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Lampenumhüllung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lampenumhüllung, die aus einem reflektierenden Oberteil und einem zwei oder mehrere Stufen aufweisenden stufenförmigen Unterteil, bei welchem Unterteil die im wesentlichen vertikal vorgesehenen Flächen lichtzerstreuend wirken, besteht.
Die neue Lampenumhüllung, die eine Abänderung und weitere Ausbildung der Lampenumhüllung nach dem Hauptpatente Nr. 141141 darstellt, zeichnet sich dadurch aus, dass sie die nach dem Hauptpatente vorgesehenen für sich bestehenden Streukörper überflüssig macht und dass sie ausserdem, zum Unterschied von Lampenumhüllungen, die keine eigenen Streukörper aufweisen, nicht minder blendungsfrei ist und keinen geringeren Wirkungsgrad hat als die Umhüllung gemäss dem Hauptpatente. Es wurde bereits vorgeschlagen, bei Lampenumhüllungen von der Art der Lampenumhüllung gemäss dem Hauptpatente die eigenen Streuringe wegzulassen und den Unterteil selbst im Bereiche vorgesehener Vertikalflächen lichtzerstreuend zu machen.
Die vorgeschlagenen Lampenumhüllungen waren aber, soweit bei deren Unterteilen zwei oder mehrere Stufen bzw. Streuflächen vorgesehen waren, nicht blendungsfrei, denn es konnten Lichtstrahlen zwischen benachbarten Streuflächen unmittelbar, d. h. ohne Rückstrahlung oder Zerstreuung nach aussen gelangen. Wurde dafür gesorgt, dass keine Lichtstrahlen unmittelbar austreten, so führte dies dazu, dass die entsprechend ausgebildeten Lampenumhüllungen nur geringen Wirkungsgrad hatten. Wie durch Versuche festgestellt werden konnte, ist die unbefriedigende Lichtausbeute der Lampenumhüllung der letzteren Art darauf zurückzuführen, dass die Lichtquelle so hoch wie möglich angenommen wurde und dass deshalb die die Streuflächen des Unterteiles verbindenden Klarglasfläehen steiler vorgesehen wurden, als notwendig ist.
Dadurch wurden nämlich die zwischen den vertikalen Streuflächen liegenden unten von Klarglas begrenzten Räume, durch die der von oben reflektierte Lichtstrom ungehindert auszutreten vermag, allzu eng.'
Der Erfindung gemäss ist dafür gesorgt, dass reflektierte Strahlen möglichst ungehindert austreten. Demnach wird die Lichtquelle so tief wie möglich angeordnet, wodurch erreicht wird, dass zwischen den Streuflächen des Unterteiles möglichst breite Räume entstehen, die möglichst grosse Lichtmengen ungehindert austreten lassen. Die Erfindung besteht darin, dass die Lichtquelle ungefähr in oder unter der Ebene liegt, die mit der Basisebene des Oberteiles zusammenfällt und in der auch der obere Rand der obersten Streufläche des Unterteiles ungefähr liegt.
Dass ein an Stelle der Lichtquelle gedachtes Auge immer nur Streuflächen erblickt, wird dank der Erfindung erreicht, wenn sämtliche den Oberteil und die oberste Streufläche bzw. je zwei benachbarte Streuflächen verbindenden Flächen (Verbindungsflächen) derart verlaufend vorgesehen werden, dass die Lichtquelle in oder unter den erweitert gedachten Verbindungsflächen liegt.
Die neue Lampenumhüllung zeichnet sich somit durch eine Ausbildung aus, bei der der Oberteil und die oberste Streufläehe des Unterteiles und je zwei benachbarte Streuflächen des Unterteiles, gesehen von der Lichtquelle, keinen Spalt freilassen. Es wurde wohl auch eine Lampenumhüllung empfohlen, bei der die Lichtquelle in der Basisebene des oberen Teiles der Umhüllung bzw. in der Ebene des oberen Randes der Streufläche des Unterteiles angeordnet wird und bei der die Lichtquelle von aussen nicht sichtbar sein sollte. Bei dieser Lampenumhüllung war aber nur ein einziger Streuring vorgesehen, auf welchen Umstand verschiedene Nachteile zurückgehen. Die ältere Lampenumhüllung lässt vom Oberteil reflektiertes Licht in geringerem Ausmasse als die neue Umhüllung austreten.
Die Lichtausbeute der älteren Umhüllung ist vergleichsweise ungünstiger.
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Als Material für die Streuflächen des Unterteiles kommt lichtdurchlässiges Glas, das wie z. B. getrübtes Glas (Milch-, Opyl-, Opalüberfangglas usw. ), Mattglas, mit einem Emailüberzug versehenes Klar-oder Mattglas od. dgl. Zerstreuung des Lichtes bewirkt, in Betracht. Die Verbindungsflächen bestehen entweder aus ebenem oder gewelltem bzw. geriffeltem Klarglas, aus Mattglas od. dgl. und mitunter aus Trübglas. Es empfiehlt sich, diejenigen Verbindungsflächen, die bei Benutzung der Umhüllung, d. h. im Betriebe des Beleuchtungskörpers keine Spiegelung zeigen, aus ebenem Klarglas, und diejenigen Verbindungsflächen, die Spiegelungen hervorrufen oder hervorrufen können, z. B. aus gewelltem oder geriffeltem Klarglas oder aus Mattglas herzustellen.
Es zeigte sich, dass insbesondere schräg geführte Verbindungsflächen geeignet sind, Spiegelungen zu zeigen, welche Störungen durch Verwendung diffundierenden Materials hintangehalten werden können.
Ober-und Unterteil können als getrennte Stücke vorgesehen sein. Die neue Lampenumhüllung kann selbstverständlich aber auch in Form eines Einstückes Verwendung finden. Als Grenze zwischen Ober-und Unterteil ist der äussere Rand jener Fläche anzusehen, die die oberste Streufläche des Unterteiles mit dem darüberliegenden Teil der Umhüllung verbindet und die gleichfalls als Verbindungsfläche bezeichnet werden soll. Der Oberteil der Umhüllung kann schalenförmig, aber auch anders ausgebildet sein.
Auf der Zeichnung sind sieben beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt sowohl in der linken als auch in der rechten Hälfte, u. zw. teils in Ansicht und teils im Schnitt je einen Beleuchtungskörper. Je ein Unterteil einer Lampenumhüllung ist in Fig. 2 schematisch und in der linken und rechten Hälfte der Fig. 3 im Längsschnitt gezeigt. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen je ein Detail zweier weiterer Ausführungsformen eines Unterteiles bzw. einer Lampenumhüllung.
Die in Fig. 1 dargestellte aus einem einzigen Stück Glas bestehende Lampenumhüllung weist einen Oberteil 1 und einen Unterteil 2 bzw. 3 auf. Der Oberteil besteht aus Opalglas (volle Schnittflächen). Die sogenannten Verbindungsflächen 4 und 5 der Unterteile 2 und 3 bestehen aus Klarglas (freie Schnittflächen). Die Streuflächen 6 (des in der linken Hälfte der Figur gezeigten Unterteiles) sind aus Klarglas, das aussen Emailüberzüge trägt, gebildet. In der rechten Hälfte der Figur erscheinen die Streuflächen 7 aus Mattglas hergestellt (schraffierte Schnittflächen). Der Boden 8 besteht in jedem Falle der beiden Ausführungsformen der neuen Lampenumhüllung aus Mattglas.
Die angedeutete Anordnung der Lichtquelle ermöglicht, dass die Verbindungsflächen 4 horizontal und die Verbindungsflächen 5 mässig schräg vorgesehen und die Räume zwischen den Streuflächen breit gehalten werden können. Wird die Lichtquelle noch tiefer angeordnet, so bedingt dies eine Ausbildung der Lampenumhüllung, wie sie z. B. in Fig. 2 in vollen bzw. strichlierten Linien dargestellt ist. Mit 29 ist ein Reflektor z. B. aus Opal-oder anderm Trübglas oder aus Metall bezeichnet, dessen Rand 30 auf dem Krücken- rand des Oberteiles 1 aufliegt, und der zusammen mit dem Oberteil gehalten ist.
Der Reflektor 29 hat die Aufgabe, die obere Öffnung des Oberteiles und die Fassung der Glühbirne zu verdecken und alle aufwärts gesandten Lichtstrahlen, die sonst absorbiert werden würden, zu reflektieren. Die Anbringung eines Innenreflektors von der Art des dargestellten Reflektors 29 erweist sich als sehr zweckmässig und empfiehlt sich besonders, wenn die Bearbeitung einer aus einem einzigen Stück bestehenden Lampenumhüllung innen zu erfolgen hat und wenn im Oberteil deshalb eine verhältnismässig grosse Öffnung vorgesehen ist. Die Befestigung bzw. Anbringung des Innenreflektors kann natürlich auf jede geeignete Weise erfolgen. Auch die Gestaltung des Reflektors wird den jeweiligen Erfordernissen angepasst. Unter Umständen werden mehrere dem erwähnten Zwecke dienende Reflektoren vorgesehen.
Im übrigen können Innenreflektoren nicht nur bei der neuen Lampenumhüllung, sondern bei allen Umhüllungen, bei welchen die obere Öffnung des Oberteiles und die Glühlampenfassung zu verdecken sind, mit Vorteil zur Verwendung gelangen.
Bei den in Fig. 3 gezeigten Unterteilen 9 und 10 bestehen die Verbindungsflächen 11, 12 und 13 gleichfalls aus Klarglas. Die Streuflächen 14, 15 und 16 sind derart gestaltet, dass der andernfalls durch eine Verbindungsfläche und eine unvermittelt abwärts gerichtete Streufläche gebildete spitze Winkel zum Wegfall kommt. Die Streufläche 15 trägt an ihrem oberen Ende einen an die Verbindung- fläche 12 in einem stumpfen Winkel anschliessenden horizontalen streufähigen Kreisring 17. Die Streufläche 16 geht an ihrem oberen Ende in eine gleichfalls in einem stumpfen Winkel abgebogene Streu- fläche 18 über, die zusammen mit der Verbindungsfläche 13 eine Art Wellenring bildet.
Die Verbindungsflächen 12 und 13 sind ebenso wie die Verbindungsflächen 5 (vgl. Fig. 1) gegen die Lichtquelle gerichtet.
Eine schräg verlaufende Streufläche wie etwa die mit 18 bezeichnete kann natürlich auch schmal gehalten werden, so dass sie einen Kreisring von der Art des Kreisringes 17 bildet, der aber zum Unterschied vom Kreisring 17 nicht horizontal, sondern schräg verläuft. Gestaltungen, wie sie die Streuflächen 15 und 16 bzw. die Verbindungsflächen 12 und 13 aufweisen, bringen den Vorteil mit sich, dass sie die Herstellung der Lampenumhüllung erleichtern, u. zw. sowohl bei teilweisem Streufähigmachen der aus Klarglas bestehenden Stücke (Umhüllung, Unterteil) als auch bei Bearbeitung der Stücke, wenn die Verbindungsflächen von der Matt-oder Trübglasschicht zu befreien sind.
Ausser den in Fig. 3 beispielsweise gezeigten Ausbildungen der Streuflächen 15 und 16 und der Verbindungsflächen 12 und 13 können selbstverständlich auch andere Ausbildungen vorgesehen werden, durch
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die die von Verbindung-und unvermittelt abwärts gerichteten Streuflächen sonst eingeschlossenen Winkel vergrössert werden. Die Unterteile 9 und 10 besitzen eine Öffnung 19, die den Austausch der
Glühlampe bei montierter Lampenumhüllung durch die in die Öffnung eingeschobene Hand ermöglichen soll. Eine Öffnung von der Art der Öffnung 19 kann bei aus einem Stück bestehenden Umhüllungen und ebenso bei für sich allein vorgesehenen Unterteilen vorgesehen sein.
Die Abdeckschale 20, die am Bodenrand 21 aufsitzt, dient der Abschirmung der Glühlampe nach unten. Abdeekschalen von der Art der dargestellten Abdeckschale können ebenso wie die Böden von Umhüllungen bzw. Unterteilen aus Mattglas (vgl. den Boden 8 in Fig. 1 und die Abdeckschale 20 in Fig. 3), aus Trübglas oder gewelltem bzw. geriffeltem Klarglas hergestellt sein.
Eine andere Art der Ausbildung von Verbindungs-und benachbarten Streuflächen, die den gleichen Vorteil wie die im vorstehenden besprochenen Ausbildungen aufweist, besteht darin, dass die Verbindungsflächen, wie Fig. 4 zeigt, eingezogen sind. Die rinnenförmigen Einziehungen bei 22 und 23 der Verbindungsflächen 24 und 25 verhindern gleichfalls, dass z. B. beim Abschleifen der Schrägflächen24 und 25 die vertikalen Streuflächen 26 und 27 beschädigt werden. Die Einziehungen der Verbindungsflächen werden im Bereiche des Zusammenstosses mit der jeweils weiter innenliegenden Streufläehe derart vorgesehen, dass die Streufläche verlängert erscheint.
In Fig. 5 ist eine Verbindungsfläche 28 gezeigt, die gewellt (geriffelt) ausgebildet ist.
Die Streuflächen des Unterteiles können zylinderförmig und ebenso oben oder unten konisch zusammenlaufend, gekrümmt oder sonstwie hergestellt sein. In Fig. 3 sind zwei neuartige und besonders zweckmässige Formen gezeigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lampenumhüllung nach Patent Nr. 141141, bestehend aus reflektierendem Ober-und zwei oder mehrere Stufen aufweisendem stufenförmigen Unterteil, bei welchem Unterteil die im wesentlichen vertikal vorgesehenen Flächen lichtzerstreuend wirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle ungefähr in oder unter der Ebene liegt, die mit der Basisebene des Oberteiles zusammenfällt und in der auch der obere Rand der obersten Streufläche des Unterteiles ungefähr liegt, ferner dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche den Oberteil und die oberste Streufläche bzw. je zwei benachbarte Streuflächen verbindenden Flächen (Verbindungsflächen) derart verlaufen, dass die Lichtquelle in oder unter ihnen liegt.