AT150292B - Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Textilien. - Google Patents

Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Textilien.

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AT150292B
AT150292B AT150292DA AT150292B AT 150292 B AT150292 B AT 150292B AT 150292D A AT150292D A AT 150292DA AT 150292 B AT150292 B AT 150292B
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isocyanic acid
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Faerberei Ag Vormals E Stolte
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Description


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  Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Textilien. 
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   Weiterhin können aber auch gemischt aliphatisch-aromatische Isoeyansäureester benutzt werden, sofern sie einen gesättigten aliphatischen Rest von wenigstens 10 C-Atomen enthalten. Die   aktiveN=C=O-Gruppe   kann hiebei direkt an den aromatischen Ring geknüpft sein, z. B. 
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  Der aromatische Rest kann hydriert, chloriert oder anderweitig substituiert sein. 



   Es wurde auch gefunden, dass Isoeyanate der allgemeinen Formel R. CO. N=C=O mit aus- 
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 der Sterinreihe bezeichnen. Die Isocyanate der Formel R. CO.   N=C=O   werden erhalten durch Einwirkung von   cyansauren   Salzen auf Säurechloride (siehe Ber. 36, S. 3213, C.   Billeter : Über   die Einwirkung von cyansaurem Silber aus Säurechloriden"). Analog den   Isocyansäureestern   reagieren die Isocyanate der Säureradikale mit Alkoholen unter Bildung der entsprechenden Carbamidsäureester. Bei der Einwirkung auf Cellulose entstehen gleichfalls analoge Carbamidsäureester. 



   Brauchbar sind auch solche Körper, die sich leicht in die   Isocyansäureester   umwandeln, also z. B. die entsprechenden Fettsäureazide. Diese verwandeln sich unter Stickstoffaustritt bekanntlich in die entsprechenden Isoeyansäureester. 



   Ferner wurden aber mit Erfolg zum Wasserabstossendmachen der genannten Textilien solche Isoeyanate benutzt, die im Alkylrest den Rest eines gesättigten oder ungesättigten Alkohols aus der Reihe der Sterine enthalten. Als technisches Ausgangsmaterial für die Alkohole der Sterinreihe werden vorteilhaft die im unverseifbaren Anteil des Wollfettes enthaltenen   Steringemische   verwendet. Zwecks Einführung der   aktiven-N=C=0   Gruppe werden diese Alkohole in Ester-oder Ätherearbonsäuren übergeführt und die Chloride dieser   Ester-oder Äthercarbonsäuren durch Curtiussehen-Abbau   in die Azide resp. Isocyanate umgewandelt. So wird z. B. Cholesterin mit Adipinsäurediehlorid oder im einfachsten Falle mit Oxalylchlorid zum Halbester umgesetzt und letzterer nach Curtius in das Azid oder Isoeyanat verwandelt. 



   Die genannten neuen Körper zeichnen sich durch eine ausserordentlich grosse Reaktions- 
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 weise dadurch erfolgen, dass man die Ware anschliessend einige Minuten höherer Temperatur aussetzt. 



   Es ist auch möglich, bei der Acetylcellulose die   genanntenEinwirkungsmittel   der Spinnlösung selbst hinzuzufügen, um so den Prozess des   Wasserabstossendmachens   mit dem Spinnprozess zu kombinieren. 



   Auch kann man unmittelbar anschliessend an den Spinnprozess die Fasern aus Cellulose oder   Celluloseabkömmlingen   mit den beanspruchten Produkten behandeln. 



   Die Imprägnierung des Textilgutes mit den genannten Einwirkungsmitteln kann in beliebiger Weise mit oder ohne Verwendung organischer Lösungsmittel, durch Emulgieren in wässeriger Lösung, durch Tränken, Spritzen od. dgl., bewirkt werden. Die Zugabe von Katalysatoren zur Erzielung des gewünschten Effekts ist möglich, aber nicht erforderlich. Der Effekt ist auch gegen eine leichte Hauswäsche beständig. Nach gründlichem Ausspülen der Seife und Trocknen zeigt das Textilgut wieder 
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 der Trocknungszeit und Trocknungstemperatur solle nur ungefähre Richtlinien sein und keine Abgrenzung nach der einen oder andern Seite darstellen. 



   Beispiele :
1. Ein bedruckter   Mattcrepe,   Kasemamatt-Kette,   Viscosecrepe-Schuss,   wird durch eine 0.   ige   Lösung von n-Heptadecylisocyanat in Benzin hindurchgeführt und daran anschliessend 1 Minute lang einer Temperatur von 100  C und sodann 2 Minuten einer Temperatur von   1400 C   ausgesetzt. Der Stoff ist alsdann tadellos wasserabstossend. 



   2. Acetatsatin,   Kette : Acetat, Schuss   :   Viscoseerepe, wird   mit einer   1   igen Lösung von Undecylisocyanat in Benzin bespritzt, das Lösungsmittel abgedunstet und der Stoff 2 Minuten einer Temperatur von 130  C ausgesetzt. 



   3. Gefärbte Strümpfe aus Bembergseide werden in eine   0-3% ige   Lösung von Heneicosylisocyanat in Benzol getaucht, sodann herausgenommen und nach Abdunsten des   Lösungsmittel 1   Minuten bei 150  C behandelt. 



   4. Zu 1000 Liter einer   20% igen   Lösung von Acetylcellulose in Aceton werden 1000 g n-Heptadecylisoeyanat hinzugefügt, und diese Mischung, wird wie üblich, versponnen. 



   5.   Baumwollener   Zeltstoff wird 4 Sekunden lang durch eine   1   ige Lösung von NaphtenIsocyanat aus   galizischem   Naphta in Benzin gezogen, das Lösungsmittel entfernt und die Ware 4 Minuten lang einer Temperatur von   150'C ausgesetzt.   

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   6. Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle (Rucksackstoff) wird mit einer 0-75% igen Lösung von Naphtenisocyanat aus rumänischem Naphta in Benzin wie oben behandelt. 



   7. Viskoseseidegewebe wird durch eine   0.   ige Lösung von   1-Stearyl-oxy-phenylen-4-Isocyanat   gezogen und wie oben weiter behandelt. 



   8. Popeline aus mereerisierter Baumwolle, besonders für Regenmäntel, wird durch eine   0-5%   ige Lösung von Octocosansäureazid in Benzin gezogen. Das Lösungsmittel wird durch kurzes Erhitzen der Ware auf etwa 100  C entfernt und dann die Ware 2 Minuten lang auf 140  C erhitzt. 



   9. Ein Gemisch von durch Hydratisieren von Ölsäuren gewonnenen Aminen wird in ein Gemisch von   Isocyanestern   mittels Phosgen überführt und davon eine   0.   ige Lösung in Benzin hergestellt. 



   Mit dieser Lösung wird ein Mischgewebe aus mereerisierter Baumwolle und Viskoseseide gemäss
Beispiel 8 behandelt. 



   10. Vistragewebe wird mit einer   0'5%igen Lösung   von   Gholesterin-Adipinsäureester-Isoeyanat   gemäss Beispiel 8 behandelt. 



   11. Wollmusselin wird mit einer   0-5% igen   Lösung von   Cholesterin-Adipinsäureester-Azid   in
Benzin gemäss Beispiel 6 behandelt. 



   12. Kammgarngewebe wird mit einer   0-5%   igen Lösung von   Oetoeosansäureazid   gemäss Beispiel 8 behandelt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum   Wasserabstossendmachen   von Textilien in Form von Fasern, Garnen oder
Geweben, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe einer   oberflächlichen   Behandlung mittels höherer,   Isocyansäureester   oder ihnen verwandter Verbindungen oder sie bildender Körper unterworfen werden, wobei, vorzugsweise durch Erhitzung, Urethanbildung oder eine analoge chemische Umsetzung eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbehandlung mittels höherer, aliphatischer Isocyansäureester erfolgt, die wenigstens 10 C-Atome besitzen.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isoeyansäureester Atome bzw. Atomgruppen von 0, S, CO. O, O. CO, NR, CO. NR, NR, CO, S02, NR. S02, S02. NR aufweisen, wobei unter R Wasserstoff oder ein beliebiger Kohlenwasserstoffrest zu verstehen ist.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Naphtenisocyanaten, wobei der Naphtenrest wenigstens 10 C-Atome enthält.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Körper, die sich leicht in Isocyansäureesfer umwandeln, wie beispielsweise Fettsäureazide.
    6. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2,3, 4 und 5 auf Wolle.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung gemischt aliphatisch-aromatischer Isocyansäureester, die einen gesättigten aliphatischen Rest von wenigstens 10 C-Atomen enthalten, wobei die aktive N=C=O-Gruppe unmittelbar an den aromatischen Rest gebunden sein kann.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher aliphatischaromatischer Isocyansäureester, deren aromatischer Rest durch Wasserstoff, Chlor oder beliebige Kohlenwasserstoffreste substituiert ist.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung von Isocyanaten der allgemeinen Formel R. CO. N=C=O, wobei unter R ein Alkyl-, Cycloalkyl-oder Aralkylrest mit einem gesättigten Alkylrest von wenigstens 10 C-Atomen oder der gesättigte bzw. ungesättigte Rest eines Alkohols der Sterinreihe zu verstehen ist.
    10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Azide oder Isocyanate, die im Alkylrest den Rest eines gesättigten oder ungesättigten Alkohols der Sterinreihe enthalten.
    11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5 und 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnlösung der Acetatseide zwecks Veredelung Isocyansäureester oder ihnen verwandte Verbindungen oder sie bildende Körper zugesetzt werden.
    12. Wasserabstossender Textilstoff aus cellulosehaltiger Faser, oberflächlich chemisch verändert durch Einwirkung von höherer aliphatischer Isocyansäureester oder ihnen verwandten Verbindungen oder sie bildenden Körpern unter Urethanbildung.
    13. Wasserabstossender Textilstoff aus Wolle, oberflächlich chemisch verändert durch Einwirkung von höherer aliphatischer Isocyansäureester oder ihnen verwandten Verbindungen oder sie bildenden Körpern unter Bildung substituierter Harnstoffderivate.
AT150292D 1935-05-02 1936-05-02 Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Textilien. AT150292B (de)

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