AT160291B - Verfahren zur Darstellung neuer Oxyketone bzw. deren Ester. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer Oxyketone bzw. deren Ester.

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  Verfahren zur Darstellung neuer Oxyketone bzw. deren Ester. 
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   90% iger Essigsäure,   in der Kälte zugefügt und das Ganze über Nacht bei Zimmertemperatur stehen gelassen, wobei das Oxydationsprodukt teilweise auskristallisiert. Dann giesst man in Wasser, saugt   das ausgefallene Produkt ab und wäscht mit viel Wasser nach. Der so erhaltene bromierte Oxyketonester   wird in Eisessig, gelöst, mit Zinkstaub unter intensivem Schütteln auf dem siedenden Wasserbade entbromt. Dann wird abgesaugt, nachgewaschen und die Lösung mit Wasser gefällt. Man zieht mit Äther aus, schüttelt die Ätherlösung mit verdünnter Sodalösung und Wasser und dampft sie ein. Die Entbromung kann aber auch z.

   B. durch Erhitzen einer trockenen   benzolischen   Lösung des   gebromten   Oxyketonesters mit einer alkoholischen Lösung von Natriumjodid   durchgeführt   werden. In diesem Falle wird die Lösung nachher mit wässeriger   Natriumsulfitlösung   und Wasser gewaschen und eingedampft. 



   Aus dem nach einer dieser Methoden gewonnenen Rohprodukt lässt sich z. B. durch Umkristallisation aus Hexan und/oder Hochvakuumsublimation oder auch über das schwer lösliche Semicarbazon das 17-trans-17-Benzoyloxy-androsten- (4)-on- (3) vom F   = 198-200'erhalten.   Es kann durch Ver-   seiftung mit alkoholischer   Lauge in das   17-trans-Androsten- (4)-ol- (17)-on- (3)   vom F = 1550 übergeführt werden. 



   Auf ähnliche Weise gewinnt man durch partielle Verseifung von   3-trans-17-eis-Androsten- (5)-     diol-3-acetat-17-benzoat   vom F =   133-1340,   Oxydation des als Zwischenprodukt erhaltenen 3-trans-   17-cis-17-Benzoyloxy-androsten- (5)-ols- (3) vom   F = 150-1510 und nachherige Verseifung des   17-eis-17-BenzQyloxy-androsten- (4)-ons- (3)   vom F = 135-1360 das 17-cis-Androsten-(4)-ol-(17)-on-(3). 



   Zur Oxydation kann an Stelle von Chromsäure z. B. auch Kupferoxyd verwendet werden. 



   Beispiel 2 : In 1 l auf 30  vorgewärmten Äthylakohol werden 5 g Androsten-(5)-diol-3-acetat- 17-benzoat vom   F = 178-180 ,   dann   12-8 cm äthylalkoholisehe Kalilauge (enthaltend 0-64 y   Kaliumhydroxyd) eingetragen und. das Ganze 4 Stunden lang bei derselben Temperatur intensiv gerührt. Die Lösung wird neutralisiert (verbrauchte Alkalimenge ungefähr   10%)   und im Vakuum stark eingeengt, das Rohprodukt mit Wasser und Äther geschüttelt, die ätherische Lösung abgetrennt und eingedampft. Den Rückstand kristallisiert man aus Diisopropyläther um, wobei das 17-Benzoyloxy-   androsten- (5)-ol- (3)   in Form prächtiger   Nadeln vom F = 222-223    erhalten wird. 



   Die Oxydation dieses Monoesters wird analog wie in Beispiel 1 beschrieben, nach Bromierung in Eisessig, mit Chromsäure durchgeführt. Der erhaltene bromierte Oxyketonester wird zur Entbromung in Benzol aufgenommen, diese Lösung sorgfältig getrocknet und nach Zugabe einer Lösung 
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   Durch die Verwendung von   äthylalkoholischer   gegenüber methylalkoholischer Kalilauge wird die Reaktionszeit in obigem Beispiel wesentlich verkürzt. Vorteilhaft erweisen sich als Lösungsmittel auch Propyl-, Butyl-oder Amylalkohole. 



   Beispiel 3 : 2-75   g 3-eis-17-trans-Androstandiol-3-acetat-17-benzoat [F = 198-1990   (ausAlkohol) ; dargestellt aus 3-cis-17-trans-3-Acetoxy-androstanol-(17) mit Benzoylchlorid in Pyridinlösung] werden in 350   em3   Methylalkohol suspendiert und mit einer Lösung von   0'35 g Kaliumhydroxyd   in 17   cm3   Methylalkohol 20-30 Stunden auf etwa 500 erwärmt, wobei fast völlige Lösung eintritt. 



  Nach dem Abkühlen   auf-10  wird   von unverseiftem Ausgangsmaterial abgenutscht, das Filtrat mit Wasser versetzt und der dabei ausfallende Niederschlag abgetrennt. Dieser wird in Äther aufgenommen, die ätherische Lösung eingedampft und der Rückstand mit Benzin (Kp = 70-800) ausgekocht.

   Das beim Erkalten auskristallisierende 3-cis-17-trans-17-Benzoyloxy-androstanol- (3) zeigt nach dem Verreiben mit Methylalkohol den F =   202-203 ,   der beim weiteren Umkristallisieren aus Benzin konstant bleibt.   0-25   g dieser Verbindung werden in 10      Eisessig gelöst und mit einer Lösung von 0-063 g Chromtrioxyd in 6-3   cm3   Eisessig über Nacht stehen gelassen ; dann wird die Lösung mit Wasser verdünnt und das ausgefallene Reaktionsprodukt durch Filtration abgetrennt und in Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung wird mit Wasser ausgewaschen und dann eingedampft,. wobei das 17-trans-17-Benzoyloxy-androstanon-(3) auskristallisiert. Nach dem Umkristalli- 
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 Kristallpulver, das abgesaugt und mit Methylalkohol ausgewaschen wird.

   Das so gewonnene 3-trans- 17-trans-17-Hexahydrobenzoyloxy-androstanol-(3) schmilzt bei   167-168 o.   

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   Zum gleichen Monoester kann man auch gelangen, wenn man 3-trans-17-trans-17-Benzoyloxy-   androsten- (5)-ol- (3)   der   katalytisehen   Hydrierung unterwirft. 



     2.   g des so erhaltenen Monoesters werden in 30   cm3   Eisessig gelöst und mit einer Lösung von 0-5 g Chromsäure in   7. 5 cm3 90%iger   Essigsäure versetzt. Nach dem Stehen über Nacht bei Zimmertemperatur wird mit Wasser gefällt, filtriert, gewaschen und getrocknet. 4 g des so erhaltenen   17-trans-17-Hexahydrobenzoyloxy-androstanons- (3) [F   =   165-166  J   werden zur Verseifung mit 25   CM m3 Methylalkohol   und 25 cm3 methylakoholischer n-Natronlauge 2 Stunden am Rückfluss gekocht.

   Das dabei entstehende   17-trans-Androstanol- (17) -on- (3)   wird mit Wasser ausgefällt und nach dem Trocknen aus Essigester umkristallisiert ; F =   181-182 .   
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 stellen, welches durch partielle Verseifung in den 17-Monoester vom F =   206-2080 übergeht.   Dieser liefert nach Oxydation in der oben beschriebenen Weise den Oxyketonester vom F =   136-137 ,   aus welchem durch Verseifung das 17-cis-Androstanol-(17)-on-(3) vom F =   179-181-5'entsteht.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Ausführungsform des Verfahrens gemäss Stammpatent Nr. 157701, dadurch gekennzeichnet, dass man gemischte Diester von Androstandiol- (3. 17) bzw. Androsten- (5)-diol- (3. 17) oder deren Stereoisomeren, insbesondere solche, in welchen die Hydroxylgruppe in 3-Stellung im Vergleich zu derjenigen in 17-Stellung mit einem durch Verseifung leichter abspaltbaren Säurerest verestert ist, als Ausgangsstoffe verwendet.
AT160291D 1935-06-18 Verfahren zur Darstellung neuer Oxyketone bzw. deren Ester. AT160291B (de)

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