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(Geschützlafette.
Die Erfindung betrifft eine Geschützlafette jener bekannten Art, bei welcher zwei senkrecht auf- einanderstehende Tragachse, eine lotrechte für die Einstellung der Seitenrichtung und ein waagrechte für die Einstellung der Höhenrichtung, vorgesehen sind und der Schnittpunkt dieser Tragachse im wesentlichen in der Verlängerung der Rohrachse liegt. Das Wesen der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Balken, der zwischen seinen Enden über dem Schnittpunkt der beiden Tragachsen gelagert ist und an einem Ende mit einem Belastungsgewicht versehen ist, während das zweite Ende einen Lenker trägt, der mit den Führungen für das Geschützrohr verbunden ist, so dass durch das Belastungsgewicht das Gewicht des Geschützrohres ausgeglichen wird.
In den Zeichnungen ist beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines fahrbaren Geschützes mit der erfindungsgemässen Lafette, wobei die Teile für den Transport auf einem Fahrzeug zusammengelegt sind. Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Geschützes in der Stellung für Steilfeuer zur Fhtgzeugabwehr, Fig. 3 zeigt das Geschütz in der Stellung für Flach- feuer, Fig. 4 ist eine Draufsicht von Fig. 3.
10 ist das Geschützrohr, x-y dessen Achse. 11 ist ein Ansatz am hinteren Ende des Rohres, der mit der Kolbenstange 12 des Bremszylinders 13 verbunden ist. Nahe den Enden des Bremszylinders 13 sitzen Halslager M, durch die das Rohr 10 gleitet, wenn das Geschütz abgefeuert wird. 15 ist der Zylinder für die Kolbenstange 12, 16 ist ein gekröpfter Arm, der in der Rohrachse x- y endigt. 20 ist die Bettung, mit der Arme 21 verbunden sind, durch die die Lafette fest in den Boden verankert wird. Jeder dieser Arme endigt in einem Erdanker 22 und hat einen Drebwirbel 23.24 ist eine Grundplatte, die sich auf dem oberen Mittelteil der Bettung 20 in bekannter Weise drehen kann. 25 ist ein lotrechter Zapfen, der aus der Grundplatte in ein in der Bettung 20 gebildetes Lager reicht. 26 ist ein gegabelter lotrechter
Ständer auf der Bettung 20.
Das untere Ende des Ständers trägt eine waagrechte Querwelle 27, welche das hintere Ende des Armes 16 mit dem Ständer nahe der Bettung verbindet. Die Mittellinie des Stän- ders 26 schneidet sich mit der Geschützrohrachse x-y. Das Zapfenlager 25 und die Gelenkverbindung zwischen dem Arm 16 und dem Ständer 26 bilden ein Gelenk nach Art eines Hookschen Schlüssels, das symmetrisch in bezug auf die Achse x-y angeordnet ist.
Nahe dem oberen Ende des Ständers 26 ist ein Balken 30 gelagert. Das eine Ende dieses Balkens ist durch Lenker 31 mit einem der Halslager 14 an dem Bremszylinder 13 verbunden. Das andere Ende des Balkens 30 trägt Behälter 32, die mit Steinen, Sand oder sonstige verfügbaren Material zu füllen sind, um als Gegengewichte für das Geschützrohr und die mit ihm verbundenen Teile za dienen. Wenn gewünscht, können feste Gewichte an Stelle dieser Behälter verwendet werden. Die Abmessungen der Teile sind so gewählt, dass der Balken 30 stets parallel zur Achse x-y des Geschützrohrs 10 ist. Höhen- richt-und Seitenrichteinrichtungen sind bei 34 bzw. 33 angedeutet. Die Teile sind so bemessen, dass die Schwerlinie der Vorrichtung als Ganzes in jeder ihrer Stellungen durch den Zapfen 25 geht.
Diese Vorrichtung gestattet den Gebrauch des Geschützes im Felddienst, wie Fig. 3 zeigt, oder zur Flugzeugabwehr, wie Fig. 2 zeigt. Zusammengelegt nimmt das Geschütz sehr wenig Raum ein und hat ein kleines Gewicht.
Dadurch, dass die Lagerung des Geschützrohres im wesentlichen den Rückstoss nahezu in der Rohrachse aufnimmt, und dadurch, dass eine Einrichtung geschaffen ist, welches das Geschützrohr in allen seinen Stellungen ausbalanciert und den Schwerpunkt des Systems unmittelbar über die Mitte seiner Bettung bringt, kann ein Geschütz mit seiner Lafette mit geringstem Gewicht gebaut werden, das sich mit geringer Anstrengung und grosser Genauigkeit handhaben lässt.