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Österreichische
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FIRMA GEBRÜDER BÜHLER IN UZWIL (SCHWEIZ).
Walzenstuhl.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft einen Walzenstuhl. welcher mit einem Einlauftrichter, mit doppelten Speisewalzen, sowie mit einer über den Speisowalzen pendelnd aufgehängten Speiseplatte versehen ist. Dieser Walzenstuhl kennzeichnet sich vor derartigen schon bekannten Walzenstühlen dadurch, dass die Speiseplatte seitlich verschiebbar und der Anschlag derselben durch ein parallel zu den Speisewalzen gelagertes Segmentstück begrenzt wird. Zur Bewegung dieses Segmentes ist ein Handhebel vorgesehen, welcher mittels eines seitlichen Stiftes in einer Kulisse geführt ist und auf derselben sich feststellen lässt, wobei zur Feineinstellung dieses Hebels eine Schraube dient, welche einen Anschlag für den Ilandhebel bildet und nach Öffnen des Segmentes die Wiederdnstellung desselben genau in der gleichen Lage ermöglicht.
Die Erfindung betrifft ausserdem noch eine verbesserte Konstruktion der Türen für die Ständer und den Trichter, sowie des Walzenverdeckes.
Auf der Zeichnung ist der Erhndungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht und zeigt :
Fig. 1 eine Vorderansicht zur Hälfte im Schnitt eines Doppelwalzenstuhles und
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lauftrichter (S* tragen.
Die Läugswandungen der Ständer 5 besitzen von oben nach unten gehende, in der Richtung der übereinander angeordneten Walzen liegende Schlitze 9, längs welcher dieselben nach oben herausgenommen werden können. Ober den Enden der oberen Walzen sind ai) Ständer befestigte, seitlich an deren mittlere Fortsatzteile 7 sich anschliessende Abschlussstücke 10 angeordnet, gegen deren äussere bogenförmige Kanten sich genau an dieselben anpassende Verdeckte 11 für die oboren Wa11. en anlegen, welche glatte Innenflächen besitzen und mit ihren seitlichen im Winkel stehenden Rändern über die Kanten
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Wandung des Trichters 8 treten und mit ihren unteren Enden auf den Seitenständern 5 aufliegen.
Die Verdecke 11 sind mit Griffen versehen und durch Gelenkglieder ; ? 3 an die seitlichen Abschlussstücke 10 angelenkt ; an den beiden Seitenflächen des Stuhles befinden sich zwischen den Ständern genau an dieselben sich anpassende Türen 14, welche den zwischen den Ständern befindlichen Raum abschliessen. Diese Türen 14 sind mit ihre11 unteren Enden ebenfalls durch Gelenkstücke 15 an die Seitenständer 5 angelenkt und mittels derselben nach unten klappbar, während dieselben durch an ihren oberen Enden angeordnete Riegel 16, welche sich hinter die unteren Enden der Walzenverdecke 11 legen, in ihrer gesch) ossenen
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ebenso wird dadurch ein leichtes Herausnehmen der das Mahlgut aus dem Trichter den Walzen zuführenden Platten 17 ermöglicht.
Wie die Seitenständer, so besitzt auch der Walzenstuhl trichter 8 Türen 18, welche oben durch Riegel 19 festgehalten und unter Vermittlung von Gelenkstücken 20 nach unten klappbar angeordnet sind. Sowohl bei den Ständer-als auch bei den Trichtertüren können die Gelenkglieder verstellbar an den betreffenden Wandungen der Ständer und des Trichters. befestigt werden, um ein genaues Anpassen der Türe an der Oberfläche des Stuhles zu erzielen.
Dies kann entweder dadurch erreicht werden, dass die die Gelenkstücke mit den Wandungen der Ständer und des Trichters verbindenden Bolzen in entsprechenden Längsschlitzen der Wandungen eingesetzt sind oder aber dass exzentrische Schrauben vorgesehen sind, welche in Rundlöcher der Wandungen eingesetzt sind und einen den Gelenkstücken als Lagerzapfen dienenden exzentrisch angeordneten Schaftteil besitzen ; durch Verstellen der Bolzen in den Schlitzen oder durch Drehen der exzentrischen Schrauben kann alsdann eine Verschiebung des Drehpunktes der Gelenkstücke an den Ständern bezw. an dem Trichter erzielt und damit ein genaues Anpassen der Türen an die Aussenfläche des Stuhles erreicht werden.
In den Zeichnungen sind die beiden letzten Ausfühl'l1ngsformen der Einfachheit halber weggelassen und sind die Gelenkstücke 15 und 2 der Ständer-und Trichtertüren, als auch die Gelenkglieder 13 der Walzenverdecke um feste Bolzen 21 der entsprechenden Wandungen drehbar angeordnet.
Im Walzenstuhltrichter sind zwei nebeneinander in den Trichterstirnwänden gelagerte ungleich grosse Speisewalzen 22 und 23 für jede Stuhlhälfto angeordnet. Unter einem
Längssteg 24 ist je eine längliche Speiseplatte 25 mit ihren Zapfen 26 in Führungsschienen 27 pendelnd aufgehängt, wobei diese Schienen 27 in Führungen 28 der Trichterstirnwände gelagert sind und mit Schraubengewinde versehene Fortsätze besitzen, auf deren ausserhalb des Trichters befindlichen Enden Reguliermuttern 29 angeordnet sind, vermittels welcher die Speiseplatte 25 seitlich verstellt werden kann.
An ihrem unteren Ende ist jede Hpeiseplatte gegen die betreffende kleine Walze 22 umgebogen und liegt mit der ge- bogenen Untorkante auf der grösseren Walze 23 auf, wobei die Platte 25 durch Gelenk- stücke 30 mit Kurbeln 31 einer in den Trichterstirnwänden gelagerten Längswelle 32 verbunden ist, auf welcher ausserhalb des Trichters Arme 33 sitzen, an welche durch
Schrauben 34 regulierbare Federn 35 angehängt sind, derart, dass durch Wirkung dieser
Federn das untere Ende der Speiseplatte 25 stets gegen die grössere Walze 23 ge- presst wird.
Oberhalb jeder der kleineren Walzen ist auf in den Stirnwänden des Trichters ge- lagerten Achsen 36 ein mit den Walzen parallel laufendes längliches Segmentstück 37 angeordnet, welches mit seinem unteren Ende den Ausschlag der Speiseplatte 25 begrenzt.
Auf dem einen Ende der Achsen 36 sitzt ausserhalb des Trichters ein mit Handgriff ver- sehener Hebel 38, welcher gegen eine um den Zapfen 39 drehbare Kulisse 40 anliegt und vermittels einer in dieser Kulisse geführten Schraube 41 an derselben verstellt und durch deren Mutter 42 festgeklemmt werden kann, wobei diese Schraube gegen das Ende einer auf der Kulisse verschiebbar angeordneten Regulierschraube 43 anschlägt.
Durch entsprechendes Drehen des Hebels 88 kann das Segmentstück 37 verstellt und durch die Schraube 43 diese Verstellung aufs genaueste bestimmt werden. wodurch eine Feineinstellung des Segmentes erzielt wird ; ebenso ermöglicht diese Schraube 43 nach
Verstellen des Segmentes eine genaue Wiedereinstellung desselben in die gleiche vorher einguhaltene Lage dadurch, dass die Schraube 41 beim Zurückdrehen des Hebels 88 gegen das Ende desselben anstösst und dieser Hebel dadurch in seiner Einstellbewegung be- grenzt wird, wobei durch Anziehen der Schraubenmutter 42 der Hebel in seiner je- weiligen Lage festgestellt, sowie auch durch die Gegenmutter 44 die Schraube 43 gesichert werden kann.
Die Speiseplatte 25 wird durch den Druck des auf die Speisewalzen kommenden Mahlgutes von der Speisewalze 23 unter Beanspruchung der Feder 35 abgehoben, wobei das Segmentstück den Zweck hat, diese Abhebung der Speiseplatte bei einer gewünschten Speisequantität zu begrenzen und dabei der Platte auf ihrer ganzen Länge einen Anschlag zu geben. Die seitliche Verschiebung der Platte dient zur Paralleleinstellung derselben zu der Walze, so dass die Platte auf ihre ganze Länge an die Walze 23 anzu- liegen oder gleichmässig von derselben abzustehen kommt, in welch letzterem Falle eine gleichmässige Speisung über die ganze Länge der Walzen erzielt wird.
Bei geschlossenen Walzenverdecken wird durch deren glatte Innenseiten das Durchziehen der von unten her
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nach dem Trichter zu steigenden warmen Luft begünstigt, auch ermöglichen die Trichterturen eine genaue Kontrolle der Speisewalzen und der Speiseplatten sowie des Einstellsegmentes.
Anstatt in doppelter Anordnung kann der Walzenstuhl auch in einfacher Anordnung ausgeführt werden.
PATENT. ANSPRÜCHE : l. Wälzssstsh ! mit Einlauftrichter und Speisewalzen sowie einer über denselben in dem Trichter pendelnd aufgehängten Speiseplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Speiseplatte seitlich verschiebbar ist und zur Begrenzung des Anschlages der Platte bei einer gewünschten Speisequantität ein parallel zu den Walzen gelagertes Segmentstück vorgesehen ist, zum Zwecke, durch die seitliche Verschiebbarkeit der Speiseplatte eine Paralleleinstellung derselben zu den Speisewalzen zu ermöglichen und mittels des Segmentstückes der Platte einen Anschlag auf ihrer ganzen Länge zu geben.