AT149375B - Mittel zur Grünfutterkonservierung. - Google Patents

Mittel zur Grünfutterkonservierung.

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  Mittel zur   Grinfutterkonservierung.   



   Die neuzeitliche Grünfutterkonservierung wird in der Weise ausgeführt, dass das in Silos eingebrachte Grünfutter mit verdünnten Säuren, insbesondere Salz-, Schwefel-, Phosphor-, Ameisensäure benetzt wird. Es wird so ein milchsaures Futter erhalten, dessen Nährwert dem von frischem kaum, nachsteht. 



   Die Herstellung der benötigten verdünnten Säuren aus konzentrierten oder auch aus festen, die Säuren durch Umsetzung mit Wasser liefernden Verbindungen, wie z. B. Phosphorpentaehlorid oder Sulfurylchlorid, ist für den Bauern oft nicht einfach, da er als Nichtfachmann den Reaktions-   mechanismus   dieser Stoffe nicht kennt. Selbst die Abmessung der benötigten Mengen der flüssigen Säuren wird mangels Vorkenntnissen oft   unrichtig ausgeführt.   



   Es wurde nun gefunden, dass sieh solche feste, streufähige Stoffe, die sich mit Wasser unter Bildung von Salzsäure und Schwefelsäure umsetzen, sehr gut als Mittel zur Grünfutterkonservierung eignen. Die Konservierung wird in der Weise   durchgeführt,   dass das Grünfutter lagenweise in dem Silo mit dem Salzsäure und   Schwefelsäure bildenden   Stoff bestreut wird. Dass diese Art der Grünfutterkonservierung sich praktisch und mit gutem Erfolg durchführen lässt, ist erstaunlich, denn es war zu erwarten, dass das Grünfutter an den Stellen, wo es mit dem Salzsäure und Schwefelsäure abspaltenden Stoff in Berührung kommt, durch die Säure vollständig zerstört werden würde.

   Das ist jedoch überraschenderweise nicht der Fall, denn die beim Zusammentreffen des Salzsäure und Schwefelsäure entwickelnden Stoffes mit dem frischen feuchten Grünfutter entstehende Salzsäure und Schwefelsäure diffundiert zu einem grossen Teile in die benachbarten Anteile des Grünfutters, wird dort von der Feuchtigkeit gebunden und bewirkt so eine gleichmässige Verteilung der Säuren und eine sichere Konservierung des Futters, ohne Schädigungen des Grünfutters herbeizuführen. Selbstverständlich kann bei trockenem Futter nach dem Streuen noch Wasser zugegeben werden. Ein grosser Vorteil des neuen Grünfuttersiliermittels ist die bequeme Dosierbarkeit desselben. Ein weiterer, für die Praxis nicht gering zu   veranschlagender   Vorteil dieser Stoffe liegt ferner darin, dass sie bequem streubar sind. 



  Der Bauer ist es gewöhnt, mit streufähigen Stoffen umzugehen und diese gleichmässig zu verteilen, so beim Säen oder Streuen von   Kunstdünger,   während das   Umgehen   mit flüssigen Säuren und deren Verdünnung auf einen bestimmten Grad für den Bauern neue, völlig ungewohnte Tätigkeiten darstellen. 



   Als streufähige, Salzsäure und   Schwefelsäure   abgebende Stoffe eignen sich beispielsweise die chlorsulfonsauren und pyrochlorsulfonsauren Salze der Alkalien und Erdalkalien, denen gegebenenfalls   oberflächenaktive   Stoffe, wie Kieselgel, beigemengt sein können. Den Salzsäure und Schwefelsäure abgebenden Stoffen können noch andere säurebildende Stoffe beigemengt werden. Durch die Zumisehung oberflächenaktiver Stoffe lassen sich auch sonst zum Kleben und Anbacken neigende Stoffe, wie Phosphorpentaehlorid, in gut streufähige Form überführen. Flüssigkeiten, wie z. B. die Phosphoroxy-und trichlorid, die   Sulfurylehloride, Thionylchlorid, Chlorsulfonsäure, Siliziumtetrachlorid, Acetylchlorid   u. dgl., lassen sich in Verbindung mit Adsorptionsmitteln, wie z. B.

   Kieselgur, Aktivkohle usw., ebenfalls in streufähigen Zustand   überführen   und in Mischung mit den   Salz-und Schwefelsäure   abgebenden Stoffen als Siliermittel verwenden. 



   Es hat sich weiterhin herausgestellt, dass man die Zersetzung der erwähnten Stoffe stark verlangsamen kann, wenn man ihnen   wasseraufnehmende   Stoffe, wie z. B. wasserfreie Salze, Säure- 

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