AT148055B - Hochfrequenzkabel. - Google Patents

Hochfrequenzkabel.

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AT148055B
AT148055B AT148055DA AT148055B AT 148055 B AT148055 B AT 148055B AT 148055D A AT148055D A AT 148055DA AT 148055 B AT148055 B AT 148055B
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cable according
frequency cable
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screen
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Inventor
Paul Thomas
Heinrich Dr Phil Kaden
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Siemens Ag
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Description


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  Hochfrequenzkabel. 



   Bekanntlich sind konzentrische Kabel geeignet,   Hochfrequenzströme   mit Frequenzen bis zu vielen
Millionen Hertz zu übertragen. Die konzentrischen Kabel haben aber den Nachteil, dass sie unsymmetrisch gegen Erde sind, wodurch die Störungsfreiheit für das untere Frequenzgebiet stark herabgesetzt wird. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Kabeltype, bei der die Übertragungsleitung als verdrillte
Doppel-oder Sternviererleitung ausgebildet ist. Eine derartige Übertragungsleitung hat bekanntlich den Vorteil, dass sie symmetrisch gegen Erde ist und dementsprechend eine grosse Störungsfreiheit gegen elektromagnetische Störfelder auch für das untere Frequenzgebiet aufweist. 



   Die Erfindung besteht in der Verbesserung eines Hochfrequenzkabels, das aus einer oder mehreren abgeschirmten Doppel-oder Sternviererleitungen aufgebaut ist, in der Weise, dass das Kabel zu gleicher
Zeit eine kleine Widerstandsdämpfung und eine kleine Ableitungsdämpfung und darüber hinaus auch eine grosse Störungsfreiheit gegen elektromagnetische Störfelder aufweist. Eine kleine Widerstands- dämpfung sowie eine grosse Störungsfreiheit wird erfindungsgemäss vorteilhaft dadurch erhalten, dass man den um die verdrillte   Doppel-oder Sternviererleitung   gelegten Schirm unter Wahrung einer genügenden Biegsamkeit so ausbildet, dass der Schirm in Richtung der verseilten Adern eine hohe   Leit-   fähigkeit aufweist.

   Hierauf wurde bisher bei der Herstellung elektrostatischer Schirme nicht geachtet.
Vielmehr sollte nach den bisher bekanntgewordenen Vorschlägen der Schirm in Form einer Bandwicklung oder in Form von in Längsrichtung verseilten Bändern hergestellt werden. Bei der Verseilung der Bänder in   Längsrichtung wurde jedoch   nicht darauf geachtet, diese so zu verseilen, dass der Schirm eine hohe
Leitfähigkeit in Richtung der verseilten Adern erhält.

   Nähere Untersuchungen haben gezeigt, dass die erfindungsgemäss vorgeschlagene Massnahme, den Schirm so auszubilden, dass er in Richtung der ver- seilten Adern eine hohe Leitfähigkeit aufweist, zu gleicher Zeit eine Verminderung der Widerstands- dämpfung und eine Erhöhung der Störungsfreiheit gegen elektromagnetische Störfelder zur Folge hat.
Eine weitere Möglichkeit, durch besondere Ausbildung des Schirmes zu gleicher Zeit die Widerstands- dämpfung herabzusetzen und die Störungsfreiheit zu erhöhen, besteht darin, den Schirm aus magnetisier- baren Stoffen herzustellen, dabei aber den Schirm gegen Wirbelströme zu unterteilen. Dies hat gleich- zeitig noch den Vorteil, dass die Induktivität der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitung erhöht und damit die Widerstandsdämpfung in noch weiterem Masse herabgesetzt wird.

   In Kombination mit der erwähnten Ausbildung des Schirmes wird erfindungsgemäss gleichzeitig eine Verminderung der Ab- leitungsdämpfung dadurch erreicht, dass man die Isolation der Adern als Luftraumisolation ausbildet und hiebei Isolierstoffe verwendet, die bei hohen Frequenzen extrem niedrige dielektrische Verluste aufweisen. 



   Vorteilhaft werden Isolierstoffe der Gruppe der Polyvinylverbindungen, u. zw. insbesondere Polystyrol, verwendet. Polystyrol hat bekanntlich bei hohen Frequenzen äusserst geringe dielektrische Verluste und zu gleicher Zeit eine kleine Dielektrizitätskonstante, so dass also Polystyrol als Isolierstoff für 

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 dass jede Doppel-oder Sternviererleitung entweder mit einem in Richtung der verseilten Adern gutleitenden und gleichzeitig biegsamen Schirm oder mit einem gegen Wirbelströme unterteilten magnetisierbaren Schirm umgeben ist und dass ferner die Isolation der Adern als Luftraumisolation ausgebildet ist unter Verwendung von Isolierstoffen, die bei hohen Frequenzen extrem niedrige dielektrische Verluste aufweisen, vorzugsweise unter Verwendung von Isolierstoffen der Gruppe der Polyvinylverbindungen, beispielsweise von Polystyrol. 



   Es ist bei Fernmeldekabeln an sich bekannt, verdrillte Adergruppen, wie Paare und Vierer, mit gutleitenden Schirmen zu umgeben. Nach einem bekannten Vorschlag wird eine elektrostatische Schutzhülle aus metallisiertem Papier gebildet, deren Längsleitfähigkeit durch ein um den Schirm gewickeltes Kupferband erhöht wird. Da dieses Kupferband um den aus metallisiertem Papier bestehenden Schirm herumgewickelt wird, weist ein derartiger Schirm keine grosse Leitfähigkeit in Richtung der Adern des verdrillten Paares oder Vierers auf. Das gleiche gilt für den bekannten Vorschlag, einen gutleitenden Schirm eines Fernmeldekabels in der Querrichtung durch Zwischenfügung einer Isolation einfach oder mehrfach zu unterteilen. Hiedurch wird. bezweckt, dem gutleitenden Schirm einen grossen Widerstand in Querrichtung zu geben, um die Wirbelstromverluste herabzusetzen.

   Auch mit derartigen in Querrichtung unterteilten gutleitenden Schirmen erreicht man noch keine maximale Schirmwirkung, weil auch bei dieser Unterteilung keine Rücksicht darauf genommen wurde, dass die Leitfähigkeit des Schirmes in Richtung der Adern gross ist. 



   Es ist ferner bekanntgeworden, die Leitungen eines Kabels mit Polystyrol od. dgl. zu isolieren. 



  Ein mit solchen Stoffen isolierter   Sternvierer   sollte gegebenenfalls mit einem Schirm in Form einer Metallfoliewicklung umgeben werden. Abgesehen davon, dass dieser bekannte Vorschlag die Verwendung einer derartigen Leitung   für-die Hochfrequenzübertragung überhaupt nicht erwähnt, würde   ein aus einer Metallfoliewieklung bestehender Schirm für die   Hochfrequenzübertragung   eine völlig unzureichende Schirmwirkung aufweisen.

   Zum Unterschied von diesem bekannten Vorschlag werden   erfindungsgemäss   einerseits die Schirme der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitungen so ausgebildet, dass sich gleichzeitig eine kleine Widerstandsdämpfung und eine grosse Schirmwirkung ergeben, und anderseits für die Luftraumisolation Isolierstoffe mit extrem kleinem Verlustwinkel verwendet, um gleichzeitig eine kleine Ableitungsdämpfung zu erhalten. 



   Im folgenden werden die Merkmale der Erfindung sowie verschiedene Ausführungsformen einzeln näher beschrieben. 



   Eine zweckmässige Ausführungsform eines Schirmes, der in Längsrichtung der verseilten Adern der Doppel-oder Sternviererleitung eine hohe Leitfähigkeit aufweist, besteht darin, den Schirm aus mehreren um die Doppel-oder Sternviererleitung verseilten gutleitenden Bändern oder Drähten in der Weise herzustellen, dass die Schlagrichtung und Schlaglänge der Schirmbänder bzw. -drähte mit der Drallrichtung und der Drallänge der Doppel-oder Sternviererleitung übereinstimmt. Auf diese Weise wird erreicht, dass die im Schirm induzierten Wirbelströme, die dem Drall der   Doppel-oder Sternvierer-   leitung folgen, in einer metallischen Schicht kleinen Widerstandes fliessen. Bei den bisherigen Ausführungen der Schirme in Form von Bandwicklungen finden die Wirbelströme an den Stossstellen der Windungen der Bandwicklung einen grossen Widerstand vor.

   Daher können sich bei den Schirmen aus Bandwicklungen die Wirbelströme nicht in einem solchen Masse ausbilden, wie es zur Abschirmung des magnetischen Feldes vom Bleimantel erforderlich wäre. Die Folge ist, dass das magnetische Feld infolge der ungenügenden Schirmwirkung dieser bekannten Schirme in den Bleimantel eindringt und dort bei hohen Frequenzen grosse Verluste verursacht, weil die durch den Bleimantel verursachten Zusatzverluste bei hohen Frequenzen mit der Wurzel aus dem spezifischen Widerstand des Hüllenmaterials ansteigen.

   Wird aber erfindungsgemäss über der Doppel-oder Sternviererleitung ein aus längs verseilten Bändern oder Drähten bestehender Schirm mit der gleichen Schlagrichtung und Schlaglänge angeordnet, wie sie die verdrillte Doppel-oder Sternviererleitung aufweist, so ist der   Schirmwiderstand für   die Wirbelströme klein und daher die Abschirmwirkung gross. 



   Der Schirm wird möglichst als geschlossene Verseillage ausgebildet. Eine einfache Ausführungform besteht darin, mehrere dünne Bänder unter gegenseitiger Überlappung zu verseilen. Ferner können zwei Lagen Bänder übereinander verseilt werden, derart, dass die Bänder der äusseren Lage die Lücken zwischen den Bändern der inneren Lage abdecken. Weitere Ausführungsformen bestehen darin, den Schirm abwechselnd aus einem und zwei übereinander angeordneten Bändern oder fortlaufend aus zwei übereinander angeordneten Bändern herzustellen, wobei die benachbarten Seitenränder der Bänder zwecks Bildung einer geschlossenen Lage miteinander in Eingriff gebracht werden. 



   Die in dieser Weise ausgebildeten Schirme sind mit besonderem Vorteil für solche Hochfrequenzkabel, z. B. für Mehrfach-Trägerfrequenzkabel und für Fernsehkabel, verwendbar, die nur eine einzige   Doppel-oder Sternviererleitung enthalten, um die sonst bei hohen Frequenzen im Bleimantel entstehenden Wirbelströme zu vermeiden.   

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   Wenn die Schirmbänder oder-drähte mit gleicher   Drallrichtung   und gleicher Drallänge wie die Adern der abzuschirmenden Doppel-oder Sternviererleitung verseilt sind, besteht die Gefahr, dass die Bänder oder Drähte in die freien   Lücken   der verdrillten Leitung einfallen. Um dies zu vermeiden, werden der weiteren Erfindung gemäss entweder die Lücken durch Beiläufe aus Isolierstoff ausgefüllt oder es wird unter dem Schirm ein zusätzliches Stützorgan, z. B. eine offene Drahtwicklung, angeordnet. 



   In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt, bei denen die in der erwähnten Weise ausgebildeten Schirme verwendet sind. 



   Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Hochfrequenzkabel, das eine verdrillte Doppelleitung mit den beiden Leitern 10 und 11 enthält. Die Leiter sind als dünne Hohlleiter ausgebildet, die durch einen innenliegenden Isolierstoffkern 12 gestützt sind. Zur Bildung einer Luftraumisolation ist jeder Leiter mit einer Kordel   13   schraubenlinienförmig umwickelt und mit einer Isolierstoffumhüllung 14 in Form einer Bandwicklung umgeben. Die beiden so hergestellten Adern sind gemeinsam mit den Beiläufen   M   aus Isolierstoff miteinander verdrillt. Über der Doppelleitung ist zunächst eine Isolierstoffumhüllung 16 und darauf der   erfindungsgemäss   ausgebildete Schirm   17   angeordnet.

   Der Schirm   17   besteht aus einer geschlossenen Lage mit grossem Schlag und mit gegenseitiger Überlappung verseilter dünner Kupferbänder. Über den so ausgebildeten leitenden Schirm sind eine Isolierstoffumhüllung 18 in Form einer Bandwieklung und der Bleimantel 19 aufgebracht. 



   Das in den Fig. 3 und 4 gezeigte Hochfrequenzkabel unterscheidet sich von dem Ausführungbeispiel nach den Fig. 1 und 2 im wesentlichen nur dadurch, dass zur Abstützung des leitenden Schirmes keine zusätzlichen   Beiläufe   vorgesehen sind, sondern unter dem leitenden Schirm ein in offenen Schraubenwindungen gewickelter Metalldraht angeordnet ist. 20 und 21 sind die beiden rohrförmigen Leiter, die je über einem aus Isolierstoff bestehenden Stützkern   22   angeordnet sind. Jeder Leiter ist mit einer Isolierstoffkordel 23 in offenen Schraubenwindungen umwickelt und mit einer geschlossenen Isolier-   stoffumhüllung   24 in Form einer Bandwicklung umgeben.

   Die beiden miteinander verdrillten Adern sind darauf mit einer offenen Drahtschraube   M   und mit dem aus gutleitenden Bändern bestehenden Schirm 26 umgeben. Über dem Schirm 26 sind eine   Isolierstoffumhüllung   27 in Form einer Bandwicklung und der Bleimantel 28 angeordnet. 



   Die Fig. 5 zeigt ein aus mehreren Paaren bestehendes Hoehfrequenzkabel, bei dem die einzelnen Paare mit einem   erfindungsgemäss   ausgebildeten Schirm umgeben sind. Das Hochfrequenzkabel besteht aus den vier verdrillten Paaren 30, 31, 32 und 33. Jedes Paar besteht aus den beiden   rohrförmigen   
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  Die beiden so hergestellten Adern werden unter Beifügung der Beiläufe 38 aus Isolierstoff miteinander verdrillt und mit dem leitenden Schirm 39 und der Isolierstoffumhüllung 40 umgeben. Der leitende Schirm 39 besteht aus mehreren mit grossem Schlag und mit gegenseitiger Überlappung verseilten gutleitenden Bändern. Über den vier verdrillten Paaren sind die Isolierstoffumhüllung   41   und der Bleimantel 42 angeordnet. 



   Das in der Fig. 6 dargestellte Hochfrequenzkabel unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel 
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 umwickelt und mit einer Isolierstoffumhüllung 55 umgeben. Über jeden   Sternvierer   sind der erfindunggemäss ausgebildete Schirm 56 und die   Isolierstoff Umhüllung 57   angeordnet.   68   ist der Bleimantel des Kabels. 



   In den Fig. 7,8 und 9 sind schematisch noch einige Ausführungsbeispiele der im Sinne der Erfindung ausgebildeten Schirme dargestellt, u. zw. zeigen die Figuren jeweils einen Schnitt quer zur Achse des Schirmes. Nach der Fig. 7 besteht der Schirm aus zwei Lagen verseilter Bänder, wobei die Bänder 60 der äusseren Lage die Lücken zwischen den Bändern 61 der inneren Lage abdecken. Nach der Fig. 8 besteht der Schirm abwechselnd aus einem Metallband und zwei übereinander gelegten Metallbändern, wobei jeweils das Metallband 62 zwischen die beiden Seitenränder der beiden übereinander angeordneten Bänder 63 und 64 eingreift. Bei dem in der Fig. 9 gezeigten Ausführungsbeispiel sind jeweils zwei Bänder übereinander angeordnet und die Ränder an dem einen Seitenrand etwas umgebogen, wodurch eine gabelförmige Ausbildung des einen Seitenrandes entsteht.

   Der andere Seitenrand der übereinander angeordneten Bänder greift in die gabelförmige Erweiterung der benachbarten Metallbänder ein, so dass eine doppelte geschlossene Metallhülle entsteht. 



   Bei dem oben beschriebenen Schirm, der vorteilhaft aus mehreren in einer Lage verseilten Metallbändern besteht, tritt jedoch die Gefahr auf, dass die Bänder sich bei mechanischen Beanspruchungen des Kabels und insbesondere bei Biegungen übereinanderschieben, so dass Lücken entstehen, die die Wirkung des Schirmes mehr oder weniger stark beeinträchtigen. Beispielsweise können dann elektrische oder magnetische Innen-oder Aussenfelder durch die   Lücken   des Metallschirmes hindurchtreten und damit insbesondere bei Kabeln für hohe und höchste Frequenzen empfindliche Störungen verursachen. 



  Bisher bestand keine Möglichkeit, die mit langem Schlag aufgelegten Bänder gegeneinander in ihrer 
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 wenden, was aus elektrischen Gründen und auch wegen der Verteuerung der Kabelherstellung unerwünscht ist, oder den Bändern eine besondere Form zur Sicherung ihrer Lage zu geben, was aber noch teurer ist 
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 bänder als elektrostatischer Schutz ausreichend, während Profilstränge nur in mehreren Millimetern Stärken herstellbar sind. Auch die Verfalzung dünner Bänder kommt nicht in Frage, da die Verfalzung zu umständlich und teuer ist, um auf diesem Wege Schirme herzustellen.

   Die Anwendung mehrerer Lagen   dünner   metallisierter Papierbänder u. dgl. hat wieder die Nachteile, dass die Bänder einen zu grossen elektrischen Widerstand haben, so dass sie für die Abschirmung starker und insbesondere magnetischer Felder nicht ausreichen und dass sie ausserdem keinen mechanischen Schutz bieten können. 



   Um die mit langem Schlag verseilten Schirmbänder in ihrer Lage zu sichern, werden erfindungsgemäss in vorteilhafter Weise zwischen die dünnen breiten Schirmbänder und mit ihnen abwechselnd dickere schmälere Formstränge, insbesondere aber runde Drähte, mit gleichem Schlag eingelegt. Die dickeren schmäleren Formstränge reichen erstaunlicherweise aus, um das Übereinanderschieben der dünnen breiten Bänder völlig zu verhüten, so dass die mit derartigen Schirmen abgeschirmten Doppeloder Sternviererleitungen über einen kleinen Krümmungsradius gebogen werden können, ohne dass die Bänder sich Übereinanderschieben oder sonst Lücken zwischen den Bändern entstehen.

   Falls die Lage der abwechselnden Bänder und/oder Drähte noch besonders gesichert werden soll, kann dies dadurch geschehen, dass zusätzlich noch ein Draht oder Band mit anderm Schlag, vorzugsweise mit gleichgerichtetem kürzerem Schlag und in weit offenen   Schraubenwindungen,   aufgebracht ist. Diese zusätzlichen Drähte oder Bänder können aus dem gleichen oder einem andern Stoff bestehen und je nach Bedarf auch als leitende Querverbindung der Schutzbänder dienen. 



   Eine vorteilhafte Ausführungsform eines in dieser Weise hergestellten Schirmes zeigen beispielsweise die Fig. 15-18. Nach der Fig. 15 besteht der Schirm aus in Längsrichtung verseilten Bändern 136 und Drähten   139,   wobei die Drähte 139 dicker sind als die Bänder   136,   um ein gegenseitiges Verschieben der Bänder zu vermeiden. Die in Längsrichtung verseilten Bänder und Drähte können noch durch eine offene Metallbandwicklung zusammengehalten werden. 



   Im folgenden wird die weitere Möglichkeit beschrieben, den Schirm aus magnetisierbaren Stoffen herzustellen, dabei aber den Schirm gegen Wirbelströme zu unterteilen. 



   Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, die einzelnen Adergruppen eines Fernmeldekabels zwecks Abschirmung mit magnetisierbaren Hüllen zu umgeben. Durch diese Hüllen, die zur Erreichung einer möglichst guten Abschirmwirkung eine möglichst grosse Leitfähigkeit, insbesondere Längsleitfähigkeit haben müssen, wurde aber eine Erhöhung der Induktivität bei hohen Frequenzen nicht erzielt. 



  Dies liegt, wie nähere Überlegungen gezeigt haben, daran, dass die zur Erzielung einer möglichst guten Schirmwirkung erwünschten Wirbelströme eine   Induktivitätszunahme   verhindern. Von diesen bekannten magnetisierbaren Schirmhüllen unterscheidet sich der gemäss der Erfindung ausgebildete Schirm, der gleichzeitig zur induktiven Belastung dient, dadurch, dass der magnetisierbare Schirm gegen Wirbelströme unterteilt ist. 



   Die Unterteilung des Schirmes, der gleichzeitig als induktive Belastungshülle wirkt, gegen Wirbelströme kann auf verschiedene Weise geschehen. Die einfachste Ausführungsform besteht darin, die magnetisierbare Hülle durch eine ein-oder mehrfache Bandwicklung zu bilden, deren Windungen gegeneinander isoliert sind. Die magnetisierbaren Bänder werden dabei so dünn wie möglich gemacht. Unter Umständen können zur Erzielung einer genügend grossen Induktivität mehrere magnetisierbare Schichten übereinander angeordnet werden. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass durch die magnetisierbare Hülle eine grosse Schirmwirkung gegen elektromagnetische Störfelder erzielt wird.

   Nach einer weiteren Ausführungsform wird die magnetisierbare Hülle aus magnetisierbaren Pulverteilchen gebildet, die entweder mit Isolierstoff gleichmässig gemischt oder schichtweise auf einen aus Isolierstoff bestehenden Träger aufgespritzt sind. Die gemäss der Erfindung vorgeschlagene Unterteilung der magnetisierbaren   Belastungshülle   hat noch den besonderen Vorteil, dass der durch die Wirbelströme entstehende zusätzliche Verlustwiderstand klein ist. Als magnetisierbare Stoffe werden zweckmässig solche Stoffe, beispielsweise bestimmte Nickel-Eisen-Legierungen, benutzt, die eine hohe Anfangspermeabilität, kleine Hystereseverluste und einen hohen spezifischen Widerstand haben. 



   Die Fig.   10-12   zeigen drei Ausführungsbeispiele, bei denen die Schirme in Form magnetisierbarer Hüllen ausgebildet sind, die gegen Wirbelströme unterteilt sind. 



   Die Fig. 10 zeigt ein eine Doppelleitung enthaltendes Fernmeldekabel, das für die Übertragung von extrem hohen Frequenzen, z. B. für die Fernsehübertragung, geeignet ist. Die Doppelleitung besteht 
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 Die Luftraumisolation wird durch eine um den Leiter schraubenlinienförmig gewickelte Kombinationkordel gebildet, die aus einer zentralen Kordel 82 und einer um die Kordel 82 gewickelten Kordel 83 besteht. Über der schraubenlinienförmig gewickelten Kombinationskordel ist die Isolierstoffumhüllung 84 

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 in Form einer Bandwicklung angeordnet. Die beiden in dieser Weise isolierten Adern werden in bekannter Weise miteinander verseilt und darauf mit einer Isolierstoffhülle 85, einer offenen magnetisierbaren Bandwicklung 86 und einer weiteren Isolierstoffumhüllung 87 umgeben. 88 ist der Bleimantel des Kabels. 



  Als Isolierstoff wird zweckmässig Polystyrol benutzt. Über dem Kabelmantel 88 können in bekannter Weise weitere Schutzschichten, beispielsweise eine in Juteschichten eingebettete Bandeisenarmierung, angeordnet sein. 



   In der Fig. 11 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das sieh von der Fig. 10 im wesentlichen dadurch unterscheidet, dass das Hochfrequenzkabel statt eines Paares einen Sternvierer enthält. 91, 92,93 und 94 sind die vier luftraumisolierten Leiter eines Sternvierers. Die Luftraumisolation wird in üblicher Weise durch eine um den Leiter schraubenlinienförmig gewickelte Kordel gebildet. Die vier Adern sind in üblicher Weise gemeinsam miteinander verseilt und werden erfindunggemäss zunächst mit einer Isolierstoffumhüllung 95, einer magnetisierbaren Bandwicklung 96, einer Isolierschicht 97, einer weiteren magnetisierbaren   Bandwicklung   98 und einer Isolierstoffumhüllung 99 umgeben. 100 ist der Bleimantel des Kabels. 



   Die Fig. 12 zeigt ein aus mehreren Paaren aufgebautes Fernmeldekabel für die Hochfrequenz- Übertragung. Das Kabel enthält die drei Paare 101, 102 und 103, die in bekannter Weise je aus zwei verdrillten je mit einer Kordel 104 luftraumisolierten Leitern 105 bestehen. Jedes Paar ist zunächst mit einer Isolierstoffbandwicklung 106 und mit einer magnetisierbaren überlappen Bandwicklung 107 sowie einer Isolierstoffumhüllung 108 umgeben. Zwecks gegenseitiger Isolierung der Windungen der Bandwicklung 107 ist das magnetisierbare Band mit einer dünnen Isolationsschicht, zweckmässig mit einer Lackschicht, umgeben. Die in dieser Weise aufgebauten Paare werden gemeinsam miteinander verseilt, mit einer   Isolierstoffumhüllung   109 umgeben und mit dem Bleimantel 110 umpresst. 



   Die folgenden Ausführungen erstrecken sich im wesentlichen auf das weitere Merkmal der Erfindung, 
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   Die auf der Grundlage dieser Ausführungsformen der Erfindung durchgeführten Berechnungen sowie deren Ergebnisse werden im folgenden an Hand der Fig. 13 und 14 näher erläutert. 



   Die Fig. 13 zeigt schematisch im Querschnitt den Aufbau eines Hochfrequenzkabels mit einer einzigen verdrillten Doppelleitung. Die beiden Leiter sind mit 120 und 121 bezeichnet. 122 ist ein die Doppelleitung umgebender Metallmantel, beispielsweise ein unter dem Kabelmantel angeordneter Kupferschirm. Jeder Leiter ist mit einer für Hochfrequenz hochwertigen Isolationsschicht 123 umgeben. Die übrige Isolation ist mit 124 bezeichnet. Für die folgenden Betrachtungen ist der Innendurchmesser des   Metallmantels ? 2   gleich D, der Leiterdurchmesser gleich do, und der Durchmesser der hochwertigen Isolationsschicht 123 gleich d gesetzt. Die Berechnungen erstrecken sich im wesentlichen darauf, die Beziehung zwischen der Schichtdicke der hochwertigen Isolation 123 und der Ableitungsdämpfung zu ermitteln.

   Hiezu war es zunächst erforderlich, den resultierenden dielektrischen Verlustwinkel sowie die resultierende Dielektrizitätskonstante für das gesamte Dielektrikum festzustellen. Bezüglich der angestrebten Ableitungsdämpfung wurde die Forderung gestellt, dass diese klein ist gegenüber der Widerstandsdämpfung. Beispielsweise kann die Ableitungsdämpfung etwa 10% der Widerstandsdämpfung betragen. Ferner wurde vorausgesetzt, dass der Verlustwinkel der hochwertigen Isolation 123 gegenüber dem Verlustwinkel der Isolation 124 zu vernachlässigen ist und für die Berechnung gleich Null gesetzt werden kann. Dies trifft praktisch bei einer Luftraumisolation zu, bei der die Abstandhalter aus Polystyrol bestehen.

   Unter der weiteren Annahme, dass die gegenseitigen Abstände der Leiter voneinander und vom Metallmantel sowie die Leiterdurchmesser so bemessen sind, dass man die kleinste Widerstands- 
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 Isolierstoffe mit verschiedener Dielektrizitätskonstante s bestimmt. 



   In der Fig. 14 der Zeichnung sind die berechneten Kurven für verschiedene Dielektrizitätskonstanten der Isolation 124 dargestellt, u. zw. ist als Parameter das Verhältnis der Dielektrizitätskonstante s der Isolation 124 zur   Dielektrizitätskonstante So   der Isolation 123 gewählt. Wie die Fig. 14 
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 kleiner gemacht werden, je kleiner das Verhältnis   K,   der Innendurchmesser D, die Frequenz f und der Verlustwinkel   tgo   der Isolation 124 ist, wobei es jedoch überraschenderweise von Vorteil ist, wenn die Dielektrizitätskonstante der weniger hochwertigen Isolation 124 einen hohen Wert hat. Dies ist darauf 
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 Lime besonders hervorgehoben.

   Dieser Grenzwert von 2-8 ergibt sich unter der Annahme der günstigsten Leiterabstände und des günstigsten Leiterdurchmessers hinsichtlich der Widerstandsdämpfung dann, wenn der Durchmesser der hochwertigen Isolation 123 gleich dem mittleren gegenseitigen Abstand der Leiter ist. Wie aus der Figur zu ersehen ist, verlaufen die Kurven mit kleiner Dielektrizitätskonstante bei grossen Werten für den Faktor   K D Vi-tga über   den Grenzwert von 2-8 hinaus. Hieraus ist zu 
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   Die   erfindungsgemäss   gewonnenen Ergebnisse werden dazu ausgenutzt, um symmetrische Hochfrequenzkabel unter Berücksichtigung der im Dielektrikum entstehenden Ableitungsverluste in der wirtschaftlichsten Weise zu bemessen. Eine wichtige Folgerung besteht beispielsweise darin, lediglich die Leiter selbst unter weitgehender Anwendung der bekannten Luftraumisolation mit für Hochfrequenz hochwertigen Isolierstoffen zu isolieren, dagegen die aussenliegenden, jedoch noch im Dielektrikum der 
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 Abstandhalter aus hochwertigen Stoffen und die um die Abstandhalter liegende äussere Aderisolation aus weniger hochwertigen Stoffen hergestellt werden.

   Dabei kann die günstigste Stärke der unmittelbar auf den Leiter aufliegenden hochwertigen Schicht für die jeweils angestrebte Ableitungsdämpfung auf Grund der ermittelten Kurven festgestellt werden. 



   In den Fig. 15-18 sind mehrere Ausführungsbeispiele gezeigt, bei denen nur in der Nähe der Leiter hochwertige Isolierstoffe angeordnet sind. 



   Die Fig. 15 zeigt ein Hochfrequenzkabel mit einer einzigen verdrillten Doppelleitung. Die beiden vorteilhaft als Hohlleiter ausgebildeten Leiter sind mit 130 und 131 bezeichnet. Jeder Leiter ist mit einer Kordel 132 aus Polystyrol in offenen Schraubenwindungen umwickelt und darauf mit einer Iso-   lationshülle 133 in Form einer Bandwicklung umgeben. Die aussenliegenden Zwickelräume deT verdrillten   Doppelleitung sind mit aus Faserstoffen, z. B. aus Papier, bestehenden Kordeln bzw. Trensen 134 ausgefüllt, um einerseits eine feste Lagerung der Adern zu gewährleisten und anderseits eine runde Unterlage für die aussenliegenden Schichten, insbesondere für den aussenliegenden aus längsverseilten Bändern bestehenden Schirm zu erhalten.

   Die Wahl der Stärke der Kordel 132 sowie der Isolierstoffe für die   Isolationshüüe   133 hängt von den jeweils vorliegenden Verhältnissen, z. B. von der Grösse der Dielektrizitätskonstante der Trensen 134 und dem Kabeldurchmesser ab. Bei hoher Dielektrizitätskonstante der Trensen 134 und bei kleinem Kabeldurchmesser können die Isolationshüllen 133 aus weniger hochwertigen Isolierstoffen, z. B. aus Papier, bestehen. Im allgemeinen wird man aber die   Isolationshüllen   133 ebenso wie die Kordeln 132 aus für Hochfrequenz hochwertigen Stoffen, z. B. aus Polystyrol, herstellen. 



  Über der verdrillten Doppelleitung sind der Reihe nach eine Isolationshülle   135,   ein aus dünnen Bändern 136 und Drähten 139 bestehender Schirm, eine weitere   Isolationshülle   137 und der Kabelmantel 138 aufgebracht.   Der Metallschirm, der aus den in Längsrichtungverseilten dünnen Bändern 136und Drähten 139   aufgebaut ist, besteht vorzugsweise aus Kupfer, wobei die Schlagrichtung und Schlaglänge der Bänder und Drähte mit der Drallrichtung und Drallänge der Doppelleitung übereinstimmt. Die in   Längsrichtung   verseilten   Schirmbänder   und-drähte werden vorteilhaft durch eine offene Metallbandwicklung zusammengehalten. 



   In der Fig. 16 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das sich von dem   Ausführungsbeispiel   gemäss Fig. 15 hinsichtlich der Ausbildung des in den äusseren   Zwiekelräumen   der Doppelleitung liegenden Fülltrensen unterscheidet. In der Fig. 16 sind 140 und 141 die beiden Leiter, 142 die Kordel und 143 die äussere Isolationshülle jeder Ader. Zur Ausfüllung der   Zwiekelräume   dienen die Isolierstoff-   schläuche   144, deren Festigkeit so gross ist, dass ein Eindrücken der äusseren Kabelhülle, insbesondere der in Längsrichtung verseilten Schirmbänder in die   Zwickelräume   vermieden wird. Die Isolierstoff-   schläuche   144 werden vorteilhaft aus mittels Formdüse gespritzten thermoplastischen Stoffen, z. B. 



  Kunstharzen, Zellulosederivaten usw., hergestellt. Über der verdrillten Doppelleitung sind die Isolationssehicht   j,   der Schirm   146,   eine weitere Isolationsschicht 147 und der Kabelmantel 148 angeordnet. 



   Bei dem in der Fig. 17 dargestellten Ausführungsbeispiel dient zum Unterschied vom Ausführungsbeispiel nach der Fig. 16 zur Ausfüllung der beiden Zwickelräume je ein holder Isolierstoff-Formschlauch, der sich der Form des Zwickelraumes angenähert anpasst. Es sind 150 und   j ! Jj !   die beiden Leiter, 152 die die Luftraumisolation bildende schraubenlinienförmig gewickelte Kordel aus Polystyrol und 153 die aus weniger hochwertigem Isoliermaterial bestehende Aderhülle. Wie aus der Figur hervorgeht, ist die Kordel   162   verhältnismässig dünn, dagegen die Aderhülle 153 verhältnismässig dick, so dass der Aufwand an hochwertigem und teurem Polystyrol verschwindend klein ist.

   Die Isolierstoff-Formschläuche zur 
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 enthält. 160, 161, 162 und 163 sind die vier Leiter, die je mit einer Kordel 164 aus Polystyrol schraubenlinienförmig umwickelt und mit einer Hülle   165   aus weniger hochwertigem Material, z. B. aus Papier, umgeben sind. Die äusseren   Zwickelräume   des Sternvierers sind mit Kordeln bzw. Trensen 166 aus Papier od. dgl. ausgefüllt. Über der verdrillten Sternviererleitung sind die Isolationshülle   167,   der Schirm   168,   eine weitere Isolationshülle 169 und der wasserdichte Kabelmantel 170 aufgebracht. 



   Im folgenden wird eine neue Art einer Luftraumisolation besehrieben, die extrem kleine Ableitungverluste aufweist. 



   Bekanntlieh erzielt man im allgemeinen die Luftraumisolation durch um die einzelnen Leiter schraubenlinienförmig gewickelte Kordeln, Bänder usw. oder durch auf die einzelnen Leiter aufgereihte in bestimmten Abständen angeordnete Distanzkörper. Der Nachteil dieser bekannten und üblichen Arten der Luftraumisolation ist in erster Linie der, dass die Abstandhalter unmittelbar auf dem Leiter aufliegen und jeden einzelnen Leiter in gleichmässiger Verteilung umgeben. Werden mehrere derart isolierte Leiter zu einer den Übertragungskreis bildenden Adergruppe zusammengefasst, so ergibt sich zwischen den einzelnen Leitern eine verhältnismässig grosse die Kapazität erhöhende Isolierstoffmenge. 



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Luftraumisolation einer Adergruppe   (Doppel-oder Sternviererleitung) eines Hochfrequenzkabels   so aufgebaut, dass der Anteil der 

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 zur Bildung der Luftraumisolation dienenden Abstandhalter am Dielektrikum zwischen den Leitern einer Adergruppe kleiner ist als zwischen den Leitern und der die Leiter umgebenden Hülle. Hiedurch tritt im Gegensatz zu den bisher bekannten Aufbauten der Luftraumisolation eine   ungleichmässige   Verteilung der Isolierstoffe auf der Oberfläche der einzelnen Leiter ein. Die neue Luftraumisolation lässt sich im Sinne der Erfindung in verschiedener Weise ausführen.

   So ist es beispielsweise möglich, zwischen den Leitern in verhältnismässig grossen Abständen quer angeordnete Abstandhalter in Form von Distanzscheiben od. dgl. und zwischen den Leitern und der die Leiter umgebenden Hülle in Längsrichtung verlaufende Abstandhalter oder eine um die Leiter der Adergruppe schraubenlinienförmig gewickelte Kordel anzuordnen.   Zweckmässig   werden die zwischen den Leitern und der Hülle angeordneten
Abstandhalter mit den Leitern sowie mit der Hülle fest verbunden. Die feste Verbindung der Abstandhalter mit den Leitern und mit der Hülle kann beispielsweise durch gegenseitiges Verkleben erreicht werden. Eine solche Verbindung der Leiter mit der die Leiter umgebenden Hülle hat in erster Linie den Vorteil, dass unter Umständen auf die Anordnung von Abstandhaltern zwischen den Leitern völlig verzichtet werden kann. 



   Eine besonders zweckmässige für die Hochfrequenzübertragung in Betracht kommende Aus- führungsform eines Kabels gemäss der Erfindung besteht darin, die einzelnen Leiter als geschlitzte Hohlleiter auszubilden und den inneren Hohlraum der Hohlleiter zur Befestigung des Leiters mit dem jeweils zugehörigen Abstandhalter zu benutzen. Zu diesem Zweck erhält der zwischen einem Leiter und der Hülle angeordnete in Längsrichtung verlaufende Abstandhalter an dem dem Leiter zugekehrten
Seitenrand einen zylindrischen Wulst, der von dem Leiter umfasst wird. Hiebei kann der innere Durchmesser des rohrförmigen geschlitzten Leiters etwas kleiner gemacht werden als der Durchmesser des zylindrischen Wulstes, um den Leiter am Wulst durch Federklemmung zu befestigen.

   Ferner kann der Leiter durch Einschnitte, Zacken oder Aussparungen oder auch durch elektrolytische Aufbringung des Leiters am Abstandhalter festgehalten werden. Die Befestigung der Abstandhalter an der die Leiter umgebenden Hülle erfolgt vorteilhaft dadurch, dass man dem Abstandhalter einen T-förmigen Querschnitt gibt und die beiden kleinen Schenkel beiderseits mit in Längsrichtung verlaufenden Schlitzen versieht, in die Formbänder eingreifen. Diese die Hülle bildenden Formbänder können aus einem Isolierstoff genügender Festigkeit oder aus einem leitenden Material, z. B. aus Kupfer, gegebenenfalls aus einem magnetisierbaren Material hergestellt werden. Die aus leitenden Stoffen bestehenden Bänder dienen gleichzeitig als Schirm für die Adergruppe. 



   Die Abstandhalter und die sonstigen Bestandteile der Leiterisolation werden vorteilhaft aus solchen Isolierstoffen hergestellt, die eine kleine   Dielektrizitätskonstante   und geringe dielektrische Verluste aufweisen, vorzugsweise Polyvinylverbindungen, wie Polystyrol oder aus Mischungen von Polystyrol mit thermoplastischen Stoffen, z. B. mit Guttapercha, Balata, Gummi, Kunstharzen, Wachsen od. dgl. Um die hochwertigen dielektrischen Eigenschaften der Isolierstoffe auch im Laufe der Zeit aufrechtzuerhalten, wird das Kabel vorteilhaft mit trockener Luft bzw. mit trockenen Gasen gefüllt. Die Füllung des Kabels mit trockener Luft kann bereits in der Fabrik vorgenommen werden. Die Enden der einzelnen Fabrikationslängen werden dann abgedichtet. 



   Die zuletzt beschriebene Form der Luftraumisolation wird im folgenden an Hand der Fig. 19-24 näher erläutert. 



   In den Fig. 19 und 20 ist ein eine Doppelleitung enthaltendes Hochfrequenzkabel dargestellt, bei dem zwischen den Leitern in bestimmten Abständen quer angeordnete Abstandhalter in Form von Distanzscheiben und zwischen den Leitern und der Hülle in Längsrichtung verlaufende bandförmige Abstandhalter angeordnet sind. Die Fig. 19 zeigt einen Querschnitt, die Fig. 20 einen Längsschnitt des Kabels. In den Figuren sind 180 und 181 die beiden Leiter der Doppelleitung, die entweder als, massiver Leiter, als Hohlleiter oder als Hochfrequenzlitze ausgebildet sind. Zwischen den Leitern sind in bestimmten Abständen Distanzscheiben 182 angeordnet, die an zwei diametral gegenüberliegenden Punkten mit Aussparungen 183 zur Lagerung der einzelnen Leiter versehen sind.

   Als Abstandhalter zwischen den Leitern und der die Doppelleitung umgebenden   Hülle jam   sind die beiden in Längsrichtung verlaufenden bandförmigen Abstandhalter   185   angeordnet. Durch diese Anordnung der Abstandhalter wird, wie aus der Figur ohne weiteres ersichtlich ist, erreicht, dass zwischen den Adern der Doppelleitung eine wesentlich geringere Isolierstoffmenge vorhanden ist als zwischen den Leitern und der die beiden Leiter umgebenden Hülle. Die beiden Leiter sind zur Vermeidung von Induktionsstörungen miteinander verdrillt. Die Hülle 184 wird vorteilhaft in an sich bekannter Weise durch eine Bandwicklung od. dgl. gebildet und kann aus einem Isolierstoff oder auch aus einem leitenden Material, gegebenenfalls aus einem magnetisierbaren Material bestehen. 186 ist der wasserdichte Kabelmantel. 



   Die Fig. 21 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die zwischen den Leitern und der Hülle angeordneten, in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalter die Leiter einzeln mit der Hülle fest verbinden. Die Figur zeigt das Kabel im Querschnitt. Das Kabel enthält die vier in Sternviererform 
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 aus einer Lage dünner Drähte oder Bänder, die mit grosser Steigung um einen langgestreckten Isolerstoffkern verseilt sind. Zwischen den einzelnen Leitern und der die vier Leiter umgebenden Hülle   194   

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 sind die in   Längsrichtung   verlaufenden bandförmigen Abstandhalter 195 angeordnet, die sowohl mit den einzelnen Leitern als auch mit der   HÜlle 194 durch gegenseitiges   Verkleben oder auf andere Weise fest verbunden sind.

   Die Leiter 190 bis 193 können auch massive Leiter oder litzenförmige Leiter sein. 



   196 ist der Bleimantel des Kabels. 



   Nach dem in der Fig. 22 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Leiter als Hohlleiter für die   Hochfrequenzübertragung   ausgebildet. 200 und 201 sind die beiden rohrförmigen in Längsrichtung geschlitzten Leiter, 202 und 203 die in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalter, die die Leiter mit der die Doppelleitung umgebenden Hülle fest verbinden. Die rohrförmigen Leiter werden vorteilhaft aus dünnem Kupferblech in die gezeigte Form gebogen. Das Profil der Abstandhalter 202 und 203 ist aus der Figur ohne weiteres ersichtlich. Zur Befestigung des rohrförmigen Leiters am Abstandhalter mit T-förmigem Querschnitt weist der Abstandhalter an dem Seitenrand des mittleren Schenkels einen zylindrischen Wulst auf, der von dem rohrförmigen Leiter umhüllt wird.

   Die andern Schenkel des T-förmigen Abstandhalters sind beiderseits mit Längsschlitzen 204 versehen, in die die beiden halbkreisförmigen die äussere Hülle bildenden Bänder   206   und 206 eingreifen. Die Bänder   206   und 206 können aus einem Isolierstoff, z. B. aus Polystyrol, oder aus einem leitenden Stoff, z. B. aus Kupfer, oder einer magnetisierbaren Legierung bestehen. Die Herstellung einer derartigen Doppelleitung erfolgt zweckmässig in der Weise, dass man zunächst in einem Arbeitsgang die rohrförmigen Leiter mit den Abstandhaltern verbindet.

   Alsdann werden in einer Verseilmaschine die Abstandhalter 202 und 203 sowie die halbkreisförmigen Bänder   206   und 206 gemeinsam zu dem in der Figur gezeigten Gebilde verseilt. Über der so aufgebrachten Doppelleitung sind die aus einem Isolierstoff oder aus einem leitenden Stoff bestehende Hülle 207 und der Bleimantel 208 aufgebracht. 



   Das in der Fig. 23 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in der Fig. 22 gezeigten Beispiel im wesentlichen nur durch eine andere Ausbildung der Abstandhalter. 210 und 211 sind die beiden Leiter, 212 und 213 die Abstandhalter. Die rohrförmigen Leiter werden am zylindrischen Seitenrand der Abstandhalter dadurch in besonderer Weise festgehalten, dass die Seitenränder des geschlitzten Hohlleiters in die Einkerbungen 214 eingebördelt sind. Die halbkreisförmigen Bänder 215 und 216 sind in der gleichen Weise, wie in der Fig. 22 gezeigt, mit den Abstandhaltern verbunden.

   Die beiden Schenkel der T-förmigen Abstandhalter sind so weit vergrössert, dass sie gleichzeitig zur Bildung der zwischen den Bändern   216   und 216 und dem Kabelmantel 217 liegenden Isolationsschicht dienen,
Wie aus der Fig. 24 ersichtlich, können die Abstandhalter zwecks Verkleinerung der Kapazität mit Aussparungen usw. versehen sein. Die Form des in der Fig. 24 dargestellten Abstandhalters entspricht dem beim Aufbau des Kabels gemäss der Fig. 22 benutzten Abstandhalter. Zur Verminderung der Kapazität sind im Quersteg des Abstandhalters Aussparungen 218 und 219 vorgesehen. 



   Die im folgenden noch beschriebene Ausführungsform der Luftraumisolation hat den Vorteil, dass nur verhältnismässig kleine Mengen an Isoliermaterial benötigt werden. Erfindungsgemäss dient als Abstandhalter eine offene Wicklung aus fadenförmigem Material mit aussenliegenden Einformungen zur Lagerung der Adern. Diese neue Form der Luftraumisolation ist besonders einfach herstellbar, weil die Herstellung der offenen Fadenwicklung sowie der Einformungen gleichzeitig mit der Verseilung der Adern erfolgen kann. Überdies hat die neue Luftraumisolation in elektrischer Hinsicht den Vorteil einer äusserst kleinen Kapazität und niedriger dielektrischer Verluste bei hohen Frequenzen. Aus diesem Grunde ist ein derartiger Aufbau der Luftraumisolation mit besonderem Vorteil für Hochfrequenzkabel anwendbar. 



  Die Einformungen werden bei einer verdrillten Doppel-bzw. Sternviererleitung vorteilhaft so tief gemacht, dass der Abstand der in den Einformungen gelagerten Adern von der die Doppel-oder Viererleitung umgebenden Metallhülle ungefähr mit dem halben gegenseitigen Abstand der beiden Adern einer Doppelleitung übereinstimmt. Um die Adern einer Adergruppe in ihrer Lage festzuhalten, werden sie vorteilhaft mit einer Fadenwicklung umschnürt. 



   Der zur Herstellung der abstandhaltenden Wicklung benutzte Faden erhält zweckmässig runden Querschnitt, weil sich ein Faden mit rundem Querschnitt am leichtesten zu einer offenen Wicklung formen lässt. Der Faden kann aber auch einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt, z. B. quadratischen und bandförmigen Querschnitt erhalten. Als Stoffe für den als Abstandhalter dienenden Faden werden   zweckmässig Isolierstoffe   verwendet, die eine hohe mechanische Festigkeit und   gleichzeitig eine möglichst   kleine Dielektrizitätskonstante und geringe dielektrische Verluste aufweisen. Sämtliche genannten Eigenschaften weisen bekanntlich verschiedene Stoffe der Gruppe der Polyvinylverbindungen, insbesondere Polystyrol, auf. Zur Erhöhung der Festigkeit kann der als Abstandhalter benutzte Faden zusätzliche Einlagen hoher Festigkeit, z.

   B. eine gegen Zug und Biegungen widerstandsfähige Seele erhalten. 



   Eine Vereinfachung dieser Art der Luftraumisolation wird dadurch erzielt, dass man die offene Fadenwicklung in zwei oder mehrere Teilwicklungen aufteilt und den oder die Leiter zwischen den mit Einformungen versehenen Teilwicklungen lagert. Hiedurch wird insbesondere der Vorteil erzielt, dass die Einformungen nur eine geringe Tiefe zu haben brauchen, wodurch sich das Herstellungsverfahren erleichtert. Ferner bereitet es weniger Schwierigkeiten, eine genau symmetrische Lage der Leiter zu erreichen. 

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   In den Fig. 25-28 sind mehrere Ausführungsbeispiele der zuletzt beschriebenen Luftraumisolation dargestellt. 



   In der Fig. 25 ist im Schaubild ein Hochfrequenzkabel gezeigt, das aus einer einzigen verdrillten Doppelleitung besteht. Die Fig. 26 zeigt das Kabel im Querschnitt. Die beiden rohrförmigen Leiter 220 und   221   der verdrillten Doppelleitung werden erfindungsgemäss durch die aus Isolierstoff bestehende Fadenwicklung 222 in Abstand voneinander gehalten. Die Fadenwicklung 222 ist an den diagonal gegenüberliegenden Stellen 223 und 224 nach innen eingedrückt, wodurch zwei diagonal gegenüberliegende rinnenartige Einkerbungen zur Lagerung der beiden Leiter 220 und 221 entstehen. Um die beiden Leiter in der gezeichneten Lage festzuhalten, werden sie vorteilhaft durch einen Isolierstofffaden 225 zusammengeschnürt.

   Da die Leiter 220 und 221 miteinander verdrillt sind, verlaufen dementsprechend die rinnenartigen Einkerbungen in Schraubenlinienform. Über der so hergestellten Doppelleitung sind eine Isolierstoffhülle 226 in Form einer Bandwicklung, ein gutleitender Schirm 227, eine weitere Isolierhülle 228 und der Kabelmantel 229 aufgebracht. Der abstandhaltende Faden kann anstatt auf einer kreisförmigen Bahn mit den diagonal gegenüberliegenden Einkerbungen auch unter stetiger Änderung der Wicklungsrichtung in Form einer 8 gewickelt werden, derart, dass die Leiter in die Lücken der 8-förmigen Wicklung eingelegt werden können. 



   Die Fig. 27 zeigt im Querschnitt ein Hochfrequenzkabel, das aus vier in Sternviererform angeordneten Leitern 230,   231,   232 und 233 besteht. Als Abstandhalter dient eine aus Isolierstoff bestehende Fadenwicklung 234, die ebenso wie beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 25 und 26 mit Einformungen zur Lagerung der einzelnen Leiter versehen ist. Die vier in Sternviererform angeordneten Leiter werden durch eine   Fadenumschnürung   235 festgehalten. Für den Übertragungsverkehr kann der   Sternvierer   sowohl im Stamm-als auch im Phantombetrieb ausgenutzt werden. Als äussere Hüllen dienen eine Isolierstoffhülle 236, ein gutleitender Schirm 237,   eine weitere Isolierstoffhülle 238   und der Kabelmantel 239. 



   In der Fig. 28 ist als Ausführungsbeispiel ein Hochfrequenzkabel dargestellt, das eine einzige verdrillte Doppelleitung enthält, bei dem aber als Abstandhalter zwei Fadenwicklungen dienen. In der Figur sind 240 und 241 die beiden zu einer Doppelleitung verdrillten Leiter. Als Abstandhalter dienen zwei   im wesentlichen halbkreisförmige Fadenwicklungen   242 und 243, die an dem diametral verlaufenden Teil der Wicklungen jeweils mit zwei Einformungen zur Lagerung der Leiter versehen sind. Die Form der Fadenwicklungen ist aus der Figur ohne weiteres ersichtlich.

   Die Fadenwicklungen sind durch einen oder mehrere zusätzliche   Isolierstoffäden mit   den Leitern 240 und 241 fest verbunden. Über den Fadenwieklungen 242 und 243 sind der Reihe nach die Isolationshülle 244, ein Schirm 245, eine weitere Isolationshülle 246 und der Bleimantel 247 aufgebracht. Der Schirm 246 besteht abwechselnd aus in Längsrichtung verseilten dünnen Bändern und dünnen Drähten. Die Fadenwicklungen 242 und 243 sowie die Isolationshülle 244 bestehen vorteilhaft aus Polystyrol. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochfrequenzkabel mit einer oder mehreren verdrillten Doppel-oder Sternviererleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass jede Doppel-oder Sternviererleitung entweder mit einem in Richtung der verseilten Adern gutleitenden und gleichzeitig biegsamen Schirm oder mit einem gegen Wirbelströme unterteilten magnetisierbaren Schirm umgeben ist und dass ferner die Isolation der Adern als Luftraumisolation ausgebildet ist unter Verwendung von Isolierstoffen, die bei hohen Frequenzen extrem niedrige dielektrische Verluste aufweisen, vorzugsweise unter Verwendung von Isolierstoffen der Gruppe der Polyvinylverbindungen, beispielsweise von Polystyrol.

Claims (1)

  1. 2. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm aus mehreren um die Doppel-oder Sternviererleitung verseilten gutleitenden Bändern oder Drähten besteht und dass die Schlagrichtung und Schlaglänge der Schirmbänder bzw.-drähte mit der Drallrichtung und der Drallänge der Adern der Doppel-oder Sternviererleitung übereinstimmt.
    3. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm aus dünnen Bändern besteht, zwischen denen dickere schmälere Formdrähte, insbesondere Runddrähte, mit gleichem Schlag eingelegt sind, um ein gegenseitiges Verschieben der Bänder zu vermeiden.
    4. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass über dem aus mit grossem Schlag. verseilten Bändern oder Drähten bestehenden Schirm zusätzlich noch ein Draht oder Band mit anderm Schlag, vorzugsweise mit gleich gerichtetem kürzeren Schlag und in weit offenen Schraubenwindungen aufgebracht ist.
    5. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 2,. dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Lücken der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitung mit Beiläufen aus Isolierstoff ausgefüllt sind, um für den Schirm eine feste Auflagefläche zu erhalten.
    6. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitung und dem Schirm ein Stützorgan, vorzugsweise eine offene Drahtwicklung angeordnet ist. <Desc/Clms Page number 11>
    7. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetisierbare Schirm aus einer offenen Bandwicklung oder aus einer überlappen Bandwicklung besteht, deren Windungen gegeneinander isoliert sind.
    8. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetisierbare Schirm aus mehreren voneinander isolierten Schichten besteht.
    9. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetisierbare Schirm aus magnetisierbaren Pulverteilchen besteht, die entweder mit einem Isolierstoff gemischt oder auf einen aus Isolierstoff bestehenden Träger aufgespritzt sind.
    10. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich die unmittelbar um jeden einzelnen Leiter liegende Isolationsschicht eine kleine wirksame Dielektrizitätskonstante und einen für Hochfrequenz kleinen dielektrischen Verlustwinkel aufweist und dass dagegen in den von den Leitern entfernt liegenden Zonen Isolierstoffe mit entsprechend grösserer Dielektrizitätskonstante und grösserem dielektrischen Verlustwinkel, wie z. B. Faserstoffe, Gummi usw., vorgesehen sind.
    11. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leiter mit einer Luftraumisolation unter Verwendung von für Hochfrequenz hochwertigen Isolierstoffen umgeben ist, und die aussenliegenden Zwickelräume der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitung mit Volltrensen bzw. Kordeln oder mit geformten Isolierstoffschläuchen aus für Hochfrequenz weniger hochwertigem Material ausgefüllt sind.
    12. Hochfrequenzkabel nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der zur Bildung der Luftraumisolation dienenden Abstandhalter am Dielektrikum zwischen den Leitern der verdrillten Doppel-oder Sternviererleitung kleiner ist als zwischen der Doppel-bzw. Sternviererleitung und der die Leitung umgebenden Hülle.
    13. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen der Doppeloder Sternviererleitung und der äusseren Hülle angeordneten Abstandhalter die Leiter mit der Hülle fest verbinden, wobei vorteilhaft zwischen den Leitern keine zusätzlichen Abstandhalter angeordnet sind.
    14. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leiter als längsgeschlitzter Hohlleiter ausgebildet ist und den zylindrisch ausgebildeten Seitenrand des in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalters umfasst.
    15. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung verlaufenden Abstandhalter T-förmigen Querschnitt haben und die beiden der äusseren Hülle zugekehrten Schenkel der T-förmigen Abstandhalter mit in Längsrichtung verlaufenden Schlitzen versehen sind, in die in Längsrichtung verlaufende, vorteilhaft aus leitendem Material bestehende Bänder eingreifen, um die Abstandhalter in der gewünschten Lage festzuhalten und dem Ganzen eine runde Form zu geben.
    16. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Abstandhalter für die verdrillte Doppel-oder Sternviererleitung eine offene Fadenwicklung mit aussenliegenden Einformungen zur Lagerung der Adern dient.
    17. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die diagonal gegenüberliegenden Einformungen der offenen Fadenwieklung so tief sind, dass die Entfernung einer Ader von der die Doppel-oder Sternviererleitung umgebenden Metallhülle ungefähr mit dem halben gegenseitigen Abstand der beiden diagonal gegenüberliegenden Adern einer Doppelleitung übereinstimmt.
    18. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Einformungen gelagerten Adern durch eine zusätzliche Fadenumschnürung in ihrer Lage festgehalten sind.
    19. Hochfrequenzkabel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die als Abstandhalter dienende offene Fadenwicklung in zwei oder mehrere Teilwicklungen aufgeteilt ist und die Adern in den zwischen den Teilwicklungen vorgesehenen Einformungen gelagert sind.
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EP2383754A4 (de) * 2009-02-16 2013-11-27 Fujikura Ltd Übertragungskabel

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