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Selbsttätiger Tubenverschluss.
Es sind bereits selbsttätige Tubenversehlüsse bekannt, deren Ende aus einem flachgedrückte
Rohr besteht, dessen Schlitz sich durch den Druck des austretenden Tubeninhaltes öffnet und bei
Nachlassen des Druckes schliesst, wobei der Querschnitt des Schlitzes während seiner Ausweitung eine zweieckförmige Gestalt annimmt. Diese Ausführungen haben den Nachteil, dass an den Enden des
Schlitzes verhältnismässig grosse Kräfte auftreten, die insbesondere bei dem bisher zur Verwendung kommenden weichen Material dieser Verschlüsse dieses zu stark beanspruchen, so dass es aus diesem
Grunde wie auch wegen Sprödewerdens bei längerem Gebrauche bricht.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Tubenverschluss, bei dem die genannten Nachteile dadurch vermieden sind, dass zwischen den feststehenden Begrenzungswänden des Tubenverschlusses oder des Tubenhalsbundes zwei als elastische Begrenzungswände dienende, metallene Blattfedern beweglich angeordnet sind, die beim Öffnen des Spaltes zwischen den feststehenden Begrenzungs- wänden einen rechteckigen Querschnitt freigeben.
Die Verwendung von Metall ermöglicht die erfindungsgemäss angewendete günstigere Schlitzform und sichert eine dauernd einwandfreie Funktion des Tubenverschlusses.
Hiebei können die beiden Blattfedern mit den feststehenden Begrenzungswänden des Tubenverschlusses aus einem einzigen, nach einem Netz ausgeschnittenen Stück bestehen, dessen die Blattfedern und die Begrenzungswände bildende Teile aufgebogen werden, wodurch das auf die Tube aufschraubbar Verschlussstück entsteht.
Bei einer andern vorteilhaften Ausführungsform werden nur die Enden eines Blechstreifens aufgebogen und auf diese Weise die Blattfedern gebildet. Der Mittelteil des Blechstreifens wird hiebei mit einer Durchtrittsöffnung für den Tubeninhalt versehen. Der mit den Aufbiegungen versehene Blechstreifen wird dann in Nuten der feststehenden Begrenzungswände eines besonderen, auf die Tube aufschraubbaren Verschlussstückes oder in Nuten des Tubenkörpers oder Tubenhalses selbst eingeschoben.
Auch können die Blattfedern aus einem Stück mit einem den Tubenhals rund umgebenden Metallring bestehen.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, u. zw. zeigen von diesen die Fig. 1, 4 und 7 die Vorderansichten, die Fig. 2,5 und 8 die Seitenansichten und die Fig. 3,6 und 9 die Draufsichten.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1-3 sitzt auf dem Tubenhalsbund b ein Metallring a.
Der Bund b ist an zwei gegenüberliegenden Stellen abgeflacht, und es reichen dort mit dem Metallring a ein Stück bildende Blattfedern c nach oben, wobei sie satteldachförmig aneinanderschliessen.
Die Blattfedern c sind über ihre Breite unterhalb des Ringes a mit Ansätzen d versehen, die unter den Bund b gebogen sind. Dort, wo die Blattfedern c auf dem Halsbund b aufliegen, ist dessen konischer Teil satteldachförmig abgeschrägt.
Gemäss der Ausbildung nach Fig. 4-6 sind die Backen g und die Blattfedern f Teile eines einzigen Stückes, das mittels Muttergewinde e auf den mit Gewinde versehenen Tubenhals aufgeschraubt wird.
Dieses Verschlussstück wird nach einem bestimmten Umriss (Netz) zugeschnitten oder ausgestanzt und dann zur fertigen Form gebogen.
Nach Fig. 7-9 ist die auf dem Tubenhals aufschraubbare Mutter mit Backen g versehen. Die Mutter weist Nuten m auf, die in der Höhe der Stirnfläche des Tubenhalses liegen. Die Blattfedern l werden hier durch Aufbiegungen eines Blechstreifens gebildet, dessen Mittelteil Ansätze n aufweist, mit
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