarkeit) des Wassers zum Extraktionsgut zu erhöhen.
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