DE96850C - - Google Patents

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Description

KAISERIICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Zusatz zum Patente JU 93538 vom 21. Februar 1894.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. März 1894 ab. Längste Dauer: 20. Februar 1909.
Nach dem durch das Patent Nr. 93538 geschützten Verfahren werden die Verunreinigungen des Reuniolcamphersäureesters durch Destillation mit Wasserdampf von dem Ester getrennt. Der nicht flüchtige, zähflüssige Ester umhüllt aber die überzutreibenden Oeltheile und erschwert dadurch deren Entfernung durch Wasserdampf. Diese Schwierigkeit kann man mit Rücksicht darauf, dafs die Camphersäure eine zweibasische Säure ist, theilweise heben.
Zweibasische Säureanhydride bilden bekanntlich mit Alkoholen (J. W. Brühl, Ber. d. d. ehem. Ges., Bd. XXVI, 284) im Wesentlichen die sauren Ester; für Camphersäure nach der Gleichung:
COOR
Cq H ,
Mit Terpenalkoholen entstehen daneben aber auch die neutralen in geringerer Menge:
c η /COO-R + H ο
Wenn man nun in dem Gemisch beider Ester den sauren neutralisirt, so erreicht man dadurch eine erhebliche Erleichterung der Destillation.
Dafür sind zwei Wege möglich-:
ι. Man destillirt mit Wasserdampf unter Hinzufügen von ätzenden oder kohlensauren Alkalien. Das gebildete Alkalisalz des sauren Esters löst sich dabei' im Destillationswasser auf und hindert dadurch weniger das Hinaustreiben der verunreinigenden OeIe.
2. Man neutralisirt das Reactionsgemisch mit ätzenden oder kohlensauren Alkalien, trennt aber die wässerige Lösung von der Oelschicht. Die wässerige Lösung wird, nachdem die geringen , darin suspendirten Verunreinigungen durch Ausschütteln mit Aether, Chloroform oder ähnlichen Extractionsmitteln entfernt sind, eingedampft und das erhaltene Alkalisalz des sauren Esters mit dem nach dem Haupt-Patent gereinigten neutralen Ester vereinigt. Nach dem Verseifen mit Alkalien wird das aus beiden Estern rein gewonnene Reuniol mit Wasserdampf abdestillirt.
Beispiel:
5 kg v.erseiftes, rectificirtes Reunion-Geraniumöl (welches den Terpenalkohol Reuniol enthält) werden mit 5 kg Camphersäureanhydrid 10 Stunden lang auf 1300 C. erhitzt. Während des darauf folgenden Ueberdestillirens der Verunreinigungen läfst man allmälig eine Lösung von 1,750 kg Kalihydrat in 50 kg Wasser hin-

Claims (1)

  1. zulaufen. Es ist nicht zweckmäfsig, die Kalilösung auf einmal zuzugeben, auch darf es zur vollständigen Neutralisirung nicht kommen, weil in beiden Fällen ein starkes Schäumen der Flüssigkeit eintritt. Wenn kein OeI mehr übergeht, wird der Rückstand entweder mit Säuren versetzt oder eingedampft. Die ausgeschiedenen Ester werden, wie im Haupt-Patent beschrieben, verseift.
    Oder:
    Man läfst die Kalilösung in das Reactionsgemisch unter Erwärmen einlaufen, hebt die untenstehende wässerige Lösung ab, versetzt sie mit so viel Wasser, dafs das Kalisalz auch in der Kälte gelöst bleibt, schüttelt mehrfach mit Aether aus, säuert an oder dampft ein. Der so erhaltene saure Ester bezw. dessen Kalisalz wird nun mit dem neutralen Ester vereinigt, welcher vorher durch Wasserdampf von seinen flüchtigen Beimengungen leicht befreit werden konnte. Beide Ester werden mit Alkalien verseift und der so gewonnene Terpenalkohol Reuniol rectificirt.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Die Abänderung des Verfahrens des Patentes Nr. 93538 zur Darstellung von Reuniol dahin, dafs bei Anwendung von Camphersäure zur Esterificirung nicht das gesammte Reactionsproduct durch Destillation mit Wasserdampf von den Verunreinigungen befreit wird, sondern dafs der saure Ester vorher aus dem Reactionsgemisch durch Lösen in ätzenden oder kohlensauren Alkalien entfernt wird, indem man entweder das mit Alkali versetzte Reactionsproduct mit Wasserdampf destillirt oder die alkalische Lösung des sauren Esters für sich durch Ausschütteln mit Aether oder Chloroform reinigt und den nicht in. Alkali gelösten Theil des Reactionsproductes nach dem im Haupt-Patent beschriebenen Verfahren behandelt.
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