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Verfahren zur Herstellung photograpl1iscl1er Aufnahmen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung photographischer Aufnahmen unter Verwendung eines besonders ausgebildeten Aufnahmegerätes, welches insbesondere zur raschen Durchführung von Aufnahmen unter schwierigen Verhältnissen, beispielsweise Sportaufnahmen, Photoreportagen, Aufnahmen von sich rasch abspielenden Begebenheiten, Aufnahmen durch Ungeübte usw., geeignet ist. Die im Handel befindlichen Photoapparate gestatten es in den seltensten Fällen, bei Aufnahme einer sich sehr schnell abwickelnden Begebenheit von besonderer Bedeutung vorher erst die richtige Belichtungszeit und Blendenöffnung einzustellen. Ausserdem ist bei diesen Apparaten noch das Aufziehen des Verschlusses vor der Aufnahme sowie das Einlegen einer neuen Kassette bzw. das Weiterschalten des Rollfilms nach vollzogener Aufnahme erforderlich.
Bei den oben angeführten Fällen ist es nun leicht möglich, dass diese Handgriffe in der Eile vergessen werden, wodurch dann unbelichtet oder doppelt belichtete Negative entstehen. Schliesslich erweist es sich oft als notwendig, Aufnahmen von besonderer Wichtigkeit von mit dem Photographieren nicht vertrauten Personen durchführen zu lassen. Auch in diesem Falle können die Aufnahmen durch falsche Einstellung und
Handhabung unbrauchbar werden.
Das erfindungsgemässe Aufnahmeverfahren beseitigt die angeführten Übelstände in einfachster
Weise dadurch, dass bei jeder Aufnahme durch eine einzige Auslösung mindestens zwei Einzelbilder des gleichen Gegenstandes mit vom Apparat selbsttätig periodisch geänderter Einstellung der die
Schwärzungsdichte der belichteten Negative bestimmenden Organe hergestellt werden.
Der Umstand, dass bei jeder Aufnahme durch den Apparat selbsttätig nicht nur ein einziges
Bild, sondern eine Reihe von Bildern mit verschiedenen Schwärzungsdichten der Negative hergestellt wird, gibt die Gewähr, dass mindestens eines dieser Bilder eine richtige Belichtung aufweist. Es erübrigt sich daher bei dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren arbeitenden Apparat eine Einstellung der das Bild bestimmenden Faktoren vor der Aufnahme. Desgleichen wird die Weiterschaltung des Films durch den Apparat selbsttätig bewirkt, wodurch unbelichtet oder doppelt belichtete Negative vermieden werden.
Zur Aufnahme rasch aufeinanderfolgender Vorgänge bietet der neue Apparat noch die Möglichkeit, eine ununterbrochene Folge von Einzelbildern mit periodisch wechselnder
Schwärzungsdichte der belichteten Negative durch einen einzigen Druck auf den Auslöser herzustellen.
Die zu einer Aufnahme gehörigen Einzelbilder können zeitlich hintereinander oder aber auch gleichzeitig belichtet werden.
Die Veränderung der Schwärzungsdichte bei nacheinander hergestellten Teilbildern kann auf verschiedene Art erzielt werden. So können alle Einzelaufnahmen mit gleichen Belichtungszeiten und verschiedenen Blendenöffnungen gemacht werden. Dies ermöglicht beispielsweise eine, verschiedene Blendenöffnungen enthaltende bzw. ergebende, vom Apparat vor oder nach jeder Einzelaufnahme selbsttätig weitergeschaltete Blende.
Es ist weiters auch möglich, die Einzelaufnahmen bei gleichbleibender Blendenöffnung verschieden lang zu belichten ; in diesem Falle wird eine der Zahl der Einzelaufnahmen entsprechende Folge von Auslösungen des Verschlusses mit periodisch wechselnder Verschlussgesehwindigkeit vom Apparat selbsttätig bewirkt.
Eine weitere Möglichkeit, die Schwärzungs dichte der Negative der Einzelbilder im Sinne des erfindungsgemässen Verfahrens zu ändern, besteht in der Beeinflussung der Intensität des auf die lichtempfindliche Schicht auffallenden Lichtes. Hiezu können Lichtfilter verschiedener Art z. B. in der Weise verwendet werden, dass eine, Filter verschiedener Durehlässigkeitsgrade enthaltende be-
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wegliehe Scheibe vom Apparat bei jeder Einzelaufnahme weitergeschaltet wird. Durch Reflexion und Brechung ist ebenso eine Veränderung der Lichtintensität, beispielsweise durch Anwendung von
Spiegeln bzw. Prismen, erzielbar.
Es liegt gleichfalls im Rahmen der Erfindung, die Verschiedenheiten der Sehwärzungsdichte der belichteten Negative durch einen Filmstreifen zu erzielen, dessen lichtempfindliche Schicht eine periodisch wechselnde Empfindlichkeit aufweist. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens erübrigt sich jede Änderung der Beliehtungszeiten bzw. der Blendenöffnungen. Es ist lediglich im Falle von hintereinander aufgenommenen Einzelbildern die Weiterschaltung des Films nach jeder Einzelaufnahme erforderlich.
Um bei Nahaufnahmen unscharf Bilder zu vermeiden, sieht das erfindungsgemässe Verfahren für jede Einzelaufnahme auch eine geänderte Entfernungseinstellung vor. Diese Änderung kann ebenso wie die Änderung der Blende bzw. des Verschlusses vom Apparat selbsttätig periodisch durchgeführt werden. Auf diese Weise wird erreicht, dass mindestens eines der Teilbilder scharf durchgezeichnet wird, während die andern mehr oder weniger unscharf ausfallen werden.
Sollen die zu einer Aufnahme gehörigen Einzelbilder gleichzeitig aufgenommen werden, so kann dies ähnlich wie bei Stereokameras dadurch verwirklicht werden, dass für jede Einzelaufnahme ein eigenes Objektiv, jedoch mit verschiedenen Einstellungen der die Schwärzungsdichte ergebenden optischen Organe, vorgesehen wird. Die einzelnen Teilbeliehtungen können gleichzeitig an verschiedenen Stellen des Films erfolgen. Die Verschiedenheiten der Schwärzungsdichte können wie im ersten Falle durch verschiedene Einstellung der Blende, der Versehlussgesehwindigkeit oder durch Anwendung verschieden starker Liehtfilter, Prismen und Spiegel hervorgerufen werden.
Die jedem Einzelbild zugeordneten Objektive können auch durch ein einziges ersetzt werden, wie dies in ähnlicher Weise bei der Farbenphotographie bereits bekannt ist. Zur Erzielung verschiedener Sehwärzungsdiehten können Mittel vorgesehen werden, welche das durch das Objektiv eintretende Licht in verschiedene Richtungen mit verschiedenen Intensitäten zerstreut. Hiezu eignen sieh, wie bekannt, Prismenkombinationen, Spiegel, Filter u. dgl.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist jedoch nicht auf die im vorstehenden beschriebenen Aus- führungsformen beschränkt. Es ist vielmehr möglich, den Grundgedanken dieses Verfahrens, nämlich die Aufnahme einer Bilderreihe mit verschiedenen Sehwärzungsdiehten der Negative, durch Kom- bination der bereits beschriebenen Methoden zu verwirklichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung photographiseher Aufnahmen, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Aufnahme durch eine einzige Auslösung mindestens zwei Einzelbilder des gleichen Gegenstandes mit vom Aufnahmeapparat selbsttätig periodisch geänderter Einstellung der die Schwärzuns : sdichte der belichteten Negative bestimmenden Organe hergestellt werden.