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Maschine zur Herstellung von Drahtverschnürungen.
Die Erfindung betrifft eine tragbare, von Hand aus betätigte Maschine zur Herstellung von schraubenförmig verdrillten Drahtverschnürungen.
Die gebräuchlichen Formen von Maschinen zur Herstellung derartiger Verbindungen weisen einen Hebel zur Erzeugung der anfänglichen Spannung und einen zweiten Hebel oder Winkelhebel zum Drehen eines Verdrillungsritzels und zum Abschneiden des Drahtes ausserhalb der Verbindung auf. Wenn ein Hebel, eigentlich ein Winkelhebel, zum Verdrillen verwendet wird, kann dieser Verdrillungshebel mit dem Verdrillungsritzel mittels einer in einer Richtung wirkenden Kupplung verbunden werden, die aus einem Sperrad samt zugehöriger Klinke gebildet sein kann, so dass aufeinanderfolgende Bewegungen dieses Hebels unter Zwischenschaltung von Leerbewegungen während des Verdrillens verwendet werden.
Bei andern bekannten Anordnungen wird eine einzige Bewegung des Hebels verwendet, um die gewünschte Anzahl der Drehungen des Verdrillungsritzels zu erreichen.
Bei der gewöhnlichen Verbindung mit drei Verdrillungsgängen, bei der ein mittleres zwischen einem Paar von Halteschlitzen axial montiertes Ritzel derart angeordnet ist, dass es drei vollständige Umdrehungen und noch dazu eine kleine, darüber hinausgehende Verdrillung bewirkt, ist die Anordnung, bei der mit einem einzigen Hebelzug die Verbindung bewirkt wird, zufriedenstellend, wenn die gewöhn- licherweise verwendeten kleineren Drahtdurchmesser benutzt werden.
Die Erfindung ist insbesondere für die Erzeugung von Verbindungen aus Draht grösseren Querschnittes mit vier oder mehreren Verdrillungen bestimmt und bei Maschinen gemäss der Erfindung wird die Herstellung der Verdrillung sowohl während des Vorwärts-als auch Rückwärtsschwingens eines Verdrillungshebels bewirkt. Der Hebel ist mit dem Verdrillungsritzel derart verbunden, dass er dieses sowohl während des Vorwärts-als auch während des Rückwärtshubes in ein und derselben Richtung bewegt, wobei die Verbindung während des einen Hubes mittels eines Umkehrgetriebes erfolgt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 ist eine gleiche Ansicht, teilweise im Schnitt, wobei einzelne Teile weggelassen sind, und Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die in Fig. 2 dargestellten Teile.
Wie dargestellt, befindet sich ein geschlitztes Verdrillungsritzel 2 in treibendem Eingriff mit einem Steuerrad 51, das bei 64 an dem Kranz 65 eines Kegelrades 54 aufgekeilt ist, das seinerseits bei 62 auf einer Welle 7 aufgekeilt ist, die in Lagern gelagert ist, die sich in von der Grundplatte 1 aufwärts erstreckenden Teilen 8 und 9 befinden. Ein weiteres Kegelrad 55 ist frei drehbar auf der Welle 7 gelagert und beide Kegelräder 54 und 55 stehen in Eingriff mit einem kleinen, frei beweglichen Zwischenrad 56, dessen lotrechter Drehzapfen in einem von der Grundplatte 1 sich aufwärts erstreckenden Butzen 58 gelagert ist.
Ein Betätigungshebel 4 ist auf der Welle 7 frei drehbar gelagert, u. zw. mittels eines zwischen den Kegelrädern 54 und 55 angeordneten Teiles. Der Hebel 4 trägt ein Paar von drehbaren federbelasteten Kupplungsstiften 60 und 61, die derart angeordnet sind, dass sie in Schlitze oder Ausnehmungen der Umfangflächen der Kegelräder 54 oder 55 eintreten können.
Diese Kupplungsstifte sind derart geformt, dass während des Vorwärtsschwingens des Hebels 4 aus der in Fig. 3 dargestellten Lage der
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Kupplungsstift 61 das Kegelrad 55 durch den zwangläufigen Eingriff mit dem Schlitz in diesem Bad antreibt, während der Kupplungsstift 60 aus dem Schlitz in dem Kegelrad 54 herausschlüpft, seine Feder niederdrückt und über die Oberfläche des Kegelrades gleitet, das über das Getriebe 55, 56 angetrieben ist und den Antrieb des Steuerrades 51 durch den Keil 64 bewirkt.
Die Drehriehtungen der Kegelräder 54 und 55 sind entgegengesetzt zueinander, so dass bei
Beendigung des Vorwärtsschwingens des Hebels 4 nach Zurücklegung eines Weges von 180 der
Kupplungsstift 60 wiederum in den Schlitz einsehlüpft, der zu Beginn des Vorwärtsschwingens verlassen wurde. Während des Rückwärtsschwingens des Hebels 4 treibt der Kupplungsstift 60 infolge der Form dieser Stifte durch zwangläufigen Eingriff mit dem zugehörigen Schlitz das Kegelrad 54 an, während der Kupplungsstift 61 den Schlitz verlässt, mit dem er vorher in Eingriff war, und über die Umfangsoberfläche des Kegelrades 55 gleitet, so dass er bei Beendigung der Bewegung des Hebels wieder in Eingriff mit dem Schlitz gelangt.
Infolge des wechselseitigen Triebeingriffes des Hebels 4 mit den Kegelrädern und der Anordnung des frei beweglichen Zwischenrades 56 ist die Richtung der Drehung des Steuerrades und infolgedessen auch des Verdrillungsritzels 2 konstant.--
Die Welle 7 wird ebenfalls in konstanter Richtung gedreht und betätigt die Abschneideeinrichtung mit Hilfe einer auf der Welle aufgekeilten Nocke 45.
Ein federbelasteter Kolben 42 ist in dem Lagerbutzen 8 vorgesehen und arbeitet mit einer Ausnehmung 44 in dem Steuerrad 51 zusammen, um dieses bei Beendigung des Rückwärtsganges des Betätigungshebels festzulegen.
Ausser den bereits erwähnten Teilen zur Herstellung der Verbindung weist die Maschine noch Einrichtungen zur richtigen Lagerung des Drahtes und zu dessen Festhalten während der Betätigung der Maschine auf, ferner Einrichtungen zum anfänglichen Spannen des Drahtes um den zu verschnürenden Gegenstand und schliesslich Einrichtungen zum Abschneiden des Drahtendes, wie sich aus der nachstehenden Beschreibung ergibt.
Bei der Verwendung der Maschine wird das Ende einer beispielsweise von einer Spule abgezogenen Drahtlänge zwischen einen drehbaren, federbelasteten Drahtgreifer 13 und den dazu gehörigen Amboss 14 eingelegt, so dass er gegen eine Anschlagplatte 15 anstösst und von dem Greifer 13 erfasst wird. Nachdem also das Ende des Drahtes derart gelagert und verankert ist, wird der Draht in die üblichen, in der Zeichnung nicht dargestellten Schlitze der Verdrillungsritzel 2 und 3 und in den Halteschlitz 16 eingelegt und um den zu verschnürenden Gegenstand herumgelegt.
Jener Teil des Drahtes, der dann über die Oberseite des zu verschnürenden Gegenstandes von links nach rechts (gesehen in der Richtung nach den Zeichnungen) läuft und-je nachdem, ob in einzelne Längen zerschnitten Drähte verwendet werden oder auf eine Spule aufgewickelter Draht-zu dem freien Ende oder der Spule führt, wird in die Schlitze der Verdrillungsritzel und den Halteschlitz 16 deralt eingelegt, dass er sich gegen die in diesen Schlitzen bereits befindliche Biegung des Drahtes und zwischen
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Der Greifer 18 bildet einen Teil der Einrichtung zum Spannen des Drahtes und wird von einem Glied 23 getragen, das auf einer Welle 24 gleitbar befestigt ist. Das Glied 23 ist mit einer schraubenförmigen Nockenfläche 26 versehen und eine gleiche Nockenfläche 27 entgegengesetzter Steigung ist auf einem festen Glied 28 gebildet, an dem der Greifer 1'7 drehbar befestigt ist. Ein Glied 29 mit einem Betätigungsgriff 30 ist auf der Welle 24 zwischen den Nockenfläche 26 und 27 vorgesehen und weist selber Nockenflächen 31 und 32 auf, die mit den zuerst erwähnten Nockenfläche zusammenarbeiten.
Eine auf der Welle 24 zwischen dem gleitbaren Glied 23 und einer Platte 34 befestigte Feder 33 ist bestrebt, das Glied 23 nach links zu drücken und dieses in Eingriff mit den zugehörigen Nockenflächen zu halten.
Es ergibt sich aus Fig. 1, dass die drehbaren Greifer 1'7 und 18 selbstsperrend sind. Wenn daher der Spannhebel 30 um die Achse der Welle 24 gedreht wurde, dann bewirkt die Nockenwirkung der Flächen 26 und 31 oder 27 und 32, dass der Greifer 18 sich nach rechts bewegt und dabei den Draht mit sich zieht, der zwischen den Greifern 1'7 und dem Amboss 19 schleift. Das Spannen des Drahtes um den Gegenstand kann durch wiederholtes Hin-und Herschwingen des Hebels 30 so lange fortgesetzt werden, bis die gewünschte Spannung erhalten ist, die entweder von dem Betätigenden selbst oder durch eine zwischen das Glied 23 und den dazugehörigen Betätigungshebel 30 eingeschaltete selbsttätige Kupplung bestimmt wird.
Nach Beendigung des Spannens des Drahtes beginnt der Bedienende das Verdrillen, indem er den Hebel 4 vorwärts schwingt ; das Verdrillen wird beim Rückschwingen des Hebels beendet.
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