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Vorschubgetriebe für Bogenlampenelektroden.
Die vorliegende Erfindung betrifft Vorsehubgetriebe für Bogenlampenelektroden, mit denen einer Elektrode ausser einer Axialbewegung zugleich eine Drehbewegung um ihre Achse erteilt werden soll. Getriebe dieser Art sind vielfach vorgeschlagen worden, ohne dass eine in jeder Beziehung befrie- digende Lösung der gestellten Aufgabe bisher gefunden worden wäre.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ergibt sich eine besonders einfache und zweckmässige Bauart eines solchen Getriebes, wenn man für den unmittelbaren Antrieb der Elektrode ein die Elektrode umfassendes Hohlrad wählt, das um eine Achse drehbar gelagert ist, die die Achse der Elektrode unter einem spitzen Winkel kreuzt.
Ein solches Getriebe gewährleistet infolge seines einfachen Aufbaus eine grosse Betriebssicherheit und kann verhältnismässig klein gehalten werden, so dass die durch den betreffenden Elektrodenkopf verursachte Abschattung des Scheinwerferlichtes gering bleibt. Die mit der Elektrode zusammenwirkende Innenfläche des Antriebsrades versieht man zweckmässig mit Spitzen oder mit Zähnen aus einem harten Stoff, um eine möglichst sichere Bewegung der Elektrode zu erzielen.
Will man bei einer der Erfindung entsprechenden Anordnung bei einer bestimmten Umdrehungzahl des Antriebsrades in der Zeiteinheit verschieden grosse Vorschubgeschwindigkeiten der Elektrode erreichen, so lässt sich dies dadurch ermöglichen, dass man das Hohlrad um eine Achse schwenkbar anordnet, die sowohl auf dessen Drehachse als auch auf der Elektrodenachse senkrecht steht, so dass man die Neigung der Drehachse des Antriebsrades gegenüber der Elektrodenachse verändern kann.
Auf diese Weise lässt sich z. B. die Grösse des Vorschubs der Elektrode verschiedenartigem Elektrodenmaterial anpassen. Macht man die Neigung der beiden Achsen zueinander mit Hilfe eines Elektromagneten veränderlich, der an der Lichtbogenspannung liegt oder der von einem Thermostaten betätigt wird, so lassen sich Unregelmässigkeiten im Elektrodenmaterial beim Vorschub auch selbsttätig berücksichtigen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer der Erfindung entsprechend ausgebildeten Einrichtung dargestellt. Fig. 1 der Zeichnung gibt einen teilweise im Schnitt und teilweise in Ansicht gezeichneten Aufriss der gesamten Einrichtung wieder, während Fig. 2 einen nach der Linie 2-2 in Fig. 1 geführten Schnitt, Fig. 3 einen Teilgrundriss, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 1, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 1 und Fig. 6 den Grundriss eines Einzelteiles darstellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Elektrode, die mit a bezeichnet ist, in einem Halter b gelagert. Die Elektrode wird von einem als Hohlrad ausgebildeten Antriebsrad c umfasst, in dessen Hohlraum Spitzen von Stahlschrauben cl hineinragen, die mit der Elektrode a in Eingriff kommen.
Das Rad c ist in einem Kugellager d um eine Achse A-A drehbar angeordnet und mit einem Zahnkranz e2 versehen, der mit einem Kegelrad e in Eingriff steht. Das Rad e ist in einem Arm i gelagert, der zugleich das Kugellager d trägt, und steht durch eine biegsame Welle el und ein Kegelräderpaar e2, e3 mit dem Anker eines Elektromotors g in Verbindung. Der Arm 1 ist auf eine Stange h aufgesteckt und wird auf dieser durch eine Schraube h1 so gehalten, dass er keine Bewegung in der Längsrichtung der Stange, wohl aber innerhalb gewisser Grenzen eine Drehbewegung auf dieser ausführen kann (vgl.
Fig. 4). Die Stange A ist am Halter b sowohl in ihrer Längsrichtung verschiebbar, als auch drehbar gelagert. Durch einen auf der Stange A befestigten Arm i, der einen Vierkantstift i1 trägt, der zwischen zwei Einstellschrauben 11 und 12 des Armes I greift, ist die Lage der Stange h gegenüber dem Arm/
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auf dem auch die Gabel k gelagert ist. Am unteren Ende der Stange h ist der doppelarmige Anker eines Elektromagneten I befestigt. An dem einen Ende des Ankers greift eine Feder l2 an, die bestrebt ist, das andere Ende entgegen der Wirkung des Elektromagneten gegen einen festen Anschlag 13 zu drucken.
Der Elektromagnet wird wirksam, wenn sich der Kontakt eines Thermostaten m schliesst, auf den der leuchtende Krater der Elektrode a bei einer gewissen Stellung derselben abgebildet wird.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet in folgender Weise :
Um zunächst eine Elektrode in den Halter b einsetzen zu können, wird die Taste k2 niedergedrückt und damit das Antriebsrad c entgegen der Wirkung der Feder j etwas angehoben, wobei der Hohlraum des Rades c eine zentrische Lage zur Achse B-B der Elektrode a annimmt, so dass die Elektrode durch den Hohlraum hindurchgesteckt werden kann. Wird dann die Taste k2 wieder freigegeben, so nimmt das Antriebsrad c die gezeichnete exzentrische Lage zur Elektrodenachse ein, wobei die Spitzen der jeweils oben liegenden Schrauben cl an der Elektrode angreifen. Wird dann der Motor g eingeschaltet, so dreht sich das Antriebsrad c und die oben liegenden Schrauben el nehmen
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schieben dabei die gerade im Eingriff mit der Elektrode stehenden Schraubenspitzen die Elektrode nach vorn.
Nachdem die betreffenden Spitzen bei der Weiterdrehung ausser Eingriff mit der Elektrode gekommen sind, bewegen sie sich wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück. Die gewünschte Schräglage der Achse A-A gegenüber der Achse B-B und damit der gewünschte Vorschub der Elektrode bei einer Umdrehung lässt sich mit Hilfe der Schrauben 11 und 12 einstellen. Unvorhergesehenen Änderungen im Abbrand der Elektrode wird selbsttätig durch Betätigen des Elektromagneten I vom Thermostaten m aus Rechnung getragen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorschubgetriebe für Bogenlampenelektroden, mit dem jeweils der Elektrode ausser einer Axialbewegung zugleich eine Drehbewegung um ihre Achse erteilt werden soll, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Elektrode ein die Elektrode umfassendes Hohlrad dient, das um eine Achse drehbar gelagert ist, die die Elektrodenachse unter einem spitzen Winkel kreuzt.