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Verfahren zur Herstellung von Tonaufzeiehnungen auf bandfürmige Aufzeiehnungsträger.
Die Erfindung besteht in der Anwendung des Hochdruck-und des Tiefdruckverfahrens zum Drucken einer in Mehrzaekensehrift geschriebenen Tonspur, wobei diese Tonspur auf einen bandförmigen Auf- zeichnungsträger aufgedruckt wird. Ausserdem betrifft die Erfindung auch noch die nach diesem Verfahren hergestellten bandförmigen Aufzeichnungsträger.
Der durch die Erfindung erzielte, besondere technische Effekt besteht darin, dass sich, wie im folgenden gezeigt werden soll, gerade durch die Kombination des Hoch-oder Tiefdruckverfahrens mit einer Tonspur, die in Mehrzackenschrift aufgenommen ist, besondere Vorteile ergeben. Um diese Vorteile zu erläutern, sollen zunächst die Verhältnisse, die sich beim Drucken einer in Einzackenschrift, d. h. einer in normaler Amplitudenschrift ausgeführten Tonaufzeichnung ergeben, betrachtet werden.
Eine in gewöhnlicher Amplitudenschrift ausgeführte Tonaufzeichnung besteht stets aus verhältnismässig ausgedehnten Flächenteilen, die beim Druck schwarz erscheinen müssen, und ausserdem aus verhältnis- mässig feinen Einzelheiten, nämlich den feinen Spitzen der Tonkurve, welche die hohen Frequenzen des aufgezeichneten Schallereignisses darstellen. Wie Versuche der Anmelderin ergeben haben, treten beim
Druck einer derartigen normalen Amplitudenschrift nach dem üblichen Hochdruckverfahren Schwierig- keiten auf, die darin bestehen, dass die Druckfarbe, mit welcher das Hochdruckklischee bestrichen wird, infolge ihrer Oberflächenspannung auf den erwähnten feinen Spitzen der Druckform sich in anderer
Weise ablagert als auf den erwähnten verhältnismässig grossen Flächenteilen.
Auf einer feinen Spitze der Druckform lagert sich nämlich verhältnismässig mehr Druckfarbe ab als auf einem ebenso grossen Flächenteil innerhalb einer grossen, schwarz zu druckenden Fläche. Dies hängt, wie bereits angedeutet, damit zusammen, dass die Oberflächenspannung der ziemlich flüssigen Druckfarbe auf einer kleinen Fläche eine etwa halbkugelförmige Ausbildung der Farbschicht hervorruft, während auf einer grossen, schwarz zu druckenden Fläche, die durch eine Linie ohne feine Zacken gegen die nicht zu bedruckende Fläche begrenzt ist, eine Verteilung der Druckfarbe zustande kommt, die nahezu gleichmässig über die ganze Fläche ist. Dies hat zur Folge, dass beim Drucken an den feinen Einzelheiten, welche die hohen Frequenzen darstellen, verhältnismässig mehr Druckfarbe je Flächenelement der schwarz zu bedruckenden Fläche vorhanden ist.
Dies ist deshalb von Bedeutung, weil die Genauigkeit, mit der die Randkurve der Tonaufzeichnungsfläche überhaupt gedruckt werden kann, davon abhängt, welche Menge von Druckfarbe sich in der Nähe dieser Randkurve auf dem Klischee befindet. Wenn man ein normales Amplitudenschriftklischee zum Druck benutzt, tritt an denjenigen Stellen, an welchen hohe Frequenzen aufgezeichnet sind, eine Art von Überfliessen der Druckfarbe auf, wenn die grossen, gleichmässig schwarzen Flächenteile, d. h. die niedrigen Frequenzen einwandfrei gedruckt werden. Die hohen Frequenzen werden somit beim Druck eines normalen Amplitudenschriftklischees nicht einwandfrei erscheinen.
Wenn man anderseits beim Einfärben des Klischees nur so viel Farbe aufträgt, um einen einwandfreien Druck der hohen Ferquenzen zu erzielen, so werden die Flächenteile, welche die niedrigen Frequenzen enthalten, nicht gleichmässig schwarz gedruckt, sondern weisen Unregelmässigkeiten in dem Farbauftrag des gedruckten Tonschriftträgers auf. Diese Schwierigkeiten, welche im ersteren Falle eine unbefriedigende Wiedergabe der hohen Frequenzen und im letzteren Falle ein verstärktes Grundgeräusch zur Folge haben können, werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass man nicht eine normale Amplitudenschrift, sondern vielmehr eine Mehrzackenschrift druckt.
Eine derartige Mehrzackenschrift besteht sozusagen lediglich aus
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feinen Einzelheiten, da auch die niedrigen Frequenzen wegen der Unterteilung der Tonspur in mehrere unter sich identische Einzeltonspuren nur als schwarze Flächenteile von geringer Ausdehnung erscheinen.
Es haben sich aus diesem Grunde bei Tonaufzeichnungen in Mehrzackenschrift, die nach dem Hochdruckverfahren hergestellt werden, erheblich bessere Ergebnisse erzielen lassen als sie beim Hochdruck einer normalen Amplitudenaufzeichnung zu erreichen waren. Es liegt daher die Erfindung darin, für den Hochdruck von Tonaufzeichnungen eine zwar an und für sich bekannte, aber für den Druck von Tonaufzeichnungen noch nicht vorgeschlagene, besondere Art der Tonschrift, nämlich die Mehrzackenschrift, zu verwenden.
Auch für den Tiefdruck von Tonaufzeichnungen hat sich die Mehrzackensehrift, allerdings aus etwas andern Gründen der normalen Amplitudenschrift als überlegen erwiesen. Bei einem Tiefdruckklischee wird nämlich nach der Einfärbung die überflüssige Druckfarbe mittels eines sogenannten Rakelmessers abgeschabt. Dieses Messer wird in derjenigen Richtung über das Tiefdruckklischee geführt, in welcher der Tonaufzeichnungsträger später abgespielt werden soll. Wenn man eine normale Tonaufzeichnung drucken wollte, müssten die bereits oben bei Besprechung des Hochdruckverfahrens erwähnten, ausgedehnten schwarzen Flächenteile völlig von Druckfarbe erfüllt bleiben, wenn man einen befriedigenden Druck erzielen wollte.
Versuche haben jedoch ergeben, dass das Rakelmesser stets aus den grossen Flächenteilen Druckfarbe herauskratzt und manchmal sogar auf dem vertieften Grunde der eingefärbten grossen Flächenteile anstösst, Auch diese Schwierigkeiten können dadurch vermieden werden, dass man nicht normale Amplitudenschrift, sondern eine Mehrzaekenschrift für den Tiefdruck von Tonaufzeiehnungen verwendet. Das sich beim Abstreichen der Farbe durch das Rakelmesser bei einem in Mehrzackenschrift ausgeführten Druckklischee keine Schwierigkeiten ergeben, liegt ebenso wie bei der Anwendung von Hochdruck daran, dass die Teile der Tonschrift, welche die niedrigen Frequenzen enthalten, nur als kleine schwarze Flächenteile vorhanden sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tonaufzeichnungen auf bandförmige Aufzeichnungsträger,
EMI2.1
schrift geschriebenen Tonspur.
2. Verfahren zur Herstellung von Tonaufzeichnungen auf bandförmige Aufzeichnungsträger, gekennzeichnet durch die Anwendung des Tiefdruckverfahrens zum Drucken einer in Mehrzackensehrift geschriebenen Tonspur.
3. Bandförmiger Tonschriftträger, gekennzeichnet durch eine in Hochdruck ausgeführte Mehrzackenschrift.
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