AT147098B - Fernmeldekabel. - Google Patents

Fernmeldekabel.

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  Fernmeldekabel. 



   Es ist bekannt, zur Verringerung der Betriebskapazität der üblichen Fernsprechkabel sogenannte
Distanzkordeln zu verwenden, das sind Papierkordeln, welche die Kupferadern schraubenlinienförmig umgeben und einen bestimmten Abstand zwischen diesen und den isolierenden Papierhüllen herstellen. 



   Abweichend von dieser bekannten Massnahme werden gemäss der Erfindung die einzelnen Lagen der Kabel schraubenlinienförmig mit Papierkordeln umwickelt und dadurch voneinander bzw. vom
Bleimantel getrennt. 



   Die Vorteile dieses erfindungsgemässen Kabelaufbaues sind grössere Biegsamkeit des Kabels,
Verkleinerung der Dielektrizitätskonstante des aus Papiermasse und Luft zusammengesetzten Dielektrikums, Erniedrigung der Erdkapazitätswerte und im Zusammenhang damit Verkleinerung der kapazitiven und magnetischen Kopplungen zwischen den Sprechkreisen benachbarter Lagen, sowie der kapazitiven
Erdkopplungen. 



   Die Zeichnung zeigt ein Beispiel eines erfindungsgemässen Kabels, bei dem zwischen den einzelnen Lagen und zwischen äusserster Lage und Bleimantel Papierkordeln in Form von Schraubenlinien liegen. Die Leiterpaare, aus denen das Kabel aufgebaut ist, sind mit   1,   die Kordeln mit 2, der Bleimantel mit 3 bezeichnet. 



   Die in der Kabeltechnik häufig verwendete schraubenlinienförmige Umwicklung der Lagen mit Papierbändern oder Baumwollfäden ist nicht geeignet, die angeführten Vorteile herbeizuführen, welche durch die Verwendung von stärkeren Kordeln an Stelle der dünneren Papierbänder und Baumwollfäden bewirkt werden. 



   In gleicher Weise wie die Lagen können auch metallische Schirme oder andere Einlagen in den Kabeln durch die erfindungsgemässe Verwendung von Kordeln von den benachbarten Lagen getrennt werden. Unter Umständen kann die erfindungsgemässe Anordnung von Papierkordeln zwischen den Lagen sogar bei Telephonkabeln, welche besonderen Anforderungen bezüglich Güte und Gleichmässigkeit ihrer elektrischen Eigenschaften genügen müssen, die Verwendung der bei diesen Kabeln üblichen Distanzkordeln auf den Kupferadern überflüssig machen.

   Bei Telephonkabeln für untergeordnete Zwecke, die keinen sehr scharfen Anforderungen bezüglich ihrer elektrischen Eigenschaften genügen müssen und daher üblicherweise ohne Distanzkordeln auf den Kupferleitern ausgeführt werden, gestattet der   erfindungsgemässe   Aufbau ohne Änderung ihrer Betriebskapazität die Verwendung dünnerer Adern, in denen der Kupferleiter sicherer zentriert ist und die deshalb wesentlich bessere Kopplungen besitzen. In bestimmten Fällen ist durch die erfindungsgemässe Anordnung der Kordeln auch eine Herabsetzung   ler Betriebskapazität   bei gleichem Kabeldurchmesser oder eine Verbilligung der Kabel bei gleicher Kapazität möglich. 



   An Stelle von Papierkordeln können auch Kordeln aus anderem isolierenden Material oder Fäden aus Cellon usw. verwendet werden, die genügend grossen Durchmesser besitzen. Die Kordelumwicklung kann ein-oder mehrgängig ausgeführt werden. 

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