DE487147C - Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen chlorcalciumhaltigen Futtermittels in koerniger bzw. kruemeliger Form - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen chlorcalciumhaltigen Futtermittels in koerniger bzw. kruemeliger FormInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines streufähigen chlorcalciumhaltigen Futtermittels in körniger bzw. krümeliger Form Die Erfindung bezweckt die Erzeugung eines chlorcalciumhaltigen Futtermittels, das infolge seiner körnigen bzw. krümeligen Form besonders gut streufäMg ist und ferner wohlfeiler hergestellt werden kann als die bisher üblichen chlorcalciumhaltigen Futtermittel.
- Verfahren zur Herstellung chlorcalciumhaltiger Futtermittel sind zwar an sich bekannt. Die hiernach erhältlichen Erzeugnisse bilden jedoch durchweg ein mehliges, graues bis dunkelgraues Pulver von staubförmiger bzw. äußerst feinfaseriger Struktur. Es ist bekannt, die chlorcalciumhaltigen Futtermittel sowohl mit Hilfe von stärkemehlfreien als auch unter Benutzung von stärkemehlreichen Ausgangsstoffen zu produzieren. In jedem Fall war aber das Resultat ,ein reines Pulver von vorzugs,-weise sehr dunkler Farbe. Es ist z. B. vorgeschlagen, getrocknete Stoffe pflanzlichen Ursprungs, wie Runkelrüben, Zuckerrüben, Möhren, Kohl, Gras, Wein- und Obstrester, Stroh, Haferschalen oder auch Weizenkleie, Roggenkleie, Haferkleie, Maiskleie usw. oder Mischungen solcher Stoffe, welche also arm an Stärkemehl sind, aber auch stärkemehlfrei sein können, mit einer konzentrierten, z. B. einer gesättigten Chlorcalciumlösung zu vermengen. Die mit Chlorcalcium zu behandelnden Stoffe werden bei: diesem; Verfahren durch eine weitgehende Zerkleinerung in einen. pulverförmigen Zustand übergeführt und dann mit, ,dem Chlorcalcium .behandelt. Das Resultat bei diesem bekannten Verfahren ist ein trocknes, pulverförmiges Futtermittel, dessen Herstellung namentlich dadurch verteuert wird, daß die zur Anwendung gelangenden Ausgangsstoffe ferst durch Vermahlen in die Pulverform übergeführt werden, bevor die Behandlung mit Chlorcalcium einsetzt.
- Außerdem haften aber den pulverförmigen. Futtermitteln mehrere Nachteile an.
- Erstens sind sie, so wie sie bislang hergestellt worden sind, durchweg von einer dunklen Farbe. Dieser Umstand verhindert in Verbindung mit der Pulverform eine Verfüttertmg an :das Federvieh in allen denjenigen Fällen, in denen lediglich Hartfutter verabreicht wird. Ein solches pulverförmiges Futtermittel kann an Federvieh nur dann verfüttert werden, wenn es mit Weichfutter ,mmischt wird. Da aber die meisten Geflügelzüchter heute überhaupt kein Weichfutter mehr verwenden oder solches nur zeitweise in. besonderen Ausnahmefällen benutzen, so war eine regelmäßige Verfütterung der chlorcalciumhaltigen Futtermittel pulverförmiger Struktur an das Fedendeh ausgeschlossen, obgleich die Notwendigkeit allgemein anerkannt wird.
- Auch die Verfütterung pulverförmiger Futtermittel an Großvieh, wie Rinder, Schafe und Schweine, bietet gewisse Schwierigkeiten. Chlorcalciumhaltige Futtermittel müsse. den großen Haufen zurechtgemachten Grundfutters zugesetzt werden. Es handelt sich dabei in größeren landwirtschaftlichen Betrieben um mehrere Zentner umfassende Haufen verschiedener Futtermittel, z. B. gedämpfte Kartoffeln, saure Schnitzel, trockene Schnitzel, gemahlene Rüben u..dgl., in die eine verschwindend kleine Menge chlorcalciumhaltigen. Futtermittels hineingetragen und zwischengemengt werden muß. Wie gering diese Menge ist, geht daraus hervor, daß je Zentner Lebendgewicht nur zwei Gramm Chlorcalcium zulässig sind.
- Diese geringen Mengen lassen sich natürlich nur schwer verteilen bzw. durchmischen, wenn. das Futtermittel feinpulverig ist, da dieses feine Pulver die Neigung hat, bei Hinzutreten selbst geringer Feuchtigkeit, wie, sie bei den Futtertennen immer herrscht, sofort zusammenzubacken. Dieses Zusammenballen ist aber auch schon bei der Pulverform des Futtermittels an feuchten Tagen unvermeidlich.
- Die Erfindung bezweckt, alle diese den pulver- bzw. staubförmigen chlorcalciumhaltigen Futtermitteln anhaftenden Nachteile zu beseitigen. Sie besteht darin, daß in eine grobkörnige Masse übergeführte Kartoffelpülpe mit chlorcalciumhaltiger Lösung behandelt ' ün;d das durch diese Behandlung erhaltene Erzeugnis von der ihm anhaftenden Feuchtigkeit befreit wird.
- Ein praktisch brauchbares und trocken bleibendes Produkt wird nach folgender Vorschrift :erhalten.
- 331A k;g kristallisiertes Chlorcalcium wird in 8 kg Wasser aufgelöst und die's'e Lösung mit 662/3 kg getrockneter Kartoffelpülpe, welche körnige Form hat, vermischt. Die Mischung wird gut durchgearbeitet und bei warmem Wetter an der Luft, bei feuchtem Wetter auf Darren getrocknet. Der Chlorcalciumgehalt ist, wie dies an sich üblich ist, nur so hoch zu halten, daß das Endprodukt nicht hygroskopisch wird.
- Die grobkörnige Struktur der getrockneten Kartoffelpülpe ergibt sich aus der Behandlung der nassen Pülpe in den Stärkefabriken. Hier wird die .nasse Pülpe beispielsweise auf Walzentrocknern getrocknet und das in Form von .großen Flocken anfallende Trockengut aldann durch Bürstensiebe leicht zerkleinert. Das Ergebnis dieser Behandlung ist ein helles, fast weißes Produkt von körniger bzw. krümeliger Form.
- Die Vorteile des Verfahrens und des danach hergestellten Produktes sind gegenüber dem bisherigen Stand der Technik die folgenden: Das, gemessen an der feinen Pulverform der bisherigen Futtermittel, grobkörnige neue Futtermittel kann nicht zusammenbacken.
- Es läßt sich auch, weil es infolge der grobkörnigen bzw. krümeligen Beschaffenheit frei rieselt, bequem verteilen und mit anderen Futtermitteln vermischen. Infolge seiner hellen Farbe ist es auch, wenn es auf den Boden gestreut wird, sichtbar und kann wegen seiner verhältnismäßig groben Struktur vom Federvieh aufgepickt werden, bedingt also für die Ernährung des Federviehs einen bisher niemals erreichten Fortschritt. Daneben läßt es sich, wie bereits ausgeführt, auch an anderes Vieh bequem verfüttern. Seine Herstellung ist außerordentlich billig.
- Es ist bekannt, daß- die nasse Pülpe für die Stärkefabriken ein lästiges Abfallprodukt deshalb ist, weil sie wegen ihres hohen Wassergehaltes nur ein geringwertiges Futtermittel darstellt und nur ungern verfüttert wird. Die Nachfrage nach getrockneter Pülpe ist andererseits so gering, daß die meisten Stärkefabriken deshalb keine Pülpe trocknen. Die Erfindung bietet daher die Möglichkeit, für getrocknete Pülpe ein neues Absatzgebiet zu erschließen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung eines streufähigen chlorcalciumhaltigen Futtermittels in körniger bzw. krümeliger Form, dadurch gekennzeichnet, daß getrocknete, in eine grobkörnige Masse übergeführte Kartoffelpülpe mit Chlorcalciurnlösungen behandelt und das hierbei erhaltene Erzeugnis von der ihm anhaftenden Feuchtigkeit befreit wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG73848D DE487147C (de) | 1928-07-14 | 1928-07-14 | Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen chlorcalciumhaltigen Futtermittels in koerniger bzw. kruemeliger Form |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE487147C true DE487147C (de) | 1929-12-04 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE487147C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1255466B (de) * | 1964-04-20 | 1967-11-30 | Schaette K G Geb | Beifuttermittel |
-
1928
- 1928-07-14 DE DEG73848D patent/DE487147C/de not_active Expired
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