<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Es ist bekannt, den für die Anodenspeisung von Automobilradioempfangsapparaten erforderlichen relativ hochgespannten Gleichstrom dadurch zu gewinnen, dass man den niedergespannten Strom des Autoakkumulators durch einen vibrierenden Unterbrecher zerhackt, d. h. in Wechselstrom verwandelt, diesen hinauftransformiert und gleichrichtet.
Es ist auch schon bekanntgeworden, einen und denselben Radioempfangsapparat wahlweise entweder als Automobilempfänger oder als Wechselstromnetzempfänger zu benutzen. Zu diesem Zwecke wurde der vibrierende Unterbrecher ausserhalb des Empfangsapparates mit dem Autoakkumulator zusammengebaut und der Empfänger so eingerichtet, dass er sich zum wahlweisen Anschluss an niedergespannten oder Netzwechselstrom eignete.
Demgegenüber ist es das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Radioempfangsgerät zu schaffen, das in gleicher Weise an ein Wechselstromlichtnetz oder an ein Gleichstromlichtnetz angeschlossen werden kann und das in beiden Fällen die bekannten Vorzüge des Wechselstromempfängers aufweist.
Die bisher üblichen "Allstromempfänger" bedeuteten fabrikatorisch eine unerwünschte Vermehrungder Typenreihe, weil es unerlässlich war, nebendem"Allstrom"-Modell auch denbewährten reinen Wechselstromempfänger zu führen. Der erfindungsgemässe Allstromempfänger hingegen ist ein normaler Wechselstromempfänger mit einer Ergänzung, die ihn auch für Gleichstrombetrieb geeignet macht.
Nach der Erfindung wird ein übliches Wechselstromempfangsgerät dadurch zum Anschluss an ein Gleichstromnetz geeignet gemacht, dass ein Umformer zur Umwandlung von Gleich-in Wechselstrom vorgesehen wird, welcher leicht ausnehmbar ist, d. h. ohne dass es erforderlich ist, innere Verbindungsleitungen des Empfangsgerätes zu lösen, und dass ausserdem eine zweckmässig als Stecker ausgebildete Schaltvorrichtung vorhanden ist, mittels deren der Umformer eingeschaltet werden kann.
Diese Schaltvorrichtung ist derart ausgebildet, dass bei der Umschaltung von Wechselstrom auf Gleichstrom die Speiseleitungen im Gerät unterbrochen werden und der Umformer zwischengeschaltet wird, wobei ein weiterer Schalter vorgesehen sein kann, mit dessen Hilfe das Gerät, und bei Gleichstromspeisung gleichzeitig der Umformer, im täglichen Betriebe ein-und ausgeschaltet wird.
Die Erfindung weist den Vorteil auf, dass nur eine einzige Geräteart hergestellt zu werden braucht, nämlich die normale Wechselstromtype, und dass diese in ganz einfacher Weise, u. zw. durch Anordnung eines Umformers in dem Gerätekasten und Bedienung eines Schalters oder durch Einführung eines Steckers, zum Anschluss an jedes Gleichstromnetz geeignet gemacht werden kann. Die Anpassung des Empfangsapparates an verschiedene Netzspannungen erfolgt sowohl bei Wechselstromspeisung als auch bei Gleichstromspeisung in gleicher Weise, z. B. durch Umschaltung der Primärwicklung des Speisetransformators.
Ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung ist schematisch in Fig. 1 dargestellt. In dieser Figur sind die Klemmen 1 die Netzanschlussklemmen eines Radioempfangsgerätes.
Der Netzstrom wird über Sicherungskontakte 2, die sich z. B. beim öffnen des Gerätekastens 19 öffnen, und einen üblichen Schalter 3 der Primärwicklung 4 des Speisetransformators 5 zugeführt. Nach der Erfindung sind in den Netzanschlussleitungen Kontakteinrichtungen angeordnet, die durch federnde Kontaktstücke 6, 7, 8 und 9 gebildet werden, welche im Ruhezustand, wie in der Figur dargestellt ist, je zwei und zwei aneinander liegen ; in diesem Fall ist das Gerät für Wechselstromspeisung geeignet, da die Primärwicklung 4 des Netztransformators direkt mit den Netzklemmen j ! verbunden ist.
Im
<Desc/Clms Page number 2>
gestrichelt dargestellten Gerätkasten 19 ist ferner ein schematisch abgebildeter Umformer 16 zur Umwandlung von Gleich-in Wechselstrom mit Gleichstromklemmen 17 und'Wechselstromklemmen j untergebracht, die mit den Kontaktstreifen 10, 12 bzw. 11, 13 verbunden sind. Die Kontaktstreifen sind durch Isolierteile 14 und 15 voneinander getrennt und können zwischen die Kontaktstücke 6, 7 bzw. 8, 9 geschoben werden, wobei diese getrennt werden und der Umformer zwischengeschaltet ist.
Das Gerät ist dann für Gleichstromspeisung geeignet. Mittels des Schalters 3 kann das Gerät, und bei Gleichstromspeisung ebenfalls der Umformer, betriebsmässig ein-und ausgeschaltet werden.
Eine bauliche Ausführungsform der Umschaltungseinrichtung ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt.
In der Fig. 2 ist eine besondere Bauart eines Steckers zur Verwendung in einer Einrichtung nach Fig. 1 dargestellt, der aus einem Körper 20 und einem Isolierstück 14 besteht, auf dem auf beiden Seiten die vier mit dem Umformer verbundenen Kontaktstreifen 10, 11, 12 und 13 angeordnet sind. In der Fig. 3 ist die damit zusammenarbeitende Kontakteinrichtung für den Empfangapparat dargestellt, die aus einem Isolierteil 22 mit einer Öffnung 23 besteht, deren Form der des Steckers entspricht. Der Körper 22 trägt die Kontakte 6,7, 8 und 9, die je mit einem Ende am Körper 22 befestigt sind. Beim Einführen des Steckers wird jeder der Streifen 10-13 mit einem der Kontakte 6-9 in Berührung gebracht.
Der Stecker ist vermittels des Wulstes 21 und der Form der Öffnung 23 unverwechselbar ausgebildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Für Gleichstronunetzänsehluss verwendbarer Wechselstromnetzempfänger, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Netzanschlussklemmen und dem Speisetransformator des Empfängers ein Wechselrichter herausnehmbar angeordnet und eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, die bei herausgenommenem Wechselrichter die Verbindung zwischen den Netzklemmen und Transformatoranschlüssen herstellt.