AT162237B - Verfahren zum Färben von Viskoseprodukten, besonders Kunstschwämmen - Google Patents

Verfahren zum Färben von Viskoseprodukten, besonders Kunstschwämmen

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AT162237B
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Herbert Maria Dr Phil Ulrich
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  Verfahren zum Färben von Viskoseprodukten, besonders Kunstschwämmen 
Viskosekunstschwämme lassen sich nicht mit substantiven Farbstoffen waschecht ausfärben, trotzdem sie ebenso wie die Viskosekunstfasern aus Regenerat-Cellulose bestehen. Bei der Be- netzung mit Wasser blutet ein so gefärbter
Kunstschwamm fortdauernd aus. 



   Es ist aber möglich, Kunstschwämmen aus Viskose waschechte Färbungen zu geben, wenn man der Viskose vor der Regenerierung Küpen entsprechender Farben aus der Indanthrenklasse zusetzt. Dieser Vorgang entspricht der Her-   stellung"spinngefärbter"Kunstfaser.   



   Des weiteren ist es möglich, Viskosekunstschwämmen dadurch eine Farbe zu verleihen, dass man farbige mineralische Stoffe, wie z. B. 



  Kadmiumgelb, in kolloidverteilter Form der Viskose vor der Fällung einhomogenisiert. Dieser Vorgang hat sein Gegenstück bei der Erzeugung   spinnmattierter"Kunstfaser   (z. B. mittels Titanoxydpulver). 



   Erfindungsgemäss werden nun waschechte Färbungen von Kunstschwämmen dadurch erzielt, dass der Viskose solche Schwermetallsalze zugegeben werden, die im Verlaufe der weiteren Verarbeitung in gefärbte Sulfide übergehen. Diese Überführung in die Sulfide erfolgt bei der Zersetzung der Viskose, wobei Schwefelwasserstoff bzw. Natriumsulfid und-polysulfide nebenbei gebildet werden. Erfindungsgemäss werden dabei solche Schwermetallsalze verwendet, die luftund feuchtigkeits-sowie säure-und auch laugenbeständige Sulfide ergeben. Diese Sulfide bleiben z. B. bei einer späteren Behandlung des Schwammes mit verdünnten Säuren unlöslich. 



   Im besonderen eignen sich hiefür Salze des Kadmiums und des Wismuts.   Kadmiumsalze   bilden bekanntlich je nach der H-Ionenkonzentration ein gelb-, orange-, rot-bis braunfarbiges Sulfid. Aus neutralen und alkalischen Lösungen fällt das Kadmiumsulfid bekanntlich bei gewöhnlicher Temperatur als kanariengelber, amorpher 
 EMI1.1 
 gemässen Verfahren der Viskose das Kadmiumsalz als Sulfat   (3CdSO, j.. 8HjjO)   zugesetzt, u. zw. im entsprechenden aliquoten Teil der bei 20  C gesättigten wässerigen Lösung, welche 43-4% Cd   S04   enthält. 



   Das braune Wismutsulfid ist in Alkalisulfide sehr schwer löslich und bildet sich unter den bei der Schwammherstellung gegebenen Bedingungen. 



   Als Wismutsalz wird erfindungsgemäss z. B. basisches Nitrat   (BiONO)   verwendet, das in reinem Wasser schwer löslich ist. Es bildet glänzende weisse Schuppen und wird der Viskose einhomogenisiert. 



   Andere Schwermetallsulfide, wie Quecksilber-,
Blei-, Kupfersulfid, Arsen-, Antimon-, Stannound Stanisulfid, entsprechen den Anforderungen der Waschechtheit sowie Säure-und Alkalibeständigkeit nicht. Arsen-, Antimon-und die Zinnsulfide lösen sich in Alkalisulfide. Diese Sulfide würden also aus der regenerierten Schwammmasse bei der Heisswasserbehandlung fast völlig ausgewaschen werden.   Quecksilbersulfid   kommt auch nicht in Frage, weil es von Natriumpolysulfiden vollständig gelöst wird. Bleisulfid oxydiert sich leicht an der Luft zu Sulfat, die Färbung würde also bald verschwinden. Bei der Fällung von Kupfersulfid aus neutraler oder alkalischer Lösung bilden sich nur kolloide Systeme, überdies aber oxydiert sich Kupfersulfid im feuchten Zustand unter Bildung von Kupfersulfat, das dann ausgewaschen wird. 



   Ausführungsbeispiel : In 100 kg einer dünnen und unreifen Viskose (4% Cellulose und 4% NaOH) wird unter Kühlung eine solche Menge einer konzentrierten Kadmiumsulfatlösung eingeführt, dass die Viskose ungefähr 0-3% CdS04, bezogen auf das Gewicht, enthält. 



  Es werden dazu ungefähr 700   ecm   einer bei 20  C gesättigten Kadmiumsulfatlösung gebraucht. 



   Dann werden 175 kg teilweise entwässerter erbsengrosser Natriumsulfatkristalle in diese Viskose eingemengt und das Gemisch in entsprechenden Formen einer Heissluft-Atmosphäre bei über 150  C ungefähr eine Stunde ausgesetzt. 



   Die koagulierte Schwammasse wird mit Heisswasser salz-und laugenfrei gewaschen, dann mit verdünnter Schwefelsäure (bis   5%)   in der Kälte behandelt, wobei das schwarze Eisensulfid, sowie auch andere Sulfide in Lösung gehen, während das hiebei unlösliche, völlig beständige Kadmiumsulfid den Schwämmen eine gelbliche Eigenfarbe verleiht, die der Farbe der Naturschwämme entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Färben von Viskoseprodukten, besonders Kunstschwämmen mit Schwermetallsulfiden, dadurch gekennzeichnet, dass der Viskose vor der Ausfällung Schwermetallsa1zlösungen oder-pulver eingerührt oder einhomogenisiert werden, die im weiteren Arbeitsgang durch die bei der Ausfällung der Viskose sich bildenden Alkalisulfide in lauge-und säurebeständige Schwermetallsulfide übergehen, die dem fertigen Kunstschwamm eine waschechte, dem Naturprodukt ähnliche Farbe geben. EMI2.1 miumsalze, z. B. Kadmiumsulfat, zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Viskose vor der Ausfällung Wismutsalze, z. B. basisches Wismutnitrat, zugesetzt werden.
AT162237D 1947-08-01 1947-08-01 Verfahren zum Färben von Viskoseprodukten, besonders Kunstschwämmen AT162237B (de)

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