DE19619840C2 - Malhilfsmittel, insbesondere Seiden-Malhilfsmittel, sowie ein dieses Malhilfsmittel verwendendes Verfahren zum Auftragen von Farbe - Google Patents

Malhilfsmittel, insbesondere Seiden-Malhilfsmittel, sowie ein dieses Malhilfsmittel verwendendes Verfahren zum Auftragen von Farbe

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Description

Die Erfindung betrifft ein Malhilfsmittel, insbesondere ein Seiden-Malhilfsmittel, sowie ein dieses Malhilfsmittel verwendendes Verfahren zum Auftragen von Farbe.
Es ist bekannt, zur Begrenzung des freien Fließens von Seidenmalfarben auf ei­ nem Seidenuntergrund sogenannte Fließbegrenzer, die auch unter dem Namen "Gutta" bekannt sind, einzusetzen. Diese sowohl wassergelöst als auch lösemit­ telgelöst erhältlichen Fließbegrenzer besitzen die Eigenschaft, daß durch ein ent­ sprechendes Auftragen des Fließbegrenzers auf die zu bemalende Seide erreicht wird, daß die auf den Seidenuntergrund aufgetragene Seidenfarbe die durch den aufgetragenen Fließbegrenzer ausgebildete Trennlinie nicht überwinden kann und derart nicht weiterfließt, so daß klare, scharfe Begrenzungen auf der Seide möglich sind.
Aus der AT 131 601 ist ein Zeichen- und Pausmaterial bekannt, das aus einer Cellulosehydratfolie besteht, die in an sich bekannter Art und Weise mit einer körnigen, vorwiegend aus Cellulosederivaten oder Harzen oder einem Gemisch bei der Komponenten bestehenden Schicht überzogen ist, die gegebenenfalls ge­ ringe Mengen Füllstoffe wie Stärke, Talkum, Schlämmkreide, kolloidales Calzium­ karbonat enthält.
Aus der EP 0 075 610 ist ein Verfahren zum Herstellen eines vorpräparierten Malgrundes bekannt, welches dazu dienen soll, ein bestimmtes Motiv für den nachfolgenden Mal- und Färbevorgang derart vorzugeben, so daß der nachfol­ gende Malende ohne Schwierigkeiten die Farbe an vorher bestimmten Stellen ei­ nes zu bemalenden Untergrunds auftragen kann, so daß die außerordentlich schwierige und zeitraubende Arbeit des Aufbringens sozusagen des Grundrisses eines fertigen, beispielsweise farbigen Bildes oder einer Zeichnung entfällt, so daß die vom Malenden vorzunehmende künstlerische Arbeit lediglich darin zu be­ stehen hat, die Farben auszwählen und in entsprechender Farbtiefe, je nach Wunsch, aufzutragen. Bei den bekannten Verfahren soll vermieden werden, daß üblicherweise sichtbare Linien auf einem Untergrund gedruckt werden, welche bei nicht vollständig deckenden Farben auch beim fertigen Bild noch sichtbar sind. Zur Lösung des dem bekannten Verfahren zugrundeliegenden technischen Problems, nämlich ein Verfahren zur Herstellung eines präparierten Malgrundes zu liefern, welches die Herstellung eines derartigen vorpräparierten Malgrundes erheblich vereinfacht und weniger hohe Ansprüche an die Fähigkeit des Verar­ beitens des Malgrundes stellt, schlägt die oben genannten Druckschrift vor, daß als Druckfarbe zum Bedrucken des Malgrundes mit einem Motiv eine Substanz eingesetzt wird, die den mit der Farbe bedruckten Malgrundflächen ein anderes Farbdrückhaltevermögen für später aufzutragende Farben als den nicht die Druckfarbe aufweisenden Flächen verleiht. Hierbei wird besonders bevorzugt, daß zum Herstellen eines Malgrundes für trockene Farbpigmente, wie Farbstifte, Kreiden, Kohle, Rötel, Pastellfarben und ähnliches, als Druckfarbe eine Auf­ schlemmung eines körnigen Materials in einem Haftmittel eingesetzt wird, die nach Antrocknen auf den bedruckten Flächen eine größere Rauhigkeit als auf den nichtbedruckten Flächen des Druckes bewirkt. Indem die Aufnahmefähigkeit für Farben auf den bedruckten oder unbedruckten Bereichen bei den bekannten Verfahren außerordentlich heraufgesetzt wird, ist ein Übermalen der Begrenzun­ gen bestimmter Flächen leicht zu korrigieren. Die Begrenzungslinien sollen hier­ bei nicht oder nur sehr schwach sichtbar sein. Das bekannte Verfahren enthält aber keine Hinweise darauf, die Fließeigenschaften der auf den durch das Ver­ fahren hergestellten vorpräparierten Malgrund aufzutragenden Farben zu verändern.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein Malhilfsmittel, insbesondere ein Seiden- Malhilfsmittel der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß es sowohl als Fließbegrenzer als auch als Fließverteiler einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Malhilfsmittels dadurch gelöst, daß das Malhilfsmittel ein in einem Lösungsmittel gelöstes Bindemittel und Füll­ stoff-Partikel umfaßt, wobei Bindemittel und Füllstoff-Partikel derart ausgewählt sind und die Füllstoff-Partikel in solcher Konzentration in dem Bindemittel vorlie­ gen, daß sich auf einen zu bemalenden Bereich eines Untergrundes eine saugfä­ hige, poröse Masse ausbildet, die als Fließverteiler für eine aufzutragende Farbe wirkt, während sich das Bindemittel bis über die den Bereich begrenzende Kon­ turlinie hinaus in einen Randbereich ausbreitet und dort als Fließbegrenzer für die aufzutragende Farbe wirkt.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in besonders vorteilhafter Art und Weise ein insbesondere für die Seidenmalerei geeignetes Malhilfsmittel ge­ schaffen, das gleichzeitig in vorteilhafter Art und Weise sowohl die Funktion ei­ nes Fließbegrenzers als auch eines Fließverteilers für die auf den zu bemalen­ den Untergrund aufgetragene Farbe erfüllen kann, wobei es das erfindungsge­ mäße Malhilfsmittel ermöglicht, insbesondere bei der Seidenmalerei eine Vielzahl von bisher nicht erzielbaren Effekten und Farbkombinationen zu realisieren. Das erfindungsgemäße Malhilfsmittel ist des weiteren besonders einfach in seiner An­ wendung, so daß es auch von ungeübten Personen mit zumindest zufriedenstel­ lendem Erfolg eingesetzt werden kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß beim erfindungsge­ mäßen Malhilfsmittel ein wasserlösliches Bindemittel eingesetzt wird. Ein derarti­ ges Malhilfsmittel ist dadurch in besonders einfacher Art und Weise hinsichtlich seiner toxikologischen Eigenschaften unbedenklich.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind den Ausführungsbeispielen zu entnehmen, die im folgenden anhand der Figuren beschrieben werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Maluntergrund mit aufgetragenem Malhilfsmittel, und
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel der Fig. 1,
In Fig. 1 ist nun ein allgemein mit 1 bezeichneter Untergrund, insbesondere ein Seidengewebe, dargestellt, auf den auf einem definierten Bereich 2 eine Farbe, insbesondere eine Seidenmalfarbe aufzutragen ist, wobei verhindert werden soll, daß die Farbe von dem einzufärbenden Bereich 2 über die diesen Bereich 2 be­ grenzende Konturlinien 3 in einen an den Bereich 2 angrenzenden Randbereich 2a sowie einen einen weiteren Bereich 4 des Untergrunds 1 fließt. Um dies zu bewirken, wird auf den Bereich 2 das nachstehend beschriebene Malhilfsmittel 10 aufgetragen.
Dieses Malhilfsmittel 10 besteht im wesentlichen aus einem an und für sich be­ kannten und daher nicht mehr näher beschriebenen Bindemitteln 20, welches in einem Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser, gelöst ist. Diesem lösemittelgelö­ sten Bindemittel 20 werden Füllstoff-Partikel 11 zugesetzt. Als Bindemittel 20 für die Füllstoff-Partikel 11 werden vorzugsweise Bindemittel eingesetzt, welche in Wasser oder in organischen Lösemitteln, z. B. Alkohol, insbesondere Polyvinylal­ kohol, (Glykole, Ester, Ketone) oder mit Wasser versetzten organischen Lösemit­ teln lösbar sind.
Dem Fachmann ist aus der nachfolgenden Beschreibung klar ersichtlich, wie er den oder die Füllstoff-Partikel 11 auszuwählen sowie deren Konzentration in Ab­ stimmung auf den zu bemalenden Untergrund sowie die hierbei verwendete Far­ be in Abhängigkeit vom jeweiligen Bindemittel-Aufnahmevermögen für die Füll­ stoff-Partikel 11 und unter Berücksichtigung deren spezifischer Oberfläche und/o­ der Dichte und/oder Teilchengröße oder -form sowie deren Ölzahl festzulegen hat, damit das Malhilfsmittel 10 die nachstehend beschriebenen Eigenschaften aufweist.
Als Bindemittel 20 für die Füllstoff-Partikel 11 wird vorzugsweise ein wasserlösli­ ches Bindemittel 20 eingesetzt, welches allein oder in Kombination mit anderen wasserlöslichen Bindemitteln 20 auch nach dem Austrocknen wasserlöslich bleibt, z. B. Polyvinylalkohol, wasserlösliche Cellulosederivate, Dextrine oder an­ dere Stoffe. Als Füllstoff-Partikel 11 eignen sich eine Vielzahl von anorganischen oder organischen, festen Füllstoffen. In diesem Zusammenhang wird auf die im Farben- und Lackbereich gebräuchlichen "Pigment + Füllstofftabellen", in denen eine Vielzahl hierzu geeigneter Pigmente und Füllstoffe aufgeführt sind, verwie­ sen. Beispielhafterweise können kugelige Füllstoffe - wie z. B. anorganische und organische Mikrokugeln und Mikrohohlkugeln, Glashohlkugeln, Polyolefin-Ku­ geln, Keramikkugeln und Keramikhohlkugeln oder ähnliche Füllstoffe verwendet werden. Auch ist es möglich, amorphe Füllstoffe wie Schwerspat, Kreide, Quarz­ mehl oder ähnliches einzusetzen. Des weiteren ist es möglich, daß stabförmige oder faserförmige Füllstoffe wie z. B. Hornblende oder plättchenförmige Füllstoffe wie Glimmer, Talkum, Mg-Al-K-Silikate, China Clay sowie eine Kombination der vorgenannten Füllstoffe verwendet werden. Hierbei wird bevorzugt, daß die Korn­ größe innerhalb eines Korngrößenspektrums von bis zu 200 Mikrometern liegt, wobei ein Bereich von 5 bis 85 Mikrometer bevorzugt wird.
Als Beispiel für ein derartiges Malhilfsmittel sei ein Gemisch aus dreizehn Gewichtsteilen (zwölf Volumenteilen) Polyvinylalko­ hol und 87 Gewichtsteilen (124 Volumenteilen) von silikatischen Mikrohohlkugeln mit einer Dichte von 0,6-0,8 Gramm pro cm3 und einer Teilchengröße, die vor­ zugsweise kleiner als ca. 200 Mikrometer ist und insbesondere im Bereich von 8 bis 85 Mikrometer liegt, angeführt, wobei betont werden muß, daß ein derartig aufgebautes Malhilfsmittel zwar vorteilhaft ist, jedoch nur ein einziges Beispiel aus der Vielzahl der denkbaren Malhilfsmittel 10 darstellt.
Wichtig sind nun die Eigenschaften des derart aufgebauten Malhilfsmittels 10, welche in besonders vorteilhafter Art und Weise erlauben, daß das beschriebene Malhilfsmittel 10 gleichzeitig als Fließbegrenzer für die Farbe als auch als Fließ­ verteiler wirkt. Ausschlaggebend hierfür ist, daß nach dem Auftragen des Mal­ hilfsmittels 10 auf den Bereich 2 des Untergrunds 1 die im Malhilfsmittel 10 ent­ haltenen Füllstoff-Partikel 11 im wesentlichen auf den Bereich 2 beschränkt bleibt. Dies wird derart erreicht, daß die Füllstoff-Partikel 11 derart gewählt wer­ den, daß diese für die Gewebekapillaren zu groß sind, und/oder zu träge sind, um von einer Fließbewegung des Bindemittels 20 des Malhilfsmittels 10 mitge­ nommen zu werden. Dies bedeutet aber, daß die Füllstoff-Partikel 11 im wesentli­ chen auf den durch die Konturlinien 3 begrenzten Bereich 2 des Maluntergrunds 1 konzentriert bleiben.
Im nassen Zustand des flüssigen Malhilfsmittels 10 fließt jedoch ein Anteil dessen Bindemittels 20 gemeinsam mit dem Lösemittel über die den Bereich 2 begren­ zende Konturlinie 3 hinaus und bilden derart einen Randbereich 2a auf dem Maluntergrund 1 aus, der im wesentlichen von Füllstoff-Partikeln 11 frei ist. Die­ ses Fließen über die Konturlinie 3 hinaus erfolgt dabei derart kontrolliert, daß nach dem Antrocknen des Malhilfsmittels 10 ein durch eine Konturlinie 2a' be­ grenzter und im wesentlichen gleichmäßiger Randbereich 2a entsteht. In Abhän­ gigkeit von der Viskosität des gewählten Bindemittel-Lösungsmittel-Gemisches ist die Breite b des Randbereichs 2a variierbar, wobei die Variationsbreite von ei­ nem äußerst schmalen, kaum sichtbaren Randbereich 2a bis zu einem 10 mm und mehr betragenden Randbereich 2a reicht.
Die Ausbildung und Konzentration der Füllstoff-Partikel 11 ist dabei derart ge­ wählt, daß nach dem Antrocknen des Malhilfsmittels 10 auf dem Bereich 2 des Untergrunds 1 eine Füllstoff-Partikel-Schicht 12 ausgebildet wird, die einen derart hohen Bereich von Füllstoffpartikeln aufweist, daß durch diese Schicht 12 eine saugfähige, poröse Masse ausgebildet wird, die wie Fließpapier wirkt. Diese Füll­ stoff-Partikel 12 wird durch Bindemittelreste, die in den Berührungspunkten P der Füllstoff-Partikel 12 beim Antrocknen zurückgeblieben sind, zusammengehalten, wodurch im trockenen Zustand diese Schicht 12 verfestigt wird.
Wird nun nach dem Antrocknen des Malhilfsmittels 10 Farbe auf den Bereich 2 aufgetragen, so fließt diese lediglich bis zum Füllstoff-Partikel-freien Randbereich 2a, wodurch die Konturlinie 3 ausgebildet wird. Die Schicht 12 wirkt somit als Fließverteiler für die Farbe, während der Randbereich 2a, auf dem ein Weiterflie­ ßen der Farbe nicht möglich ist, als Fließbegrenzer wirkt. Der Bereich 2 kann da­ her mit der Farbe derart ausgemalt werden, daß diese Farbe auch von der Innen­ seite des Bereichs 2 her eine gleichmäßige Begrenzung ergibt. Von Vorteil hier­ bei ist, daß aufgrund der Fließverteiler-Eigenschafter der Schicht 12 der Bereich 2 nicht exakt bis an seinen Konturlinien 3 ausgemalt werden muß, um eine schar­ fe, gleichmäßige Begrenzung zu erhalten, so daß es auch für ungeübte Personen besonders leicht ist, eine exakte Begrenzung des Bereichs 2 zu erzielen.
Dem beschriebenen Malhilfsmittel 10 können auch optional Verdicker zur Verbes­ serung der Verarbeitung oder Mittel gegen Mikroorganismen zur Verbesserung der Haltbarkeit zugesetzt werden.
Weiterhin ist es möglich, daß das Malhilfsmittel 10 mit der entsprechenden Farbe einzufärben, so daß auch der Randbereich 2a den Farbton der aufgetragenen Farbe annimmt.
Auch ist es möglich auf die Schicht 12 nach dem Trocknen noch eine weitere Far­ be aufzutragen, so daß der Bereich 2 in einer anderen Farbe einfärbbar ist, als der Randbereich 2a.
Nach dem Austrocknen der auf die Schicht 12 aufgetragenen Farbe kann gege­ benenfalls eine Dampf-Fixierung der Farbe durchgeführt werden, um diese was­ serfest zu machen. Nach dieser Behandlung kann das auf dem Untergrund 1 vor­ handene Malhilfsmittel 10 mit Wasser ausgewaschen bleiben, so daß nurmehr das eingefärbte Gewebe, insbesondere ein Seidengewebe, zurückbleibt.
Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, eignet sich das beschriebene Malhilfsmittel 10 insbesondere zum Malen auf einem Seidengewebe. Es ist aber durchaus nicht auf ein derartiges Gewebe beschränkt. Vielmehr ist es auch möglich, es auf an­ deren Materialien einzusetzen, um bei einer scharfen oder je nach Zusammen­ setzung des Malhilfsmittels 10 auch verschwommenen Begrenzung der auszuma­ lenden Fläche 2 einen gleichmäßigen Farbauftrag zu erreichen.
Abschließend soll noch ausgeführt werden, daß es auch möglich ist, auf den Be­ reich 4 des Untergrunds 1 Farbe aufzutragen, wobei das Malhilfsmittel 10 dann bewirkt, daß die Bereiche 2 und 2a, 2a' farblos bleiben.

Claims (12)

1. Malhilfsmittel, insbesondere Seiden-Malhilfsmittel, das ein in einem Lösungs­ mittel gelöstes Bindemittel (20) und Füllstoff-Partikel (11) umfaßt, wobei Bin­ demittel (20) und Füllstoff-Partikel (11) derart ausgewählt sind und die Füll­ stoff-Partikel (11) in solcher Konzentration in dem Bindemittel (20) vorliegen, daß sich auf einen zu bemalenden Bereich (2) eines Untergrundes (1) eine saugfähige, poröse Masse ausbildet, die als Fließverteiler für eine aufzutra­ gende Farbe wirkt, während sich das Bindemittel (20) bis über die den Be­ reich (2) begrenzende Konturlinie (3) hinaus in einen Randbereich (2a) aus­ breitet und dort als Fließbegrenzer für die aufzutragende Farbe wirkt.
2. Malhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel (20) ein physikalisch trocknendes Bindemittel ist.
3. Malhilfsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bin­ demittel für die Füllstoff-Partikel (11) ein wasserlösliches, auch nach dem Austrocknen wasserlöslich bleibendes Bindemittel (20) ist.
4. Malhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Bindemittel (20) für die Füllstoff-Partikel (11) Polyvinylalko­ hol, wasserlösliche Cellulosederivate oder Dextrine ist.
5. Malhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstoff- Partikel (11) Mikrokugeln, Mikrohohlkugeln, amorphe Füllstoffe wie Schwerspat, Kreide, Quarzmehl, stabförmige oder faserförmige Füllstoffe wie Hornblende, plättchenförmige Füllstoffe wie Glimmer, Talkum, Mg-Al-K-Silika­ te, China Clay sind.
6. Malhilfsmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstoff- Partikel (11) eine Korngröße aufweisen, die in einem Korngrößen-Spektrum von kleiner als 200 Micrometer liegen.
7. Malhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Malhilfsmittel (10) im wesentlichen aus 13 Gewichtsantei­ len Polyvinylalkohol und aus 87 Gewichtsanteilen Mikrohohlkugeln mit einer Dichte von 0,6 bis 0,8 g pro cm3 besteht und die Korngrößenverteilung im Korngrößenspektrum von 5 bis 85 Mikrometer liegt.
8. Malhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Malhilfsmittel (10) Mittel zur Verbesserung der Verarbei­ tung und/oder zur Verbesserung der Haltbarkeit enthält.
9. Malhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß mit Wasser mischbare organische Lösemittel enthalten sind.
10. Malhilfsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß Farbe enthalten ist.
11. Verfahren zum Auftragen von Farbe auf einen Bereich (2) eines Untergrunds, dadurch gekennzeichnet, daß als Fließbegrenzer und Fließverteiler für die auf den Bereich (2) aufzutragende Farbe ein Malhilfsmittel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Untergrund (1) ein Seidengewebe verwendet wird.
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