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Schaltungsanordnung zur Verhinderung der gegenseitigen Beeinflussung von Sender und Empfänger beim Trägerstromgegenverkehr, insbesondere mit einer einzigen Trägerwelle.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Trägerstromsysteme mit Gegensprechverkehr, bei denen der Sender nur eingeschaltet ist, wenn dieser besprochen wird. Die Erfindung ist insbesondere für den Gegensprechverkehr mit einer einzigen Trägerwelle vorgesehen, kann jedoch auch bei verschiedenen
Trägerwellen benutzt werden. Es ist bekannt, in derartigen Fällen den Sender dadurch in Betrieb zu i setzen, dass ein Teil der Sprechströme gleichgerichtet und zur Steuerung einer Elektronenröhre verwendet wird, die als Schalter für den Trägerfrequenzstrom dient. Dabei tritt der Nachteil auf, dass während kürzerer Pausen zwischen den Sprechstromimpulsen der Sender wieder abgeschaltet wird und das die
Einschaltung des Senders auch nicht momentan erfolgt.
Es können infolgedessen Verzerrungen der
Sprache entstehen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Schaltmittel bzw. eine Schalteinrichtung mit grosser
Abschaltverzögerung für die Schaltung des Trägerstromgenerators bzw. des Trägerstromes vorgesehen.
Insbesondere kann von einem elektromagnetischen Schaltmittel mit grosser Abfallverzögerung Gebrauch gemacht werden. Die Anordnung wird zweckmässig so getroffen, dass bei Auftreten von Sprechströmen der Trägerstrom möglichst trägheitslos eingeschaltet wird, und dass nach dem Einschalten erst die Ver- zögerungseinrichtung wirksam wird. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass erst während längerer
Pausen zwischen den Spreehstromimpulsen der Sender ausgeschaltet wird. Die Figur zeigt ein Aus- führungsbeispiel.
Mit 1 ist der Eingang bzw. Ausgang der Niederfrequenzströme, mit 2 der Eingang bzw. Ausgang der Hoehfrequenzströme bei einer Gabelschaltung für den Gegensprechverkehr mit einer einzigen Träger welle bezeichnet. 3, 4 stellen Differentialtransformatoren, 5, 6 Ausgleichnetzwerke in bekannter Weise
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Modulator 10, in welchem der Trägerstrom des Generators 12 moduliert wird. Die in 11 verstärkten, modulierten Hochfrequenzströme fliessen sodann in die Hochfrequenzleitung 2 bzw. in ein angeschlossenes Antennensystem. Die über 2 empfangenen Hochfrequenzströme gelangen über den ein-oder mehrstufigen
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und den Differentialtransformator 8 in die Niederfrequenzleitung 1.
Hinter dem Niederfrequenzverstärker 9 im Sendezweig wird ein gewisser Teil der Sprechströme abgezweigt und einem Gleichrichter 18 zugeleitet, in dessen Ausgangskreis ein Relais 14 angeordnet ist. Beim Auftreten von Sprechströmen im Ausgang des Verstärkers 9 spricht das Relais 14 an und schliesst seine Kontakte 141 und 142. Durch ersteren wird der Hochfrequenzgenerator 12 eingeschaltet, durch letzteren ein sekundärer Verzögerungskreis geschlossen. Dieser Kreis ist derart bemessen, dass die Aberregung des Relais 14 bzw. die Öffnung der Kontakte 141, 142 erst während längerer Pausen zwischen den Sprechstromimpulsen erfolgen kann. Das elektromagnetische Relais 14 ist derart beschaffen, dass es ohne den genannten Verzögerungskreis möglichst trägheitslos anspricht.
Die erläuterte verzögerte Abschaltung des Generators 12 kann auch in anderer beliebiger Weise herbeigeführt werden. Beispielsweise kann eine Kapazität vorgesehen sein, die durch eine konstante Stromquelle aufgeladen wird derart, dass, so lange keine niederfrequenten Sprechströme vorhanden sind, die Ladung besteht und bei Eintreffen von Sprechströmen über ein von diesen gesteuertes Ventil die Ladung momentan abfliesst, worauf die Kapazität mit einer entsprechend gewählten Verzögerung über
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einen Widerstand wieder langsam aufgeladen wird. Die Kondensatorspannung soll dabei als Steuerspannung für den Trägerstromgenerator oder auch Modulator dienen.
Nach der weiteren Erfindung ist es zweckmässig, die Einrichtung so zu treffen, dass die Einschaltung
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Sprechströme gesteuert wird und als Schalter wirkt, während die Ausschaltung des Trägerstromes hingegen von einem Verzögerungsrelais in der oben erläuterten Weise bewirkt wird. Auf diese Weise lässt sich die Verzögerung bei der Einschaltung des Trägerstromgenerators auf ein Minimum herabsetzen.
In der Figur ist dies beispielsweise (gestrichelt) angedeutet. Mit 15 ist ein steuerbares Ventil bezeichnet, das von den niederfrequenten Sprechströmen über 9 gesteuert wird und als Sehalter für den Generator 12 dient. Parallel zum Ausgang des Ventiles 15 liegt ein Kontakt 143 (der Kontah. "t 141ist jetzt wegzudenken), der beim Ansprechen des Relais 14 geschlossen wird, so dass durch den genannten Kontakt die Wirkung des Ventils 15 ersetzt wird.
Die genannte Einrichtung ist selbstverständlich nicht nur beim Gegenspreehverkehr, sondern auch beim Gegenverkehr für Telegraphiezwecke usw. benutzbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Verhinderung der gegenseitigen Beeinflussung von Sender und Empfänger beim Trägerstromverkehr, insbesondere mit einer einzigen Trägerwelle, wobei die Einschaltung
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die Abschaltung des Trägerstromes in Abhängigkeit von einem Verzögerungsmittel erfolgt, das von einem gleichgerichteten Teil der niederfrequenten Ströme der Sendeseite gesteuert ist.