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Flüssigkeitsdurchflussmesser mit Voreinstellung der abzugebenden Mengen.
Die Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeitsdurchflussmesser, bei welchen die abzugebenden Mengen voreingestellt werden und nach der Abgabe der eingestellten Menge selbsttätig die Flüssigkeitzufuhr abgesperrt wird. Um bei solchen Messern eine höhere Messgenauigkeit zu erreichen als mit den bisherigen Ausführungen, bringt erfindungsgemäss das auf die auszugebende Menge voreingestellte Zeigerwerk während der Ausgabe unmittelbar vor Erreichen seiner Endstellung, d. h. unmittelbar bevor die eingestellte Flüssigkeitsmenge zur Gänze abgegeben ist, eine Schalteinrichtung in Bereitsehaftsstellung, welche bei Erreichen der Endstellung die Unterbrechung der Flüssigkeitsabgabe veranlasst.
Zweckmässig wird ausser dem Zeiger, der auf die abzugebende Menge voreingestellt wird, ein zweiter gleichachsiger Zeiger vorgesehen, der während der Abgabe je einer Flüssigkeitsmengeneinheit eine volle Umdrehung ausführt und in erster Linie zur Überwachung der tatsächlichen Ausgabe der eingestellten Mengen dient.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in seinen wesentlichen Teilen beispielsweise im Schaubild dargestellt, u. zw. in Fig. 1 nach der Voreinstellung, in Fig. 2 in der Bereitschaftsstellung der Schaltvorrichtung und in Fig. 3 unmittelbar vor der Beendigung der Abgabe der eingestellten Menge.
Der grosse Zeiger 1 führt bei Abgabe je einer Flüssigkeitsmengeneinheit, z. B. a !, eine volle Umdrehung aus. Der kleine Zeiger 2 führt bei Abgabe eines Vielfachen davon, z. B. 100 eine volle Umdrehung aus. Die Antriebswerke dieser Zeiger vom Flüssigkeitsmesser her sind in dem entsprechenden Übersetzungsverhältnis miteinander, z. B. über Vorgelege, gekuppelt. Sie bringen eine Schaltvorrichtung in Bereitschaftsstellung, welche das Gestänge eines in die Zuflussleitung zum Messer eingebauten Absperrventils 17 so lange geöffnet hält, bis die mittels des Zeigers 2 eingestellte Flüssigkeitsmenge (s. unten) restlos abgegeben ist.
Eine am Umfang mit einer Rast 3 versehene Scheibe 4 ist auf der Hohlachse 5 des kleinen Zeigers 2 feststellbar, dreht sich also mit ihm. Eine zweite Scheibe 6 ist auf der Achse 8 des grossen Zeigers 1 befestigt und macht dessen Drehbewegungen mit. Die Scheibe 6 trägt einen Stift 7, der sich in der Nullstellung des Zeigers 1 oben befindet (Fig. 1). Durch die Übersetzungsverhältnisse der nicht dargestellten bekannten Zeigerantriebe und durch die feste Verbindung der Zeiger mit den Scheiben 4 und 6 wird für jede volle Umdrehung der Scheibe 6 die Scheibe 4 und damit die daran angebrachte Ausnehmung 3 nur um den Bogenteil verdreht, welcher der Messeinheit auf dem Zifferblatt für den kleinen Zeiger entspricht. Sollen z.
B. 301 ausgegeben werden, so müssen der Zeiger 1 und der Stift 7 sechs volle Umdrehungen vollführen, in welcher Zeit der kleine Zeiger ein Bogenstück entsprechend 30 x 3. 6 = 1080 durchläuft. Die Stellung der Rast 3 gegenüber der Nullstellung der Zeiger wird von Hand aus z. B. mit einer Rastenkupplung so verändert (Fig. 1), dass das von der Rast 3 bis zum Feststellen der Scheibe 4 durch einen Klinkenhebel 9 zurückzulegende Bogenstüek der voreinzustellenden Menge entspricht.
Die Bewegung des Zeigers 2 während der Abgabe der Flüssigkeit wird mittels des durch eine Feder 28 belasteten Hebels 9 dazu benutzt, dass die Nase 12 des Hebels 9 beim Einfallen in die Rast 3 der Scheibe 4, d. i. knapp bevor der Zeiger 2 wieder in seine Nullstellung zurilekkehrt, den Hebel 11 aus der gezeichneten Stellung in eine angehobene Stellung bringt, wobei der Punkt a nach b wandert (Fig. 1 und 2). In der Hohlachse 10, auf welcher der Hebel 9 befestigt ist, liegt eine Achse 21, die einen doppelarmigen Hebel 13 trägt. An ihm ist ein zweiarmiger Hebel 14 gelagert und eine Stange 15 angelenkt, die eine Verbindung mit dem Auslösehebel16 des federbelasteten Ventils 17 herstellt.
Der eine Arm des Hebels 14 ist durch eine Lasche 18 mit dem Hebel 11 verbunden,
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so dass der andere Arm des Hebels 14, der am Ende eine Stufe 20 aufweist, beim Verschwenken des Hebels 11 gesenkt oder gehoben wird. Seine Stellungen a', V entsprechen den Stellungen a, b des die Teile 11 und. M verbindenden Gelenkzapfens.
Beim Einfallen der Nase 12 in die Rast 3 wird durch den Hebel 11 und die Lasche 18 der Hebel 14 um den Drehpunkt 19 verschwenkt (Fig. 2). Der Hebel 14 gelangt hiebei in eine Bereitschaftsstellung für das Zusammenwirken mit dem Stift 7, der noch ein Bogenstück bis zur Nullstellung zurückzulegen hat. Die Nase 12 fällt nämlich, wie schon erwähnt, mit Rücksicht auf die Muldenform der Rast 3 schon vor der Nullstellung ein, die erst erreicht ist, wenn die Nase 12 die Drehung der Scheibe 4 hemmt.
Der Stift 7 der Scheibe 6 kann jetzt nicht mehr unter dem Hebel 14 vorbeigehen, sondern greift in die Stufe 20 des Hebels 14 ein. Dieser wird daher vom Stift 7 verschoben und sein Drehpunkt 19 in einem Bogen um die Achse 21 bewegt, wodurch der Hebel 13 verschwenkt und durch die Stange 1. 5
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der Wirkung seiner Feder geschlossen wird, wodurch der Durchfluss aufhört.
Dadurch, dass beim Voreinstellen der auszugebenden Flüssigkeitsmenge an einem langsam umlaufenden Zeiger 2 der Abschluss der Flüssigkeitszufuhr mittels eines schneller laufenden Teiles (Zapfen 7) bewirkt wird, wird ein rascher Abschluss und damit eine wesentliche Steigerung der Messgenauigkeit erzielt. Die Anordnung des grossen Zeigers 1, der in der Abschlussstellung des Ventils mit dem Zeiger 2 zur Deckung gelangt, gibt dem Käufer die Gewähr genauer, durch ihn überwachbarer Messung.
Gegebenenfalls kann der grosse Zeiger noch mit einer Scheibe mit einer Teilung zusammenwirken und mit einer zusätzlichen Abgabevorrichtung für kleine Flüssigkeitsmengen kuppelbar sein, so dass man mit seiner Hilfe auch die Abgabe von Bruchteilen der Messeinheit (im beschriebenen Beispiel 5 l) anzeigen kann.
Messvorrichtungen mit Voreinstellung der abzugebenden Mengen sind bereits bekannt, bei welchen eine mit der Achse des Zeigerwerkes verbundene Scheibe eine einstellbare Rast trägt, in die ein den Abschluss steuernder Klinkenhebel einfällt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitsdurchflussmesser mit Voreinstellung der abzugebenden Mengen, dadurch gekennzeichnet, dass das auf die auszugebenden Mengen voreingestellte Zeigerwerk während der Ausgabe unmittelbar vor Erreichen seiner Endstellung, d. i. unmittelbar bevor die eingestellte Menge zur Gänze abgegeben ist, eine Schalteinrichtung in Bereitschaftsstellung bringt, welche bei Erreichen der Endstellung die Unterbrechung der Flüssigkeitsabgabe veranlasst.