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Geschiebe bzw. Druckbrecher für abnehmbare Brücken und gestützt Zahnprothesen.
Bei den Geschieben bzw. Druckbrechern für abnehmbare Brücken und gestützt Zahnprothesen wird ein elastischer Andruck zwischen dem Schieber und seiner Führung zwecks Sicherung eines genügend festen Sitzes im allgemeinen dadurch bewirkt, dass der Schieber durch einen Schlitz gespalten wird und die beiden so gebildeten Teile etwas auseinander gebogen werden, so dass sie nach Einführung des Schiebers einen Druck gegen die Führung ausüben. Die derart erzielte Federung des Schiebers lässt sich nicht genau bemessen und lässt überdies bald nach, so dass wiederholt Korrekturen durch neuerliches Aufbiegen gemacht werden müssen. Es wurde daher vorgeschlagen, innerhalb des Schiebers federnde Organe in Gestalt von Drückern zu lagern, die unter der Federkraft an den Seitenflächen des Schiebers austreten und eine gleitende Reibung an den Flächen der Führung hervorrufen.
Bei den geringen Abmessungen solcher Schieber sind solche Einrichtungen jedoch schwierig herzustellen und demgemäss auch nur in umständlicher Weise auszuwechseln. Da die Federn hiebei naturgemäss nur sehr kurz sein können, ist es nicht leicht, die Federkraft richtig zu bemessen. Aus dem gleichen Grunde ist auch die erwünschte Gleichmässigkeit der Federung nicht erzielbar.
Die Erfindung betrifft Geschiebe bzw. Druckbrecher mit federnden Organen und bezweckt, die Bauart zu vereinfachen, die Bemessung des Andruckes zwischen Schieber und Führung zu erleichtern, ihn länger unverändert zu erhalten und, falls notwendig, in einfacher Weise wiederherstellen zu können.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das gegen die Reibfläche der Führung wirkende Organ aus einem gleich der Feder in dem hohl ausgebildeten Hals des Schiebers gelagerten Bolzen besteht.
Bei dieser Lösung des Problems steht ein verhältnismässig grosser Raum für die Unterbringung des Druckorgans und der Feder zur Verfügung, so dass jenes infolge seiner Ausbildung als Bolzen eine gute Führung erhalten und auch eine wesentlich längere Feder als bisher verwendet werden kann. Ferner kann der Einbau dieser Teile sehr leicht vorgenommen werden. Besondere Vorkehrungen hiezu bilden gleichfalls einen Gegenstand der Erfindung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweisen Ausführungsformen im Schnitt dargestellt. Fig. 1 zeigt die Ausbildung eines flachen Schiebers, Fig. 2 diejenige eines Kugelschiebers nach der Erfindung, wobei die entsprechenden Führungen in der üblichen Ausführung zu denken sind, so dass sich ihre Darstellung erübrigt.
Der flache Schieber nach Fig. l besteht aus dem eigentlichen Schieberkörper1 in Form einer Scheibe oder eines parallelepipedischen Körpers, dessen Querschnitt in der Zeichnung ersichtlich ist. In der Mitte des Schieberkörpers ist eine Hülse 3 angesetzt, deren äusseres Ende durch einen Boden 4 abgeschlossen ist. In ein Innengewinde der Hülse 3 ist ein Bolzen 5 so weit eingeschraubt, dass sein kegeliger Kopf 6 in einer konischen Ausnehmung 2 des Teiles 1 seinen Sitz findet. Die Nuten 7 des Kopfes 6 ermöglichen das Ansetzen eines Schraubenziehers. In einer zentralen Bohrung des Schraubenbolzens 5 ist ein Bolzen 8 verschiebbar gelagert, der einen Bund 9 trägt.
Die Länge des Bolzens 8 ist so bemessen, dass er mit seinem bombierten Ende etwas aus der Fläche 10 herausragt, wenn der Bund 9 am inneren Ende des Schraubenbolzens 5 anliegt. Ein Dorn 11 des Bolzens dient als Führung für eine Schraubenfeder 12, die sich einerseits gegen den Boden 4 der Hülse 3, anderseits gegen den Bund 9 abstützt. Bei gegebener Länge des Schraubenbolzens 5 und Verwendung gleichartiger Federn kann stets der gleiche Widerstand des Bolzens 8 gegen ein Zurückdrücken in die Bohrung erzielt werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist der von der Hülse 3 gebildete Schieberhals samt den darin angeordneten Teilen gleichartig ausgebildet, während der Schraubenkopf 6'der Kugelform des Schieber-
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körpers angepasst ist. Bei den geringen in Betracht kommenden Schwenkbewegungen des Schiebers ergibt sich auch in diesem Falle stets der gewünschte Andruck zwischen dem Schieber und der zylindrischen Führung. Die Erfindung kann somit für jede Art von Geschieben Anwendung finden. Diese können in der üblichen Weise durch entsprechende Ausbildung des Geschiebes als Druckbrecher ausgestaltet sein.
Wenn die Federkraft nachlässt, kann durch Ausschrauben des Bolzens 5 leicht eine neue Feder eingesetzt werden. Nützt sich das bombierte Ende des Bolzens ab, so kann eine Nachstellung durch Verkürzung des Sehraubenbolzens vorgenommen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschiebe bzw. Druckbrecher für abnehmbare Brücken und gestützt Zahnprothesen, bei dem der Schieber mit einem gegen die Reibfläche der Führung drückenden unter Federwirkung stehenden Organ versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Organ aus einem gleich der Feder in dem hohl ausgebildeten Halt des Schiebers gelagerten-Bolzen besteht.