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Verfahren zur Herstellung von GlUMlampensockdl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glühlampensockeln mit in Isolier- masse eingebetteten Kontaktblättchen.
Bisher wurden Glühlampensockeln in der Art hergestellt, dass die Kontaktblättehen von Hand aus in eine Form eingelegt werden, die mit der die Isoliermasse aufnehmenden Hülse beschickt und in die daraufhin durch Hitze bis zum Plastischwerden erweichte Isoliermasse eingebracht wird. Nach
Formgebung der plastischen Massen mittels eines Stempels wird das Werkstück erkalten gelassen und die Kontaktblättchen sind dann fest in die erstarrte Isoliermasse eingebettet.
Es sind auch bereits Ansätze zur Herstellung von Glühlampensockeln in fliessender Fertigung bekannt. Hiebei werden Drehtische mit Arbeitsstellungen für das Einbringen der Kontaktblättchen von Hand aus und in andern Stellungen für das Einbringen der schmelzflüssigen Masse und wieder in einer andern Stellung für das Pressen derselben verwendet. Man hat aber trotz einer mehr als zehn- jährigen Benützung solcher Drehtische das Einbringen der Kontaktblättchen niemals anders als von
Hand aus durchgeführt, trotzdem die erforderlich werdende Beschäftigung von ein bis zwei Arbeitern für das Einlegen der Kontaktblättchen bei einem Drehtisch und ebenso die verhältnismässig geringe
Drehgeschwindigkeit (etwa 20 Touren per Minute) weniger wirtschaftlich war.
Die Gründe für diesen Entwicklungsstillstand sind verschiedener Art und hängen mit den speziellen Problemen und Schwierigkeiten der Fabrikation von Glühlampensockeln zusammen. Zunächst sind die in Betracht kommenden Kontaktblättchen nur etwa 0-2 mm stark und daher von verhältnismässig grosser Oberfläche. Aus diesem Grunde und weil die Kontaktblättehen z.
B. auf der einen Seite in der Mitte eine wulstförmig Erhöhung aufweisen, war eine öftere Verlagerung bei an Stelle der bisherigen Handarbeit automatischer Zuführung durch freien Fall zu befürchten. Dabei erschien aber eine besondere Genauigkeit der Lage der einzubringenden Blättchen gerade im Falle automatischer Zuführung erforderlich ; denn damit wird ja auch eine Erhöhung der Umlaufsgeschwindigkeit des Drehtisches bezweckt, hinausgehend über die durch Handarbeit beim Einlegen der Kontaktblättchen bedingten Grenze. Wenn aber die Geschwindigkeit des Drehtisches steigt, so muss auch die Geschwindigkeit der an einer Arbeitsstelle zufliessenden schmelzflüssigen Isoliermasse, damit aber die kinetische Energie dieses Flüssigkeitsstrahles steigen.
Damit wächst aber wieder die Gefahr der Verlagerung der leichten Kontaktblättchen durch den aufschlagenden Flüssigkeitsstrahl, welcher Gefahr nur durch eine besonders regelmässige Einführung der Kontaktblättchen in die Matrize vorgebeugt werden kann.
Alle diese im Falle der Herstellung von Glühlampensockeln auftretenden Schwierigkeiten liessen ein Abgehen von der Handarbeit beim Einlegen der Kontaktblättchen unpraktisch, weil mit einem zu grossen Ausschuss verbunden, erscheinen. Wenn aber der Ausschuss der Glühlampensockel bei fliessender Fertigung steigt, so wird die fliessende Fertigung mit ihren erheblichen Investitionsspesen unwirtschaftlich.
Erfindungsgemäss kann nun die Handarbeit beim Einlegen der Kontaktblättchen in Wegfall kommen und gleichzeitig die Geschwindigkeit des Drehtisches auf etwa 50 Umdrehungen per Minute erhöht werden. Dies wird dadurch erzielt, dass die Kontaktblättchen ferne von der Fertigungsstelle vorgeformt und in Bandform der Fertigungsstelle zugeführt, dort jeweils ein oder mehrere Kontakt- blättchen vom Band abgetrennt und die abgetrennten Kontaktblättchen mittels eines kippbaren Zuführungsorganes nahe oberhalb der zu beschickenden Form geführt werden. Durch Kippen des Zuführungsorganes werden dann die Kontaktblättchen oberhalb der Arbeitsstelle in waagrechte Lage gebracht und aus dieser mittels Öffnens eines geeigneten Verschlussorganes in die Form fallen gelassen.
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Es hat sich dabei überraschenderweise gezeigt, dass die Genauigkeit der von den Kontaktblättchen eingenommenen Lage eine so weitgehende ist, dass auch durch Beaufschlagung mit einem scharfen Strom flüssiger Isoliermasse an einer nachfolgenden Arbeitsstelle eine Verlagerung und damit Ausschuss in praktisch nennenswertem Ausmass vermieden wird.
Es sind wohl bereits für verschiedene andere Fabrikationen, wie etwa für Druckknöpfe, Herstellungsverfahren bekannt, bei welchen die zu formenden Teile bereits vorgeformt und in Bandform der Fertigungsstelle zugeführt werden. Bei diesen bekannten Fabrikationen handelt es sich aber nicht um verhältnismässig grossoberflächige Teilchen und es sind auch nicht die sonstigen Schwierigkeiten, wie die Beaufschlagung mit einem Flüssigkeitsstrahl, vorhanden, welche bei der Herstellung von Glühlampensoekeln eine erhebliche Rolle spielen und die offenbar trotz eines bereits ein Jahrzehnt währenden Gebrauches von Drehtischen bei der Lampensockelherstellung die Handarbeit für das Einlegen der KontaktNättchen als unvermeidbar erscheinen liessen.
Vorzugsweise wird das Band der Kontaktblättchen derart hergestellt, dass die einzelnen Kontakt-
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hiebei die Abtrennung einzelner Kontaktblättchen unter Bildung solcher Begrenzungsflächen erfolgen, dass eine Führung des Kontaktblättchens in dem Zuführungsorgan und damit die Einbringung des Kontaktblättchens in geregelter Lage in die zu beschickende Hülse erleichtert wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens in Fig. 1 dargestellt. Die Fig. 2 und 3 zeigen in zwei verschiedenen Ausführungsformen je einen Teil des hiebei verwendeten Bandes aus miteinander verbundenen Kontakt- blättehen und die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform eines Lampensockels, bei dem das erfindungs- gemässe Verfahren angewendet werden kann. Fig. 5 stellt eine andere Ausführungsform eines Lampen- sockels mit runden Kontaktblättchen dar.
Der in Fig. 4 dargestellte Lampensockel weist eine Hülse 1 mit zwei an deren Boden angeordneten Kontaktblättchen 2 auf, die in Isoliermasse. 3 eingebettet sind. Die bei der Erzeugung dieses Lampen- sockels verwendete, in Fig. 1 bloss schematisch dargestellte Form 4 weist zwei Ausnehmungen 5 auf, in die bisher mit der Hand die Kontaktblättchen 2 eingelegt wurden, worauf die Hülse 1 aufgesetzt und die Isoliermasse in die Form eingeleitet wurde. Bei der Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens kann beispielsweise ein fortlaufendes Band (s. Fig. 2) über geeignete Führungsvorrichtungen intermittierend einer Trennvorrichtung, beispielsweise einem Messer 7 zugeführt werden, die das Band längs der Linien 6 durchschneidet.
Die Trennung kann auch durch irgendwelche andere geeignete Vor- richtungen erfolgen. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausbildungsform wird immer je ein Blättchen 2 abgeschnitten. Es kann aber die Anordnung auch so getroffen sein, dass durch zwei oder mehrere
Messer od. dgl. gleichzeitig zwei oder mehrere Blättchen abgeschnitten werden, die dann an verschiedene
Stellen gefördert werden. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist unterhalb des Messers 7 eine kippbare Forderrinne 8 vorgesehen, durch die das abgeschnittene blättchen : 2 der Form 4 zugeführt wird. Das untere Ende der Förderrinne 8 ist mit einem Schieber 9 versehen, der immer dann geöffnet wird, wenn sich die gerade zu beschickende Form unterhalb der Förderrinne 8 befindet.
Zweckmässiger- weise sind auf einer drehbaren Scheibe 10, die sich stetig oder intermittierend dreht, in an sieh bekannter
Weise in regelmässigen Abständen voneinander mehrere derartige Formen und Arbeitsstellungen vor- gesehen ; wenn sich eine Form in der in Fig. 1 dargestellten Lage befindet, dann wird sie mit einem oder mehreren Kontaktblättchen beschickt, nach einer Drehung um einen bestimmten Winkel wird sie mit der Hülse beschickt und nach einer weiteren Drehung mit der Isoliermasse. Es können sieh daran noch weitere Stellungen zum Erkalten, zur Vornahme weiterer Arbeitsgänge und zum Auswerfen der fertigen Hülsen anschliessen. Da die Kontaktblättchen in ganz bestimmter Lage in die Form ein-
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vorzusehen.
Zu diesem Zwecke kann die Durchtrennung der aneinanderhängenden Einsatzstücke längs solcher Führungsflächen erfolgen. Es können aber auch Ausnehmungen, Erhöhungen u. dgl. an den Einsatzstücken vorgesehen sein, die die Führung der Einsatzstücke während der Zufuhr zu der Form übernehmen.
Die Erfindung kann auch für ähnliche elektrotechnische Bedarfsartikel mit verhältnismässig leichten, grossoberflächigen Kontaktblättèhen angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Glühlampensockeln mit in Isoliermasse eingebetteten Kontaktblättchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktblättchen fern von der Fertigungsstelle vorgeformt und in Bandform der Fertigungsstelle zugeführt, dort jeweils ein oder mehrere Kontaktblättchen vom Band abgetrennt und die abgetrennten Kontaktblättehen mittels eines kippbaren Zuführungsorganes nahe oberhalb der zu beschickenden Form geführt und dann durch Kippen des Zuführungsorganes oberhalb der Arbeitsstelle in waagrechte Lage gebracht und aus dieser mittels Öffnens eines geeigneten Verschlussorganes in die Form durch freien Fall eingebracht werden.